Das Labor: drei virtuelle Maschinen statt einer
Videos schauen erzeugt Wiedererkennung, nicht Können. Was du brauchst, ist ein System, das du kaputtmachen darfst und in zwei Minuten wiederherstellst. Ein Rechner mit 16 GB Arbeitsspeicher reicht dafür aus.
# Debian / Ubuntu
sudo apt install -y qemu-kvm libvirt-daemon-system virt-manager virtinst
# RHEL / Rocky / Alma
sudo dnf install -y qemu-kvm libvirt virt-manager virt-install
grep -Eo 'vmx|svm' /proc/cpuinfo | sort -u # leer heißt: im BIOS abgeschaltet
sudo usermod -aG libvirt "$USER" # danach ab- und wieder anmelden
systemctl status libvirtdKommt bei der grep-Zeile nichts zurück, ist die Hardware-Virtualisierung im UEFI abgeschaltet. Ohne sie laufen die VMs zwar, aber quälend langsam. Das ist der häufigste Grund, warum Lernende nach zwei Wochen aufgeben.
virt-install --name lab-rocky --memory 2048 --vcpus 2 \
--disk size=20 --disk size=5 \
--osinfo detect=on \
--location /var/lib/libvirt/images/rocky-minimal.iso
virsh list --all
virsh snapshot-create-as lab-rocky frisch "Zustand direkt nach der Installation"
virsh snapshot-revert lab-rocky frischDie zweite kleine Platte ist Absicht. LVM, Dateisysteme und Einträge in der fstab übst du nicht auf der Systemplatte. Ein Snapshot dauert Sekunden und ist der Grund, warum du im Labor Dinge ausprobieren kannst, die du auf einem Produktivsystem nie anfassen würdest.
Diese drei Maschinen brauchst du
- Eine Maschine aus der RHEL-Familie, also Rocky oder Alma, für dnf, firewalld und SELinux
- Eine Debian- oder Ubuntu-Maschine für apt, ufw, AppArmor und netplan
- Eine dritte Maschine ohne grafische Oberfläche, die du ausschließlich über SSH bedienst