Container & Kubernetes

CKA, CKAD oder CKS: Welche Kubernetes-Zertifizierung passt zu dir?

CKA für Betrieb, CKAD für Entwicklung, CKS für Sicherheit, und die CKS setzt eine gültige CKA voraus. Alle drei sind Praxisprüfungen an echten Clustern, in denen dir Geschwindigkeit an der Kommandozeile mehr bringt als Theoriewissen.

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Worum es geht

Drei Examen, drei Rollen und eine unklare Reihenfolge

Wer nach einer Kubernetes-Zertifizierung sucht, landet fast immer bei denselben drei Kürzeln. Der Certified Kubernetes Administrator prüft den Betrieb eines Clusters, der Certified Kubernetes Application Developer die Sicht der Anwendungsentwicklung auf Workloads, und der Certified Kubernetes Security Specialist setzt auf dem CKA auf und behandelt Härtung, Supply-Chain-Sicherheit und Runtime-Erkennung. Kurslisten sortieren diese Angebote nach Produktnamen, beantworten aber nicht die eigentliche Frage: welches Examen zu deiner Rolle passt und was du überhaupt zuerst machen solltest.

Die Entscheidung ist nicht nur akademisch. Alle drei Prüfungen sind reine Praxisprüfungen in einer Browser-Umgebung mit echtem Cluster und kubectl, nicht mit Multiple Choice. Du löst Aufgaben unter Zeitdruck an mehreren Clustern, wechselst den Kontext, arbeitest mit YAML-Manifesten und darfst dabei die offizielle Kubernetes-Dokumentation nutzen. Wer nur Folien gelesen hat, scheitert nicht am Wissen, sondern an der Geschwindigkeit im Terminal.

Typische Fehler sehen wir in der Vorbereitung immer wieder. Entwicklerinnen und Entwickler buchen den CKA, obwohl sie nie etcd sichern oder einen Cluster mit kubeadm aufsetzen werden. Administratoren steigen direkt beim CKS ein und stellen fest, dass ein aktives CKA-Zertifikat Voraussetzung für die Anmeldung ist. Und viele unterschätzen, wie viel Linux-Grundlage unter Kubernetes liegt, von Container-Runtime und cgroups über Netzwerk-Namespaces bis zu Zertifikaten und systemd-Units auf den Nodes.

Miniatur-Szene: Hafen mit gestapelten Containern, ein Kran hebt einen davon an, daneben ein Steuerrad

Entscheidungsweg zur Kubernetes-Zertifizierung

  1. 01 Rolle klären: Betrieb, Entwicklung oder Security
  2. 02 Linux- und Container-Grundlagen absichern
  3. 03 CKA für Cluster-Betrieb oder CKAD für Workloads
  4. 04 Vorbereitungskurs mit Übungsclustern
  5. 05 CKS als Aufbau auf ein gültiges CKA
  6. 06 Rezertifizierung rechtzeitig einplanen
Was du mitnimmst

So wählst du das passende Examen und bereitest dich vor

Die Auswahl fällt leichter, wenn du von deiner Rolle und deinem Cluster-Alltag ausgehst statt vom Zertifikatsnamen. Danach ergibt sich die Reihenfolge fast von selbst.

CKA, wenn du Cluster betreibst

Der CKA deckt Installation und Konfiguration mit kubeadm, Cluster-Upgrades, etcd-Backup und -Restore, RBAC, Storage-Klassen, Netzwerkgrundlagen und vor allem Troubleshooting von Nodes, Control-Plane-Komponenten und Workloads ab. Das ist die richtige Wahl für Systemadministration, Plattform-Teams und alle, die für die Verfügbarkeit des Clusters geradestehen.

CKAD, wenn du Anwendungen auf Kubernetes bringst

Der CKAD bleibt oberhalb der Cluster-Ebene und prüft Deployments, Jobs und CronJobs, ConfigMaps und Secrets, Probes, Ressourcen-Limits, Services, Ingress sowie Debugging einzelner Pods. Cluster-Installation und etcd kommen darin nicht vor. Für Entwicklungsteams ist das der schnellere und passendere Einstieg.

CKS nur mit gültigem CKA

Für die Anmeldung zum CKS brauchst du ein aktives CKA-Zertifikat. Geprüft werden unter anderem Cluster-Härtung, NetworkPolicies, Pod Security Standards, Admission Control und Policy as Code, Image-Scanning und Supply-Chain-Themen sowie Runtime-Erkennung mit Werkzeugen wie Falco und Audit-Logging. Plane den CKS also als zweiten Schritt ein, nicht als Einstieg.

Erst Linux, dann Kubernetes

Wenn Namespaces, Routing, Dateisysteme und Zertifikate auf Linux-Ebene noch wackeln, lohnt sich ein Zwischenschritt. Ein Linux-Aufbaukurs zur Administration oder ein Container-Workshop mit Docker und Podman spart in der Prüfungsvorbereitung mehr Zeit, als er kostet, weil du Fehlerbilder dann an der richtigen Schicht suchst.

Vorbereitung an echten Clustern statt an Folien

Bei cmt bereiten dich das Certified Kubernetes Administrator Training (CKA), der Kurs CKAD: Certified Kubernetes Application Developer und CKS: Certified Kubernetes Security Specialist gezielt auf die jeweilige Prüfung vor. Aus dem Linux-Foundation-Programm gibt es zusätzlich LFS458 Kubernetes Administration, LFD459 Kubernetes for App Developers und LFS460 Kubernetes Security Fundamentals sowie das Bundle Kubernetes Fundamentals LFS258 mit CKA-Prüfungsgutschein.

Prüfungstag realistisch üben

Trainiere kubectl mit Kurzformen, Autovervollständigung, dem Erzeugen von Manifesten über --dry-run=client -o yaml und dem schnellen Wechsel zwischen Kontexten und Namespaces. Wer jede Aufgabe im Editor von Hand tippt, verliert im Zeitfenster genau die Minuten, die am Ende zum Bestehen fehlen.

Standortbestimmung

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Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Kubernetes-Zertifizierungen

Noch etwas offen? Wir sind ohne Warteschleife für dich da.

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Was ist der Unterschied zwischen CKA und CKAD?
Der CKA prüft den Betrieb des Clusters, also Installation mit kubeadm, Upgrades, etcd-Sicherung, RBAC, Storage, Netzwerk und Troubleshooting der Control-Plane. Der CKAD prüft die Sicht der Anwendungsentwicklung, also Deployments, Konfiguration über ConfigMaps und Secrets, Probes, Ressourcen, Services und das Debugging einzelner Workloads. Wenn du Cluster verantwortest, ist der CKA richtig, wenn du Anwendungen auf einem bestehenden Cluster betreibst, der CKAD.
Brauche ich für den CKS zwingend den CKA?
Ja. Der Certified Kubernetes Security Specialist setzt ein aktives, also nicht abgelaufenes CKA-Zertifikat voraus, bevor du die Prüfung ablegen darfst. Inhaltlich ist das sinnvoll, weil der CKS auf Cluster-Kenntnissen aufbaut und Themen wie Admission Control, NetworkPolicies oder Audit-Logging ohne Betriebswissen kaum zu bearbeiten sind.
Wie läuft die Prüfung ab?
Alle drei Examen sind reine Praxisprüfungen, die online und beaufsichtigt in einer Browser-Terminalumgebung stattfinden. Du bearbeitest Aufgaben an mehreren vorbereiteten Clustern, die Bestehensgrenze liegt bei etwa zwei Dritteln der Punkte, und du darfst währenddessen die offizielle Kubernetes-Dokumentation aufrufen. Ein kostenloser Wiederholungsversuch ist im Prüfungspreis üblicherweise enthalten.
Wie lange ist eine Kubernetes-Zertifizierung gültig?
Die Zertifikate der Linux Foundation laufen nach zwei Jahren ab und müssen dann erneuert werden. Prüfe die aktuellen Bedingungen und Fristen vor der Buchung direkt bei der Linux Foundation, da sich Gültigkeitsdauer und Prüfungsformat gelegentlich ändern.
Lohnt sich eine Kubernetes-Zertifizierung überhaupt?
Sie ersetzt keine Betriebserfahrung, belegt aber überprüfbar, dass du unter Zeitdruck an einem echten Cluster arbeiten kannst, und das unterscheidet sie von reinen Wissenstests. Für Ausschreibungen, Partnerstatus und interne Rollenwechsel ist der Nachweis oft gefordert. Wenn du dagegen nur einzelne Anwendungen deployst und kein Cluster verantwortest, reicht häufig ein Kubernetes Grundkurs ohne Zertifizierung.

Zuletzt geprüft am 26. Juli 2026.

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Sag uns, womit ihr arbeitet und wer zertifiziert werden soll, dann ordnen wir CKA, CKAD und CKS für eure Situation ein und schlagen den passenden Vorbereitungskurs vor. Alle Kubernetes-Trainings bei cmt finden Live-Online oder als Inhouse-Termin statt, auf Wunsch mit Prüfungsgutschein.