Das Gastsystem vorbereiten, solange es noch auf ESXi läuft
Fast alles, was nach dem Import schiefgeht, lässt sich vorher im laufenden Gast erledigen. Nach dem Umzug ist derselbe Handgriff eine Reparatur über die Notfallkonsole.
# VMware Tools raus, sie greifen sonst weiter in Netz und Dienste ein
sudo systemctl disable --now vmtoolsd
sudo dnf remove -y open-vm-tools # bzw. sudo apt purge open-vm-tools
# Gast-Agent für Proxmox rein
sudo dnf install -y qemu-guest-agent # bzw. sudo apt install qemu-guest-agent
sudo systemctl enable qemu-guest-agent
# virtio-Treiber müssen in der initramfs liegen, sonst findet der Kernel
# die Bootplatte nach dem Umzug nicht mehr
sudo dracut --regenerate-all --force # RHEL, Rocky, AlmaLinux
sudo update-initramfs -u -k all # Debian, Ubuntu
# Einhängepunkte über UUID statt über /dev/sdX
blkid
grep -v '^#' /etc/fstabDie initramfs ist der Punkt, an dem Linux-Gäste scheitern. Sie enthält nur die Treiber, die zum Zeitpunkt ihrer Erzeugung gebraucht wurden, und unter ESXi war das kein virtio. Der Neuaufbau vorher kostet eine Minute, hinterher kostet er ein Rettungssystem.
Windows-Gast, vor dem Herunterfahren
- Das virtio-win-ISO im noch laufenden ESXi-Gast einbinden und die Guest-Tools installieren. Windows nimmt Treiber auch für Hardware entgegen, die noch gar nicht vorhanden ist.
- VMware Tools deinstallieren und einmal neu starten, bevor du herunterfährst.
- Feste IP-Adressen notieren, ebenso Lizenzen, die an die MAC-Adresse gebunden sind.
- Sauber herunterfahren, nicht in den Ruhezustand. Ein Ruhezustandsabbild passt nach dem Wechsel der virtuellen Hardware nicht mehr.