Den Bestand exportieren, nicht abschreiben
Maßgeblich ist nicht, was in den Konfigurationsdateien steht, sondern was Nagios daraus auflöst. Templates, Vererbung und Hostgruppen erzeugen Services, die in keiner Datei wörtlich vorkommen.
# Konfiguration prüfen und die Objektzahlen ablesen
sudo nagios -v /etc/nagios/nagios.cfg | tail -20
# Welche Check-Kommandos werden tatsächlich referenziert?
grep -rhoP 'check_command\s+\K[^!\s]+' /etc/nagios/ | sort | uniq -c | sort -rn
# Eigene Plugins finden: alles, was zu keinem Paket gehört
rpm -qf /usr/lib64/nagios/plugins/* 2>&1 | grep 'not owned' # RHEL-Familie
dpkg -S /usr/lib/nagios/plugins/* 2>&1 | grep 'no path found' # Debian/UbuntuDer Plugin-Pfad unterscheidet sich: /usr/lib64/nagios/plugins in der RHEL-Familie, /usr/lib/nagios/plugins unter Debian und Ubuntu. Wer den Pfad hart in Kommandodefinitionen stehen hat, bekommt beim Umzug auf eine andere Distribution flächendeckend UNKNOWN.
Was in die Inventarliste gehört
- Hosts und Services mit ihren tatsächlichen Prüfintervallen, nicht mit den Template-Standardwerten
- Kontakte, Kontaktgruppen, Zeitfenster und Eskalationen, denn daran hängt die Bereitschaft
- Eigene Plugins samt Sprache, Abhängigkeiten und Autorin oder Autor
- NRPE-Kommandos auf den überwachten Systemen, sie liegen dort und nicht auf dem Monitoring-Server
- Alles, was per Ansible, Puppet oder Salt erzeugt wird, denn das muss zuerst umgestellt werden