LFD420: Linux Kernel Internals and Development
Tiefes Kernel-Wissen für Entwicklung, Debugging und Zusammenarbeit in Open-Source-Projekten
Die wichtigsten Themen
Kernel-Architektur und Initialisierung
Module entwickeln und laden
Speicherverwaltung und Scheduling
Tracing, Profiling und Debugging
System Calls und Treibergrundlagen
OSS-Workflows mit Git und Patches
Überblick Offizielle Schulungsumgebung (LAB) · Verpflegung bei Präsenzterminen · Offizielle Linux Foundation-Unterlage digital und englisch à 700 € netto pro Person als verbindliche Zusatzkosten
In der 4-tägigen Schulung LFD420: Linux Kernel Internals and Development steigst du tief in die Architektur, Arbeitsweise und Entwicklung des Linux-Kernels ein. Das Training richtet sich an erfahrene Programmiererinnen und Programmierer, die Kernel-Code verstehen, analysieren, erweitern und debuggen möchten. Behandelt werden zentrale Kernel-Komponenten, Kernel-Sources, Git-Workflows, Module, System Calls, Speicherverwaltung, Scheduling, Synchronisation, Device-Driver-Grundlagen und der professionelle Umgang mit der Linux-Entwickler-Community.
Die Schulung verbindet fundierte Theorie mit Hands-on Labs. Dadurch entstehen nicht nur Kenntnisse über Kernel-Algorithmen, Hardware- und Memory-Management, sondern auch belastbare Fähigkeiten für die Arbeit an realem Kernel-Code. Wer Kernel-Probleme analysieren, Module entwickeln oder technische Ursachen in produktionsnahen Linux-Umgebungen besser bewerten möchte, findet hier eine intensive Weiterbildung mit hohem Praxisanteil. Für angrenzende Praxisfelder eignen sich ergänzend der Linux Troubleshooting Intensivkurs sowie der Linux Security Intensivkurs.
Das Training folgt dem offiziellen LFD420-Curriculum der Linux Foundation und ist auf erfahrene technische Rollen ausgelegt. Neben Kernel-Architektur und Kernel-Programmierung behandelt die Schulung auch Open-Source-Arbeitsweisen, Patch-Erstellung, Maintainer-Kommunikation, DCO- und CLA-Grundlagen sowie die Arbeit nahe am Mainline-Kernel. Damit entsteht ein praxisnahes Verständnis dafür, wie Linux als Projekt technisch und organisatorisch funktioniert.
Leistungsumfang:
- Offizielle Schulungsumgebung (LAB)
- Verpflegung bei Präsenzterminen
- Offizielle Linux Foundation-Unterlage digital und englisch à 700 € netto pro Person als verbindliche Zusatzkosten
Die Themen Ziele, Zielgruppe und Arbeitsumgebung des LFD420-Trainings · Linux-Distributionen, Plattformen und virtuelle Trainingsumgebung · Kernel-Versionen, Kernel-Sources und Arbeit mit Git...
Einführung, Vorbereitung und Open-Source-Arbeitsweise
- Ziele, Zielgruppe und Arbeitsumgebung des LFD420-Trainings
- Linux-Distributionen, Plattformen und virtuelle Trainingsumgebung
- Kernel-Versionen, Kernel-Sources und Arbeit mit Git
- Zusammenarbeit in Open-Source-Projekten
- DCO, CLA, Mainline-Nähe, Maintainer-Workflows und Patch-Kultur
Kernel-Architektur und Kernel-Programmierung
- UNIX- und Linux-Grundlagen im Kernel-Kontext
- Monolithische Kernel und Mikro-Kernel im Vergleich
- Zentrale Kernel-Komponenten und Aufgaben des Kernels
- User-Space und Kernel-Space
- Error Numbers, Kernel Output und Task-Strukturen
- Memory Allocation und Datenübertragung zwischen User-Space und Kernel-Space
- Linked Lists, String-Konvertierung und Jiffies
Kernel-Module und Kernel-Build
- Aufbau und Zweck von Kernel-Modulen
- Kompilieren, Laden und Entladen von Modulen
- Module Utilities, automatisches Laden und Usage Count
- Module Licensing, Exporting Symbols und Resolving Symbols
- Installation und Layout der Kernel-Sources
- Kernel-Konfiguration, Makefiles, Kernel-Build und initramfs
Kernel-Architektur, Prozesse und System Calls
- Prozesse, Threads, Tasks und Process Context
- Kernel Preemption, Real-Time Preemption und Dynamic Kernel Patching
- Portierung auf neue Plattformen und Run-time Alternatives
- Systeminitialisierung, System Boot und Kernel Startup
- System Calls, Implementierungswege und Erweiterung um neue Systemaufrufe
- Prozessgrenzen, Capabilities und Kernel Threads
Kernel-Stil, Synchronisation und SMP
- Coding Style, kernel-doc und generische Kernel-Routinen
- Kernel-Patches, sparse, likely() und unlikely()
- Portabler Code für CPU-Architekturen, 32/64 Bit und Endianness
- SMP-gerechte Entwicklung und Power-Management-Aspekte
- Race Conditions, Atomic Operations, Bit Operations und Reference Counts
- Spinlocks, Seqlocks, Mutexes, Semaphores, Completion Functions und RCU
- Processor Affinity, CPUSETS und Per-CPU Variables
Monitoring, Debugging und Scheduling
- Debuginfo Packages, Tracing und Profiling
- sysctl, SysRq Key, oops Messages und debugfs
- Kernel-Debugger und strukturierte Fehlersuche
- Scheduling-Aufgaben, Scheduling Priorities und Scheduling System Calls
- CFS Scheduler, Scheduling Classes, Load Balancing und Priority Inversion
Speicherverwaltung und Address Spaces
- Virtuelle Speicherverwaltung, MMU, TLB und Memory Addresses
- High Memory, Low Memory, Memory Zones und NUMA
- Paging, Page Tables, page structure und Kernel Samepage Merging
- Huge Pages, Transparent Huge Pages und libhugetlbfs
- Buddy System, Slabs, Cache Allocations, Memory Pools, kmalloc() und vmalloc()
- Memory Defragmentation, Page Faults und Process Address Space
- Page Cache, Swapping, Swappiness, Swap Cache und OOM Killer
Device Drivers und Signals
- Device-Typen, Device Nodes und Character Drivers
- Grundlagen der Treiberentwicklung anhand von Beispielen
- Signals, Signal-Handling und Sigaction
- Signals in Verbindung mit Threads
- Installation, Versand und Aufruf von Signal-Handlern durch den Kernel
- Real-Time Signals
Zielgruppe
- Erfahrene C-Entwicklerinnen und C-Entwickler mit Einstieg in Linux-Kernel-Code, Kernel-Module oder systemnahe Entwicklung
- Systemprogrammiererinnen und Systemprogrammierer, die Kernel-Architektur, Scheduling, Speicherverwaltung und Synchronisation vertiefen möchten
- Embedded- und Treiberentwicklerinnen sowie Embedded- und Treiberentwickler mit Anforderungen an Kernel-Anpassung, Portierung oder Device-Driver-Grundlagen
- Linux-Administratorinnen, Linux-Administratoren und DevOps-Fachkräfte mit Aufgaben in Debugging, Performance-Analyse oder technischer Fehlerdiagnose
Das lernst du
- Fundiertes Verständnis der Linux-Kernel-Architektur, zentraler Kernel-Komponenten und ihrer Wechselwirkungen
- Eigenständiges Kompilieren, Laden, Analysieren und Debuggen von Kernel-Modulen
- Sicherer Umgang mit Kernel-Sources, Git, Patches und Arbeitsweisen der Linux-Entwickler-Community
- Nachvollziehbare Analyse von Speicherverwaltung, Scheduling, Synchronisation, System Calls und Prozessmodellen
- Strukturierte Fehlersuche mit Tracing, Profiling, Kernel-Debugging, oops-Analyse und debugfs
So arbeiten wir
- Trainergeführte Vermittlung der Kernel-Konzepte anhand des offiziellen LFD420-Curriculums
- Hands-on Labs in einer vorbereiteten Linux-Schulungsumgebung
- Praktische Übungen zu Kernel-Sources, Modulen, Build-Prozessen, Debugging und Speicherverwaltung
- Code-nahe Demonstrationen, Analyse typischer Fehlerbilder und gemeinsame Besprechung von Lösungswegen
- Diskussion von Open-Source-Workflows, Patch-Erstellung, Maintainer-Kommunikation und Entwicklungsprozessen
Empfohlene Vorkenntnisse
Für die Teilnahme werden solide technische Vorkenntnisse vorausgesetzt. Fehlende Grundlagen lassen sich vorab mit dem Linux Grundkurs, dem Linux Aufbaukurs Administration und Systemmanagement oder dem Linux / UNIX Shellprogrammierung Grundkurs gezielt auffrischen.
- Sichere Kenntnisse der Programmiersprache C
- Routinierter Umgang mit grundlegenden Linux- beziehungsweise UNIX-Utilities wie ls, grep und tar
- Praxis mit Texteditoren wie vi, vim, emacs oder vergleichbaren Werkzeugen
- Erfahrung mit einer gängigen Linux-Distribution ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich
- Grundverständnis für Betriebssystemkonzepte, Prozesse, Speicher und Dateisysteme
Dein Fahrplan
- Einführung in Ziele, Arbeitsumgebung und LFD420-Curriculum
- Kernel-Versionen, Kernel-Sources und Git-Grundlagen
- Zusammenarbeit in Open-Source-Projekten, DCO, CLA und Maintainer-Workflows
- UNIX- und Linux-Architektur, Kernel-Komponenten, User-Space und Kernel-Space
- Erste Kernel-Programmierkonzepte mit Task-Strukturen, Jiffies, Memory Allocation und Kernel Output
Organisatorisches
Lernformate
Unsere Seminare bieten dir maximale Flexibilität: Du kannst zwischen Live-Online und Vor Ort in unseren modernen Schulungszentren im D-A-CH Raum wählen. Beide Formate garantieren dir die gleiche hohe Qualität und interaktive Lernerfahrung.
Schulungsarten
Wir bieten dir verschiedene Schulungsarten: Offene Seminare, Firmenseminare für Teams und Inhouse-Schulungen direkt bei dir vor Ort. So findest du genau das Format, das zu deinen Bedürfnissen passt.
Aktuelle Software
In unseren offenen Kursen arbeiten wir mit der aktuellsten Software-Version. So lernst du direkt mit den Tools und Features, die du auch in deinem Arbeitsalltag verwendest - praxisnah und zukunftsorientiert. Bei Inhouse- und Firmenschulungen bestimmt ihr die Version.
Deine Vorteile
Zufriedenheitsgarantie
Wir sind von unserer Qualität überzeugt. Sollte ein Training einmal nicht deinen Erwartungen entsprechen, bieten wir dir an, den Kurs kostenlos zu wiederholen oder ein anderes Training zu besuchen. Ohne Risiko, ohne Diskussion.
Inklusivleistungen
Deine Teilnahme beinhaltet: Schulungsmaterial, Zertifikat, Verpflegung (bei Präsenzveranstaltungen) und persönliche Betreuung durch unsere Trainer und unser Orga-Team. Alles aus einer Hand - keine versteckten Kosten.
Lernen von Experten
Unsere Trainer sind zertifizierte und erfahrene Profis mit jahrelanger Berufserfahrung. Sie vermitteln dir in den Kursen nicht nur theoretisches Wissen, sondern teilen ihre Erfahrungen aus realen Projekten und helfen dir, das Gelernte direkt in deiner täglichen Arbeit anzuwenden. Das ist kein Werbeversprechen, sondern unser Anspruch. Am besten siehst du das in unseren Bewertungen, z.B. auch bei Google.
Keine Vorkasse
Du zahlst erst nach dem Seminar. Keine Vorkasse, keine Vorauszahlung - so kannst du sicher sein, dass du nur für das bezahlst, was du auch wirklich erhalten hast. Die Rechnung erhältst du erst nach Kursbeginn.
Max. 8 Teilnehmende
Wir setzen auf kleine Gruppen, damit du die Aufmerksamkeit bekommst, die du verdienst. So haben wir mehr Zeit für deine individuellen Fragen und können gezielt auf deine Bedürfnisse eingehen.
Termine & Buchung
Leider haben wir aktuell keine Termine geplant. Es wird wahrscheinlich bei uns etwas schief gelaufen sein - bitte kontaktiere uns und wir finden den passenden Termin.
Nicht der passende Termin dabei?
Wir finden eine Lösung: anderer Termin, mehrere Teilnehmer, Inhouse-Schulung oder individuelle Beratung.
Lieber gleich das ganze Team schulen?
Diese Schulung gibt es auch exklusiv für dein Unternehmen, bei euch vor Ort, an unseren Standorten oder Live-Online. Inhalte und Termine nach Maß.
Inhouse-Schulung
Wir kommen zu euch: diese Schulung maßgeschneidert in euren Räumen, für Unternehmen und Behörden.
- Inhalte exakt auf euch zugeschnitten
- Termine nach euren Bedürfnissen
- Günstiger ab mehreren Teilnehmern
- Vertraute Umgebung, kein Reiseaufwand
Firmen-Seminar
Exklusiv für dein Team an einem unserer Standorte oder Live-Online, individuell angepasst.
- Geschlossene Gruppe aus eurem Haus
- Individuelle Terminplanung
- An unseren Standorten oder Live-Online
- Angepasste Inhalte
Fragen und Antworten zu LFD420: Linux Kernel Internals and Development
Ist LFD420 eine offizielle Linux Foundation Schulung?
Ja. LFD420: Linux Kernel Internals and Development folgt dem offiziellen Curriculum der Linux Foundation. Die Schulung behandelt Kernel-Architektur, Kernel-Entwicklung, Module, Speicherverwaltung, Debugging und die Zusammenarbeit mit der Linux-Entwickler-Community.
Gibt es zu LFD420 eine offizielle Zertifizierungsprüfung?
LFD420 ist ein offizielles Linux Foundation Training mit Abschlussnachweis beziehungsweise digitalem Badge nach Teilnahme. Es handelt sich jedoch nicht um eine eigenständige Zertifizierungsprüfung wie bei klassischen Linux-Zertifizierungen. Deshalb wird kein separates Zertifizierungsfeld ausgewiesen.
Welche Programmierkenntnisse sind für die Linux Kernel Schulung nötig?
Erforderlich sind sichere C-Kenntnisse sowie Erfahrung mit Linux- oder UNIX-Werkzeugen. Wer vorab Shell- und Linux-Grundlagen stärken möchte, kann den Linux / UNIX Shellprogrammierung Grundkurs als Vorbereitung nutzen.
Für wen eignet sich Linux Kernel Internals and Development besonders?
Die Schulung eignet sich für erfahrene Entwicklerinnen und Entwickler, Systemprogrammiererinnen und Systemprogrammierer, Embedded-Fachkräfte sowie Linux-Spezialistinnen und Linux-Spezialisten, die Kernel-Code verstehen, Kernel-Module entwickeln oder komplexe Fehler im Systemkontext analysieren möchten.
Wie praxisnah ist die LFD420 Schulung?
Das Training enthält zahlreiche Hands-on Labs und arbeitet mit Kernel-Sources, Modulen, Build-Prozessen, Debugging-Werkzeugen und konkreten Analyseaufgaben. Dadurch wird die Theorie direkt mit praktischer Kernel-Entwicklung verbunden.
Welche Themen werden im Linux Kernel Internals Training behandelt?
Zu den zentralen Themen gehören Kernel-Architektur, Kernel-Sources und Git, Module, System Calls, Kernel-Initialisierung, Synchronisation, SMP, Prozesse, Scheduling, Speicherverwaltung, Debugging, Device-Driver-Grundlagen und Signals.
Welche Linux-Schulungen passen als Vorbereitung oder Ergänzung?
Für grundlegende Linux-Kenntnisse eignet sich der Linux Grundkurs. Für administrative Praxis ist der Linux Aufbaukurs Administration und Systemmanagement sinnvoll. Bei Fehleranalyse im Betrieb ergänzt der Linux Troubleshooting Intensivkurs die Kernel-Perspektive.
Weitere häufig gestellte Fragen und Antworten findest du in den FAQs .
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Wir sind von unserer Qualität überzeugt - und wollen, dass du es auch bist. Sollte ein Training einmal nicht deinen Erwartungen entsprechen, bieten wir dir an, den Kurs kostenlos zu wiederholen oder ein anderes Training zu besuchen. Ohne Risiko, ohne Diskussion.
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