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Hyper-V oder VMware vSphere: was für welchen Serverraum passt

cmt schult beide Plattformen, deshalb hier keine Empfehlung für ein Produkt, sondern sechs Kriterien mit einem ehrlichen Urteil je Seite.

KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
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Worum es geht

Entschieden wird nach Gefühl, bezahlt wird über Jahre

Der häufigste Auslöser für die Diskussion ist keine Messung, sondern eine Rechnung. Jemand sieht eine Verlängerungssumme, jemand anderes erinnert daran, dass Hyper-V ja in Windows Server enthalten ist, und schon steht ein Plattformwechsel im Raum. Was in diesem Moment fast nie auf dem Tisch liegt, ist die Liste der Funktionen, die im Betrieb tatsächlich benutzt werden. Ein Cluster, in dem seit Jahren niemand mehr als Verfügbarkeit und Live-Migration braucht, wiegt in dieser Rechnung völlig anders als einer, an dem verteilte Netze, ein softwaredefinierter Speicher und Kubernetes hängen.

Der zweite blinde Fleck ist der Betrieb. Eine Plattform verursacht nicht nur Lizenzkosten, sondern auch Arbeitszeit: Wer patcht die Hosts, wer prüft die Firmware gegen die Kompatibilitätsliste, wer schaut sich die Warnungen an, wer bringt neuen Leuten das Werkzeug bei? Diese Kosten stehen in keinem Angebot und sind trotzdem der größere Posten. Ein Team, das Windows ohnehin betreibt, arbeitet unter Hyper-V mit denselben Werkzeugen weiter, die es kennt. Ein Team mit langjähriger vSphere-Erfahrung verliert bei einem Wechsel genau dieses Wissen.

Der dritte Punkt ist der Wechsel selbst. Virtuelle Maschinen lassen sich konvertieren, aber der Wechsel betrifft mehr als die Maschinen: Sicherungssoftware, Überwachung, Automatisierung, Vorlagen, Berechtigungskonzepte und die Netzkonfiguration hängen alle an der Plattform. Wer wechselt, plant deshalb ein Projekt und nicht ein Wochenende, und rechnet den Aufwand ehrlich gegen die Ersparnis. Genau diese Rechnung fehlt in den meisten Gesprächen, in denen die Frage gestellt wird.

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Der direkte Vergleich

Die Kriterien, an denen sich der Alltag unterscheidet

Verglichen werden hier nicht Datenblätter in ihrer ganzen Länge, sondern die sechs Punkte, die im Betrieb Geld oder Zeit kosten: Beschaffung, Speicher ohne SAN, Verwaltung mehrerer Hosts, Passung zu einem Windows-Team, Wartung ohne Ausfall und die Obergrenzen einzelner Maschinen.

Hyper-V

Rolle von Windows Server, laut Editionsvergleich in Standard und Datacenter enthalten; verwaltet über Hyper-V-Manager, Failovercluster-Manager, Windows Admin Center und PowerShell

VMware vSphere

eigenständige Plattform, die in Paketen verkauft wird; vSphere Foundation bündelt laut Datenblatt Enterprise Plus, vCenter Standard, den vSphere Kubernetes Service, Cloud Foundation Operations und vSAN mit 0,25 TiB je Kern

Wie kommst du an die Plattform, und was ist darin enthalten?

Hyper-V

Hyper-V ist eine Rolle des Betriebssystems und im Editionsvergleich sowohl für Standard als auch für Datacenter aufgeführt. Es gibt kein getrenntes Hypervisorprodukt, das beschafft werden müsste. Die Einschränkung liegt in der Edition: Storage Spaces Direct, der Network Controller und die Unterstützung für Host Guardian sind ausschließlich in Datacenter enthalten.

VMware vSphere

vSphere ist ein eigenes Produkt mit eigener Beschaffung. Gekauft wird in Paketen: vSphere Foundation enthält laut Datenblatt Enterprise Plus, vCenter Standard, den Kubernetes-Dienst, Cloud Foundation Operations und vSAN, wobei die vSAN-Kapazität mit 0,25 TiB je Kern angegeben ist. Wer nur einen Hypervisor braucht, bezahlt in diesem Modell trotzdem für ein Bündel.

Wie gut löst die Plattform Speicher ohne eigenes SAN?

Hyper-V

Storage Spaces Direct gibt es, und in Verbindung mit ReFS ist es die empfohlene Grundlage für virtualisierte Lasten. Es ist im Editionsvergleich aber ausschließlich für Datacenter aufgeführt und in Standard ausdrücklich nicht enthalten. Damit hängt die Antwort auf diese Frage bei Hyper-V an einer Lizenzentscheidung und nicht an der Technik.

VMware vSphere

vSAN ist laut Datenblatt Bestandteil von vSphere Foundation, mit 0,25 TiB Kapazität je Kern, und lässt sich als erweiterter Dienst aufstocken. Verwaltung und Bereitstellung laufen über dieselbe Oberfläche wie der Rest, und die Speicherrichtlinien sind Teil des Bereitstellungsprozesses. Für ein Haus ohne SAN ist das der geradere Weg.

Wie viel Verwaltung bringt die Plattform für mehrere Hosts mit?

Hyper-V

Die Bordmittel sind vorhanden, verteilen sich aber auf mehrere Werkzeuge: Hyper-V-Manager, Failovercluster-Manager, Windows Admin Center und PowerShell. Einen Lastausgleich gibt es, er ist im Standard von Windows Server aber nur beim Beitritt eines Knotens aktiv und greift erst, wenn ein Host zu mehr als achtzig Prozent ausgelastet ist. Wer laufend nachregeln will, stellt das ausdrücklich um.

VMware vSphere

vCenter ist die eine Konsole für alles, und der Distributed Resource Scheduler ist laut Datenblatt für den laufenden Lastausgleich innerhalb eines Clusters zuständig, einschließlich der Platzierung von Speicherobjekten über Storage DRS. Dazu kommt ein Modell mit gewünschtem Zustand für Images, mit dem Cluster einheitlich aktualisiert werden.

Wie gut passt die Plattform zu einem Team, das ohnehin Windows betreibt?

Hyper-V

Es sind dieselben Werkzeuge, dieselbe Rechteverwaltung und dieselbe Automatisierung. Wer Failovercluster, Active Directory und PowerShell kennt, kennt den größten Teil der Umgebung bereits. Auch der Speicher darunter, also Speicherplätze und freigegebene Cluster-Volumes, ist derselbe wie bei anderen Windows-Rollen.

VMware vSphere

Die Werkzeugwelt ist eigenständig und muss gelernt werden, von der Verwaltung über die Automatisierung bis zur Fehlersuche. Die Anbindung an vorhandene Verzeichnisse ist vorgesehen, das Datenblatt nennt unter anderem Active Directory und Entra ID für die Identitätsföderation. Das Wissen selbst ist aber ein eigener Posten, und zwar dauerhaft.

Wie gut lässt sich im laufenden Betrieb warten und patchen?

Hyper-V

Cluster-Aware Updating nimmt Knoten nacheinander in den Wartungsmodus, verschiebt Rollen, aktualisiert, startet neu und holt sie zurück, und bei Hyper-V mit Live-Migration geschieht das ohne Auswirkung auf die Verfügbarkeit. Ein Neustart des Hosts bleibt dabei aber die Regel. Hotpatch ist im Editionsvergleich für Windows Server 2025 als über Azure Arc bereitgestellter Dienst aufgeführt.

VMware vSphere

Das Datenblatt nennt Live Patching für ESX, mit dem sich Korrekturen einspielen lassen, ohne den Host offline zu nehmen oder Maschinen zu evakuieren, und beziffert den Anteil der so einspielbaren Sicherheitskorrekturen für Hosts mit TPM auf bis zu achtzig Prozent. Für Wartungsfenster ist das der spürbarere Unterschied als jede Funktionsliste.

Wie weit reichen die Obergrenzen für einzelne Maschinen und den Cluster?

Hyper-V

Unter Windows Server 2025 nennt Microsoft für Maschinen der Generation 2 bis zu 2.048 virtuelle Prozessoren und 240 TB Arbeitsspeicher, für den Host bis zu 2.048 logische Prozessoren und 4 PB Arbeitsspeicher. Für den Failovercluster stehen 64 Knoten und 8.000 laufende Maschinen. Diese Werte liegen weit über dem, was ein normaler Serverraum braucht.

VMware vSphere

Das Datenblatt nennt für sehr große Maschinen bis zu 960 virtuelle Prozessoren und 16 TB Arbeitsspeicher. Auch das liegt weit jenseits des Alltags, ist aber niedriger angesetzt als bei Hyper-V. Praktisch entscheidet dieses Kriterium nur dann, wenn tatsächlich eine einzelne sehr große Maschine gefahren werden soll, etwa für eine In-Memory-Datenbank.

Was passt wann

Wenn ihr überwiegend Windows-Gäste betreibt, das Team Windows-Werkzeuge kennt und der Funktionsbedarf bei Verfügbarkeit und Live-Migration endet
ist Hyper-V die naheliegende Wahl, und die einzige offene Frage lautet Standard oder Datacenter.
Wenn ihr Speicher ohne SAN, laufenden Lastausgleich und Kubernetes auf derselben Plattform braucht
vergleicht ein VMware-Paket gegen Datacenter plus Zusatzwerkzeuge, denn erst dann vergleicht ihr Gleiches mit Gleichem.
Wenn eure Wartungsfenster knapp sind und Hostneustarts regelmäßig zum Problem werden
wiegt das Patchen im laufenden Betrieb schwerer als jede einzelne Funktion in der Liste.
Wenn der Wunsch nach dem Wechsel allein aus einer Rechnung kommt und niemand die Zielplattform betreiben kann
schult zuerst das Team und entscheidet danach, sonst tauscht ihr Lizenzkosten gegen Ausfallrisiko.

Sechs Werte, und die Plattform steht fest

  1. 01 Welche Funktionen wurden in den letzten zwölf Monaten tatsächlich benutzt?
  2. 02 Braucht ihr softwaredefinierten Speicher ohne SAN, und in welcher Größenordnung?
  3. 03 Wie viele Stunden im Jahr fließen in Hostpflege, Aktualisierung und Fehlersuche?
  4. 04 Wie viele Personen im Haus können die Plattform heute eigenständig betreiben?
  5. 05 Was hängt außer den Maschinen noch an der Plattform: Sicherung, Überwachung, Automatisierung?
  6. 06 Welche Edition beziehungsweise welches Paket wäre für euren Funktionsumfang nötig?
Was du mitnimmst

Woran du die Entscheidung tatsächlich festmachst

Sechs Punkte, für die ihr keinen Testaufbau braucht. Vier davon liest du aus eurer laufenden Umgebung ab, zwei aus der Personalplanung.

Aufschreiben, welche Funktionen ihr wirklich benutzt

Geh die Liste durch und hak ab: Verfügbarkeit bei Knotenausfall, Live-Migration, verteilter virtueller Switch, softwaredefinierter Speicher, automatischer Lastausgleich, verteilte Firewall, Kubernetes auf derselben Plattform, GPU-Freigabe an mehrere Maschinen. Für jede Zeile mit Haken die Anschlussfrage: Wer hat sie in den letzten zwölf Monaten benutzt, und was wäre ohne sie passiert? Diese Liste beantwortet die Frage nach dem Funktionsumfang, bevor ein Angebot ins Spiel kommt.

Die Edition mitdenken, nicht nur das Produkt

Bei Hyper-V steckt der eigentliche Schnitt in der Edition. Der Editionsvergleich führt Storage Spaces Direct und den Network Controller ausschließlich für Datacenter. Die GPU-Partitionierung gibt es zwar auch in Windows Server 2025 Standard, laut Fußnote aber für eigenständige Server; sobald Clustering für ungeplante Ausfälle gebraucht wird, ist Datacenter nötig. Wer den Vergleich nur auf der Produktebene führt, vergleicht deshalb regelmäßig das Falsche.

Nachsehen, was im VMware-Paket enthalten ist

Bei VMware wird nicht mehr einzeln zusammengestellt, sondern in Paketen gekauft. Das Datenblatt zu vSphere Foundation nennt als Bestandteile vSphere Enterprise Plus, vCenter Standard, den vSphere Kubernetes Service, VMware Cloud Foundation Operations und vSAN mit 0,25 TiB je Kern. Aus der Nennung je Kern folgt auch das Maß, an dem gerechnet wird. Für den Vergleich heißt das: Nicht Funktion gegen Funktion, sondern Paket gegen Editionsschnitt.

Den Betriebsaufwand ehrlich schätzen

Zähl die Stunden, die im letzten Jahr in Hostpflege, Firmware, Aktualisierungen und Fehlersuche geflossen sind. Beide Plattformen bringen Bordmittel dafür mit: Windows Server hat mit Cluster-Aware Updating einen Mechanismus, der Knoten nacheinander in den Wartungsmodus setzt, Rollen wegschiebt, aktualisiert, neu startet und zurückholt. VMware setzt laut Datenblatt auf ein Modell mit gewünschtem Zustand für Cluster-Images. Beide funktionieren, und beide muss jemand einrichten.

Das vorhandene Wissen als Kostenposten führen

Wie viele Leute im Haus können heute einen Host in Wartung nehmen, eine Maschine verschieben und einen Speicherfehler eingrenzen, und zwar auf welcher Plattform? Diese Zahl ist die ehrlichste Kennzahl in der ganzen Rechnung. Ein Wechsel bedeutet immer, dass diese Zahl für die Zielplattform zunächst kleiner ist als heute. Das ist kein Argument dagegen, aber es ist ein Posten mit einem Betrag, und der gehört in die Aufstellung.

Den Wechselaufwand über die Maschinen hinaus rechnen

Die virtuellen Maschinen sind der einfachere Teil. Der Aufwand steckt in allem drumherum: Sicherungssoftware und deren Lizenzen, Überwachung, Skripte und Automatisierung, Berechtigungen, Vorlagen, Netzkonfiguration und die Frage, ob die Sicherungen der alten Plattform nach dem Wechsel noch lesbar sein müssen. Schreib diese Liste auf, bevor jemand ein Datum nennt. Sie ist regelmäßig länger als erwartet und verschiebt die Entscheidung öfter, als das Lizenzangebot es tut.

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Der Editionsschnitt ist bei Hyper-V die eigentliche Entscheidung

Hyper-V selbst ist im Editionsvergleich für Windows Server 2025 sowohl unter Standard als auch unter Datacenter aufgeführt, ebenso Failoverclustering, Speicherplätze, Storage Replica, der Speichermigrationsdienst und der Ressourcen-Manager für Dateiserver. Der Unterschied liegt an anderer Stelle. Storage Spaces Direct ist ausschließlich in Datacenter enthalten, ebenso der Network Controller und die Unterstützung für Host Guardian unter Hyper-V.

Bei der GPU-Partitionierung lohnt der Blick auf die Fußnote. Die Funktion ist auch in Windows Server 2025 Standard verfügbar, ist dort aber laut Fußnote für eigenständige Server gedacht: Maschinen lassen sich für geplante Wartung zwischen eigenständigen Knoten live migrieren, und wenn Clustering für ungeplante Ausfälle gebraucht wird, ist Datacenter erforderlich. Wer eine Umgebung für Bildverarbeitung oder Modelltraining plant, entscheidet damit an dieser Zeile.

Praktisch heißt das: Ein Vergleich, der Hyper-V in der Standard Edition gegen ein vollständiges VMware-Paket stellt, vergleicht zwei unterschiedliche Leistungsumfänge. Der belastbare Vergleich stellt entweder Standard gegen ein schlankes Angebot oder Datacenter gegen ein Paket. Alles dazwischen führt zu Zahlen, die zwar stimmen, aber nichts beantworten.

Was im VMware-Paket steckt

Das Datenblatt zu vSphere Foundation nennt die Bestandteile ausdrücklich: vSphere Enterprise Plus als Basis, vCenter Standard für die Verwaltung, den vSphere Kubernetes Service für Containerlasten, VMware Cloud Foundation Operations für Betrieb und Auswertung sowie vSAN mit einer enthaltenen Kapazität von 0,25 TiB je Kern. Dazu kommen erweiterte Dienste, die getrennt hinzugekauft werden können, unter anderem für Notfallwiederherstellung und Lastverteilung.

Auf der Funktionsebene stehen dort die Bausteine, die den Alltag prägen: vMotion für die Live-Migration ohne Unterbrechung sowie Storage vMotion für den Umzug des Speichers, Hochverfügbarkeit mit automatischem Neustart nach einem Hardwareausfall, Fault Tolerance für durchgehende Verfügbarkeit einzelner Anwendungen, der Distributed Resource Scheduler für den Lastausgleich, der Lifecycle Manager mit einem Modell des gewünschten Zustands und die Speicherrichtlinienverwaltung für die automatisierte Bereitstellung.

Bei der Sicherheit nennt das Datenblatt Verschlüsselung ruhender Daten für Maschinen und Datenträger, TLS 1.3, FIPS-konforme kryptografische Module, Unterstützung für TPM 2.0 samt virtuellem TPM, vSphere Trust Authority für die Fernattestierung sensibler Lasten und die Identitätsföderation mit Active Directory, Entra ID, AD FS, PingFederate und Okta. Wer die Sicherheitsanforderungen des eigenen Hauses gegen diese Liste hält, sieht schnell, welche Punkte auf der anderen Seite gesondert zu klären wären.

Wo Hyper-V in den letzten Fassungen aufgeholt hat

Windows Server 2025 hat an mehreren Stellen nachgelegt, die für diesen Vergleich relevant sind. Der dynamische Prozessorkompatibilitätsmodus nutzt nun den größten gemeinsamen Funktionsumfang aller Server im Cluster statt eines kleinsten Nenners und erlaubt es, den Zustand einer Maschine zwischen Hosts mit unterschiedlichen Prozessorgenerationen zu erhalten. Wer einen Cluster über Jahre schrittweise erneuert, kennt den Wert dieser Änderung.

Bei der GPU-Partitionierung sind Hochverfügbarkeit und Live-Migration dazugekommen: Eine Maschine mit zugeteiltem GPU-Anteil wird bei einem ungeplanten Ausfall auf einem anderen Clusterknoten gestartet, und für geplante Wartung lässt sie sich verschieben. Dazu kommen Arbeitsgruppencluster, also Hyper-V-Cluster, deren Knoten nicht Mitglied einer Active-Directory-Domäne sind, mit Live-Migration innerhalb des Clusters.

Eine Änderung solltest du kennen, bevor du aktualisierst: Ab Windows Server 2025 ist Credential Guard auf allen in eine Domäne eingebundenen Servern, die keine Domänencontroller sind, standardmäßig aktiv. Live-Migration über CredSSP funktioniert damit nicht mehr, obwohl CredSSP bis Windows Server 2022 die Vorgabe war. Der Weg ist die eingeschränkte Kerberos-Delegierung, die vor der Aktualisierung eingerichtet sein sollte.

Was ein Wechsel wirklich kostet

Der Aufwand für die Maschinen selbst ist planbar und meistens der kleinere Teil. Teuer wird der Rand: Die Sicherungssoftware muss die Zielplattform unterstützen, und die vorhandenen Sicherungen der alten Plattform müssen so lange lesbar bleiben, wie es die Aufbewahrungsfrist verlangt. Die Überwachung braucht neue Prüfpunkte und neue Schwellenwerte. Skripte, die Maschinen anlegen, verschieben oder sichern, sind plattformgebunden und werden neu geschrieben.

Dazu kommt das Netz. Verteilte virtuelle Switches, VLAN-Zuordnungen, Portgruppen und alles, was an einer verteilten Firewall hängt, wird nicht konvertiert, sondern neu entworfen. Wer heute mit einem softwaredefinierten Netz arbeitet, prüft, ob das Gegenstück auf der Zielplattform überhaupt in der geplanten Edition enthalten ist. Der Network Controller unter Windows Server ist beispielsweise ausschließlich in der Datacenter Edition aufgeführt.

Und schließlich das Wissen. Ein Wechsel bedeutet, dass die Zahl der Personen, die die produktive Plattform sicher betreiben können, für eine Weile sinkt. Das ist der Posten, der im Angebot nicht steht und im Störungsfall am teuersten wird. Die saubere Reihenfolge lautet deshalb: erst schulen, dann eine Testumgebung betreiben, dann die unkritischen Lasten umziehen, und erst danach das, was wehtut.

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Häufige Fragen

Ist Hyper-V wirklich kostenlos, weil es in Windows Server enthalten ist?
Enthalten ist nicht dasselbe wie kostenlos. Hyper-V ist im Editionsvergleich für Standard und Datacenter aufgeführt, es gibt also kein zusätzlich zu beschaffendes Hypervisorprodukt. Der Punkt ist die Edition: Sobald du Storage Spaces Direct, den Network Controller oder GPU-Partitionierung im Cluster brauchst, ist Datacenter erforderlich. Rechne deshalb immer mit der Edition, die deinen Funktionsumfang abdeckt.
Können wir beide Plattformen parallel betreiben?
In größeren Häusern ist das der Normalfall, etwa wenn ein Bereich bereits gewechselt hat und ein anderer noch nicht. Der Preis ist doppelte Werkzeugkette, doppeltes Wissen und doppelte Pflege, und genau deshalb sollte ein Nebeneinander ein geplanter Zustand mit Enddatum sein und kein Zustand, der einfach entsteht. Was ihr in jedem Fall vereinheitlichen solltet, sind Sicherung, Überwachung und Berechtigungskonzept.
Verlieren wir bei einem Wechsel den automatischen Lastausgleich?
Nicht grundsätzlich. Windows Server bringt einen Lastausgleich für virtuelle Maschinen mit, der bei zu hoher Speicher- oder Prozessorauslastung live migriert. Der Unterschied liegt im Standard: In Windows Server ist der Modus vorbelegt, der beim Beitritt eines Knotens ausgleicht, und die Aggressivität steht auf niedrig, also erst ab achtzig Prozent Auslastung. Für laufendes Nachregeln alle dreißig Minuten stellst du das ausdrücklich um.
Was ist mit Linux-Gästen unter Hyper-V?
Linux und FreeBSD sind als Gäste vorgesehen. Die dafür nötigen Treiber, die Linux Integration Services, sind in aktuellen Kerneln enthalten, sodass für die meisten Distributionen nichts nachinstalliert werden muss. Für ältere Kernel stellt Microsoft installierbare Treiber bereit. Prüf für die konkrete Distribution die Funktionsmatrix, denn nicht jede Funktion ist in jeder Fassung vorhanden.
Wie viele Knoten und Maschinen trägt ein Hyper-V-Cluster?
Microsoft nennt für einen Failovercluster mit Hyper-V-Hosts 64 Knoten und 8.000 laufende Maschinen je Cluster, dazu 1.024 laufende Maschinen je Host. Diese Zahlen sind für praktisch jeden Serverraum ohne Belang, weil vorher Speicher, Netz oder Wartungsfenster begrenzen. Sie taugen deshalb nicht als Entscheidungskriterium, sondern nur als Beruhigung.
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