Aufbewahrung in Microsoft 365

Aufbewahrungsrichtlinien in Microsoft 365: was wie lange bleibt

Eine Richtlinie regelt einen ganzen Speicherort, eine Bezeichnung ein einzelnes Dokument, und die häufigste Lücke sitzt dort, wo die Teams-Chats vergessen werden.

KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
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Kurz gesagt

Eine Aufbewahrungsrichtlinie in Microsoft Purview legt für einen ganzen Speicherort fest, wie lange Inhalte erhalten bleiben und wann sie gelöscht werden. Eine Aufbewahrungsbezeichnung tut dasselbe für ein einzelnes Dokument oder eine einzelne E-Mail, und beim Löschen hat sie Vorrang vor jeder Richtlinie. Die häufigste Lücke entsteht bei den Speicherorten: Teams-Chats liegen zwar technisch in Postfächern, werden von einer Exchange-Richtlinie aber nicht erfasst.

Stand dieser Seite: 04.10.2026

01 Worum es geht

Die Lücke entsteht bei den Speicherorten, die niemand ausgewählt hat

Die Aufbewahrung gilt in vielen Organisationen als erledigt, weil es seit Jahren eine Richtlinie für die Postfächer gibt. Dann kommt eine Anfrage zur Kommunikation in einem Projekt, und die lief nicht per Mail, sondern in Teams. Chats und Kanalnachrichten sind eigene Speicherorte und werden von einer Richtlinie für Exchange nicht erfasst, obwohl die Nachrichten technisch in verborgenen Ordnern von Postfächern liegen.

Die geteilten Dateien fallen im selben Moment auf. Sie liegen nicht in Teams, sondern in der SharePoint-Website des Teams oder im OneDrive der Beteiligten und brauchen dort einen eigenen Speicherort. Damit hat ausgerechnet der am stärksten genutzte Weg der Zusammenarbeit gar keine Regel.

Der bequeme Ausweg, einfach alles zehn Jahre zu halten, kollidiert mit der Pflicht, personenbezogene Daten nach Wegfall des Zwecks zu löschen. Er macht außerdem jede spätere Auskunft aufwendiger und lässt Websites wachsen, weil jede Änderung an einem aufbewahrten Dokument eine zusätzliche Kopie erzeugt.

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02 Im Detail

Wer entscheidet was

Welche Belegart wie lange aufbewahrt wird

Wer entscheidet
Buchhaltung, Rechtsabteilung oder Steuerberatung
Wer setzt um
Administration in Microsoft Purview
Stolperfalle
Die IT wird nach der geltenden Frist gefragt und nennt eine Zahl, für die sie fachlich nicht zuständig ist.

Abdeckung der Speicherorte

Wer entscheidet
Datenschutz gemeinsam mit der IT-Leitung
Wer setzt um
Administration je Speicherort in der Richtlinie
Stolperfalle
Teams gilt als erledigt, weil eine Richtlinie für Exchange existiert. Chats, Kanalnachrichten und die geteilten Dateien bleiben dabei offen.

Aufbewahrungsbezeichnungen und das Schema dahinter

Wer entscheidet
Die Fachbereiche für ihre eigenen Belegarten
Wer setzt um
Administration veröffentlicht die Bezeichnungen, vergeben werden sie im Fachbereich
Stolperfalle
Ein Schema mit zwanzig Bezeichnungen sieht vollständig aus und wird im Alltag von niemandem vergeben.

Aufbewahrungen aus laufenden Verfahren in eDiscovery

Wer entscheidet
Rechtsabteilung
Wer setzt um
Benannte Personen mit eDiscovery-Berechtigung
Stolperfalle
Ein Auftrag ohne Enddatum hält Jahre später noch Daten fest und überstimmt dabei jede Löschregel.

Rücknahme einer bestehenden Richtlinie

Wer entscheidet
Datenschutz gemeinsam mit der Rechtsabteilung
Wer setzt um
Administration in Microsoft Purview
Stolperfalle
Abschalten wirkt wie ein Rückgängigmachen, tatsächlich werden die zurückgehaltenen Kopien nach und nach aufgeräumt und sind dann weg.

So gehst du der Reihe nach vor

  1. 1

    Die Belegarten und Fristen einsammeln

    Hol dir von Buchhaltung und Rechtsabteilung eine Liste der Dokumentarten mit den jeweiligen Fristen. Ohne diese Liste konfigurierst du ins Blaue.

  2. 2

    Mit einer breiten Richtlinie ohne Löschen anfangen

    Lege zuerst eine Richtlinie an, die Inhalte nur aufbewahrt und nichts löscht. Damit verlierst du nichts, während das Konzept noch entsteht, und du kannst später gezielt nachschärfen.

  3. 3

    Teams getrennt abdecken

    Erstelle für Teams-Chats und Kanalnachrichten eigene Richtlinien, da diese Speicherorte nicht mit Exchange oder SharePoint kombiniert werden können. Private und freigegebene Kanäle laufen dabei über den Speicherort für Kanalnachrichten mit.

  4. 4

    Bezeichnungen nur für die echten Pflichtfälle

    Bilde die Belegarten mit gesetzlicher Frist als Aufbewahrungsbezeichnungen ab und veröffentliche sie zunächst für eine kleine Gruppe. Prüfe dabei, ob die Bezeichnung an der Bibliothek als Standard sinnvoller ist als die Vergabe von Hand.

  5. 5

    Automatische Vergabe erst simulieren

    Richtlinien zur automatischen Vergabe von Bezeichnungen laufen zuerst im Simulationsmodus. Sieh dir die Treffer an, bevor du sie aktivierst, sonst markierst du halbe Bibliotheken falsch.

  6. 6

    Löschen zuschalten, wenn die Zuordnung steht

    Erst wenn die Fristen abgestimmt und dokumentiert sind, stellst du die Richtlinien auf Aufbewahren und anschließend Löschen um. Kündige diesen Schritt intern an, damit niemand von verschwundenen Altbeständen überrascht wird.

  7. 7

    Dokumentieren und jährlich prüfen

    Halte je Speicherort fest, welche Richtlinie greift, mit welcher Frist und aus welchem Grund. Setz dir einen jährlichen Termin, an dem diese Übersicht mit dem tatsächlichen Stand abgeglichen wird.

03 Was du mitnimmst

Was du danach belegen kannst

Du bekommst eine Übersicht, in der zu jedem Speicherort steht, ob er abgedeckt ist und warum. Diese eine Seite beantwortet später die Hälfte aller Prüfungsfragen.

Fünf Speicherorte, die einzeln ausgewählt werden

  1. 01 Postfächer in Exchange Online decken die E-Mail ab, aber nichts darüber hinaus.
  2. 02 Teams-Chats sind ein eigener Speicherort, obwohl sie in Postfächern liegen.
  3. 03 Teams-Kanalnachrichten brauchen ihre eigene Auswahl in der Richtlinie.
  4. 04 Die Dateien aus Teams liegen in SharePoint oder im OneDrive der Beteiligten.
  5. 05 Gruppenpostfächer und Websites von Microsoft-365-Gruppen zählen getrennt.

Richtlinie oder Bezeichnung

Du nimmst die Richtlinie als breites Netz für ganze Speicherorte und Bezeichnungen nur für die wenigen Belegarten mit einer echten gesetzlichen Frist. Ein Schema, das jede Frist über Bezeichnungen abbildet, vergibt im Alltag niemand.

Die Speicherorte vollständig abdecken

Du gehst die Liste einmal komplett durch und hältst je Speicherort fest, ob er erfasst ist und warum. Teams-Chats, Kanalnachrichten, Gruppenpostfächer und das OneDrive ausgeschiedener Personen gehören dazu.

Konflikte auflösen

Du kennst die Reihenfolge: Aufbewahren schlägt Löschen, die längste Aufbewahrung gewinnt, beim Löschen schlägt die ausdrückliche Zuordnung die pauschale, und erst danach greift unter mehreren Löschfristen die kürzeste.

Wissen, wo das Gelöschte liegt

Du kannst erklären, warum eine Website ohne erkennbaren Grund wächst, und findest die Kopien in der Aufbewahrungsbibliothek der Website, die Microsoft Preservation Hold Library nennt, und im Ordner für wiederherstellbare Elemente.

Fristen zuordnen lassen

Du holst die Fristen aus Buchhaltung, Rechtsabteilung oder Steuerberatung und dokumentierst die Zuordnung nachvollziehbar, statt sie in der IT zu erfinden.

Die Aufbewahrung aus eDiscovery befristen

Du setzt zu jeder Aufbewahrung aus einem eDiscovery-Fall ein Enddatum in den Kalender, damit sie nicht Jahre nach dem Verfahren noch Daten festhält, die längst gelöscht sein müssten.

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Richtlinie oder Bezeichnung, und wann du was nimmst

Die Richtlinie ist das grobe Werkzeug. Du wählst Speicherorte aus, etwa alle Postfächer oder eine Auswahl von SharePoint-Websites, und legst fest, wie lange die Inhalte gehalten und ob sie danach gelöscht werden. Die Beschäftigten merken davon nichts, es gibt keine Markierung am Dokument und keine Entscheidung, die jemand treffen müsste. Für die Grundabsicherung ist das genau richtig.

Die Bezeichnung ist das feine Werkzeug und hängt an einem einzelnen Element. Du vergibst sie von Hand, lässt sie automatisch zuweisen oder setzt sie als Standard für eine Bibliothek, und die Frist kann ab einem Ereignis starten, etwa ab Vertragsende. Zusätzlich kann eine Bezeichnung ein Element als Datensatz kennzeichnen, was Änderungen und Löschen sperrt.

In der Praxis kombiniert man beides: eine breite Richtlinie als Netz für alles, plus Bezeichnungen für die wenigen Belegarten mit einer echten gesetzlichen Frist. Wer versucht, jede Frist über Bezeichnungen abzubilden, baut ein Schema, das im Alltag niemand vergibt.

Die Speicherorte, die regelmäßig vergessen werden

Teams-Chats und Teams-Kanalnachrichten sind eigene Speicherorte in der Richtlinie und müssen einzeln ausgewählt werden. Dass die Nachrichten technisch in verborgenen Ordnern von Postfächern liegen, ändert daran nichts: Eine Richtlinie für Exchange erfasst sie nicht. Das ist die mit Abstand häufigste Lücke. Private und freigegebene Kanäle brauchen dafür inzwischen keinen eigenen Speicherort mehr, sie erben die Einstellungen ihres übergeordneten Teams über den Speicherort für Kanalnachrichten. Sollen ihre Nachrichten eine andere Frist bekommen, legst du eine getrennte Richtlinie für genau diese Teams an. Die Dateien privater und freigegebener Kanäle liegen dagegen auf eigenen Websites, die nicht an der Gruppe des Teams hängen, und brauchen den Speicherort für SharePoint-Websites.

Neu dazugekommen sind die Speicherorte für KI. Prompts und Antworten aus Microsoft 365 Copilot und anderen Copilot-Erfahrungen bilden einen eigenen Speicherort, früher steckten sie mit den Teams-Chats in einem gemeinsamen. Wer Copilot einführt, entscheidet also ausdrücklich, wie lange diese Unterhaltungen erhalten bleiben.

Ebenfalls gern übersehen werden die Gruppenpostfächer und Websites von Microsoft-365-Gruppen, die einen eigenen Speicherort bilden, sowie OneDrive von Personen, die das Unternehmen verlassen haben. Steht ein Postfach unter Aufbewahrung und wird das Konto gelöscht, wird daraus ein inaktives Postfach, das ohne Lizenz erhalten bleibt und über eDiscovery durchsuchbar ist. Das ist gewollt, überrascht aber jeden, der sein Löschkonzept an der Lizenzliste festmacht.

Gehe die Liste der Speicherorte deshalb einmal komplett durch und schreib zu jedem auf, ob er abgedeckt ist und warum. Diese eine Seite Dokumentation beantwortet später die Hälfte aller Prüfungsfragen.

Wenn sich zwei Regeln widersprechen

Für den Konfliktfall gibt es eine feste Reihenfolge. Aufbewahren schlägt Löschen, es bleibt also erhalten, was mindestens eine Regel halten will. Die längste Aufbewahrung gewinnt. Beim Löschen schlägt die ausdrückliche Zuordnung die pauschale: Die Löschfrist einer Bezeichnung an einem einzelnen Dokument setzt sich gegen jede Richtlinie durch, und eine Richtlinie für ausgewählte Postfächer oder Websites gegen eine für alle. Erst danach greift unter mehreren Löschfristen die kürzeste.

Praktisch heißt das: Eine zusätzliche Richtlinie kann nie dazu führen, dass etwas früher verschwindet, als eine andere es vorsieht. Wer Inhalte schneller loswerden will, muss die bestehende Regel ändern und nicht eine neue danebenstellen.

Über allem steht die Aufbewahrung aus einem eDiscovery-Fall, im Englischen Hold genannt. Liegt sie wegen eines laufenden Verfahrens auf einem Postfach oder einer Website, wird dort nichts gelöscht, unabhängig von jeder Richtlinie. Deshalb gehört zu jedem gesetzten Hold ein Enddatum im Kalender, sonst hält er Jahre später noch Daten fest, die längst weg sein müssten.

Eine bestehende Richtlinie ändern

Bestehende Richtlinien findest du im Microsoft Purview-Portal unter Lösungen, Datenlebenszyklusverwaltung, Richtlinien und Aufbewahrungsrichtlinien. Dort wählst du die Richtlinie aus und bearbeitest Speicherorte, Ausnahmen und die Dauer. Nicht mehr ändern lassen sich der Name, die Art des Geltungsbereichs, also adaptiv oder statisch, und die Aufbewahrungseinstellungen außer der Frist selbst. Brauchst du dort etwas anderes, legst du eine neue Richtlinie an.

Rechne damit, dass eine Änderung bis zu sieben Tage braucht, bis sie an allen Speicherorten angekommen ist. Den Stand der Verteilung zeigt die Detailansicht der Richtlinie. Steht eine Richtlinie unter Preservation Lock, kann sie niemand mehr abschalten oder lockern, auch kein Administrator. Erlaubt ist dann nur noch, sie zu verschärfen, etwa durch eine längere Frist oder zusätzliche Speicherorte.

Als Anwender änderst du an einer Richtlinie nichts. In Outlook kannst du einer Mail oder einem Ordner höchstens eine der Bezeichnungen zuweisen, die eure Administration veröffentlicht hat. Was die Richtlinie für das ganze Postfach vorgibt, bleibt davon unberührt.

Wo die Inhalte liegen, die Beschäftigte längst gelöscht haben

Wird ein Dokument in SharePoint oder OneDrive geändert oder gelöscht, während eine Aufbewahrung greift, legt der Dienst eine Kopie in der permanenten Aufbewahrungsbibliothek ab, die im Englischen "Preservation Hold Library" heißt. Diese Bibliothek bekommt im Alltag niemand zu sehen, sie zählt aber auf den Speicherplatz der Website und ist über eDiscovery auffindbar. Wenn eine Website ohne erkennbaren Grund wächst, ist das fast immer die Ursache.

In Postfächern übernimmt der Ordner für wiederherstellbare Elemente dieselbe Aufgabe. Auch dort landet, was jemand endgültig gelöscht zu haben glaubt, und auch dort läuft der Bestand ohne Aufräumen weiter voll.

Für die Datenschutzseite ist das ein Punkt, den du erklären können musst. Ein Löschvorgang aus Sicht der Beschäftigten ist keine Löschung im Sinne der Verordnung, solange die Kopie noch existiert. Deshalb gehören Aufbewahrungsfristen und Löschkonzept in dasselbe Dokument.

Die Fristen kommen nicht aus der IT

Wie lange etwas aufzubewahren ist, steht im Handels- und Steuerrecht und hängt an der Art des Belegs. Die Zuordnung, welches Dokument welcher Kategorie entspricht, treffen Buchhaltung, Rechtsabteilung oder Steuerberatung. Die Administration bildet danach ab, was entschieden wurde, und dokumentiert die Zuordnung nachvollziehbar.

Die Versuchung, einfach alles zehn Jahre zu halten, ist groß, weil es nach der bequemsten Lösung klingt. Dieses Vorgehen kollidiert allerdings mit der Pflicht, personenbezogene Daten zu löschen, sobald der Zweck entfällt, und es macht jede spätere Auskunft aufwendiger. Eine kurze Liste mit fünf bis zehn Belegarten und ihren Fristen ist die bessere Grundlage.

Plane außerdem eine jährliche Durchsicht ein. Fristen ändern sich, Speicherorte kommen dazu, und eine Richtlinie, die vor drei Jahren passend war, deckt heute vielleicht einen Dienst nicht ab, den ihr inzwischen nutzt.

Dazu passende Kurse

Wie du solche Richtlinien im eigenen Mandanten aufbaust, testest und dokumentierst, zeigen Kurse zu Compliance und Aufbewahrung in Microsoft 365.

Weil der größte Teil der Kommunikation inzwischen in Teams stattfindet, decken erst Kurse rund um Microsoft Teams im Betrieb diesen Bereich mit ab.

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05 Fragen

Häufige Fragen

Deine Frage ist nicht dabei? Stell sie uns direkt, wir antworten dir persönlich.

Deckt eine Richtlinie für Exchange auch die Teams-Chats ab?
Nein. Teams-Chats und Kanalnachrichten sind eigene Speicherorte und brauchen eine eigene Richtlinie, obwohl die Nachrichten technisch in verborgenen Ordnern von Postfächern liegen. Die Dateien, die in Teams geteilt werden, deckt diese Richtlinie ebenfalls nicht ab: Sie liegen in SharePoint oder im OneDrive der Beteiligten und brauchen dort einen eigenen Speicherort. Wer beides übersieht, hat für den am stärksten genutzten Kanal gar keine Regel.
Was passiert, wenn jemand ein aufbewahrtes Dokument löscht?
Der Dienst legt vor dem Löschen eine Kopie in der permanenten Aufbewahrungsbibliothek ab, in Postfächern im Ordner für wiederherstellbare Elemente. Für die Person, die gelöscht hat, ist die Datei weg, für eDiscovery bleibt sie bis zum Ende der Frist auffindbar. Danach räumt ein Hintergrundprozess auf.
Kann ich eine Aufbewahrungsrichtlinie einfach wieder abschalten?
Abschalten geht, solange kein Preservation Lock gesetzt ist, aber es ist keine folgenlose Rückkehr zum vorherigen Stand. Sobald die Aufbewahrung entfällt, werden die zurückgehaltenen Kopien aufgeräumt, und was dann weg ist, kommt nicht zurück. Für SharePoint und OneDrive gibt es eine Schonfrist von 30 Tagen, in der du die Richtlinie folgenlos wieder einschalten kannst. Nimmst du dagegen einzelne Websites aus der Richtlinie heraus, entfällt diese Frist. Bei Zweifeln setzt du die Richtlinie besser auf reines Aufbewahren, statt sie zu entfernen.
Warum greift meine geänderte Richtlinie noch nicht?
Weil sie erst an alle Speicherorte verteilt werden muss, und das kann bis zu sieben Tage dauern. Den Stand siehst du in der Detailansicht der Richtlinie im Purview-Portal. Steht dort ein Fehler, lässt sich die Verteilung per PowerShell erneut anstoßen.

Passt thematisch dazu

Welche Dauer du einträgst, kommt nicht aus Purview, deshalb klärst du vorher, woher die einzelnen Fristen stammen.

Je länger aufbewahrt wird, desto mehr gehört später in eine Auskunft nach Artikel 15 DSGVO, auch das, was in der Aufbewahrungsbibliothek liegt.

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Eine Aufbewahrung, die auch die Teams-Chats erfasst

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