Datenbanken im Betrieb

Datenbanken verstehen, statt bei jedem System neu zu raten

Hier geht es um die Stellen, an denen Datenbanken im Alltag auffallen: die Abfrage, die seit gestern Minuten braucht, der Tablespace ohne Platz, die Replik, die hinterherhinkt, und die Frage, welches System das nächste Projekt tragen soll. Jede Seite erklärt die Ursache und sagt dazu, wo sich PostgreSQL, Oracle, MySQL und der SQL Server wirklich unterscheiden.

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Häufige Fragen zu Datenbanken

Ist SQL überall dasselbe?
Im Kern ja. SELECT, JOIN und GROUP BY funktionieren in PostgreSQL, Oracle, MySQL und im SQL Server gleich, und wer das einmal verstanden hat, findet sich überall zurecht. Auseinander laufen die Systeme bei Datentypen, bei Fensterfunktionen, beim Umgang mit NULL in Sortierungen und vor allem bei allem, was nach der Abfrage kommt: Sperren, Ausführungspläne, Sicherung, Rechteverwaltung. Deshalb trägt ein Grundkurs zu SQL erstaunlich weit, und danach lohnt ein Kurs zu dem System, das bei euch tatsächlich läuft.
Wir wollen von Oracle auf PostgreSQL wechseln. Was kommt da auf uns zu?
Tabellen und einfache Abfragen sind meist der leichteste Teil. Arbeit macht alles, was in PL/SQL steckt, dazu kommen ein anderes Sperrverhalten, andere Werkzeuge für Sicherung und Überwachung und ein Rechtekonzept, das neu aufgesetzt gehört. Wer den Wechsel plant, fängt mit einer überschaubaren Anwendung an und testet die Wiederherstellung auf dem neuen System, bevor die erste produktive Datenbank umzieht.
Brauche ich getrennte Kurse für Entwicklung und Administration?
Meistens ja, weil die Aufgaben verschieden sind. Wer Abfragen schreibt, will Datenmodell, Indexnutzung und Ausführungspläne verstehen. Wer die Instanz betreibt, braucht Sicherung, Wiederherstellung, Benutzer und Überwachung. Am größten ist die Überschneidung beim Thema Geschwindigkeit, denn dort treffen sich beide Seiten wieder.
Zählt Datenbankwissen noch, wenn wir in die Cloud gehen?
Ein verwalteter Dienst nimmt dir das Einspielen von Updates und einen Teil der Sicherung ab. Er nimmt dir nicht ab, ein Datenmodell zu entwerfen, Indizes zu setzen, einen Ausführungsplan zu lesen und die Kosten im Blick zu behalten, denn dort schlagen teure Abfragen unmittelbar auf die Rechnung durch. Der Anteil an Betriebsarbeit sinkt, der Anteil an Entwurf und Abfrage steigt.
Wann ist eine Dokumentendatenbank die bessere Wahl?
Wenn sich die Struktur der Daten von Datensatz zu Datensatz unterscheidet und du sie meistens am Stück liest und schreibst, ist ein Dokument der bequemere Weg. Sobald du über viele Datensätze hinweg auswerten, verknüpfen und auf Konsistenz zwischen Tabellen bestehen musst, spielt eine relationale Datenbank ihre Stärken aus. In vielen Häusern stehen beide nebeneinander, jede für den Teil, der zu ihr passt.
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