InDesign-Vorlage für das Team: Musterseiten, Formate, Farben und Ausgabe
Der Unterschied zwischen einer Vorlage und einer Kopiervorlage ist, dass die eine Struktur weitergibt und die andere nur Aussehen. Nach der dritten Bearbeitung merkt man, welche von beiden man hatte.
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Jeder baut es sich so, wie es beim letzten Mal war
Der übliche Zustand in Häusern ohne Vorlage: Es gibt eine Broschüre, die als gelungen gilt, und jede neue entsteht als Kopie davon. Der Inhalt wird gelöscht, die Rahmen bleiben stehen, und weil sich niemand traut, etwas Grundsätzliches zu ändern, wandern auch alle Altlasten mit: Absatzformate mit Namen wie Text neu 2, Farbfelder, die niemand mehr zuordnen kann, Musterseiten, die auf keiner Seite mehr benutzt werden, und Objekte, die auf einer nicht sichtbaren Ebene liegen.
Sichtbar wird das erst, wenn eine zweite Person weiterarbeitet. Sie findet keine Formate, die sie zuordnen kann, formatiert deshalb direkt am Text, und ab da gibt es zwei Systeme im selben Dokument. Beim nächsten Schriftwechsel im Haus stellt sich heraus, dass die Hälfte der Absätze nicht mitzieht, weil sie gar nicht an einem Format hängt. Was als Sorgfalt begann, endet als Handarbeit an fünfzig Stellen.
Die dritte Stufe betrifft die Ausgabe. Weil jeder mit seinen eigenen Einstellungen exportiert, kommen bei derselben Druckerei Dateien mit unterschiedlichem Anschnitt, unterschiedlicher Farbbehandlung und unterschiedlichem Umgang mit Transparenz an. Rückfragen aus der Druckvorstufe gelten dann als normal, obwohl sie mit einer einmal abgestimmten und im Team verteilten Ausgabevorgabe fast vollständig verschwinden würden.
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Wer im Haus was entscheidet
Eine Vorlage scheitert selten an der Technik. Sie scheitert daran, dass niemand zuständig ist, dass Änderungen unbemerkt hineinlaufen und dass die Ausgabe jeder anders macht. Die folgenden sechs Themen sind die, die in Häusern jeder Größe wiederkehren.
| Thema | Wer entscheidet | Wer setzt um | Stolperfalle |
|---|---|---|---|
| Wem die Vorlage gehört und wer sie ändern darf | Die Stelle, die für das Erscheinungsbild verantwortlich ist, in der Regel Marketing oder Unternehmenskommunikation | Eine benannte Person im Layout, die als Einzige in der Vorlagendatei arbeitet und Änderungen mit Datum festhält | Die Vorlage liegt in einem Ordner, in den alle schreiben dürfen, und wird von der ersten Person überschrieben, die versehentlich speichert statt zu sichern. Das echte Vorlagenformat und ein schreibgeschützter Ablageort verhindern beides. |
| Wie Absatz- und Zeichenformate heißen und wie sie aufgebaut sind | Die verantwortliche Person im Layout, entlang einer einmal festgelegten Namenslogik statt nach Tagesform | Alle Bearbeitenden, indem sie ausschließlich über Formate arbeiten und nichts direkt am Text einstellen | Ein neues Format wird angelegt, weil das vorhandene nicht ganz passt. Nach einem Jahr gibt es drei Fließtextformate, die sich um einen halben Punkt unterscheiden, und keines lässt sich mehr gefahrlos ändern. |
| Welche Schriften benutzt werden und wie sie lizenziert sind | Die Stelle, die für das Erscheinungsbild verantwortlich ist, gemeinsam mit dem Einkauf, weil Schriftlizenzen an Nutzungsumfang und Personenzahl gebunden sind | Die IT, indem sie die lizenzierten Schriften auf allen beteiligten Rechnern bereitstellt statt sie von Hand verteilen zu lassen | Die Weitergabe der Schrift an eine Druckerei oder Agentur wird als selbstverständlich angenommen. Bei Schriften aus einem Abonnement ist sie es meist nicht, und dann geht statt der Schrift eine fertige Ausgabedatei nach außen. |
| Welche Farben es gibt und wie sie benannt sind | Die Stelle, die für das Erscheinungsbild verantwortlich ist, mit einer verbindlichen Liste von Hausfarben samt Bezeichnung | Alle, die Material zuliefern, indem sie dieselben Bezeichnungen auch in Grafikdateien benutzen | Dieselbe Sonderfarbe heißt in der zugelieferten Grafik anders als im Layout. Für die Ausgabe sind das zwei Farben und damit zwei Platten, und gesehen wird das erst in der Ausgabevorschau oder in der Druckerei. |
| Wie ausgegeben wird und woran vorher geprüft wird | Die verantwortliche Person im Layout gemeinsam mit der Druckerei, einmalig und danach unverändert | Alle Bearbeitenden, indem sie ausschließlich die verteilte Ausgabevorgabe benutzen und vor der Abgabe das gemeinsame Preflight-Profil durchlaufen lassen | Jeder exportiert mit eigenen Einstellungen. Rückfragen aus der Druckvorstufe gelten dann als normaler Teil des Ablaufs, obwohl sie mit einer abgestimmten Vorgabe fast vollständig entfallen würden. |
| Was beim Wechsel auf eine neue Programmfassung passiert | Die IT setzt den Termin, die verantwortliche Person im Layout entscheidet, wann die Vorlage nachgezogen wird | Dieselbe Person, indem sie die Vorlage in der neuen Fassung öffnet, prüft und neu ablegt, und laufende Projekte bewusst in der alten Fassung zu Ende bringt | Eine Datei wird in der neuen Fassung gespeichert und lässt sich danach von Kollegen mit der älteren nicht mehr öffnen. Der Rückweg führt über das Austauschformat IDML, kostet aber Nacharbeit. Besser ist, den Wechsel für alle zum selben Zeitpunkt zu machen. |
Wem die Vorlage gehört und wer sie ändern darf
- Wer entscheidet
- Die Stelle, die für das Erscheinungsbild verantwortlich ist, in der Regel Marketing oder Unternehmenskommunikation
- Wer setzt um
- Eine benannte Person im Layout, die als Einzige in der Vorlagendatei arbeitet und Änderungen mit Datum festhält
- Stolperfalle
- Die Vorlage liegt in einem Ordner, in den alle schreiben dürfen, und wird von der ersten Person überschrieben, die versehentlich speichert statt zu sichern. Das echte Vorlagenformat und ein schreibgeschützter Ablageort verhindern beides.
Wie Absatz- und Zeichenformate heißen und wie sie aufgebaut sind
- Wer entscheidet
- Die verantwortliche Person im Layout, entlang einer einmal festgelegten Namenslogik statt nach Tagesform
- Wer setzt um
- Alle Bearbeitenden, indem sie ausschließlich über Formate arbeiten und nichts direkt am Text einstellen
- Stolperfalle
- Ein neues Format wird angelegt, weil das vorhandene nicht ganz passt. Nach einem Jahr gibt es drei Fließtextformate, die sich um einen halben Punkt unterscheiden, und keines lässt sich mehr gefahrlos ändern.
Welche Schriften benutzt werden und wie sie lizenziert sind
- Wer entscheidet
- Die Stelle, die für das Erscheinungsbild verantwortlich ist, gemeinsam mit dem Einkauf, weil Schriftlizenzen an Nutzungsumfang und Personenzahl gebunden sind
- Wer setzt um
- Die IT, indem sie die lizenzierten Schriften auf allen beteiligten Rechnern bereitstellt statt sie von Hand verteilen zu lassen
- Stolperfalle
- Die Weitergabe der Schrift an eine Druckerei oder Agentur wird als selbstverständlich angenommen. Bei Schriften aus einem Abonnement ist sie es meist nicht, und dann geht statt der Schrift eine fertige Ausgabedatei nach außen.
Welche Farben es gibt und wie sie benannt sind
- Wer entscheidet
- Die Stelle, die für das Erscheinungsbild verantwortlich ist, mit einer verbindlichen Liste von Hausfarben samt Bezeichnung
- Wer setzt um
- Alle, die Material zuliefern, indem sie dieselben Bezeichnungen auch in Grafikdateien benutzen
- Stolperfalle
- Dieselbe Sonderfarbe heißt in der zugelieferten Grafik anders als im Layout. Für die Ausgabe sind das zwei Farben und damit zwei Platten, und gesehen wird das erst in der Ausgabevorschau oder in der Druckerei.
Wie ausgegeben wird und woran vorher geprüft wird
- Wer entscheidet
- Die verantwortliche Person im Layout gemeinsam mit der Druckerei, einmalig und danach unverändert
- Wer setzt um
- Alle Bearbeitenden, indem sie ausschließlich die verteilte Ausgabevorgabe benutzen und vor der Abgabe das gemeinsame Preflight-Profil durchlaufen lassen
- Stolperfalle
- Jeder exportiert mit eigenen Einstellungen. Rückfragen aus der Druckvorstufe gelten dann als normaler Teil des Ablaufs, obwohl sie mit einer abgestimmten Vorgabe fast vollständig entfallen würden.
Was beim Wechsel auf eine neue Programmfassung passiert
- Wer entscheidet
- Die IT setzt den Termin, die verantwortliche Person im Layout entscheidet, wann die Vorlage nachgezogen wird
- Wer setzt um
- Dieselbe Person, indem sie die Vorlage in der neuen Fassung öffnet, prüft und neu ablegt, und laufende Projekte bewusst in der alten Fassung zu Ende bringt
- Stolperfalle
- Eine Datei wird in der neuen Fassung gespeichert und lässt sich danach von Kollegen mit der älteren nicht mehr öffnen. Der Rückweg führt über das Austauschformat IDML, kostet aber Nacharbeit. Besser ist, den Wechsel für alle zum selben Zeitpunkt zu machen.
Von der Kopiervorlage zur echten Vorlage
- 01 Alle nicht benutzten Formate, Farbfelder und Musterseiten aus der Ausgangsdatei entfernen.
- 02 Ein Grundformat für den Fließtext anlegen und alle weiteren Formate davon ableiten.
- 03 Musterseiten aufeinander aufbauen, statt jede für sich zu pflegen.
- 04 Hausfarben mit den Namen anlegen, die auch in Grafiken aus anderen Programmen gelten.
- 05 Ausgabevorgabe und Preflight-Profil abstimmen und als Datei verteilen.
- 06 Als Vorlagendatei speichern, mit einer Seite Anleitung darin, und einen Verantwortlichen benennen.
Was in die Vorlage gehört und was nicht
Sechs Bestandteile, die zusammen die Vorlage ergeben. Der Aufbau kostet einmalig ein bis zwei Tage, und der Nutzen beginnt beim ersten Dokument, das jemand anderes damit baut.
Als Vorlagendatei speichern, nicht als Dokument
InDesign kennt ein eigenes Vorlagenformat. Wer damit arbeitet, öffnet beim Doppelklick automatisch eine unbenannte Kopie und kann das Original nicht versehentlich überschreiben. Das ist ein kleiner Unterschied mit großer Wirkung, weil genau dieses versehentliche Überschreiben die häufigste Art ist, wie eine Vorlage stirbt.
Musterseiten für alles Wiederkehrende anlegen
Seitenzahlen, Kopf- und Fußzeilen, Spaltenraster, Grundlinienraster und feste Elemente gehören auf Musterseiten und nicht auf einzelne Seiten. Baut sie aufeinander auf, sodass eine Grundmusterseite die gemeinsamen Elemente trägt und die abgeleiteten nur ihre Besonderheiten hinzufügen. Dann verändert eine Anpassung an einer Stelle das ganze Dokument.
Formate auf einem gemeinsamen Grundformat aufbauen
Legt ein Grundformat für den Fließtext an und leitet alle anderen Absatzformate davon ab. Ein Wechsel der Hausschrift ist dann eine Änderung an einer Stelle statt an dreißig. Nutzt zusätzlich die Angabe für das folgende Format, damit beim Schreiben nach einer Überschrift automatisch der Fließtext greift, und legt Zeichenformate für alles an, was innerhalb eines Absatzes abweicht.
Farbfelder benennen, wie sie in der Ausgabe heißen sollen
Löscht alle nicht benutzten Farbfelder und legt die Hausfarben mit genau der Bezeichnung an, die auch in Grafiken aus anderen Programmen benutzt wird. Bei Sonderfarben entscheidet der Name darüber, ob zwei Objekte auf derselben Platte landen. Diese Sorgfalt beim Benennen ist der günstigste Schutz gegen einen zusätzlichen Druckauszug, den ihr am Ende bezahlt.
Ausgabevorgabe und Preflight-Profil mitliefern
Stimmt die Vorgabe für den Export einmal mit der Druckerei ab und verteilt sie im Team, statt jeden eigene Einstellungen wählen zu lassen. Dasselbe gilt für ein Preflight-Profil, das die Dinge prüft, die bei euch tatsächlich schiefgehen: fehlende Verknüpfungen, zu geringe Auflösung, Text im Überlauf, falscher Farbmodus. Beide lassen sich als Datei weitergeben.
Eine Anleitung von einer Seite dazulegen
Eine Vorlage ohne Erklärung wird falsch benutzt. Eine Seite reicht: wofür welche Musterseite gedacht ist, welches Format wann greift, was auf keinen Fall direkt am Text formatiert wird und wen man fragt. Legt diese Seite als Textseite in die Vorlage selbst, dann geht sie nicht verloren und wird beim Anlegen eines neuen Dokuments von jedem gesehen.
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Musterseiten: die Struktur, die niemand sieht und alle merken
Musterseiten, die je nach Programmfassung auch als übergeordnete Seiten bezeichnet werden, tragen alles, was sich wiederholt: Seitenzahlen, laufende Kolumnentitel, Spaltenraster, Grundlinienraster, feste Bildpositionen, Farbflächen am Rand. Der Gewinn entsteht nicht dadurch, dass man sich Tipparbeit spart, sondern dadurch, dass eine Änderung an einer Stelle im ganzen Dokument ankommt.
Der zweite Gewinn liegt in der Ableitung. Eine Grundmusterseite trägt die gemeinsamen Elemente, davon abgeleitete Musterseiten ergänzen nur ihre Besonderheiten, etwa eine Kapiteltrennseite oder eine Seite ohne Kolumnentitel. Wenn später der Fußsteg um zwei Millimeter wandert, änderst du das an der Grundmusterseite und alle abgeleiteten ziehen mit. Ohne diese Ableitung pflegst du acht Musterseiten einzeln, und spätestens bei der dritten vergisst jemand eine.
Wichtig ist die Abgrenzung: Auf Musterseiten gehört Struktur, nicht Inhalt. Ein Textrahmen für den Fließtext gehört dorthin, der Fließtext selbst nicht. Ein Rahmen für das Kapitelbild gehört dorthin, das Bild nicht. Wer Inhalt auf die Musterseite legt, weil es beim ersten Dokument bequem ist, baut die Sollbruchstelle für das zweite gleich mit ein.
Formate: Grundlage, Folgeformat und der Verzicht auf Handarbeit
Der wirksamste einzelne Handgriff beim Aufbau einer Vorlage ist die Angabe einer Grundlage. Ein Absatzformat kann auf einem anderen aufsetzen und nur die Abweichungen definieren. Legt ein Grundformat für den Fließtext an, das Schrift, Größe, Zeilenabstand, Sprache und Silbentrennung festlegt, und leitet Überschriften, Bildunterschriften, Listen und Auszeichnungen davon ab. Ein Wechsel der Hausschrift wird damit zu einer Änderung an einer Stelle.
Der zweite Handgriff ist das Folgeformat. Wenn im Format für die Überschrift hinterlegt ist, welches Format nach dem Absatzwechsel greifen soll, schreibt sich ein Text von selbst richtig formatiert. Das klingt nach einer Kleinigkeit und entscheidet in der Praxis darüber, ob Leute die Formate benutzen oder umgehen, denn der bequemste Weg gewinnt immer.
Dazu kommen die Formate, die oft vergessen werden. Objektformate legen Rahmeneigenschaften fest, also Kontur, Fläche, Textumfluss und Innenabstände, und sind bei Kästen und Bildrahmen genauso nützlich wie Absatzformate beim Text. Tabellen- und Zellenformate machen aus einer mühsamen Tabellenformatierung einen Klick. Beides gehört in die Vorlage, auch wenn es beim ersten Dokument noch nach Aufwand aussieht.
Und ein Wort zur Übernahme aus bestehenden Dokumenten: Formate lassen sich aus einer anderen Datei laden. Das ist praktisch und gleichzeitig der Weg, auf dem alte Unordnung in eine neue Vorlage wandert. Räum vorher auf, statt hinterher zu suchen, warum es plötzlich zwei ähnliche Formate gibt.
Farben, Ausgabe und die Prüfung vor der Abgabe
In einer Vorlage stehen nur die Farben, die tatsächlich benutzt werden, und sie tragen die Namen, die auch anderswo im Haus gelten. Bei Sonderfarben ist der Name keine Beschriftung, sondern die Angabe, anhand derer die Ausgabe entscheidet, welche Objekte auf dieselbe Platte gehören. Zwei unterschiedlich benannte Farbfelder mit demselben Farbeindruck ergeben zwei Auszüge und damit vermeidbare Kosten.
Für die Ausgabe gehört eine mit der Druckerei abgestimmte Vorgabe in die Vorlage, oder genauer: in die Programmumgebung aller Beteiligten, denn Ausgabevorgaben lassen sich als Datei weitergeben und einlesen. Darin steckt die Entscheidung über Anschnitt, Farbbehandlung, den Umgang mit Transparenz und die Vorgabe für die Druckvorstufe, an die sich die Datei halten soll. Diese Entscheidung einmal zu treffen ist deutlich billiger, als sie bei jedem Auftrag neu zu raten.
Ergänzend gehört ein Preflight-Profil dazu, das die Datei während der Arbeit gegen eure eigenen Anforderungen prüft. Sinnvoll sind Prüfungen auf fehlende oder veraltete Verknüpfungen, zu geringe Bildauflösung, Text im Überlauf, fehlende Schriften und Objekte außerhalb des Anschnitts. Auch dieses Profil ist eine Datei, die sich im Team verteilen lässt, sodass alle gegen denselben Maßstab prüfen.
Die letzte Prüfung vor der Abgabe ist die Ausgabevorschau, in der sich die einzelnen Auszüge ein- und ausschalten lassen. Sind dort mehr Auszüge als erwartet, stimmt eine Farbzuweisung nicht. Diese Kontrolle dauert zwei Minuten und ersetzt eine unangenehme Rückfrage aus der Druckvorstufe.
Verteilen, aktualisieren und über Fassungswechsel bringen
Für die Verteilung gibt es zwei brauchbare Wege. Der einfache ist ein schreibgeschützter Ordner, in dem die Vorlagendatei, die Ausgabevorgabe, das Preflight-Profil und die Anleitung liegen, und in den nur die verantwortliche Person schreiben darf. Der bequemere führt über gemeinsam genutzte Bibliotheken, in denen Farben, Zeichenformate und wiederkehrende Elemente liegen und die sich zentral aktualisieren lassen. Was davon möglich ist, hängt an eurer Abostufe, das gehört vorher geklärt.
Für Dokumente, die aus mehreren Dateien bestehen, etwa einen Katalog mit einer Datei je Kapitel, lohnt sich die Buchfunktion. Sie fasst die Einzeldateien zusammen, sorgt für durchlaufende Seitenzahlen und kann Formate, Farbfelder und Vorgaben von einer Leitdatei aus auf alle übrigen übertragen. Damit habt ihr genau die Vereinheitlichung, die sonst niemand von Hand durchhält.
Der Fassungswechsel ist der Punkt, an dem Vorlagen üblicherweise auseinanderlaufen. InDesign speichert vorwärts, aber nicht rückwärts: Eine in der neuen Fassung gespeicherte Datei lässt sich mit einer älteren nicht mehr öffnen. Der Umweg führt über das Austauschformat IDML und kostet Nacharbeit. Deshalb ist die einzige entspannte Lösung, den Wechsel für alle Beteiligten zum selben Zeitpunkt zu machen und laufende Projekte vorher zu Ende zu bringen.
Und plant eine kurze Pflege ein. Einmal im Jahr durch die Vorlage gehen, nicht benutzte Formate und Farbfelder entfernen, die Anleitung an die tatsächliche Nutzung anpassen und prüfen, ob die Ausgabevorgabe noch zu dem passt, was eure Druckerei erwartet. Eine halbe Stunde im Jahr hält eine Vorlage sauber, die sonst innerhalb von zwei Jahren wieder aussieht wie das Dokument, aus dem sie entstanden ist.
Dazu passende Kurse
Wenn im Haus jedes Dokument als Kopie des letzten entsteht, sind InDesign-Kurse für Vorlagen und Formatsysteme der Punkt, an dem diese Kette unterbrochen wird.
Weil Farben und Schriften auch in Bild- und Grafikdateien gleich heißen müssen, gehören Adobe-Kurse für ein einheitliches Erscheinungsbild in dieselbe Planung.
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Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer Vorlagendatei und einem normalen Dokument?
Wie kommen Formate aus einem bestehenden Dokument in die neue Vorlage?
Dürfen wir unsere Schriften an die Druckerei weitergeben?
Wie verhindern wir, dass jeder eigene Formate anlegt?
Was tun, wenn Kollegen mit unterschiedlichen Programmfassungen arbeiten?
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Eine Vorlage bauen, die auch der dritte Bearbeiter nicht kaputt macht
Bei cmt legst du im Kurs Musterseiten, Formate, Farbfelder und Ausgabevorgaben an einem eigenen Dokument an und nimmst am Ende eine Vorlage mit, mit der das Team tatsächlich arbeiten kann.
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