Bestandsaufnahme: Was läuft auf dem Host wirklich?
Leapp entscheidet anhand der installierten Pakete, ob es das Upgrade zulässt. Deshalb schaust du dir zuerst an, was überhaupt installiert ist und woher es kommt.
cat /etc/redhat-release
subscription-manager status
subscription-manager release --unset # Release-Lock lösen, sonst hängt dnf auf 9.x fest
dnf repolist enabled
# Alles, was nicht von Red Hat kommt: die wichtigste Liste des Projekts
rpm -qa --qf '%{NAME} %{VENDOR}\n' | grep -vi 'red hat' | sort
# Platz prüfen, Leapp lädt sämtliche Zielpakete vor
df -h / /boot /varDie Vendor-Abfrage ist die Zeile, die über Aufwand oder Neuinstallation entscheidet. Alles, was dort auftaucht, brauchst du entweder als EL10-Version, als Ersatz oder gar nicht mehr. Backup-Agenten, Monitoring-Agenten und Datenbanktreiber aus Herstellerrepos sind die üblichen Verdächtigen.
# Welche x86-64-Level unterstützt die CPU?
/lib64/ld-linux-x86-64.so.2 --help | grep -E 'x86-64-v[0-9]'
# Gegenprobe über die CPU-Flags
lscpu | tr ' ' '\n' | grep -x -E 'avx2|bmi2|fma'RHEL 10 hebt die Mindestanforderung auf das Microarchitecture-Level x86-64-v3 an. Nur Zeilen, die als supported markiert sind, zählen. Ältere Server-Generationen ohne AVX2 fallen damit raus. Das ist kein Fehler, den du im Report reparieren kannst, sondern eine Hardware-Entscheidung, die vor allem anderen fällt.
Vor dem ersten Leapp-Lauf
| Prüfpunkt | Befehl | Was ein schlechtes Ergebnis bedeutet |
|---|---|---|
| Minor-Stand | dnf check-update; dnf update | Leapp unterstützt nur festgelegte Pfade, aktuell 9.8 nach 10.2 oder 9.6 mit EUS nach 10.0 |
| Registrierung | subscription-manager status | Ohne gültige Subscription bekommt Leapp keine Zielrepos |
| Fremdpakete | rpm -qa --qf '%{NAME} %{VENDOR}\n' | Jedes Paket ohne EL10-Nachfolger wird zur Nacharbeit oder zum Blocker |
| CPU-Level | ld-linux-x86-64.so.2 --help | Ohne x86-64-v3 ist In-Place ausgeschlossen |
| Konsolenzugang | iDRAC, iLO, virsh console | Ohne Out-of-Band-Zugang darfst du das Upgrade nicht starten |