Was ist eine betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)?
BWA
Die betriebswirtschaftliche Auswertung, kurz BWA, ist eine unterjährige Kurzauswertung aus der laufenden Finanzbuchführung, die Erlöse, Kosten und das vorläufige Ergebnis einer Periode gegenüberstellt und meist monatlich erzeugt wird.
Banken und Gesellschafter verlangen die BWA monatlich, obwohl sie nur zeigt, was bis dahin gebucht wurde, und das ist selten der ganze Aufwand der Periode.
KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
- Zeitraum
- Monat, mit Auflauf seit Jahresbeginn
- Grundlage
- Die laufend gebuchte Finanzbuchführung
- Häufigste Form
- Kurzfristige Erfolgsrechnung
- Fehlt oft
- Abgrenzungen und Bestandsveränderungen
Wie eine BWA aufgebaut ist
Die verbreitetste Form ist die kurzfristige Erfolgsrechnung. Sie beginnt bei den Umsatzerlösen, rechnet Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen zur Gesamtleistung hinzu, zieht Material- und Wareneinsatz ab und kommt so zum Rohertrag. Darunter stehen die Kostenblöcke, also Personal, Raum, Fahrzeuge, Werbung, Reparaturen, Versicherungen und Abschreibungen.
Am Ende steht das vorläufige Ergebnis. Daneben werden in der Regel der Vormonat, der kumulierte Wert des laufenden Jahres und der Vorjahresvergleich ausgewiesen. Erst diese Spalten machen die Auswertung nützlich, denn ein einzelner Monatswert ohne Vergleich sagt kaum etwas.
Wer sie liest und worauf
Kreditinstitute verlangen die BWA regelmäßig, oft zusammen mit der Summen- und Saldenliste, um die Entwicklung zwischen zwei Jahresabschlüssen zu beobachten. Sie schauen vor allem auf die Ergebnisentwicklung, den Rohertragsanteil und darauf, ob Personalkosten und Umsatz auseinanderlaufen.
In der Geschäftsführung ist die BWA der Monatspuls: Sie schlägt früh an, wenn eine Kostenart aus dem Rahmen fällt. Wichtig ist dabei, dass die Buchhaltung tatsächlich zeitnah gebucht ist. Eine BWA, die erst im Quartal nach dem Ereignis vorliegt, ist eine Rückschau, keine Steuerungsgrundlage.
Warum das Ergebnis meist zu gut aussieht
Die BWA kommt aus der laufenden Buchführung und kennt deshalb die Abgrenzungen des Jahresabschlusses nicht. Rückstellungen für Urlaub, Boni oder Gewährleistung fehlen häufig, ebenso die Bewertung unfertiger Leistungen, und Abschreibungen laufen oft nur mit einem geschätzten Zwölftel mit. Das Ergebnis wirkt dadurch besser, als der Abschluss es später ausweist.
Verzerrend wirken außerdem Fehlkontierungen. Privatentnahmen als Aufwand gebucht, eine Anzahlung als Erlös erfasst oder eine Investition komplett im Materialaufwand: Solche Fälle fallen im Jahresabschluss auf, aber sie stehen bis dahin Monat für Monat in der Auswertung. Wer die BWA ernst nimmt, korrigiert sie unterjährig statt erst am Jahresende.
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Betriebswirtschaftliche Auswertung und was oft damit gleichgesetzt wird
Die GuV ist Teil des Jahresabschlusses und enthält alle Abgrenzungen und Bewertungen. Die BWA ist eine unterjährige Momentaufnahme aus denselben Konten, aber ohne diese Abschlussarbeiten.
Die Saldenliste zeigt jedes einzelne Konto mit Verkehrszahlen und Saldo. Die BWA verdichtet dieselben Buchungen zu Auswertungsgruppen, ist also die verdichtete Sicht auf denselben Datenbestand.
Die Kostenrechnung verteilt Kosten auf Kostenstellen und Kostenträger und arbeitet mit kalkulatorischen Werten. Die BWA bleibt bei den tatsächlich gebuchten Aufwendungen und Erträgen.
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Die BWA zeigt den Buchungsstand, nicht das Ergebnis
In der BWA stehen Erlöse und Kosten der Periode so, wie sie bis zum Auswertungszeitpunkt gebucht sind, meist mit einem Auflauf seit Jahresbeginn und einem Vergleich zum Vorjahr. Was noch nicht gebucht ist, fehlt schlicht, und deshalb sieht der Monat oft besser aus, als er tatsächlich war.
Typisch fehlen Abgrenzungen für Leistungen, deren Rechnung noch aussteht, Bestandsveränderungen bei unfertigen Arbeiten und anteilige Abschreibungen, wenn der Lauf nicht monatlich erfolgt. Wer die BWA gegenüber Bank oder Gesellschaftern vertreten muss, prüft diese drei Punkte besser vorher, sonst erklärt er später einen Einbruch, den es nie gegeben hat.
Aussagekräftig wird die Auswertung erst im Verlauf. Eine einzelne BWA sagt wenig, mehrere Monate nebeneinander zeigen, ob eine Kostenart wirklich steigt oder ob nur eine Rechnung spät gebucht wurde. Genau dafür lohnt es sich, den Stichtag jeden Monat gleich zu halten.
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Wie du die Auswertung erzeugst, liest und gegenüber der Bank erklärst, üben die Kurse zur Auswertung mit DATEV an Beispielmandanten.
Kurse, die Betriebswirtschaftliche Auswertung behandeln
Häufige Fragen
Wie oft bekomme ich eine BWA?
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