Was ist eine Vertraulichkeitsbezeichnung?
Sensitivity Label
Eine Vertraulichkeitsbezeichnung ist eine Kennzeichnung an einem Dokument oder einer E-Mail, die den Schutzbedarf festhält und an die Microsoft 365 automatisch Regeln wie Verschlüsselung oder Weitergabeverbote knüpft.
Wenn ein Angebot versehentlich nach außen geht, hilft kein Ordnerkonzept mehr, sondern nur ein Schutz, der an der Datei selbst hängt und mit ihr mitwandert.
KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
- Englisch
- Sensitivity Label
- Hängt an
- Der Datei selbst, nicht am Speicherort
- Bewirkt
- Verschlüsselung, Wasserzeichen, Weitergabeverbote
- Verwechselt mit
- Aufbewahrungsbezeichnungen
Kennzeichnung und Wirkung
Die Bezeichnung selbst ist zunächst nur ein Name, etwa Intern, Vertraulich oder Streng vertraulich. Wirksam wird sie durch das, was die Administration daran hängt: Verschlüsselung für eine festgelegte Personengruppe, eine Kopf- oder Fußzeile, ein Wasserzeichen, das Verbot, Inhalte zu kopieren oder zu drucken, oder eine Warnung beim Versand nach außen.
Die Kennzeichnung bleibt an der Datei kleben, auch wenn diese das Unternehmen verlässt. Öffnet jemand außerhalb der berechtigten Gruppe ein verschlüsseltes Dokument, bleibt der Inhalt unlesbar, selbst wenn die Datei per USB-Stick weitergereicht wurde. Das ist der wesentliche Unterschied zu einem Schutz, der nur am Speicherort hängt.
Wo du sie im Alltag siehst
In Word, Excel und PowerPoint sitzt die Auswahl im Menüband auf der Registerkarte Start, in Outlook im Fenster einer neuen Nachricht. Zusätzlich lassen sich Bezeichnungen automatisch vorschlagen oder setzen, wenn im Text bestimmte Muster auftauchen, etwa Bankverbindungen oder Personalnummern. Auch Teams, SharePoint-Websites und Gruppen können eine Bezeichnung tragen, dort steuert sie dann den Gastzugriff und die Freigabe nach außen.
Für die Auswertung gibt es Berichte darüber, welche Bezeichnungen wie oft vergeben und wo sie herabgestuft wurden. Das Herabstufen lässt sich mit einer Begründungspflicht verbinden, und genau an diesem Punkt wird aus einer Formalie ein nachvollziehbarer Vorgang.
Was ein Einführungsprojekt bremst
Zu viele Stufen sind der häufigste Fehler. Wer sieben Bezeichnungen mit Unterstufen anbietet, bekommt eine Belegschaft, die immer die erste Option wählt. Drei bis vier klar unterscheidbare Stufen mit je einem Satz Erklärung reichen für den Anfang, und diese Erklärung muss in der Sprache der Fachabteilung geschrieben sein, nicht in der des Datenschutzes.
Vorsicht ist außerdem bei der Verschlüsselung geboten. Verschlüsselte Dateien lassen sich von Systemen, die nicht dafür vorbereitet sind, nicht lesen, das betrifft Suchindizes, Archivlösungen und manche Drittanwendungen. Deshalb wird sie zuerst auf die kleine Menge wirklich schützenswerter Dokumente angewendet und nicht flächendeckend.
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Vertraulichkeitsbezeichnung und was oft damit gleichgesetzt wird
Die Aufbewahrungsbezeichnung regelt, wie lange etwas aufgehoben und wann es gelöscht wird. Die Vertraulichkeitsbezeichnung regelt, wer es sehen darf. Beide lassen sich auf dasselbe Dokument anwenden.
Eine Berechtigung in SharePoint gilt für die Bibliothek oder den Ordner. Verlässt die Datei diesen Ort, endet der Schutz. Die Bezeichnung reist dagegen mit der Datei mit.
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Die Technik steht in einer Woche, die Einigung dauert Monate
Der Reiz liegt darin, dass der Schutz mitgeht. Ein verschlüsseltes Dokument bleibt verschlüsselt, wenn es auf einem Stick landet oder an die falsche Adresse geht, und öffnen können es nur die Konten, die in der Bezeichnung hinterlegt sind. Ein Berechtigungskonzept am Speicherort endet dagegen an der Ordnergrenze.
Aufgehalten werden solche Projekte fast nie von der Technik, sondern von der Frage, wie viele Stufen es geben soll und wer entscheidet, was in welche Stufe fällt. Vier Stufen mit klaren Beispielen funktionieren im Alltag, acht Stufen mit abstrakten Namen führen dazu, dass alle sicherheitshalber die niedrigste nehmen.
Rechne mit zwei Nebenwirkungen. Verschlüsselte Dateien lassen sich von Suchdiensten und von manchen Werkzeugen nicht mehr durchsuchen oder weiterverarbeiten, und externe Empfänger brauchen einen Weg, das Dokument überhaupt zu öffnen. Beides gehört vor dem Rollout durchgespielt und nicht danach am Telefon geklärt.
Vertraulichkeitsbezeichnung lernen
Wie Bezeichnungen, Richtlinien und Berichte zusammenspielen, arbeiten die Microsoft-365-Kurse für Administratoren an einer Beispielumgebung durch.
Weil Bezeichnungen auch Teams und deren Gastzugriff steuern, ergänzen die Kurse für die tägliche Arbeit mit Teams das Bild von der Anwenderseite her.
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Häufige Fragen
Kann ich eine gesetzte Bezeichnung wieder ändern?
Brauche ich dafür eine bestimmte Lizenz?
Was passiert mit Dokumenten, die es schon gibt?
Passt thematisch dazu
Wie aus dem Begriff eine Kennzeichnung wird, die im Alltag auch gesetzt wird, welche Stufen sich bewähren und wer sie vergibt, beschreibt die Einführung von Bezeichnungen im eigenen Mandanten .
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