Fehlersuche im Fiori Launchpad

Fiori-App fehlt im Launchpad: Rolle, Katalog, Space, Page

Die Meldung lautet fast immer gleich, die Ursache liegt an fünf verschiedenen Stellen. Wer die Reihenfolge kennt, findet sie in Minuten statt in einer Meldung, die drei Tage wandert.

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Worum es geht

Zwei Abteilungen suchen dasselbe Problem an verschiedenen Enden

Der Fall ist alltäglich und wird trotzdem jedes Mal neu erfunden. Jemand meldet, dass eine App verschwunden ist oder nie da war. Der Anwender vergleicht mit dem Kollegen nebenan, der sie sieht, und schließt daraus auf einen Fehler im System. Die Berechtigungsseite prüft die Berechtigungen, findet sie in Ordnung und gibt zurück. Die Fiori-Seite prüft die Kataloge und findet ebenfalls alles in Ordnung. Beide haben recht, und trotzdem fehlt die Kachel, weil niemand die dritte Stelle geprüft hat, an der die Kette hängt.

Der Grund ist ein Denkfehler aus der klassischen Welt. Dort war Sichtbarkeit gleich Berechtigung: Wer die Transaktion aufrufen durfte, konnte sie aufrufen. Im Launchpad sind das zwei getrennte Dinge. Der Business Catalog in der Rolle entscheidet, ob eine App freigegeben ist. Space und Page entscheiden, ob und wo sie angezeigt wird. Eine freigegebene App ohne Eintrag auf einer Page findest du über die Suche im Launchpad, aber nicht als Kachel, und für Anwender ist das nicht zu unterscheiden von gar nicht vorhanden.

Teuer wird das nicht wegen des einzelnen Falls, sondern wegen der Menge. In den ersten Wochen nach einer Umstellung kommen solche Meldungen zu Dutzenden, und wenn jede davon eine halbe Stunde Abstimmung zwischen zwei Teams kostet, ist das eine Vollzeitstelle. Mit einer festen Prüfreihenfolge und einer klaren Zuständigkeit je Stufe sinkt derselbe Fall auf wenige Minuten, und der Anwender bekommt eine Antwort, die er versteht, statt einer Weiterleitung.

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Symptom, Ursache, Lösung

Die Fälle, die im Alltag wirklich auflaufen

Sortiert nach dem, was der Anwender beschreibt, und nicht nach der Technik dahinter. Zu jedem Fall steht die Stelle in der Kette, an der es hängt, und der Eingriff, der ihn abschließt statt ihn zu verschieben.

Symptom

Ein Kollege mit derselben Aufgabe sieht die App, bei dir taucht sie weder als Kachel noch in der Suche auf.

Ursache

Die beiden Benutzer haben unterschiedliche Business Roles, oder dieselbe Rolle wurde für einen der beiden nachträglich geändert. Der Business Catalog, der die App freigibt, fehlt in deiner Rolle. Das ist der häufigste Fall überhaupt, und er entsteht regelmäßig dann, wenn Rollen für einzelne Personen von Hand nachgezogen wurden statt über eine gemeinsame Vorlage.

Lösung

Vergleicht die zugeordneten Business Roles beider Benutzer und ergänzt den fehlenden Katalog in der Rolle, nicht beim einzelnen Benutzer. Wenn sich herausstellt, dass zwei Personen mit gleicher Aufgabe unterschiedliche Rollen tragen, ist die eigentliche Aufgabe eine andere: Der Rollenschnitt gehört bereinigt, sonst kommt derselbe Fall nächste Woche mit einer anderen App zurück.

Symptom

Die Suche im Launchpad findet die App und sie lässt sich auch starten, aber auf keiner Seite ist eine Kachel dafür zu sehen.

Ursache

Der Business Catalog ist in der Rolle enthalten, damit ist die App freigegeben. Was fehlt, ist die Platzierung: Entweder ist der Rolle kein passender Launchpad Space zugeordnet, oder die Page in diesem Space enthält die Kachel nicht. Freigabe und Anzeige sind zwei getrennte Schritte, und genau hier fallen sie auseinander.

Lösung

Prüft die Zuordnung des Space zur Business Role und danach den Inhalt der Pages. Fehlt die Kachel auf der Page, wird sie dort ergänzt. Von SAP gelieferte Spaces und Pages lassen sich im Original nicht bearbeiten, dafür kopieren, und die Kopie ist die Fassung, die ihr pflegt. Der Eingriff gehört in die Page und nicht in eine benutzereigene Anpassung, sonst gilt er nur für eine Person.

Symptom

Nach einer Umstellung sind Kacheln verschwunden, die vorher jahrelang an derselben Stelle lagen.

Ursache

Die klassische Startseite des Launchpads mit ihren Gruppen ist abgekündigt, an ihre Stelle treten Spaces und Pages. Was in Gruppen gepflegt war, steht in der neuen Darstellung nicht automatisch wieder da. Dazu kommt, dass die neue Darstellung nicht jede Eigenschaft der alten Startseite abbildet, etwa bei Verknüpfungen statt Kacheln.

Lösung

Überführt die Inhalte bewusst statt zu hoffen, dass sie mitkommen: Für jede bisher gepflegte Gruppe wird entschieden, auf welcher Page ihr Inhalt landet. In der Übergangszeit lässt sich einrichten, dass Benutzer zwischen beiden Darstellungen wechseln, das ist aber eine Brücke und kein Zielzustand. Legt einen Termin fest, an dem die Brücke wieder abgebaut wird.

Symptom

Die Kachel ist da, beim Öffnen kommt eine Meldung über fehlende Berechtigung oder eine leere Ergebnisliste.

Ursache

Der Business Catalog erlaubt den Start der App. Was dahinter passiert, prüft das System noch einmal mit den fachlichen Berechtigungen, und dort fehlt entweder das Berechtigungsobjekt oder die passende Organisationsebene, also etwa der Buchungskreis, das Werk oder die Einkaufsorganisation. Eine leere Liste ohne Fehlermeldung ist typisch für den zweiten Fall.

Lösung

Die Prüfung gehört in die Rollenpflege, in der klassischen Oberfläche die Transaktion PFCG, wo die Berechtigungsdaten der Rolle samt Organisationsebenen liegen. Wichtig ist die Reihenfolge: erst klären, ob die App überhaupt Daten liefern dürfte, dann die Organisationsebenen prüfen, und erst danach über einzelne Berechtigungsobjekte reden. Umgekehrt verliert man einen halben Tag.

Symptom

Die Kachel bleibt leer, zeigt keine Zahl an oder meldet beim Laden einen Fehler, obwohl die App selbst startet.

Ursache

Dynamische Kacheln und die Daten der App kommen über einen OData-Service. Ist dieser Service im System nicht aktiviert, bleibt die Kachel ohne Inhalt, obwohl in Rolle, Katalog und Page alles stimmt. Nach einem Upgrade oder beim Einrichten einer bisher ungenutzten App ist das der Regelfall und kein Sonderfall.

Lösung

Der Service wird über die Verwaltung der OData-Services aktiviert, in der klassischen Oberfläche über die Transaktion /IWFND/MAINT_SERVICE. SAP dokumentiert für die einzelnen Apps, welche Services dazugehören. Nehmt diesen Schritt in die Einführungsliste jeder neuen App auf, dann taucht der Fall gar nicht erst als Störung auf.

Symptom

Niemand im Haus sieht die App, und auch in den gelieferten Katalogen taucht sie nirgends auf.

Ursache

Die App gehört nicht zum eingesetzten Produkt oder nicht zum eingesetzten Release. Das passiert regelmäßig, wenn jemand eine App aus einer Präsentation, einem Video oder einem Vortrag über die Public-Variante kennt und sie im eigenen System sucht. Auch die Zuordnung zu einer bestimmten Anwendungskomponente kann dazu führen, dass eine App zwar existiert, aber in eurem Umfang nicht enthalten ist.

Lösung

Die SAP Fiori Apps Reference Library gibt Auskunft darüber, welche Apps es gibt und zu welchem Produkt und Release sie gehören, samt der zugehörigen Kataloge und technischen Voraussetzungen. Diese Prüfung dauert wenige Minuten und beendet Diskussionen, die sonst über Wochen laufen. Ist die App nicht enthalten, ist die nächste Frage eine fachliche: Welche vorhandene App löst dieselbe Aufgabe?

Die Prüfreihenfolge, die Zeit spart

  1. 01 Sieht ein Kollege die App? Dann liegt der Unterschied in der Business Role.
  2. 02 Findet die Suche im Launchpad die App? Dann ist sie freigegeben und nur nicht platziert.
  3. 03 Ist die Rolle einem Space zugeordnet und liegt die App auf einer Page darin?
  4. 04 Startet die App, zeigt aber nichts an? Dann geht es um Berechtigung im Hintergrund oder den OData-Service.
  5. 05 Existiert die App im eingesetzten Release überhaupt? Die Apps Reference Library beantwortet das.
Was du mitnimmst

Danach findest du die Ursache in der richtigen Reihenfolge

Es hilft nichts, alle fünf Stellen gleichzeitig zu prüfen. Die Reihenfolge ist entscheidend, weil jede Stufe die nächste voraussetzt und du dir mit der richtigen ersten Frage vier Prüfungen sparst. Diese sechs Punkte sind die Arbeitsgrundlage dafür.

Zuerst den Vergleich mit einem Kollegen auswerten

Sieht jemand anderes die App, unterscheiden sich die Business Roles, und das ist die einfachste aller Antworten. Sieht niemand sie, geht es um Bereitstellung im System und nicht um Rollen, und du sparst dir die ganze Rollenprüfung.

Berechtigung und Sichtbarkeit auseinanderhalten

Der Business Catalog in der Rolle gibt die App frei. Space und Page bestimmen die Anzeige. Wer diese beiden Ebenen zusammenwirft, prüft immer die falsche und wundert sich, warum die Berechtigung stimmt und die Kachel trotzdem fehlt.

Die Suche im Launchpad als Prüfwerkzeug benutzen

Findet die Suche die App und lässt sie sich starten, dann ist sie freigegeben und es fehlt nur der Eintrag auf einer Page. Findet die Suche sie nicht, fehlt der Katalog in der Rolle. Diese eine Prüfung teilt die Fälle sauber in zwei Hälften.

Den Unterschied zwischen leerer Kachel und fehlender Kachel kennen

Eine Kachel, die keine Zahl anzeigt oder beim Öffnen eine leere Liste bringt, ist ein anderer Fall. Dort geht es um den OData-Service dahinter und um die fachliche Berechtigung im Hintergrund, nicht um die Zuordnung im Launchpad.

Bei Umstellungen an Gruppen und Pages denken

Wenn Kacheln nach einer Umstellung fehlen, liegt das oft daran, dass die alte Startseite mit ihren Gruppen gepflegt war und die neue Struktur aus Spaces und Pages noch nicht. Die klassische Startseite ist abgekündigt, die Inhalte wandern nicht von selbst mit.

Prüfen, ob es die App in diesem System überhaupt gibt

Nicht jede App, die jemand in einer Präsentation gesehen hat, gehört zum eingesetzten Produkt und Release. Die SAP Fiori Apps Reference Library gibt darauf eine belastbare Antwort, bevor jemand Stunden mit der Suche nach einem Katalog verbringt, den es nicht gibt.

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Die Kette, an der jede Kachel hängt

Ein Benutzer bekommt eine oder mehrere Business Roles. Jede dieser Rollen enthält Business Catalogs, und ein Katalog gibt eine Gruppe von Apps frei, samt der Berechtigung, mit den zugehörigen Daten zu arbeiten. Damit ist geklärt, was jemand darf. Ungeklärt ist damit, was jemand sieht, denn dafür braucht die Rolle zusätzlich einen zugeordneten Launchpad Space. Der Space bündelt Pages, und die Pages ordnen die Apps in Bereiche. Erst wenn beides zusammenkommt, erscheint die Kachel.

Diese Trennung ist kein Konstruktionsfehler, sondern der Grund, warum sich derselbe Katalog für mehrere Rollen mit unterschiedlichen Arbeitsplätzen verwenden lässt. Für die Fehlersuche heißt sie aber, dass jede Meldung über eine fehlende App zuerst in eine von zwei Schubladen gehört: Freigabe fehlt oder Platzierung fehlt. Die Suche im Launchpad ist das Werkzeug, das diese Einordnung in dreißig Sekunden erledigt, denn sie zeigt, was freigegeben ist, unabhängig davon, ob es irgendwo als Kachel liegt.

SAP liefert zu vielen Rollenvorlagen bereits fertige Spaces und Pages mit. Diesen gelieferten Inhalt kannst du als Vorlage nehmen und kopieren, im Original ändern lässt er sich nicht. Die Empfehlung von SAP für den Zuschnitt ist bewusst schlicht: ein Space je Business Role, darin wenige Pages, abhängig davon, wie viele Apps für diese Rolle relevant sind. Wer stattdessen alle Kataloge in eine Rolle legt und die Ordnung später nachziehen will, produziert genau die unübersichtliche Startseite, gegen die das Konzept gedacht war.

Berechtigung ist nicht gleich Sichtbarkeit, und beides ist nicht gleich Funktion

Es gibt in Wahrheit drei Ebenen, nicht zwei. Die erste ist die Freigabe über den Business Catalog: Darf dieser Benutzer diese App überhaupt starten? Die zweite ist die Platzierung über Space und Page: Wo erscheint sie? Die dritte ist die fachliche Berechtigung im Hintergrund: Welche Daten darf er darin sehen und ändern? Ein Anwender erlebt alle drei als dasselbe Symptom, nämlich als etwas, das nicht funktioniert. Für die Bearbeitung sind es drei verschiedene Aufgaben mit drei verschiedenen Zuständigen.

Die dritte Ebene ist die, die am häufigsten unterschätzt wird, weil ihr Symptom so harmlos aussieht. Eine App startet, zeigt aber keine Daten. Kein Fehler, keine Meldung, nur eine leere Liste. Dahinter steckt meistens eine fehlende Organisationsebene in der Rolle, also der Buchungskreis, das Werk, die Verkaufsorganisation oder die Einkaufsorganisation, für die dieser Benutzer zuständig sein soll. In der Rollenpflege über PFCG liegen genau diese Werte, und sie werden beim Kopieren einer Rolle für eine neue Person regelmäßig vergessen.

Für den Betrieb heißt das: Die Meldung eines Anwenders muss präziser sein als Funktioniert nicht. Drei Fragen reichen und lassen sich in ein Formular schreiben. Siehst du die Kachel? Startet die App? Zeigt sie Daten? Aus den Antworten ergibt sich ohne weitere Rückfrage, welches Team den Fall bekommt, und allein das halbiert in der Regel die Laufzeit solcher Meldungen.

Was die Umstellung von Gruppen auf Spaces und Pages verändert hat

Die klassische Startseite des Fiori Launchpads, auf der Kacheln in Gruppen lagen, ist von SAP für abgekündigt erklärt worden. An ihre Stelle treten Spaces und Pages. Für Systeme, die über Jahre gewachsen sind, bedeutet das eine echte Migration: Was in Gruppen gepflegt wurde, steht in der neuen Darstellung nicht automatisch wieder da, und einzelne Eigenschaften der alten Startseite bildet die neue Darstellung nicht ab, etwa Kacheln, die als Verknüpfung statt als Kachel angezeigt werden.

Für die Übergangszeit lässt sich einrichten, dass Benutzer zwischen der alten Startseite und der neuen Darstellung wechseln können. Das ist eine sinnvolle Brücke und gleichzeitig die Quelle für einen ganzen Schwarm von Meldungen, denn Anwender wechseln versehentlich, sehen eine leere oder halb gefüllte Oberfläche und melden verschwundene Kacheln. Wenn ihr diese Möglichkeit einschaltet, gehört in dieselbe Entscheidung ein Datum, an dem sie wieder ausgeschaltet wird.

Praktisch bewährt sich ein Vorgehen in drei Schritten. Erstens: eine Liste aller heute gepflegten Gruppen mit der Angabe, welche Rollen sie sehen. Zweitens: je Rolle die Entscheidung, welche Page welchen Inhalt übernimmt, und zwar unter Verzicht auf alles, was ohnehin niemand benutzt hat. Drittens: eine kurze Nachricht an die betroffenen Anwender, in der genau steht, was sich in ihrem Bildschirm ändert. Der dritte Schritt spart mehr Meldungen als die beiden ersten zusammen.

Wenn die App gar nicht existiert

Ein nennenswerter Teil dieser Meldungen entsteht dadurch, dass eine App im eigenen System schlicht nicht vorgesehen ist. Jemand hat sie in einem Vortrag gesehen, in einer Demo der Public-Variante oder in einem Beitrag über ein Release, das ihr nicht einsetzt. Die Suche danach kann sehr lange dauern, wenn niemand auf die Idee kommt, dass die Antwort Nein lautet.

Die SAP Fiori Apps Reference Library ist dafür die zuständige Auskunft. Sie verzeichnet die Apps mit ihrer Zuordnung zu Produkt und Release, den Katalogen, in denen sie liegen, und den technischen Voraussetzungen für ihren Betrieb. Fünf Minuten dort ersparen im Zweifel eine Woche Suche und liefern nebenbei die Information, die für die Einrichtung ohnehin gebraucht wird, nämlich welcher Katalog die App enthält.

Fällt die Antwort negativ aus, ist die nächste Frage keine technische, sondern eine fachliche. Welche vorhandene App oder welche klassische Transaktion löst dieselbe Aufgabe, und ist der Unterschied für den Anwender überhaupt spürbar? In On-Premise und Private Cloud steht die klassische Oberfläche für solche Fälle weiterhin zur Verfügung, und das ist eine legitime Antwort, kein Rückschritt.

Wer den Fall wie schnell erledigt

Die Laufzeit solcher Meldungen hängt nicht an der Schwierigkeit, sondern an der Zahl der Übergaben. Wenn eine Meldung erst zum Anwendungsbetreuer geht, von dort zur Berechtigungsstelle, von dort zum Fiori-Team und wieder zurück, sind drei Tage vergangen, in denen niemand mehr als zehn Minuten gearbeitet hat. Die Abhilfe ist keine bessere Technik, sondern eine feste erste Prüfung an einer Stelle, die alle fünf Ebenen einsehen darf.

Genauso wichtig ist, dass die Änderung dort landet, wo sie dauerhaft wirkt. Eine Kachel, die für einen einzelnen Benutzer nachträglich eingerichtet wird, löst den Fall für heute und erzeugt ihn morgen bei der nächsten Person mit derselben Aufgabe. Der Eingriff gehört in die Rolle beziehungsweise in die Page, die alle Personen dieser Rolle sehen. Das dauert beim ersten Mal länger und beim zehnten Mal gar nicht mehr.

Zuletzt lohnt es sich, die Meldungen zu zählen und nach Ursache zu sortieren. Wenn zwei Drittel aller Fälle auf fehlende Kataloge in einer bestimmten Rolle zurückgehen, ist das kein Betriebsthema mehr, sondern ein Hinweis darauf, dass diese Rolle falsch geschnitten ist. Diese Auswertung kostet eine Stunde im Monat und ist der einzige Weg, aus einem Dauerstrom von Einzelfällen eine Aufgabe zu machen, die man abschließen kann.

Dazu passende Kurse

Weil sich diese Fälle nur lösen lassen, wenn jemand Rollen und Launchpad gleichzeitig lesen kann, sind SAP-Kurse zum Berechtigungskonzept und zur Oberfläche der kürzere Weg als eine weitere Runde Abstimmung zwischen zwei Teams.

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Häufige Fragen

Der Anwender hat die Berechtigung, sieht die App aber trotzdem nicht. Wie kann das sein?
Weil Berechtigung und Anzeige zwei getrennte Ebenen sind. Der Business Catalog in der Business Role gibt die App frei, die Anzeige steuert der zugeordnete Launchpad Space über seine Pages. Ist der Katalog vorhanden und die Kachel auf keiner Page eingetragen, findest du die App über die Suche im Launchpad, sie hat aber keinen festen Platz. Für den Anwender sieht das aus wie nicht vorhanden.
Was ist der schnellste erste Test?
Die Suche im Launchpad. Findet sie die App und lässt sie sich starten, ist die Freigabe in Ordnung und es fehlt nur die Platzierung auf einer Page. Findet sie die App nicht, fehlt der Business Catalog in der Rolle. Diese eine Prüfung dauert eine halbe Minute und teilt die Fälle in zwei Hälften, die von verschiedenen Leuten bearbeitet werden.
Die Kachel ist da, zeigt aber keine Zahl. Ist das dasselbe Problem?
Nein, das ist ein anderer Fall. Dynamische Kacheln beziehen ihre Zahl über einen OData-Service. Ist der Service im System nicht aktiviert, bleibt die Kachel leer, obwohl Rolle, Katalog und Page vollständig sind. Aktiviert wird er über die Verwaltung der OData-Services, in der klassischen Oberfläche über die Transaktion /IWFND/MAINT_SERVICE. SAP dokumentiert je App, welche Services dazugehören.
Nach dem Upgrade fehlen mehrere Kacheln gleichzeitig. Wo fangen wir an?
Bei der Struktur, nicht bei den einzelnen Apps. Fehlen viele Kacheln auf einmal, geht es meist um die Umstellung von der klassischen Startseite mit Gruppen auf Spaces und Pages. Die klassische Startseite ist abgekündigt, und Inhalte aus Gruppen kommen nicht von selbst in Pages an. Prüft zuerst, ob den betroffenen Rollen überhaupt ein Space zugeordnet ist, und arbeitet danach die Pages durch.
Wie stellen wir fest, ob es die App in unserem System überhaupt geben kann?
Über die SAP Fiori Apps Reference Library. Dort sind die Apps mit ihrer Zuordnung zu Produkt und Release verzeichnet, dazu die Kataloge und die technischen Voraussetzungen. Wenn die App zu einem Produkt oder Release gehört, das ihr nicht einsetzt, endet die Suche dort, und die nächste Frage ist eine fachliche: Welche vorhandene App oder welche klassische Transaktion löst dieselbe Aufgabe?
Sollen wir die Kachel für den Anwender einzeln nachpflegen?
Nur als Notlösung für den laufenden Tag. Eine Anpassung, die für eine Person gilt, löst den Fall genau einmal und erzeugt ihn erneut, sobald jemand mit derselben Aufgabe dazukommt. Die dauerhafte Änderung gehört in die Business Role beziehungsweise in die Page, die alle Personen dieser Rolle sehen, sonst wächst über Monate ein Bestand an Einzelanpassungen, den niemand mehr überblickt.
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Rollen und Kataloge verstehen, statt Meldungen weiterzureichen

Wie Berechtigungen im ABAP-Stack aufgebaut sind und wo im Launchpad die Sichtbarkeit entschieden wird, arbeitest du bei cmt am System durch, mit eigenen Rollen statt mit Beispielen aus der Anleitung.