Ordner statt Zwischenablage

Mehrere Excel-Dateien zusammenführen, ohne zu kopieren

Du bindest den Ordner einmal als Quelle an und zeigst Excel an einer Beispieldatei den Aufbau. Danach reicht es, eine neue Datei in den Ordner zu legen.

KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
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Worum es geht

Kopieren und Einfügen skaliert nicht, und niemand merkt den Fehler

Zwölf Monatsdateien, fünf Standorte, jedes Quartal dasselbe: Mappe öffnen, Bereich markieren, kopieren, unten anhängen, Datei schließen. Bei drei Dateien geht das schnell, bei fünfzig ist es ein halber Arbeitstag, und die Konzentration hält nicht bis zur letzten Datei durch.

Die typischen Fehler sind alle stumm. Eine Datei wird doppelt eingefügt, bei einer anderen fehlt die letzte Zeile, weil die Markierung an der falschen Stelle endete, und eine dritte hatte eine Spalte in anderer Reihenfolge, sodass Menge und Preis vertauscht untereinanderstehen. In der Gesamttabelle sieht man keinem dieser Fälle etwas an.

Dazu kommt, dass die Arbeit nicht weniger wird. Jede neue Lieferung bedeutet dieselbe Runde, und wer den Ablauf einmal übernommen hat, kann ihn kaum weitergeben, weil er nirgends dokumentiert ist.

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Schritt für Schritt

Schritt für Schritt

  1. 1

    Ordner vorbereiten

    Leg alle Mappen in einen gemeinsamen Ordner und trenn alte Stände in einen Unterordner ab, den du später über Folder Path ausschließen kannst.

    Geschafft, wenn: Im Zielordner liegen nur die Dateien, die in die Auswertung gehören.

  2. 2

    Ordner anbinden

    Geh auf Daten > Daten abrufen > Aus Datei > Aus Ordner. Liegen die Mappen in SharePoint, nimm Aus SharePoint-Ordner und gib die Adresse der Website an, nicht den Pfad des Unterordners.

    Geschafft, wenn: In der Vorschau steht die Dateiliste mit Content, Name und Folder Path.

  3. 3

    Dateiliste filtern

    Klick auf Transformieren statt auf Kombinieren. Filter die Spalte Extension auf die gewünschte Endung und schließ alle Namen aus, die mit ~$ beginnen.

    Geschafft, wenn: In der Liste stehen nur noch die Dateien, die eingelesen werden sollen.

  4. 4

    Zusätzliche Merkmale sichern

    Brauchst du Änderungsdatum oder Ordnername später, leg sie jetzt als benutzerdefinierte Spalte an, denn nach dem Kombinieren sind diese Spalten weg.

    Geschafft, wenn: Die gewünschten Zusatzangaben stehen als eigene Spalten in der Liste.

  5. 5

    Dateien kombinieren

    Klick in der Spalte Content auf das Symbol mit den zwei Pfeilen und wähl im Navigator eine benannte Tabelle der Beispieldatei aus.

    Geschafft, wenn: Links stehen die Hilfsabfragen mit der Funktion Datei transformieren.

  6. 6

    Aufbereitung an die richtige Stelle legen

    Kopfzeilen entfernen und Überschriften höher stufen gehören in die Funktion Datei transformieren, Spaltenauswahl und Sortierung in die Ergebnisabfrage.

    Geschafft, wenn: Eine Korrektur an der Funktion wirkt sichtbar auf alle Dateien.

  7. 7

    Laden und gegenprüfen

    Lad das Ergebnis ins Blatt oder ins Datenmodell und lad zusätzlich die gefilterte Dateiliste, damit du siehst, welche Dateien eingeflossen sind.

    Geschafft, wenn: Die Zahl der eingelesenen Dateien stimmt mit dem Ordnerinhalt überein.

Sechs Schritte vom Ordner zur Gesamttabelle

  1. 01 Alle Dateien liegen in einem gemeinsamen Ordner mit gleichem Aufbau.
  2. 02 Daten > Daten abrufen > Aus Datei > Aus Ordner liest die Dateiliste ein.
  3. 03 Transformieren statt Kombinieren, denn erst wird die Dateiliste gefiltert.
  4. 04 Namen mit ~$ fliegen raus, sonst bricht die Abfrage bei geöffneten Dateien ab.
  5. 05 Die Beispieldatei zeigt Excel, welche Tabelle es in jeder Mappe holen soll.
  6. 06 Eine neue Datei im Ordner braucht nur noch Daten > Alle aktualisieren.
Was du mitnimmst

Danach führt der Ordner die Dateien zusammen, nicht mehr die Zwischenablage

Power Query bindet einen ganzen Ordner als Quelle an. Du zeigst einmal an einer Beispieldatei, wie die Mappen aufgebaut sind, und bekommst alle Dateien darin untereinander in einer Tabelle. Wichtig ist, was du vor dem Kombinieren erledigst, denn dort entscheidet sich, ob die Abfrage später stabil läuft.

Die Dateiliste zuerst aufräumen

Du filterst die Endung und schließt alle Namen aus, die mit ~$ beginnen. Diese temporären Dateien sind der häufigste Grund für einen Abbruch, sobald jemand eine Mappe geöffnet hat.

Die Beispieldatei richtig wählen

Du nimmst nach Möglichkeit eine benannte Tabelle statt eines Blattnamens, weil Blätter irgendwann den Monat im Namen tragen und dann in den anderen Dateien nicht mehr gefunden werden.

Wissen, wo du was änderst

Was für jede Datei gelten soll, gehört in die Funktion Datei transformieren. Was auf das Gesamtergebnis wirkt, gehört in die Ergebnisabfrage.

Den Dateinamen als Merkmal nutzen

Die Spalte Source.Name trägt oft Monat, Werk oder Region. Du benennst sie um und zerlegst sie, statt sie zu löschen.

Abweichende Aufbauten abfangen

Du hältst die Funktion so schlank wie möglich und triffst die Spaltenauswahl erst im Ergebnis. Je weniger feste Spaltennamen darin stehen, desto seltener bricht die Abfrage ab.

Anfügen und Zusammenführen unterscheiden

Anfügen erzeugt mehr Zeilen, Zusammenführen mehr Spalten. Letzteres ersetzt den SVERWEIS, und der linke Anti-Join zeigt dir sofort die Zeilen ohne Gegenstück.

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Den Ordner als Quelle anbinden

Leg alle Dateien in einen gemeinsamen Ordner, danach gehst du auf Daten > Daten abrufen > Aus Datei > Aus Ordner. Liegen die Mappen in SharePoint oder OneDrive, nimm stattdessen Aus SharePoint-Ordner und gib dort die Adresse der Website an, nicht den Pfad des Unterordners, der Rest wird anschließend gefiltert. In der Vorschau siehst du dann keine Daten, sondern eine Liste der Dateien mit Content, Name, Extension, Date modified und Folder Path.

Klick an dieser Stelle nicht sofort auf Kombinieren, sondern auf Transformieren, denn zuerst gehört die Dateiliste aufgeräumt. Filter Extension auf .xlsx, damit nicht versehentlich eine CSV oder ein PDF mitläuft. Wichtiger noch: Schließ alle Namen aus, die mit ~$ beginnen. Das sind die temporären Dateien, die Excel anlegt, solange jemand eine Mappe geöffnet hat, und sie sind der häufigste Grund dafür, dass eine Abfrage genau dann abbricht, wenn eine Kollegin gerade in ihrer Datei arbeitet. Hat der Ordner Unterordner mit alten Ständen, filter zusätzlich über Folder Path.

Erst danach klickst du in der Spalte Content auf das Symbol mit den zwei Pfeilen und wählst im Dialog Dateien kombinieren eine Beispieldatei aus. Im Navigator siehst du deren Blätter und benannte Tabellen. Nimm nach Möglichkeit eine benannte Tabelle statt eines Blattnamens, denn Blätter heißen erfahrungsgemäß irgendwann "Tabelle1 (2)" oder tragen den Monat im Namen, und dann findet die Abfrage sie in den anderen Dateien nicht.

Was Excel dabei anlegt, und wo du arbeitest

Nach dem Kombinieren steht links eine neue Gruppe Hilfsabfragen mit einem Parameter, einer Beispieldatei und einer Funktion namens Datei transformieren. Das sieht nach Überbau aus, ist aber der eigentliche Trick: Die Funktion wird auf jede einzelne Datei angewendet.

Daraus folgt eine einfache Regel. Alles, was für jede Datei gelten soll, also Kopfzeilen entfernen, erste Zeile als Überschriften verwenden, Spalten umbenennen, gehört in die Abfrage Datei transformieren. Alles, was auf das Gesamtergebnis wirkt, also Spaltenauswahl, Sortierung, zusätzliche Spalten aus dem Dateinamen, gehört in die Ergebnisabfrage. Wer das vermischt, wundert sich später, warum eine Korrektur nur bei manchen Dateien greift.

Den Dateinamen als Merkmal mitführen

Die Ergebnisabfrage bringt automatisch eine Spalte Source.Name mit, in der der Dateiname steht. Wirf sie nicht weg, sie ist oft die einzige Stelle, an der Monat, Werk oder Region stehen. Benenn sie in Datei um und zieh die Information heraus, bei einem Namen wie Umsatz_2026-03_Nord.xlsx etwa über Spalte teilen nach dem Unterstrich.

Brauchst du zusätzlich das Änderungsdatum oder den Ordnernamen, musst du daran denken, bevor du kombinierst, denn diese Spalten sind danach weg. Leg sie vorher in der Dateiliste als benutzerdefinierte Spalte an, dann kommen sie durch.

Wenn die Dateien nicht gleich aufgebaut sind

Der klassische Abbruch heißt sinngemäß, die Spalte sei in der Tabelle nicht gefunden worden. Ursache ist fast immer eine Datei, in der eine Spalte fehlt, anders heißt oder ein Leerzeichen am Ende des Namens hat. Beim Anfügen ordnet Power Query über Spaltennamen zu, die Reihenfolge ist ihm egal, Groß- und Kleinschreibung sowie Leerzeichen dagegen nicht.

Halt die Funktion Datei transformieren deshalb so schlank wie möglich. Je weniger dort auf feste Spaltennamen festgelegt ist, desto seltener bricht die Abfrage ab. Die Auswahl der Spalten machst du erst in der Ergebnisabfrage, dort mit "Andere Spalten entfernen". Sind die Abweichungen systematisch, etwa weil ein Standort seit Januar eine Spalte umbenannt hat, gehört ein Umbenennen-Schritt in die Funktion.

Bei zwei oder drei Dateien mit wirklich unterschiedlichem Aufbau lohnt der Ordnerweg nicht. Bau je Datei eine eigene Abfrage, bring beide auf dieselben Spaltennamen und häng sie über Start > Kombinieren > Abfragen anfügen zusammen, im Dialog gibt es die Option für drei oder mehr Tabellen.

Nebeneinander statt untereinander: Zusammenführen statt Anfügen

Anfügen erzeugt mehr Zeilen, Zusammenführen erzeugt mehr Spalten. Letzteres ist der Ersatz für den SVERWEIS: Start > Kombinieren > Abfragen zusammenführen, dann in beiden Tabellen die Schlüsselspalte anklicken und die Verknüpfungsart wählen. Linker äußerer behält alle Zeilen der ersten Tabelle, Innerer nur die Treffer beider Seiten.

Die nützlichste Variante ist der Linke Anti-Join, denn er zeigt genau die Zeilen ohne Gegenstück. Das ist die schnellste Antwort auf Fragen wie "welche Artikelnummern aus dem Umsatz fehlen im Artikelstamm". Unterhalb der Auswahl steht außerdem, wie viele Zeilen übereinstimmen, und diese Zahl solltest du lesen, bevor du weiterklickst. Steht dort ein Bruchteil der erwarteten Menge, stimmt etwas mit dem Schlüssel nicht, meist Leerzeichen oder eine Nummer, die einmal als Text und einmal als Zahl vorliegt.

Nach dem Zusammenführen erweiterst du die entstandene Tabellenspalte über das Symbol in der Kopfzeile, wählst nur die benötigten Felder und nimmst den Haken bei "Ursprünglichen Spaltennamen als Präfix verwenden" heraus, sonst heißen deine Spalten anschließend Artikelstamm.Bezeichnung. Gegenüber dem SVERWEIS entfällt das Ziehen der Formel, es gibt kein #NV zu behandeln, und die Verknüpfung gilt automatisch auch für Zeilen, die nächsten Monat dazukommen.

Dazu passende Kurse

Der erste Aufbau geht mit Begleitung deutlich schneller, deshalb lässt sich Zusammenführen von Daten im Excel-Seminar üben , am besten mit einem eigenen Ordner voller Monatsdateien.

Wenn jeden Monat neue Dateien dazukommen und mehrere Leute gleichzeitig daran arbeiten, ist irgendwann eine Datenbank der bessere Ort, dafür gibt es Access-Kurse für dauerhaft wachsende Datenbestände .

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Häufige Fragen

Was passiert, wenn jemand eine Datei umbenennt oder verschiebt?
Umbenennen ist unkritisch, solange die Endung stimmt und der Name nicht als Merkmal ausgewertet wird. Verschieben aus dem Ordner heraus bedeutet, dass die Zeilen bei der nächsten Aktualisierung fehlen, und zwar ohne Fehlermeldung. Wenn die Vollständigkeit wichtig ist, lade zusätzlich die gefilterte Dateiliste als eigene Tabelle, dann siehst du auf einen Blick, welche Dateien eingeflossen sind.
Wie binde ich Dateien aus SharePoint oder OneDrive an?
Über Daten > Daten abrufen > Aus Datei > Aus SharePoint-Ordner. Im Dialog gehört die Adresse der SharePoint-Website hinein, nicht der vollständige Pfad zum Unterordner, denn der Connector liest die Bibliothek und du filterst danach über Folder Path. Der lokal synchronisierte OneDrive-Ordner funktioniert zwar auch über Aus Ordner, dann hängt die Abfrage aber am Benutzerprofil und läuft auf keinem anderen Rechner.
Was bedeutet die Meldung Formula.Firewall?
Die Meldung erscheint, wenn eine Abfrage Daten aus mehreren Quellen kombiniert und Excel nicht sicher ist, ob dabei Informationen von einer Quelle in eine andere fließen, etwa wenn ein Wert aus einer Datei an eine Webabfrage weitergereicht wird. Der Wortlaut bleibt auch im deutschen Excel englisch und beginnt mit Formula.Firewall. Die Datenschutzebenen stellst du unter Daten > Daten abrufen > Abfrageoptionen im Bereich Datenschutz ein. Häufiger hilft es aber, die Abfrage aufzuteilen: erst laden, dann in einer zweiten Abfrage kombinieren.
Der Pfad ist bei jedem anders, was tun?
Mach den Ordnerpfad zum Parameter. Über Start > Parameter verwalten legst du einen Textparameter an und setzt ihn im Schritt Quelle statt des festen Pfades ein. Danach trägt jeder den eigenen Pfad einmal ein, statt sich durch den erweiterten Editor zu klicken. Bei gemeinsam genutzten Dateien ist ein UNC-Pfad auf ein Netzlaufwerk stabiler als ein Laufwerksbuchstabe, weil der nicht auf jedem Rechner gleich verbunden ist.

Passt thematisch dazu

Falls du Power Query hier zum ersten Mal einsetzt, hilft dir vorab eine kurze Einordnung, wofür dieses Werkzeug gedacht ist .

Liegen die Monatsdateien nicht auf einem Laufwerk, sondern im Team-Bereich, solltest du vorher wissen, was eine SharePoint-Ablage von einem normalen Ordner unterscheidet .

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