Inventar und Kostenpositionen aus der Cloud ziehen
Zwei Datenquellen bestimmen den Aufwand: was läuft, und wofür du zahlst. Die zweite Quelle ist die ehrlichere, denn sie zeigt die Managed Services, für die du künftig selbst Betrieb brauchst.
# AWS: Instanzen mit Typ, Zustand und Namens-Tag
aws ec2 describe-instances \
--query 'Reservations[].Instances[].[InstanceId,InstanceType,State.Name,Tags[?Key==`Name`].Value|[0]]' \
--output table
# Azure: dasselbe in kurz
az vm list -d -o table
# Der einfache Teil der Migration ist der, der schon als Code existiert
terraform state list | wc -l
terraform state list | grep -c 'aws_db_instance\|aws_s3_bucket'Alles, was nicht im terraform state steht, ist von Hand entstanden und nirgends dokumentiert. Diese Objekte bestimmen die Migrationsdauer, nicht die Anzahl der virtuellen Maschinen.
Zieh anschließend die Kostenaufstellung der letzten zwölf Monate und markiere drei Positionen: Data Transfer Out zeigt dir, was die Datenausleitung kosten wird, NAT Gateway und Cross-Zone-Traffic zeigen dir Architekturentscheidungen, die du im eigenen Netz nicht nachbauen musst, und jeder Managed Service ist eine Betriebsaufgabe, die künftig dein Team übernimmt. Genau diese dritte Spalte wird in Wirtschaftlichkeitsrechnungen regelmäßig vergessen.