Schritt 1: Die Vollkosten des eigenen Betriebs zusammentragen
Die Zahl, gegen die du vergleichst, steht in keinem System. Sie entsteht aus mehreren Budgets, und genau deshalb fehlt sie in den meisten Rechnungen.
Was auf die Seite des eigenen Betriebs gehört
- Abschreibung für Server, Speicher, Netz und Firewalls über fünf JahreOhne Abschreibung vergleichst du eine Einmalinvestition mit einer Monatsrechnung, und das Ergebnis ist beliebig.
- Wartungs- und Supportverträge samt Verlängerung nach GarantieendeDiese Verträge werden im vierten und fünften Jahr regelmäßig teurer als im ersten und kippen den Fünfjahresvergleich.
- Strom, Kühlung, Fläche und Notstrom, anteilig je RackDiese Posten liegen meist im Gebäudebudget und fehlen deshalb systematisch in IT-Rechnungen.
- Personalzeit für Betrieb, Patchen, Hardwaretausch und RufbereitschaftDer größte Einzelposten wird am häufigsten vergessen, weil er als Gehalt und nicht als Infrastrukturkosten sichtbar ist.
- Lizenzen für Virtualisierung, Betriebssysteme, Sicherung und ÜberwachungGerade die Virtualisierungslizenzen haben sich zuletzt stark verändert und sind in vielen Häusern der eigentliche Auslöser der ganzen Diskussion.
- Reservekapazität und die Kosten bisheriger AusfälleReserve, die zwölf Monate bezahlt und zwei Wochen genutzt wird, ist der direkte Vergleichspunkt zur Elastizität der Cloud.
Rechne die Summe anschließend auf einen Monatswert je Arbeitslast herunter, denn erst diese Größe lässt sich einem Instanztyp gegenüberstellen. Wer stattdessen Gesamtbudgets vergleicht, diskutiert am Ende über Organisationsfragen und nicht über Technik. Halte außerdem für jede Position fest, ob der Wert gemessen, aus einem Vertrag entnommen oder geschätzt ist. Diese Kennzeichnung ist später der Unterschied zwischen einer sachlichen Rückfrage und dem Vorwurf, die Zahlen seien zurechtgelegt.