Generatives Füllen in Photoshop: Grenzen, Credits und Rechte am Ergebnis
Die Bedienung ist schnell gelernt. Schwierig wird es danach: Warum wirkt das Ergebnis im großen Bild weich, wohin verschwinden die Credits, und was darfst du mit dem Bild anfangen?
KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
Kurz gesagt
Generatives Füllen ergänzt, ersetzt oder entfernt einen ausgewählten Bildbereich, Generatives Erweitern baut das Motiv über den bisherigen Rand hinaus weiter. Beides läuft über die kontextbezogene Taskleiste, beides erzeugt eine eigene generative Ebene, und beides kostet Credits, deren Zahl von deinem Abo abhängt. Für die Freigabe entscheidend sind zwei Zahlen und eine Regel: die Ausgabegröße des Modells, der Credit-Verbrauch je Modell und die Frage, ob die genutzte Funktion als Beta gekennzeichnet ist.
Stand dieser Seite: 04.10.2026
01 Worum es geht
Die Funktion ist schnell gefunden, die Bedingungen dahinter nicht
Wer eine Auswahl trifft und in der kontextbezogenen Taskleiste auf „Generatives Füllen“ klickt, bekommt nach wenigen Sekunden mehrere Varianten und ist beeindruckt. Die Probleme tauchen erst danach auf und alle zur gleichen Zeit: Im 300-dpi-Layout wirkt der eingefügte Bereich weicher als der Rest des Bildes, das Credit-Kontingent ist mitten im Monat aufgebraucht, und in der Freigaberunde fragt jemand, ob dieses Bild so überhaupt veröffentlicht werden darf.
Diese drei Fragen hängen zusammen, weil sie alle an derselben Stelle beantwortet werden, nämlich in den Bedingungen des Dienstes hinter der Funktion. Die Ausgabegröße gehört zum Modell, der Credit-Verbrauch gehört zur Einstufung der Funktion als Standard oder Premium, und die Rechte am Ergebnis hängen unter anderem daran, ob die verwendete Funktion als Beta gekennzeichnet ist. Nichts davon steht im Werkzeug selbst.
Dazu kommt eine Bewegung, die den Überblick zusätzlich erschwert: In der Modellauswahl stehen inzwischen nicht mehr nur Adobe-eigene Firefly-Modelle, sondern auch Modelle von Partnern. Dieselbe Schaltfläche kann damit einen Credit kosten oder vierzig, je nachdem, was im Auswahlfeld darüber steht. Wer das nicht weiß, verbraucht das Monatskontingent in wenigen Sitzungen und hält die Funktion danach für kaputt.
KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
02 Der Aufbau im Detail
Ein Ablauf, der jede Frage an einer Stelle beantwortet
Der Weg vom Bild zum Ergebnis besteht aus fünf Schritten, und jeder davon entscheidet über etwas anderes: die Auswahl über die Qualität, die Modellauswahl über die Kosten, das Eingabefeld über die Richtung, das Bedienfeld über die Variante. Wer weiß, welcher Schritt was festlegt, muss hinterher weniger korrigieren.
Der Aufbau
Auswahl treffen → Kontextbezogene Taskleiste → Generatives Füllen → Modellauswahl → Texteingabe oder leer lassen → Generieren → Bedienfeld Eigenschaften - 01 Die Auswahl bestimmt Qualität und Kosten zugleich
Auswahl treffenDer Bereich, den du mit dem Auswahlpinsel oder einem anderen Auswahlwerkzeug markierst, ist der Bereich, für den generiert wird. Er entscheidet über zwei Dinge auf einmal. Erstens über die Schärfe, weil das Modell eine feste Ausgabegröße liefert und ein großer Bereich stärker skaliert werden muss. Zweitens darüber, wie viel Kontext das Modell hat, denn eine Auswahl, die knapp am Objekt klebt, bietet weniger Umgebung zum Anschließen als eine mit etwas Luft.
- 02 Der Einstieg liegt in der schwebenden Leiste oder im Menü „Bearbeiten“
Kontextbezogene TaskleisteSobald eine Auswahl steht, bietet die kontextbezogene Taskleiste den Befehl „Generatives Füllen“ an. Ist die Leiste ausgeblendet, erreichst du denselben Befehl über das Menü „Bearbeiten“ > „Generatives Füllen“. Die Leiste lohnt sich trotzdem, weil sie je nach Situation den passenden nächsten Schritt anbietet, nach einer Generierung etwa die Pfeile, mit denen du durch die Varianten blätterst.
- 03 Hier entscheidet sich, ob der Klick einen Credit kostet oder vierzig
ModellauswahlIn der Modellauswahl stehen Adobe-Modelle und Partnermodelle nebeneinander. Das Adobe-Modell für diesen Zweck ist Firefly Fill & Expand, seit Photoshop 27.3 die Voreinstellung. Das ältere Firefly Image 3 hat Adobe 2026 aus Füllen und Erweitern zurückgezogen. Als Partnermodelle führt Adobe FLUX.2 pro, FLUX.1 Kontext [pro], Gemini 2.5 mit Nano Banana, Gemini 3 mit Nano Banana Pro und Gemini 3.1 mit Nano Banana 2. Für Teams lohnt es sich, ausdrücklich festzulegen, welches Modell der Normalfall ist, statt die Wahl dem Zufall zu überlassen.
- 04 Zwei völlig verschiedene Aufgaben an derselben Stelle
Texteingabe oder leer lassenMit einer Beschreibung fügst du etwas hinzu oder ersetzt etwas, ohne Beschreibung füllt Photoshop aus der Umgebung auf. Für die Beschreibung selbst gilt: Nenne, was zu sehen sein soll, also Motiv, Material und Licht, statt Anweisungen wie „füge hinzu“ oder „entferne“ zu formulieren. Wer beim Entfernen trotzdem etwas hineinschreibt, bekommt regelmäßig ein neues Objekt an der Stelle, an der vorher eines war.
- 05 Varianten prüfen, bevor du weiterarbeitest
Bedienfeld EigenschaftenNach dem Generieren liegen die Varianten im Bedienfeld „Eigenschaften“, und du wählst dort aus, welche in der generativen Ebene sichtbar bleibt. Ein weiterer Durchgang mit derselben oder angepasster Eingabe erzeugt weitere Varianten. Beachte dabei, dass jeder Durchgang wieder Credits kostet, das Durchprobieren also nicht kostenlos ist. Wer viel probiert, sollte das bewusst am Anfang des Projekts tun und nicht in der letzten Korrekturschleife.
Wenn es nicht funktioniert
Das siehst du
Im Layout mit 300 dpi wirkt der generierte Bereich weicher und detailärmer als der Rest des Bildes, obwohl er auf dem Monitor gut aussah.
Warum
Die Auswahl war größer als die Ausgabe des Modells. Photoshop rechnet das Ergebnis dann auf die Auswahlgröße hoch, und das sieht man dort, wo feine Struktur sitzt: in Stoff, Haaren, Blattwerk und Schrift. In der eingepassten Ansicht fällt es kaum auf, weil das Bild dort ohnehin verkleinert dargestellt wird.
Was hilft
Prüf zuerst, ob in der Modellauswahl Firefly Fill & Expand steht, denn nach einem Update von einer älteren Version blieb laut Adobe in manchen Installationen Firefly Image 3 voreingestellt. Zerleg die Aufgabe dann in mehrere kleine Auswahlen und generiere nacheinander. Beurteile das Ergebnis in der Ansicht mit 100 Prozent. Für Flächen, die sich nicht kleiner schneiden lassen, ist die ehrlichere Antwort, den Bereich klassisch zu retuschieren oder eine echte Aufnahme zu beschaffen.
Das siehst du
Das Monatskontingent an Credits ist nach wenigen Arbeitstagen aufgebraucht, obwohl niemand das Gefühl hatte, besonders viel generiert zu haben.
Warum
In der Modellauswahl stand ein Partnermodell. Adobe stuft Generatives Füllen mit Partnermodellen als Premium-Funktion ein und berechnet je nach Modell 10 bis 40 Credits pro Generierung, während dieselbe Funktion mit einem Firefly-Modell als Standardfunktion einen Credit kostet. Weil jedes Nachbessern ein neuer Durchgang ist, summiert sich das schneller, als es sich anfühlt.
Was hilft
Leg im Team fest, welches Modell der Normalfall ist, und behandle Partnermodelle als bewusste Ausnahme. Zuteilung und Verbrauch des laufenden Abrechnungszeitraums siehst du laut Adobe im Kontomenü, und dort lohnt sich der Blick vor einem größeren Auftrag, nicht erst danach.
Das siehst du
Nach dem Speichern und erneuten Öffnen lässt sich das generierte Element nicht mehr verschieben, austauschen oder entfernen.
Warum
Die Datei wurde in einem Format ohne Ebenen gesichert. Adobe legt jedes Ergebnis in einer eigenen generativen Ebene ab, damit sich der Eingriff jederzeit zurücknehmen lässt. Beim Export nach JPEG oder PNG wird diese Struktur flachgerechnet, und das Ergebnis ist danach ganz normale Bildinformation.
Was hilft
Sichere Arbeitsstände als PSD oder in einem anderen Format mit Ebenen, und exportiere flache Formate nur als Endprodukt. Praktisch bedeutet das, die Ablage zweigleisig zu führen: Arbeitsdatei mit Ebenen im Projektordner, flache Ausgabedatei dort, wo die Weitergabe stattfindet.
Das siehst du
Die generativen Funktionen reagieren nicht, sind nicht auswählbar oder brechen mit einer Meldung ab, obwohl die Photoshop-Version aktuell ist.
Warum
Die generativen Funktionen arbeiten nicht lokal. Adobe nennt eine bestehende Internetverbindung als Voraussetzung, verlangt eine Anmeldung mit einer Adobe-ID und eine gültige Berechtigung. Dazu kommt die regionale Verfügbarkeit: Adobe gibt an, dass die generativen KI-Funktionen in Photoshop für Nutzer in China nicht zur Verfügung stehen, und nennt für Firefly zusätzlich Russland und Belarus.
Was hilft
Prüf in dieser Reihenfolge: Verbindung, Anmeldung, Berechtigung, Region. In Unternehmensnetzen ist der häufigste Fall die dritte Stufe, also eine Firewall oder ein Proxy, der die Adobe-Dienste blockiert. Das lässt sich nicht in Photoshop lösen, sondern nur gemeinsam mit der IT.
Das siehst du
In der Freigaberunde kommt die Frage auf, ob das generierte Bild so an einen Kunden gehen darf, und niemand kann sie beantworten.
Warum
Die Antwort hängt an Bedingungen, die im Werkzeug nicht sichtbar sind. Adobe erlaubt die kommerzielle Nutzung der Ergebnisse von Funktionen ohne Beta-Kennzeichnung. Bei Beta-Funktionen ist die Nutzung ebenfalls erlaubt, sofern im Produkt nichts anderes steht, doch für berechtigte Teams- und Enterprise-Kunden sind Beta-Ergebnisse ausdrücklich nicht von der Freistellung gedeckt. Ob eine Funktion gerade als Beta läuft, ändert sich mit den Versionen.
Was hilft
Halte je Projekt fest, welche Funktion mit welchem Modell benutzt wurde, und prüf vor der Auslieferung, ob eine davon als Beta gekennzeichnet war. Für Bilder, die in Kampagnen oder Verträge gehen, gehört diese Angabe in die Übergabe an den Kunden.
03 Was du mitnimmst
Was du wissen musst, bevor du das Ergebnis weitergibst
Sechs Punkte, die den Unterschied zwischen einem netten Versuch und einem Bild machen, das durch die Freigabe kommt. Sie lassen sich in der Reihenfolge abarbeiten, in der sie im Arbeitsablauf auftauchen.
Fünf Fragen vor der Freigabe eines generierten Bildes
- 01 Wie groß ist der generierte Bereich im fertigen Format, und hält er der Ausgabegröße des Modells stand?
- 02 Welches Modell stand in der Auswahl, und wie viele Credits hat der Durchgang gekostet?
- 03 Liegt das Ergebnis noch als Ebene vor, oder ist die Datei bereits flachgerechnet?
- 04 War die genutzte Funktion als Beta gekennzeichnet, und spielt das für diesen Kunden eine Rolle?
- 05 Zeigt das Bild etwas, das als Beleg oder als reale Aufnahme missverstanden werden kann?
Die Ausgabegröße des Modells ist die härteste Grenze
Seit Photoshop 27.3 erzeugen Generatives Füllen und Generatives Erweitern mit dem Modell Firefly Fill & Expand laut Adobe Ergebnisse in 2K-Auflösung, das zuvor übliche Firefly Image 3 lieferte 1024 mal 1024 Pixel. Was du größer auswählst, wird in dieser Auflösung erzeugt und auf die Größe der Auswahl hochgerechnet. Im Web-Bild fällt das kaum auf, auf einem Plakat oder einer ganzseitigen Anzeige sehr wohl, denn schon eine A4-Seite mit 300 dpi misst rund 2.480 mal 3.508 Pixel. Deshalb gilt: lieber mehrere kleine Auswahlen nacheinander als eine halbe Bildfläche in einem Durchgang.
Standard und Premium sind unterschiedliche Preisklassen derselben Schaltfläche
Generatives Füllen mit einem Adobe-Firefly-Modell gilt als Standardfunktion und zieht laut Adobe einen Credit je Generierung ab. Mit Partnermodellen wird daraus eine Premium-Funktion: Adobe nennt zehn Credits für Gemini 2.5 und für FLUX.1 Kontext [pro], zwanzig für FLUX.2 pro und vierzig für Gemini 3 mit Nano Banana Pro. Der Blick in die Modellauswahl vor dem Klick auf „Generieren“ ist damit keine Feinheit, sondern der Kostenschalter.
Ein kleines Kontingent reicht nicht für einen Premium-Durchgang
Wie viele Credits zur Verfügung stehen, legt dein Plan fest, die Zahlen je Abo findest du weiter unten. Entscheidend ist das Verhältnis zum Verbrauch: Mit Creative Cloud Pro sind Generierungen mit Firefly-Modellen laut Adobe unbegrenzt, knapp werden dort nur die Premium-Credits für Partnermodelle. Für Creative Cloud Standard und für Einzelprogramm-Abos, die ab dem 17. Juni 2025 abgeschlossen wurden, nennt Adobe 25 Credits im Monat, und das reicht nicht einmal für eine einzige Generierung mit Gemini 3 und Nano Banana Pro. Prüf deshalb vor einem größeren Auftrag, welcher Plan hinter deinem Konto steht.
Generative Ebenen bis zum Schluss erhalten
Jede Generierung landet laut Adobe in einer eigenen generativen Ebene über dem unveränderten Original, und die erzeugten Varianten bleiben an dieser Ebene gespeichert. Dadurch kannst du Übergänge mit einer Ebenenmaske nacharbeiten, die Deckkraft senken oder eine andere Variante wählen, ohne neu zu generieren und ohne weitere Credits zu verbrauchen. Wer die Ebene vorzeitig mit dem Hintergrund zusammenfasst, verschenkt genau diese Möglichkeit.
Das leere Eingabefeld ist eine eigene Funktion
Du musst nicht beschreiben, was entstehen soll. Lässt du die Texteingabe leer, füllt Photoshop die Auswahl nahtlos aus den umgebenden Pixeln. Für das Entfernen störender Objekte ist das oft das bessere Ergebnis als eine Beschreibung, weil das Modell dann keine eigene Idee mitbringt. Beschreibungen lohnen sich, wenn wirklich etwas Neues in das Bild soll, und Photoshop nimmt sie in mehr als hundert Sprachen entgegen.
Generatives Erweitern hängt am Zuschneiden-Werkzeug
Für das Erweitern über den Bildrand hinaus greifst du nicht zu einem eigenen Werkzeug, sondern zum Zuschneiden-Werkzeug und ziehst die Ecken- oder Kantengriffe nach außen. Danach steht „Generatives Erweitern“ in der kontextbezogenen Taskleiste bereit, erreichbar über „Fenster“ > „Kontextbezogene Taskleiste“. Adobe gibt dafür einen Standard-Credit je Generierung an, und das Ergebnis erscheint wieder in einer neuen Ebene.
KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
Was die beiden Werkzeuge tatsächlich tun
Generatives Füllen arbeitet auf einer Auswahl innerhalb des vorhandenen Bildes. Adobe beschreibt drei Aufgaben: Objekte hinzufügen, ersetzen oder mit natürlichsprachlichen Beschreibungen entfernen, wobei Photoshop neue Elemente in das Bild einblendet. Die Bedienung ist immer dieselbe, unabhängig davon, welche der drei Aufgaben du gerade löst, und der Unterschied liegt allein in der Auswahl und in der Beschreibung.
Generatives Erweitern setzt an der Arbeitsfläche an. Du wählst das Zuschneiden-Werkzeug, ziehst die Griffe über den bisherigen Bildrand hinaus und legst damit fest, wie groß das Bild werden soll. Seit Photoshop 27.3 arbeiten Füllen und Erweitern standardmäßig mit dem Modell Firefly Fill & Expand, das Adobe mit schärferen Details, weniger Artefakten und besserer Umsetzung der Beschreibung bewirbt. Der Verbrauch liegt bei einem Standard-Credit je Generierung.
Nicht jede Retusche braucht die generativen Funktionen. Für kleine Störer wie Sensorflecken oder einzelne Kabel ist das Entfernen-Werkzeug schneller, und für gleichmäßige Flächen wie Himmel, Wand oder Rasen liefert die klassische inhaltsbasierte Füllung oft ein sauberes Ergebnis, ohne einen Cloud-Dienst zu benötigen. Generatives Füllen spielt seine Stärke dort aus, wo Struktur und Perspektive neu entstehen müssen, etwa wenn hinter einem entfernten Objekt ein Stück Fassade oder Möbel ergänzt werden muss.
Welche Funktion in welcher Abo-Stufe steckt
Der Zugang zu den generativen Funktionen ist nicht binär, sondern gestuft, und die Stufe hängt an zwei Größen: an der Einstufung der Funktion als Standard oder Premium und an der Zuteilung an Credits, die dein Plan monatlich mitbringt. Adobe erklärt Standardfunktionen wie Generatives Füllen mit einem Adobe-Firefly-Modell mit einem Credit je Generierung, während Premium-Funktionen, zu denen Adobe auch Partnermodelle zählt, je nach Modell, Ergebnis und Dateigröße mehr verbrauchen.
Bei der Zuteilung nennt Adobe unter anderem folgende Werte: Creative Cloud Pro erhält 4.000 Credits für Premium-Generierungen und unbegrenzten Zugriff auf Standard-Generierungen, Creative Cloud Standard 25 Credits, Photography mit 1 TB 1.000 Credits und Lightroom 250 Credits. Bei Einzelprogramm-Abos unterscheidet Adobe nach dem Abschlussdatum: 500 Credits für Verträge vor dem 17. Juni 2025, 25 Credits für Verträge ab diesem Datum. Für die eigenen Firefly-Pläne führt Adobe 2.000, 4.000, 10.000 und 50.000 Credits im Monat und koppelt daran unbegrenzten Zugriff auf Standard-Generierungen.
Mehrere Abonnements addieren sich: Wer zwei Einzelprogramme abonniert hat, verfügt laut Adobe über die Summe beider Kontingente und kann sie in beliebigen Adobe-Anwendungen einsetzen, also etwa Credits aus dem Illustrator-Abo für Generatives Füllen in Photoshop. Umgekehrt zehren alle generativen Funktionen vom selben Kontingent, sodass ein Durchgang mit Generativem Erweitern in Photoshop vom selben Konto abgeht wie eine Bildgenerierung in der Firefly-App.
Wem das Ergebnis gehört und was Adobe damit macht
Zur Eigentumsfrage ist Adobe in den Nutzungsbedingungen deutlich: Zwischen dir und Adobe behältst du alle Rechte und das Eigentum an deinen Inhalten, und Adobe beansprucht keine Eigentumsrechte daran. Für die Nutzung erteilst du Adobe eine Lizenz, soweit sie für den Betrieb der Dienste nötig ist, etwa für Inhalte, die in der Cloud gespeichert oder verarbeitet werden. Für lokal gespeicherte Inhalte gibt Adobe an, sie nicht zu scannen oder zu prüfen.
Für die kommerzielle Nutzung nennt Adobe eine klare Linie entlang der Beta-Kennzeichnung: Ergebnisse aus Funktionen ohne Beta-Label dürfen in kommerziellen Projekten eingesetzt werden. Ergebnisse aus Beta-Funktionen ebenfalls, sofern im Produkt nichts anderes steht, allerdings sind sie für berechtigte Teams- und Enterprise-Kunden nicht von der Freistellung gedeckt. Wer eine Beta-Version benutzt, sollte außerdem wissen, dass Adobe für Beta-Versionen in den Nutzungsbedingungen ausdrücklich eine mögliche menschliche Prüfung der Inhalte vorsieht.
Zum Modell selbst gibt Adobe an, die aktuellen Firefly-Modelle auf lizenzierten Inhalten wie Adobe Stock sowie auf offen lizenzierten und gemeinfreien Inhalten trainiert zu haben, und stellt fest, nicht auf persönlichen Inhalten von Creative-Cloud-Abonnenten zu trainieren. Als Mitgründer der Content Authenticity Initiative setzt Adobe zudem auf Content Credentials nach dem offenen C2PA-Standard und wendet sie bei bestimmten Exporten mit Firefly-Ergebnissen automatisch an. Die Nutzungsrichtlinien für generative KI verbieten es, diese Content Credentials zu entfernen, zu ändern oder abzuschalten.
In denselben Richtlinien stehen zwei Punkte, die im Arbeitsalltag häufiger greifen, als man denkt. Zum einen ist es untersagt, Inhalte zu erzeugen, die Urheber-, Marken-, Persönlichkeits- oder Datenschutzrechte Dritter verletzen, ausdrücklich auch durch das Hochladen fremder geschützter Bilder als Eingabe oder Referenz. Zum anderen sollst du keine sensiblen personenbezogenen Daten in die generativen Funktionen eingeben, und du solltest wissen, dass Eingaben und Ergebnisse zur Missbrauchsprävention und Inhaltsfilterung automatisiert und in Einzelfällen auch von Menschen geprüft werden können.
Wofür das Ergebnis nicht taugt
Es taugt nicht als Beleg. Sobald ein Bild dokumentieren soll, was tatsächlich der Fall war, also bei Schadensaufnahmen, Bautagesberichten, Produktfotos für den Katalog, Vorher-nachher-Bildern oder allem, was in Berichterstattung geht, sind generative Eingriffe die falsche Wahl. Das ist keine Frage der Bildqualität, sondern der Aussage: Ein Bild, das Realität behauptet, darf keine erfundenen Anteile haben.
Es taugt auch nicht für Details, auf die es ankommt. Modelle setzen Schrift, Logos, technische Bauteile, Hände und Spiegelungen häufig plausibel, aber falsch. In einem CAD-nahen oder technischen Umfeld ist das besonders heikel, weil ein falsch generiertes Bauteil auf den ersten Blick richtig aussieht. Im Zweifel gehört ein solches Detail nicht generiert, sondern gezeichnet oder fotografiert.
Und es ersetzt keine Klärung der Rechtelage im eigenen Haus. Adobe legt die Bedingungen für die eigenen Dienste fest, aber ob ein bestimmtes Bild in einer bestimmten Kampagne, in einem bestimmten Land und für einen bestimmten Kunden eingesetzt werden darf, entscheidet dein Vertrag mit diesem Kunden und das jeweils geltende Recht. Adobe selbst verweist bei Fragen zum Urheberrecht auf eine Rechtsberatung, die den aktuellen Stand in deiner Region kennt. Diese Seite erklärt die Werkzeuge und die Bedingungen des Herstellers, sie ersetzt keine Rechtsberatung.
Dazu passende Kurse
Weil sich der Unterschied zwischen einem beeindruckenden und einem freigabefähigen Ergebnis erst am eigenen Material zeigt, sind Photoshop-Kurse mit generativen Werkzeugen der schnellere Weg als das Durchprobieren zwischen zwei Aufträgen.
Wenn generative Werkzeuge nicht nur in der Bildbearbeitung, sondern quer durch die Gestaltung eingesetzt werden sollen, ordnen KI-Kurse für Grafik und Mediendesign die einzelnen Werkzeuge in einen gemeinsamen Ablauf ein.
04 Konkrete Kurse
Wo du genau das übst
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- Next Level Photoshop: Profi-Tricks für beeindruckende Ergebnisse
- Photoshop & Midjourney Aufbaukurs: Der professionelle KI-Workflow
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Was Teilnehmende über die Kurse in diesem Bereich sagen
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05 Fragen
Häufige Fragen
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Kann ich generierte Bilder für Kundenprojekte verwenden?
Warum steht Firefly Image 3 nicht mehr in der Modellauswahl?
Was passiert, wenn die Credits mitten im Projekt aufgebraucht sind?
Werden unsere Bilder zum Training der Modelle verwendet?
Muss ich kennzeichnen, dass ein Bild mit KI bearbeitet wurde?
Passt thematisch dazu
Wer generierte Bereiche später noch skalieren oder verzerren will, ohne Bildinformation zu verlieren, arbeitet mit Smart Objects als verlustfreie Ebenencontainer.
Warum du an einem generierten Bild eine Nutzungserlaubnis, aber kein eigenes Urheberrecht erwirbst, erklärt die Seite zum Urheberrecht an KI-generierten Motiven.
Ob ein generiertes Motiv in einer Kampagne sichtbar gekennzeichnet werden muss, klärt die Seite zur Kennzeichnungspflicht für KI-Bilder im Marketing an Fällen aus dem Alltag.
Quellen
- Adobe: Bilder mit „Generatives Füllen“ bearbeiten
- Adobe: Erkunde mit „Generatives Erweitern“ Bereiche jenseits der Arbeitsfläche
- Adobe: FAQ zu den generativen KI-Funktionen in Photoshop
- Adobe: FAQ zu Generative Credits
- Adobe: Generative AI User Guidelines
- Adobe: Versionshinweise zu Photoshop auf dem Desktop
- Adobe Community: Firefly Image 3 Retirement, Transitioning to Firefly Fill & Expand
Deine Ansprechpartner
Du bist dir nicht sicher, welcher Kurs oder welches Level zu dir passt? Wir beraten dich persönlich und kostenlos.
Yves Hoppe
Weiterbildung & Beratung
Hilft dir, aus dem CAD & Grafik-Programm den passenden Kurs für deinen Stand zu finden.
Norbert Jansen
Beratung & Inhouse
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Generative Werkzeuge einordnen, statt sie nur auszuprobieren
Wo die generativen Funktionen im Alltag wirklich Zeit sparen und wo klassische Technik schneller ans Ziel kommt, lässt sich am besten an eigenen Bildern klären. Bei cmt ist das der Kern des Kurses zu KI-basierten Arbeitstechniken in Photoshop, und wer die handwerkliche Seite dazu vertiefen möchte, findet sie im Photoshop-Aufbaukurs.
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