Was ist eine Revit-Familie?
Revit Family
Eine Familie ist in Revit die Vorlage eines Bauteils, also etwa eines Fensters, einer Leuchte oder eines Trägers, mitsamt ihrer Geometrie, ihren Parametern und den Typen, die sich daraus ableiten lassen.
Jedes Fenster, jede Leuchte und jeder Träger im Modell stammt aus einer Vorlage, und wie diese Vorlage gebaut ist, entscheidet später über Auswertungen und Ladezeiten.
KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
- Gehört zu
- Autodesk Revit
- Drei Arten
- Systemfamilien, ladbare und im Projekt erstellte Familien
- Parameter
- Typ gilt für alle, Exemplar für ein einzelnes
- Verwechselt mit
- Gruppe, die nur Elemente bündelt
Drei Arten, die sich unterschiedlich verhalten
Systemfamilien sind fest im Programm angelegt und beschreiben Bauteile, die im Modell entstehen: Wände, Decken, Dächer, Geschosse. Du kannst neue Typen davon erzeugen, aber keine eigene Systemfamilie als Datei speichern. Der Weg in ein anderes Projekt führt über die Projektvorlage oder über das Übertragen von Projektstandards.
Ladbare Familien baust du im Familieneditor auf Basis einer Vorlagendatei und speicherst sie als eigene Datei. Das ist der Normalfall für alles, was in ein Gebäude eingebaut wird, also Fenster, Türen, Möbel, Leuchten oder Sanitärobjekte. Die dritte Art entsteht direkt im Projekt und eignet sich nur für Einzelstücke, die nirgendwo sonst vorkommen, weil sie sich weder wiederverwenden noch sinnvoll pflegen lässt.
Typparameter oder Exemplarparameter
Ein Typparameter gilt für alle Exemplare desselben Typs. Änderst du die Breite am Typ „Fenster 1000 x 1200“, ändern sich alle Fenster dieses Typs im gesamten Modell. Ein Exemplarparameter dagegen hängt am einzelnen Einbau, klassisch die Brüstungshöhe.
Die Entscheidung fällt beim Aufbau der Familie und lässt sich später nur mit Aufwand drehen. Machst du zu viel zum Exemplarparameter, driften die Bauteile auseinander und die Bauteilliste wird unbrauchbar. Machst du zu wenig, entstehen für jede Abweichung neue Typen, bis niemand mehr weiß, welcher gemeint ist.
Warum Modelle langsam und Listen falsch werden
Heruntergeladene Herstellerfamilien sind der häufigste Grund für zähe Modelle. Oft bringen sie Geometrie in einer Detailtiefe mit, die für die Fertigung des Produkts gedacht war und nicht für ein Gebäudemodell. Jede Schraube und jedes Gewinde will berechnet werden. Prüfen, Abspecken und ein sauber gesteuerter Detaillierungsgrad lohnen sich hier sofort.
Bei Auswertungen ist die Ursache meistens eine andere: Ein Parameter, der nur in der Familie existiert, taucht in keiner Bauteilliste auf. Damit ein Wert übergreifend auswertbar ist, muss er als gemeinsamer Parameter aus einer zentralen Datei stammen. Und wenn die Familie beim Erstellen der falschen Kategorie zugeordnet wurde, landet die Menge in der falschen Liste, unabhängig davon, wie gut die Geometrie ist.
KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
Revit-Familie und was oft damit gleichgesetzt wird
Eine Gruppe fasst vorhandene Elemente im Projekt zusammen, damit sie sich gemeinsam kopieren und ändern lassen. Eigene Parameter und Typen hat sie nicht, deshalb taugt sie für wiederkehrende Raumzuschnitte, aber nicht für Bauteile.
BIM ist die Arbeitsmethode, in der alle Beteiligten an einem Datenmodell arbeiten. Die Familie ist ein Baustein darin, nämlich der Träger der Bauteilinformationen, die später ausgewertet werden.
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Herstellerfamilien aus dem Netz sind selten das Geschenk, für das man sie hält
Viele Hersteller stellen ihre Bauteile als fertige Familie bereit, oft direkt aus der Fertigungskonstruktion abgeleitet. Damit steckt jede Schraube und jedes Gewinde im Modell, und nach dreißig eingebauten Geräten braucht das Öffnen des Projekts spürbar länger. Wer solche Familien übernimmt, wirft die Feingeometrie heraus oder blendet sie zumindest in den gröberen Detailstufen aus.
Der zweite Punkt sind die Parameter. Werte landen nur dann in Bauteillisten und in der IFC-Ausgabe, wenn sie über gemeinsam genutzte Parameter aus einer festen Datei laufen. Jeder Hersteller benennt seine Felder anders, und wenn niemand das vereinheitlicht, bleiben die Spalten in der Auswertung leer, obwohl die Information im Modell steht.
Und dann die Entscheidung zwischen Typ und Exemplar, die beim Bauen der Familie fällt und später bezahlt wird. Ein Typparameter gilt für alle Fenster dieses Typs, ein Exemplarparameter nur für ein einzelnes. Falsch gewählt heißt entweder, dass eine Änderung ungewollt durch das ganze Gebäude läuft, oder dass du sie zweihundertmal von Hand nachziehst.
Revit-Familie lernen
Wie du Familien so aufbaust, dass sie im Modell schnell bleiben und in Bauteillisten sauber auswertbar sind, zeigen die Trainings zu Autodesk Revit Schritt für Schritt.
Wo dir Assistenzfunktionen beim Aufbau und beim Prüfen von Modellen tatsächlich Arbeit abnehmen, ordnen die Kurse zu KI-Werkzeugen in der Planung ein.
Häufige Fragen
Wann baue ich eine eigene Familie, wann nehme ich die Herstellerdatei?
Warum erscheint mein Parameter nicht in der Bauteilliste?
Kann ich eine Wand als Familie weitergeben?
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Yves Hoppe
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Norbert Jansen
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Revit-Familie im Kurs statt im Lexikon
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