Warum deine Stundensumme bei 24 wieder von vorn beginnt
Der Wert in der Zelle ist die ganze Zeit richtig, nur zeigt das Uhrzeitformat ihn nicht vollständig, sobald die Summe über 24 Stunden hinausgeht.
KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
Eine Zeitsumme sieht falsch aus, lange bevor sie falsch ist
Monatszettel, Projektzeiten, Schichtpläne: Sobald mehr als 24 Stunden zusammenkommen, zeigt die Summenzelle einen Wert, der offensichtlich nicht stimmen kann. Genau das ist der Moment, in dem jemand anfängt, die Formel zu reparieren, obwohl an ihr nichts kaputt ist.
Repariert wird dann meist am falschen Ende. Die Formel wird durch eine Handrechnung ersetzt, Zeiten werden als Text eingetippt, damit wenigstens die Anzeige stimmt, oder es entsteht eine zweite Spalte mit Dezimalwerten neben der ersten. Ab da hat die Datei zwei Wahrheiten, und niemand gleicht sie noch ab.
Teuer wird es in der Abrechnung. Multipliziert jemand eine Uhrzeit direkt mit einem Stundensatz, kommt exakt ein Vierundzwanzigstel des richtigen Betrags heraus. In einer Spalte mit vielen Beträgen fällt das kaum auf, in der Rechnung an den Kunden schon.
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Symptom, Ursache, Lösung
Symptom
Die Wochensumme zeigt 16:00, obwohl darüber fünf Acht-Stunden-Tage stehen.
Ursache
Das Format hh:mm zeigt nur den Nachkommateil des Werts, also den Rest nach vollen 24 Stunden. Von 40 Stunden bleiben so 16:00 sichtbar.
Lösung
Summenzelle markieren, Strg und 1 drücken und unter Benutzerdefiniert [hh]:mm eintragen. Der Wert war die ganze Zeit richtig, nur die Anzeige nicht.
Symptom
Die Summenzelle steht auf 0:00, obwohl die Spalte darüber gefüllt ist.
Ursache
Die Zeiten liegen als Text vor, meist aus einem Import mit nachgestelltem h oder einem Leerzeichen am Ende. SUMME überspringt Text ohne jede Meldung.
Lösung
Eine Zelle mit =ISTZAHL(A2) prüfen und =ANZAHL() gegen =ANZAHL2() über die Spalte halten. Die Differenz ist die Zahl der Textzellen, umwandeln über Daten, Text in Spalten.
Symptom
Eine Nachtschicht von 22:00 bis 6:00 liefert nur Rauten in der Zelle.
Ursache
=Ende-Anfang ergibt einen negativen Wert, weil 6:00 als Zahl kleiner ist als 22:00, und negative Zeiten kann das Standard-Datumssystem nicht anzeigen.
Lösung
=REST(Ende-Anfang;1) schreiben. REST legt den negativen Rest in den positiven Bereich eines Tages um und stimmt für jede Schicht unter 24 Stunden.
Symptom
Der berechnete Lohn ist auffällig klein, etwa 12,50 Euro statt 300.
Ursache
Die Uhrzeit wurde direkt mit dem Stundensatz multipliziert. Weil sie ein Tagesbruchteil ist, kommt ein Vierundzwanzigstel des richtigen Betrags heraus.
Lösung
=E2*24*Stundensatz rechnen und die Zwischenzelle mit den Dezimalstunden als normale Zahl formatieren, nicht als Uhrzeit.
Symptom
Das Gleitzeitkonto zeigt für ein Minus wieder nur Rauten.
Ursache
Auch hier fehlt die Darstellung negativer Zeitwerte. Das 1904-Datumssystem würde sie zulassen, verschiebt aber alle vorhandenen Datumswerte der Mappe.
Lösung
Den Saldo als =(Ist-Soll)*24 in Dezimalstunden führen und die Zelle als Zahl mit zwei Nachkommastellen formatieren.
Fünf Stellen, an denen eine Stundenliste kippt
- 01 Die Zeiten kommen als Text an, und SUMME überspringt sie ohne Meldung.
- 02 Die Summe überschreitet 24 Stunden und wird ohne eckige Klammern beschnitten.
- 03 Eine Schicht endet nach Mitternacht und ergibt ohne REST einen negativen Wert.
- 04 Vor dem Stundensatz fehlt die Umrechnung in Dezimalstunden mit mal 24.
- 05 Der Gleitzeitsaldo wird negativ und passt nicht in das Datumssystem.
Damit summierst du Zeiten, die am Monatsende standhalten
Zeit ist in Excel eine Zahl zwischen null und eins, und fast jedes Problem in Stundenlisten löst sich, sobald du diesen Wert konsequent von seiner Anzeige trennst.
Den Wert hinter der Uhrzeit
Du liest 7:30 als 0,3125 und weißt damit, warum eine Stunde 1/24 ist und warum die Summe über 24 Stunden hinaus korrekt weiterläuft, auch wenn die Zelle etwas anderes zeigt.
Das Format in eckigen Klammern
Mit [hh]:mm schaltest du den Überlauf ab. Mit einem ausgeschriebenen Format wie [hh]" Std. "mm" Min." machst du aus einer Dauer eine lesbare Angabe, ohne den Wert anzutasten.
Dezimalstunden für Geld
Du rechnest Zeiten mit mal 24 in Dezimalstunden um, bevor ein Stundensatz ins Spiel kommt, und erkennst an der Größenordnung des Betrags, wenn dieser Schritt irgendwo fehlt.
Nachtschichten ohne Sonderfall
=REST(Ende-Anfang;1) rechnet jede Schicht unter 24 Stunden richtig, gleich ob sie über Mitternacht geht. Die verschachtelte WENN-Konstruktion dafür kannst du streichen.
Pausen nach Arbeitszeit
Du ziehst die gesetzliche Pause abhängig von der geleisteten Zeit automatisch ab, statt sie in jeder Zeile von Hand einzutragen und dabei Zeilen zu übersehen.
Negative Salden führen
Für ein Gleitzeitkonto führst du den Saldo in Dezimalstunden, weil das Standard-Datumssystem negative Zeiten nicht darstellen kann und die Zelle sonst nur Rauten zeigt.
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Was hinter einer Uhrzeit steckt
12:00 ist für Excel die Zahl 0,5, 06:00 ist 0,25, eine Stunde ist 1/24 und eine Minute 1/1440. Ein Datum mit Uhrzeit ist entsprechend eine Zahl mit Nachkommastellen: Der Vorkommateil zählt die Tage, der Nachkommateil den Anteil des Tages. Formatier eine Zeitzelle testweise als Zahl mit vier Nachkommastellen, dann siehst du den Wert selbst.
Daraus folgt der ganze Rest. SUMME() addiert diese Brüche völlig korrekt, auch über 24 Stunden hinaus. Das Standardformat hh:mm zeigt aber nur den Nachkommateil, weil es eine Uhrzeit darstellen soll und keine Dauer. 25 Stunden erscheinen deshalb als 01:00, die fehlenden 24 Stunden stecken unsichtbar im Vorkommateil. Es geht nichts verloren, es wird nur nichts angezeigt.
Das Format mit den eckigen Klammern
Markier die Summenzelle, drück Strg und 1, geh auf Benutzerdefiniert und trag [hh]:mm ein. Die eckigen Klammern schalten den Überlauf ab: Die Stunden laufen über 24 hinaus weiter, 25 Stunden erscheinen als 25:00 und 190 Stunden als 190:00. Dasselbe funktioniert mit [mm] für Gesamtminuten und [ss] für Gesamtsekunden.
Die Klammern dürfen nur um die erste, größte Einheit stehen. [hh]:mm:ss ist richtig, hh:[mm]:ss ergibt keinen sinnvollen Wert. Die Klammer begrenzt die Stellenzahl nicht, für eine Jahresliste reicht [hh]:mm also aus. Wenn eine Dauer lesbarer sein soll, kannst du sie ausschreiben: Das Format [hh]" Std. "mm" Min." zeigt 190 Std. 30 Min. an, ohne den Wert anzutasten.
Für die Abrechnung brauchst du Dezimalstunden
Ein Stundensatz lässt sich nicht mit einem Tagesbruchteil multiplizieren. Rechne die Zeit erst um: =E2*24 liefert bei 7:30 den Wert 7,5, und diese Zelle formatierst du als normale Zahl, nicht als Uhrzeit. Der Lohn ist dann =E2*24*Stundensatz.
Der häufigste Fehler in Abrechnungstabellen ist genau dieses fehlende *24. Das Ergebnis ist dann exakt ein Vierundzwanzigstel des richtigen Betrags, also gut vier Prozent davon, was in einer Spalte mit vielen Zahlen leicht durchrutscht. Wenn ein Betrag verdächtig klein aussieht, ist das der erste Verdacht.
Umgekehrt machst du aus 7,5 wieder eine Zeit, indem du durch 24 teilst und die Zelle als Uhrzeit formatierst. Auf Viertelstunden rundest du mit =RUNDEN(E2*96;0)/96, weil ein Tag 96 Viertelstunden hat. Soll immer aufgerundet werden, nimmst du =OBERGRENZE(E2;ZEIT(0;15;0)).
Nachtschichten, Pausen und negative Salden
Endet die Schicht nach Mitternacht, liefert =Ende-Anfang einen negativen Wert, weil 06:00 kleiner ist als 22:00. =REST(Ende-Anfang;1) löst das, denn REST legt den negativen Rest auf den positiven Bereich innerhalb eines Tages um. Die Formel stimmt für jede Schicht unter 24 Stunden, unabhängig davon, ob sie den Tageswechsel überschreitet.
Pausen ziehst du als eigene Zeitspalte ab: =REST(C2-B2;1)-D2. Der gesetzliche Mindestwert hängt an der Arbeitszeit: Wer mehr als sechs und höchstens neun Stunden arbeitet, braucht 30 Minuten Pause, ab mehr als neun Stunden sind es 45 Minuten. Diesen Abzug rechnet =WENN(Std>9;0,75;WENN(Std>6;0,5;0)) automatisch aus, wenn Std die Arbeitszeit in Dezimalstunden enthält.
Ein Gleitzeitkonto braucht negative Werte, und die kann das Standard-Datumssystem nicht darstellen, die Zelle zeigt dann nur Rauten. Der saubere Ausweg ist, den Saldo in Dezimalstunden zu führen, also =(Ist-Soll)*24 als gewöhnliche Zahl. Das Umstellen auf das 1904-Datumssystem unter Datei, Optionen, Erweitert würde negative Zeiten zwar anzeigen, verschiebt aber alle vorhandenen Datumswerte der Mappe um vier Jahre und einen Tag und ist deshalb in einer bestehenden Datei keine gute Idee.
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