SAP im Unternehmen

SAP verstehen, bevor der Umstieg den Takt vorgibt

Der Weg nach S/4HANA entscheidet sich selten in der Technik. Er hängt an Eigenentwicklungen, an der Qualität der Stammdaten, an Rollen und an der Frage, wie viel Standard ihr vertragt. Dazu kommt der Alltag danach: Anwender vor einer neuen Oberfläche, Berechtigungen, die nach der Konversion nicht mehr passen, Transporte, Reports und Module von der Finanzbuchhaltung bis ins Lager. Wer ohne SAP arbeitet, findet dieselben Aufgaben für DATEV und Lexware.

KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
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Häufige Fragen zu SAP im Unternehmen

Müssen wir wirklich auf S/4HANA umsteigen?
Wer heute auf der SAP Business Suite 7 arbeitet, hat einen Termin im Kalender. Für die Kernanwendungen leistet SAP die reguläre Wartung bis Ende 2027, danach gibt es eine optionale erweiterte Wartung bis Ende 2030. Abgeschaltet wird dabei nichts, es geht um den Wartungsstatus, also um Korrekturen und gesetzliche Anpassungen. Wichtig ist der Blick auf das eigene Enhancement Package, denn wer auf einem älteren Stand sitzt, fällt früher heraus. Die Frage lautet deshalb nicht ob, sondern wann und auf welchem Weg.
Bleiben unsere Eigenentwicklungen erhalten?
Ein Teil schon, aber selten unverändert. Hinter dem Begriff Clean Core steht der Gedanke, den Kern standardnah und upgradestabil zu halten und Unterschiede dort zu bauen, wo sie das Geschäft wirklich unterscheiden. Dafür gibt es freigegebene Schnittstellen, das Entwicklungsmodell ABAP Cloud im System selbst und Anwendungen daneben auf der SAP Business Technology Platform. Alles, was am Kern vorbeigeht, kommt beim nächsten Release zurück. Der erste Schritt ist deshalb eine Inventur: Was wird noch genutzt, was lässt sich abschalten, was muss umgebaut werden?
Verschwindet das SAP GUI?
Nein. SAP Fiori ist die vorgesehene Oberfläche für SAP S/4HANA, das klassische GUI bleibt daneben bestehen. Für SAP GUI for Windows 8.10 hat SAP im Juli 2026 die offizielle Unterstützung gestartet und den Support bis zum 30. Juni 2029 zugesagt. Im Alltag heißt das: Anwender arbeiten zunehmend über rollenbasierte Apps im Browser, während Konfiguration und einzelne Spezialaufgaben weiterhin im GUI landen.
Was ändert RISE with SAP am eigenen Betrieb?
RISE with SAP richtet sich an Bestandskunden, die eine vorhandene Landschaft in die Cloud überführen wollen, Zielsystem ist SAP Cloud ERP Private. Was dabei nicht mit übergeht, ist die Fachlichkeit: Prozesse, Berechtigungen und Eigenentwicklungen bleiben eure Aufgabe. Der Leistungsschnitt steht in einem eigenen Vertragsdokument, und genau das lohnt das genaue Lesen, bevor im Haus jemand davon ausgeht, der Betrieb sei komplett abgegeben.
Warum stehen hier DATEV und Lexware neben SAP?
Weil die Aufgaben dieselben sind, nur in anderer Größe. Belege erfassen, Konten abstimmen, Löhne abrechnen, den Jahresabschluss vorbereiten und die E-Rechnung umsetzen steht in einem kleinen Betrieb genauso an wie im Konzern mit SAP. Deshalb liegen die Seiten zu DATEV, Lexware und zur E-Rechnung in demselben Bereich wie die SAP-Themen, und die Kursliste weiter unten ist entsprechend sortiert.
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Vom Überblick zum eigenen System

Die Stellen, an denen SAP wehtut, klären sich am schnellsten am eigenen System mit jemandem daneben. Bei cmt gibt es Kurse von der Navigation über die Module bis zu ABAP, Berechtigungen und Betrieb, dazu die kaufmännischen Programme für kleinere Häuser.