Welcher Elementtyp wofür gedacht ist
Die Typen unterscheiden sich weniger im Formular als in dem, was das Template daraus macht. Wer das einmal sortiert hat, klickt im Backend nicht mehr auf gut Glück.
KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
Der falsche Elementtyp fällt erst Monate später auf
Im Auswahldialog sieht vieles gleich aus. Ein Text mit einem Bild daneben lässt sich auf drei Wegen bauen, und alle drei ergeben zunächst ein Ergebnis. Der Unterschied zeigt sich erst im Template, das je Typ eine andere Vorlage benutzt, und beim nächsten Relaunch, wenn dieselbe Sache in drei Varianten vorliegt und niemand sie automatisch umstellen kann.
Teurer als der Typ ist die Kopie. Derselbe Hinweiskasten steht auf zwölf Seiten, weil er zwölfmal kopiert wurde. Wenn sich der Text ändert, ist er auf elf Seiten falsch, und die Suche danach ist Handarbeit. TYPO3 kennt für genau diesen Fall ein eigenes Element, das auf ein bestehendes verweist, statt es zu duplizieren.
Der dritte wiederkehrende Punkt sind die Spalten. Welche es gibt, kommt aus dem Backend-Layout der Seite, und das kann sich von Seite zu Seite unterscheiden. Für die Redaktion sieht das aus, als funktioniere TYPO3 auf einer Seite anders als auf der nächsten. Ein Element, das in einer nicht ausgelesenen Spalte liegt, ist gespeichert, veröffentlicht und trotzdem nirgends zu sehen.
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Der Weg von der Seite bis zum einzelnen Feld
Jedes Inhaltselement hängt an einer Kette aus sechs Gliedern. Fast jede Rückfrage aus der Redaktion lässt sich einem dieser Glieder zuordnen, und meistens ist es eines der beiden letzten.
Der Aufbau
Seite > Backend-Layout > Spalte (colPos) > Element (CType) > Felder > Sichtbarkeit - 01 Der Ort
SeiteJedes Element hängt an genau einer Seite und wird mit ihr kopiert, verschoben und gelöscht. Elemente auf Ordnerseiten sind die Ausnahme, denn dort werden sie zwar abgelegt, aber nicht ausgegeben, sondern von einem Plugin oder einer Datenaufbereitung eingesammelt.
- 02 Der Bauplan der Seite
Backend-LayoutDas Backend-Layout legt fest, welche Spalten die Seite hat und wie sie heißen. Gewählt wird es in den Seiteneigenschaften, und es vererbt sich an Unterseiten. Deshalb existiert eine Spalte auf einer Seite und auf der nächsten nicht.
- 03 Die Nummer hinter dem Namen
Spalte (colPos)Hinter jedem Spaltennamen steht eine Nummer. Das Fluid-Template holt die Elemente über genau diese Nummer. Liegt ein Element in einer Spalte, die kein Template ausliest, ist es gespeichert und trotzdem unsichtbar. Im Seitenmodul taucht es dann unter den nicht zugewiesenen Elementen auf.
- 04 Der Typ
Element (CType)Der Typ entscheidet über die Felder im Backend und über die Vorlage im Frontend. Er lässt sich nachträglich umstellen, dabei bleiben nur die Felder sichtbar, die der neue Typ ebenfalls kennt. Der Rest verschwindet aus dem Formular, nicht aus der Datenbank.
- 05 Die Eingaben
FelderÜberschrift mit Ebene und Ausrichtung, Text, Medien, Verweise: Welche davon zu sehen sind, hängt am Typ und zusätzlich an der Seiten-TSconfig, mit der sich Felder gezielt ausblenden lassen. Ein Feld, das eine Kollegin sieht und du nicht, ist meist eine Frage der Benutzergruppe.
- 06 Der Reiter Zugriff
SichtbarkeitVerbergen ist der offensichtliche Schalter. Daneben stehen ein Start- und ein Stoppdatum sowie die Beschränkung auf Benutzergruppen im Frontend. Alle drei können ein Element unsichtbar machen, ohne dass es im Seitenmodul ausgegraut wirkt.
Wenn es nicht funktioniert
Das siehst du
Ein Element ist gespeichert und sichtbar geschaltet, im Frontend fehlt es trotzdem.
Warum
Es liegt in einer Spalte, die das Template nicht ausliest, oder in einer, die das aktuelle Backend-Layout gar nicht mehr vorsieht.
Was hilft
Im Seitenmodul nach den nicht zugewiesenen Elementen sehen und das Element in eine Spalte ziehen, die tatsächlich ausgegeben wird.
Das siehst du
Derselbe Text steht auf zwölf Seiten, die Korrektur wirkt nur auf einer.
Warum
Die anderen elf sind Kopien und damit eigenständige Datensätze ohne Verbindung zum Original.
Was hilft
Die Kopien durch das Element ersetzen, das auf einen bestehenden Datensatz verweist. Danach gibt es genau eine Fassung, die gepflegt wird.
Das siehst du
Nach dem Umstellen des Elementtyps sind Inhalte verschwunden.
Warum
Der neue Typ zeigt die zugehörigen Felder nicht an. Gelöscht wurde dabei nichts.
Was hilft
Zurückschalten, die Inhalte sind wieder da. Vor einem Wechsel prüfen, welche Felder der Zieltyp kennt, und den Inhalt vorher sichern.
Das siehst du
Das Element ist nicht verborgen und trotzdem nicht online.
Warum
Im Reiter Zugriff steht ein Stoppdatum in der Vergangenheit, ein Startdatum in der Zukunft oder eine Beschränkung auf eine Benutzergruppe.
Was hilft
Den Reiter Zugriff bei jeder Sichtbarkeitsfrage als Erstes öffnen, bevor Cache oder Template verdächtigt werden.
Das siehst du
Im Auswahldialog fehlt ein Elementtyp, den Kollegen anbieten können.
Warum
Die Auswahl lässt sich über die Seiten-TSconfig einschränken, zusätzlich können Benutzergruppen einzelne Typen ausblenden.
Was hilft
Die Einschränkung sitzt an zwei Stellen: in der Seiten-TSconfig unter mod.wizards.newContentElement, wo der Auswahldialog zusammengestellt wird, und im Feld für explizit erlaubte oder verbotene Werte einer Benutzergruppe. Nenn der Administration beim Nachfragen den Seitenzweig und den fehlenden Typ, dann ist in beiden Fällen in einer Minute klar, ob es Absicht war. Nimm in der Zwischenzeit keinen Ersatztyp, denn der erzeugt im Frontend eine andere Ausgabe und fällt erst beim nächsten Relaunch auf.
Fünf Fragen, die den passenden Elementtyp festlegen
- 01 Steht ein Text im Vordergrund und das Bild daneben? Dann Text mit Medien.
- 02 Geht es allein um Bilder nebeneinander? Dann das reine Bildelement.
- 03 Soll derselbe Inhalt an zwei Stellen stehen? Dann der Verweis auf den Datensatz.
- 04 Kommt der Inhalt aus einer Erweiterung? Dann das Plugin-Element.
- 05 Braucht es nur eine Zwischenüberschrift? Dann das Überschriftenelement.
Was du danach im Backend sicher entscheidest
Die Typen unterscheiden sich weniger im Formular als in der Vorlage, die das Frontend daraus benutzt. Wer sie einmal danach sortiert, was hinterher auf der Seite stehen soll, entscheidet im Auswahldialog nicht mehr nach dem Symbol. Das erklärt nebenbei die häufigste Rückfrage aus der Redaktion, nämlich warum es eine Spalte auf einer Seite gibt und auf der nächsten nicht.
Nach der Ausgabe wählen, nicht nach dem Formular
Der Typ bestimmt die Vorlage im Frontend. Zwei Elemente, die im Backend fast gleich aussehen, können völlig unterschiedliches Markup erzeugen, etwa mit oder ohne Bildunterschrift und mit anderer Reihenfolge auf schmalen Bildschirmen.
Text mit Medien gegenüber reinem Bildelement
Text mit Medien bindet Bilder an einen Textblock und regelt deren Position dazu. Das Bildelement gibt eine Reihe von Bildern ohne Fließtext aus. Wer den Text später löscht, hat kein Bildelement, sondern ein Textelement ohne Text.
Plugins sind Fenster in eine Erweiterung
Ein Plugin-Element hat kaum eigene Inhalte. Es sagt TYPO3 nur, dass an dieser Stelle die Ausgabe einer Extension erscheinen soll, etwa eine Nachrichtenliste. Die Inhalte selbst liegen woanders, meist in einem Ordner im Seitenbaum.
Verweisen statt kopieren
Für Inhalte, die an mehreren Stellen identisch erscheinen sollen, gibt es ein Element, das auf ein bestehendes verweist. Gepflegt wird danach nur das Original, und alle Fundstellen ändern sich mit.
Spalten kommen aus dem Backend-Layout
Die Auswahl ist nicht frei und auch nicht überall gleich. Fehlt eine Spalte, benutzt die Seite ein anderes Layout, und das ist eine Einstellung in den Seiteneigenschaften, kein Fehler.
Sichtbarkeit hat zwei Ebenen
Neben dem Schalter zum Verbergen gibt es ein Start- und ein Stoppdatum sowie die Einschränkung auf Benutzergruppen. Ein zeitgesteuertes Element verschwindet, ohne dass jemand etwas anfasst, und genau das wird bei der Fehlersuche übersehen.
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Was der Standard mitbringt
Die Ausgabe der Inhaltselemente kommt aus der Systemextension fluid_styled_content. Sie liefert unter anderem eine reine Überschrift, ein Textelement, ein Element für Text mit Medien, eines für Bilder, eine Aufzählung, eine Tabelle, Dateiverweise, einen Trenner, ein Element für eigenes HTML, verschiedene Menüelemente, den Verweis auf einen bestehenden Datensatz und das Plugin-Element für Erweiterungen. Kommt die Systemextension form dazu, gibt es zusätzlich ein Element zum Einbinden eines Formulars.
Diese Liste ist kein Vorschlag, sondern der tatsächliche Vorrat, solange niemand eigene Typen ergänzt hat. Sie ändert sich allerdings zwischen Hauptversionen, weil einzelne Elemente dazukommen oder wegfallen, und die verbindliche Fassung steht in der Dokumentation zu fluid_styled_content, die unter den Quellen verlinkt ist. Was darüber hinaus im Auswahldialog steht, stammt aus einer Extension oder aus einer eigenen Definition im Projekt, und dann lohnt die Frage, wer sie pflegt.
Umgekehrt ist die Liste in vielen Projekten kürzer, weil einzelne Typen bewusst ausgeblendet wurden. Das Element für eigenes HTML ist der häufigste Kandidat dafür, denn was dort eingetragen wird, landet ungeprüft im Quelltext der Seite.
Text mit Medien gegenüber dem Bildelement
Text mit Medien ist ein Textblock, dem Bilder oder Videos zugeordnet sind. Die Ausrichtung gehört dabei zum Element: Die Medien stehen über, unter oder neben dem Text, im letzten Fall wahlweise mit umfließendem Text. Genau diese Einstellung ist der Grund, dieses Element zu nehmen, denn sie beschreibt eine Beziehung zwischen Text und Bild.
Das Bildelement kennt keinen Fließtext. Es gibt eine Reihe von Bildern aus, üblicherweise mit einer festgelegten Anzahl Spalten und optionalen Bildunterschriften. Wer eine Bildstrecke braucht, ist hier richtig, und wer nur ein einzelnes dekoratives Bild setzen will, ebenfalls.
Der praktische Unterschied zeigt sich beim Umbau. Ein Text mit Medien, aus dem der Text entfernt wird, bleibt ein Textelement mit Bildern und wird vom Template auch so behandelt, inklusive der Abstände, die für einen Textblock gedacht sind. Wer das später korrigiert, stellt fest, dass beim Umschalten des Typs die Medienzuordnung erhalten bleibt, die Einstellungen zur Textposition dagegen nicht.
Spalten, Backend-Layout und warum die Auswahl begrenzt ist
Ein Backend-Layout beschreibt das Raster einer Seite: wie viele Bereiche es gibt, wie sie heißen und welche Nummer jeder trägt. Ausgewählt wird es in den Seiteneigenschaften, wobei es zwei Felder gibt, eines für diese Seite und eines für die Unterseiten. Das zweite erklärt die häufigste Verwirrung, weil eine Seite ein anderes Layout benutzen kann als das, was ihre Kinder erben.
Im Frontend zählt allein die Nummer. Das Fluid-Template sammelt die Elemente einer Spalte über eine Datenaufbereitung im TypoScript ein und filtert dabei auf genau diese Nummer. Wird ein Backend-Layout geändert und fällt eine Spalte weg, verschwinden die Elemente nicht, sie sind nur nirgends mehr zugeordnet und tauchen im Seitenmodul als nicht zugewiesen auf.
Für die Redaktion folgt daraus eine einfache Regel: Wenn eine gewünschte Spalte fehlt, ist das keine Fehlfunktion, sondern eine Aussage über den Seitentyp. Die Frage lautet dann nicht, wie man die Spalte doch noch bekommt, sondern ob die Seite das richtige Layout benutzt.
Kopieren, verschieben, verweisen
Verschieben und Kopieren gehen im Seitenmodul über die Symbole am Element oder über die Zwischenablage, die auch seitenübergreifend funktioniert und mehrere Elemente auf einmal aufnimmt. Beim Kopieren entsteht ein eigenständiger Datensatz ohne jede Verbindung zum Original, und genau darin liegt die spätere Arbeit.
Für wiederkehrende Inhalte gibt es deshalb das Element, das auf einen bestehenden Datensatz verweist. Es gibt an seiner Stelle das Original aus, gepflegt wird nur einmal. Üblich ist, solche Bausteine auf einer Ordnerseite zu sammeln, die selbst nicht im Menü erscheint, und von dort aus zu verweisen. Das macht auf einen Blick sichtbar, welche Inhalte mehrfach verwendet werden.
Eine Einschränkung gehört dazu: Der Verweis gibt das Original mitsamt seiner Gestaltung aus. Wenn dasselbe Element an einer Stelle anders aussehen soll, ist der Verweis das falsche Werkzeug, und die Frage ist dann eher, ob das Template eine Variante braucht.
Sichtbarkeit steuern, ohne später zu rätseln
Der Schalter zum Verbergen ist der schnelle Weg, etwas aus der Ausgabe zu nehmen, ohne es zu löschen. Im Seitenmodul sind verborgene Elemente ausgegraut, sie bleiben also sichtbar erkennbar, und sie lassen sich jederzeit zurückholen.
Weniger offensichtlich sind Start- und Stoppdatum im Reiter Zugriff. Damit erscheint eine Ankündigung von selbst und verschwindet von selbst wieder, was für Aktionszeiträume und Veranstaltungen die deutlich verlässlichere Lösung ist als ein Kalendereintrag mit der Bitte, daran zu denken. Im Seitenmodul ist einem Element aber nicht sofort anzusehen, dass es zeitgesteuert ist.
Die dritte Ebene ist die Beschränkung auf Benutzergruppen im Frontend. Sie ist nur dort sinnvoll, wo es überhaupt eine Anmeldung gibt, und sie führt regelmäßig zu Rückfragen, weil das Element für angemeldete Redaktion in der Vorschau erscheint und für Besucher nicht. Wer eine Sichtbarkeitsfrage untersucht, sollte diese drei Stellen der Reihe nach prüfen, bevor Cache oder Template in Verdacht geraten.
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Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Inhaltselement und einem Plugin?
Warum kann ich ein Element nicht in die gewünschte Spalte legen?
Wie zeige ich denselben Inhalt auf mehreren Seiten, ohne ihn zu kopieren?
Wo sind meine Inhalte nach dem Umstellen des Elementtyps geblieben?
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