Konstruktion und Gestaltung

CAD und Grafik: AutoCAD, Revit, Inventor, InDesign, Photoshop und PDF

Ob du Pläne zeichnest, ein Gebäudemodell koordinierst, eine Baugruppe konstruierst oder ein Layout in den Druck bringst: Am Ende hängt die Arbeit an denselben Fragen. Warum die externe Referenz verschwunden ist, wie der Maßstab reproduzierbar aufs Papier kommt, was beim IFC-Export aus den Bauteilen wird und woran ein PDF scheitert, das barrierefrei sein soll. Hier stehen die Antworten nach Programm sortiert, von AutoCAD, Revit, Inventor und CREO bis InDesign, Photoshop, Premiere Pro und Acrobat.

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Häufige Fragen zu CAD, Grafik und PDF

Was unterscheidet CAD vom Arbeiten mit BIM?
CAD beschreibt zunächst Geometrie, also Linien, Flächen und Körper. Beim Zeichnen entsteht ein Plan, der gelesen werden will, weil die Bedeutung im Kopf des Betrachters liegt. In einem BIM-Modell trägt jedes Bauteil seine Eigenschaften mit sich: Eine Wand weiß, aus welchen Schichten sie besteht und zu welchem Geschoss sie gehört. Daraus lassen sich Mengen ziehen, Kollisionen prüfen und Daten an andere Gewerke übergeben. Der Aufwand verschiebt sich damit nach vorn, denn ohne Absprachen über Struktur, Benennung und Detaillierungsgrad wird aus dem Modell schnell ein teurer Umweg.
Brauchen wir noch AutoCAD, wenn wir mit Revit modellieren?
In den meisten Büros ja. Zulieferpläne, Bestandsunterlagen und Vorlagen kommen weiterhin als DWG, Details werden häufig zweidimensional gezeichnet, und für den Austausch mit Fachplanern ist das Format gesetzt. Dazu kommt, dass sich der Weg über das Modell nicht für jede Aufgabe lohnt, etwa für eine kurzfristige Ergänzung an einem alten Plan. Üblich ist deshalb ein Nebeneinander: Das Modell führt das Projekt, die Zeichnung bleibt als Austausch- und Detailebene bestehen. Wer beides beherrscht, entscheidet von Fall zu Fall statt aus Gewohnheit.
Inventor, CREO oder CATIA, welches Programm passt in den Maschinenbau?
Die Entscheidung fällt selten am Funktionsumfang, denn alle drei lösen ähnliche Aufgaben. Ausschlaggebend ist meistens die Umgebung: Womit arbeiten eure Kunden und Zulieferer, in welchem Format erwartet die Fertigung ihre Daten, welche Altdaten müssen weiter gepflegt werden und welches Wissen liegt bereits im Team? Wo Vorgaben aus der Lieferkette kommen, entscheidet die Kette. Wo keine Vorgabe besteht, zählt, welche Konstruktionsweise zu euren Bauteilen passt, ob es also eher um Baugruppen und Varianten geht oder um Freiformflächen.
Müssen unsere PDF-Dokumente barrierefrei sein?
Das hängt daran, wer das Dokument herausgibt und wofür. Öffentliche Stellen sind an die Vorgaben für barrierefreie Informationstechnik gebunden, für Unternehmen greift das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz bei bestimmten Produkten und Dienstleistungen, vor allem im Geschäft mit Verbrauchern. Als technischer Maßstab dient PDF/UA, inhaltlich stehen die WCAG dahinter. Ein automatischer Test prüft davon nur einen Teil. Ob die Lesereihenfolge stimmt, ob ein Alternativtext wirklich etwas erklärt und ob eine Tabelle eine Tabelle ist oder nur so aussieht, beurteilt am Ende immer ein Mensch.
Ersetzt KI das Konstruieren und das Gestalten?
Bisher verschiebt sie den Aufwand. In der Ideenphase entstehen Varianten und Stimmungsbilder in Minuten, Freistellen und Retusche gehen deutlich schneller, Transkript und Untertitel für ein Video sind kaum noch ein eigener Arbeitsschritt. Sobald es um Maße, Normen, Toleranzen und Fertigbarkeit geht, bleibt die Arbeit dieselbe, denn ein plausibel aussehendes Ergebnis ist noch kein richtiges. Am meisten gewinnt, wer den Unterschied beurteilen kann, und genau deshalb steht das Thema hier neben den Programmen und nicht an ihrer Stelle.
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