Orientierung: wo das System seine Wahrheit ablegt
Unter Windows fragst du die Registry, unter Linux liest du Dateien. Das ist der eine Unterschied, aus dem sich fast alle anderen ergeben: Konfiguration ist Text, also lesbar, kopierbar, diffbar und versionierbar.
Die Landkarte für die erste Stunde
| Windows | Linux | Was du dort findest |
|---|---|---|
| Registry unter HKLM\SOFTWARE | /etc | Konfiguration aller Dienste als Textdatei, versionierbar |
| C:\Program Files | /usr/bin, /usr/lib, /usr/share | Vom Paketmanager verwaltet, hier änderst du nichts von Hand |
| C:\ProgramData | /var/lib | Veränderliche Daten der Dienste, Datenbanken, Zustände |
| Ereignisanzeige | journalctl und /var/log | Strukturiertes Journal plus klassische Textlogs |
| C:\Users\name | /home/name | Persönliche Daten und die Konfigurationsdateien des Benutzers |
| Task-Manager, Dienste-Snap-in | systemctl, ps, top | Prozesse, unter systemd nach Diensten gruppiert |
| Aufgabenplanung | systemd-Timer, cron | Zeitgesteuerte Abläufe, Timer sind die modernere Variante |
cat /etc/os-release # Distribution, Version, ID_LIKE
uname -r # Kernelversion
hostnamectl # Hostname, Betriebssystem, Virtualisierung, Maschinen-ID
df -hT # Dateisysteme mit Typ, findet den vollen /var sofort
ss -tulpen # offene Ports mit Prozess, der Nachfolger von netstat
# Wem gehört eine Datei, die du gefunden hast?
rpm -qf /etc/ssh/sshd_config # RHEL, Rocky, Alma
dpkg -S /etc/ssh/sshd_config # Debian, UbuntuDer Umkehrschluss ist mindestens so nützlich: dnf provides '*/bin/dig' beziehungsweise apt-file search bin/dig sagt dir, welches Paket du für einen fehlenden Befehl nachinstallieren musst. apt-file muss dafür installiert und einmal mit apt-file update befüllt sein.