Zertifizierungen

Welche AWS-Zertifizierung passt zu deiner Rolle?

Für die meisten führt der Weg direkt auf eine Associate-Prüfung und nicht über den Cloud Practitioner. Die Foundational-Stufe lohnt sich, wenn du aus einer nicht-technischen Rolle kommst oder ein ganzes Team auf einen gemeinsamen Stand bringen willst. Wer heute schon Server betreut, spart mehrere Wochen und geht gleich auf SOA-C03 oder SAA-C03. Die Auswahl entscheidet sich an der Rolle, nicht am Dienstalter.

5 Kapitel mit allen Befehlen
Person bereitet sich mit Laptop und Notizen auf eine Cloud-Zertifizierung vor
Seit 1997 am Markt Präsenz & Live-Online 4,9 aus 503 Google-Bewertungen Auch Inhouse für dein Team
Worum es geht

Warum die Auswahl schwerer fällt als die Prüfung

AWS führt vier Stufen: Foundational, Associate, Professional und Specialty. Auf dem Papier wirkt das übersichtlich, in der Praxis stehen Prüfungen mit kryptischen Codes nebeneinander, und die Namen verraten wenig darüber, wofür sie im Alltag taugen. Der häufigste Fehler ist der Reflex, mit dem Cloud Practitioner anzufangen, weil er am Anfang der Liste steht. Für jemanden, der seit Jahren Server betreibt, sind das mehrere Wochen Vorbereitung auf ein Zertifikat, das im Lebenslauf wenig Gewicht hat und fachlich kaum etwas hinzufügt.

Der zweite Fehler passiert bei der Vorbereitung. Die Associate- und Professional-Prüfungen fragen kaum Fakten ab, sondern Entscheidungen: Welche von vier funktionierenden Lösungen ist die günstigste, welche die ausfallsicherste, welche erfüllt beide Vorgaben gleichzeitig. Wer Dienste auswendig lernt, statt sie einmal selbst aufgebaut und wieder abgerissen zu haben, scheitert genau an dieser Formulierung. Der offizielle Exam Guide beschreibt die Domänen samt Gewichtung und ist damit der eigentliche Lehrplan, nicht das Inhaltsverzeichnis des erstbesten Videokurses.

Dazu kommt die Planung drumherum, die meistens erst auffällt, wenn es eng wird. Eine AWS-Zertifizierung gilt drei Jahre, und AWS kennt keine Verlängerung über Weiterbildungspunkte. Am Ende steht wieder eine Prüfung, entweder dieselbe oder eine höhere. Wer im Team mehrere Zertifikate hält, sollte die Ablauftermine deshalb bewusst versetzen. Und das Übungskonto, in dem geübt wird, ist ein eigener Kostenposten, sobald nach dem Lab niemand aufräumt.

Miniatur-Szene: Prüfungstisch mit versiegeltem Zertifikat, Stempel und wolkenförmiger Medaille

Vier Stufen, ein Weg

  1. 01 Foundational: CLF-C02 als gemeinsame Sprache im Team
  2. 02 Associate: SAA-C03, SOA-C03 oder DVA-C02 je nach Rolle
  3. 03 Professional: SAP-C02 und DOP-C02 mit Projekterfahrung
  4. 04 Specialty: SCS-C03 und ANS-C01 für ausgewiesene Rollen
  5. 05 Übungskonto mit Budget-Alarm von Anfang an
  6. 06 Nach drei Jahren erneut antreten oder eine Stufe höher gehen
Was du mitnimmst

Der passende Einstieg je Rolle

Die Zuordnung ist einfacher, als die Liste vermuten lässt. Entscheidend ist, was du im Alltag tust, und nicht, wie lange du schon dabei bist.

Aus einer nicht-technischen Rolle: CLF-C02

Der AWS Certified Cloud Practitioner richtet sich an Vertrieb, Einkauf, Projektleitung und alle, die mitreden müssen, ohne selbst zu bauen. Neunzig Minuten, fünfundsechzig Fragen, hundert US-Dollar. Für ein ganzes Team ist er außerdem sinnvoll, weil er eine gemeinsame Sprache für Region, Availability Zone, Shared Responsibility und Abrechnungsmodelle schafft.

Betrieb und Administration: SOA-C03

Der CloudOps Engineer Associate ist die Prüfung für alle, die Systeme laufen halten: Überwachung, Sicherung, Automatisierung, Fehlersuche und Kostenkontrolle. Wenn du heute Linux- oder Windows-Server betreust und in die Cloud wechselst, ist das der ehrlichste Einstieg, auch wenn der Solutions Architect bekannter ist und häufiger in Stellenanzeigen steht.

Architektur und Beratung: SAA-C03, später SAP-C02

Der Solutions Architect Associate ist die meistgefragte AWS-Zertifizierung überhaupt und deckt Entwurfsentscheidungen zu Verfügbarkeit, Kosten und Sicherheit ab: hundertdreißig Minuten, fünfundsechzig Fragen, hundertfünfzig US-Dollar. Mit zwei Jahren echter Projekterfahrung folgt die Professional-Stufe, dort sind es hundertachtzig Minuten, fünfundsiebzig Fragen und dreihundert US-Dollar bei deutlich längeren Fallbeschreibungen.

Entwicklung: DVA-C02

Der Developer Associate zielt auf alles, was mit dem SDK, mit Lambda, API Gateway, DynamoDB und Bereitstellungspipelines zu tun hat. Für Teams, die Anwendungen bauen statt Infrastruktur zu betreiben, liegt er näher am Alltag als der Solutions Architect. Rahmen und Preis entsprechen den anderen Associate-Prüfungen.

Spezialisierungen: SCS-C03, ANS-C01 und DOP-C02

Security Specialty und Advanced Networking Specialty dauern hundertsiebzig Minuten, der DevOps Engineer Professional hundertachtzig, alle drei kosten dreihundert US-Dollar. Sie setzen praktische Erfahrung voraus und sollten nie der erste Versuch sein. Sinnvoll sind sie, wenn die Rolle bereits so heißt, und nicht als Mittel, um sie zu bekommen.

Tutorial

Vom Exam Guide bis zum bestandenen Termin

Für die meisten führt der Weg direkt auf eine Associate-Prüfung, denn wer heute schon Server betreut, spart mit dem Sprung über den Cloud Practitioner mehrere Wochen. Steht die Auswahl, entscheidet die Vorbereitung: ein Übungskonto sicher und günstig aufsetzen, die geprüften Themen selbst bauen, den Termin buchen und danach Gültigkeit und nächsten Schritt planen. Alle Angaben zu Dauer, Fragenzahl und Preis stammen von den offiziellen Prüfungsseiten von AWS.

01

Schritt 1: Die richtige Prüfung auswählen

Die Auswahl fällt leichter, wenn Dauer, Fragenzahl und Preis nebeneinanderstehen. Alle Werte stammen von den offiziellen Prüfungsseiten von AWS und gelten für die aktuell angebotenen Versionen.

Die AWS-Prüfungen im Überblick

PrüfungCodeDauerFragenPreis
Cloud PractitionerCLF-C0290 Minuten65100 USD
Solutions Architect AssociateSAA-C03130 Minuten65150 USD
CloudOps Engineer AssociateSOA-C03130 Minuten65150 USD
Developer AssociateDVA-C02130 Minuten65150 USD
Solutions Architect ProfessionalSAP-C02180 Minuten75300 USD
DevOps Engineer ProfessionalDOP-C02180 Minuten75300 USD
Security SpecialtySCS-C03170 Minuten65300 USD
Advanced Networking SpecialtyANS-C01170 Minuten65300 USD

Der Exam Guide zu jeder Prüfung nennt die Domänen samt prozentualer Gewichtung. Nimm ihn als Gliederung für deinen Lernplan und hake die Punkte einzeln ab, statt ein Videokurs-Inhaltsverzeichnis von oben nach unten abzuarbeiten. Wer so vorgeht, lernt zwangsläufig an der Gewichtung vorbei und verbringt die meiste Zeit mit dem Thema, das die Prüfung am wenigsten interessiert. Wenn du zwischen AWS und Azure noch schwankst, hilft der Vergleich auf welche Azure-Zertifizierung passt bei der Einordnung.

02

Schritt 2: Ein Übungskonto ohne Kostenrisiko aufsetzen

Vorbereitung ohne eigenes Konto funktioniert nicht. Vor dem ersten Lab kommt allerdings die Absicherung, sonst wird das Lernen unfreiwillig teuer.

Konto absichern und Budget setzen
aws sts get-caller-identity
aws iam create-account-alias --account-alias lernkonto-nachname

# MFA fuer den Root-Benutzer in der Konsole aktivieren, danach nur noch IAM nutzen
aws iam create-user --user-name lab
aws iam attach-user-policy --user-name lab \
  --policy-arn arn:aws:iam::aws:policy/PowerUserAccess

# Budget samt Benachrichtigung, Definition liegt in den JSON-Dateien
aws budgets create-budget --account-id 123456789012 \
  --budget file://budget.json \
  --notifications-with-subscribers file://notify.json

Der Budget-Alarm ist kein Limit. AWS schaltet nichts ab, du bekommst lediglich eine Nachricht. Ergänze deshalb einen festen Termin im Kalender, an dem du das Konto durchsiehst und abräumst.

Nach jedem Lab aufräumen
aws ec2 describe-instances \
  --query 'Reservations[].Instances[?State.Name==`running`].[InstanceId,InstanceType]' --output table
aws ec2 terminate-instances --instance-ids i-0abc123 i-0def456

aws ec2 describe-nat-gateways --filter Name=state,Values=available \
  --query 'NatGateways[].NatGatewayId' --output text
aws ec2 describe-addresses --query 'Addresses[].[PublicIp,AssociationId]' --output table
aws ec2 describe-volumes --filters Name=status,Values=available \
  --query 'Volumes[].VolumeId' --output text

Wer die Labs mit CloudFormation oder Terraform aufbaut, spart sich diese Suche vollständig: Ein terraform destroy beziehungsweise aws cloudformation delete-stack räumt alles wieder ab. Das ist zugleich gute Übung, weil Infrastructure as Code in mehreren Domänen der Prüfungen auftaucht.

03

Schritt 3: Die Themen bauen, die tatsächlich geprüft werden

Die Associate-Prüfungen fragen Entscheidungen ab, und Entscheidungen versteht man erst, wenn man die Alternativen einmal aufgebaut hat. Vier Übungen decken einen großen Teil des Stoffs ab.

Netz, Instanz und Speicher von Hand aufbauen
VPC=$(aws ec2 create-vpc --cidr-block 10.42.0.0/16 --query Vpc.VpcId --output text)
aws ec2 create-subnet --vpc-id $VPC --cidr-block 10.42.1.0/24 --availability-zone eu-central-1a
aws ec2 create-subnet --vpc-id $VPC --cidr-block 10.42.2.0/24 --availability-zone eu-central-1b

aws ec2 create-internet-gateway
aws ec2 describe-route-tables --filters Name=vpc-id,Values=$VPC

aws s3api create-bucket --bucket lab-nachname-2026 --region eu-central-1 \
  --create-bucket-configuration LocationConstraint=eu-central-1
aws s3api put-public-access-block --bucket lab-nachname-2026 \
  --public-access-block-configuration BlockPublicAcls=true,IgnorePublicAcls=true,BlockPublicPolicy=true,RestrictPublicBuckets=true

Zwei Subnetze in zwei Availability Zones sind kein Detail, sondern das Muster hinter sehr vielen Prüfungsfragen. Wer den Unterschied zwischen Region, Availability Zone und Edge Location einmal selbst gebaut hat, muss ihn nicht auswendig lernen.

Rollen statt Zugangsschlüssel: Policy für genau einen Bucket
{
  "Version": "2012-10-17",
  "Statement": [
    {
      "Effect": "Allow",
      "Action": ["s3:GetObject", "s3:PutObject"],
      "Resource": "arn:aws:s3:::lab-nachname-2026/*"
    },
    {
      "Effect": "Allow",
      "Action": "s3:ListBucket",
      "Resource": "arn:aws:s3:::lab-nachname-2026"
    }
  ]
}

Der Unterschied zwischen Resource mit und ohne /* ist ein Klassiker in den Prüfungsfragen: Aktionen auf Objekte brauchen den Objektpfad, s3:ListBucket wirkt dagegen auf den Bucket selbst.

Vier Übungen, die überproportional viel abdecken

  • Ein Netz mit öffentlichem und privatem Subnetz, NAT Gateway, Security Groups und Netzwerk-ACLs. Danach das NAT Gateway sofort wieder löschen.
  • Eine Anwendung hinter einem Application Load Balancer mit Auto Scaling Group über zwei Zonen. Beende absichtlich eine Instanz und sieh zu, was passiert.
  • Ein S3-Bucket mit Versionierung, einer Lebenszyklusregel nach S3 Glacier und Verschlüsselung über einen eigenen KMS-Schlüssel.
  • Eine IAM-Rolle statt eines Zugangsschlüssels: Instanzprofil anlegen, Zugriff auf genau einen Bucket erlauben und das Ergebnis mit dem Policy Simulator prüfen.

Für die Betriebsfragen in SOA-C03 lohnt sich zusätzlich eine Alarmkette aus CloudWatch und SNS sowie ein Blick auf AWS Config. Das sind die Bausteine, die dort immer wieder auftauchen. Wie ein Berechtigungskonzept über das Übungskonto hinaus aussieht, wenn mehrere Teams und Konten im Spiel sind, beschreibt das IAM-Berechtigungskonzept ausführlich.

04

Schritt 4: Termin buchen und die Prüfung überstehen

Die Buchung läuft über das AWS-Zertifizierungsportal, das an die Testanbieter weiterleitet. Zwischen der Prüfung zu Hause und dem Testzentrum liegen mehr Unterschiede als nur der Anfahrtsweg.

Online beaufsichtigt oder im Testzentrum

KriteriumOnline beaufsichtigtTestzentrum
TermineNahezu rund um die Uhr verfügbarAn Öffnungszeiten gebunden
UmgebungAufgeräumter Raum, allein, keine Unterbrechung erlaubtVorgegeben und vor Ort geprüft
TechnikSystemcheck vorher zwingend, Abbruch bei StörungWird vom Anbieter gestellt
AusweisWird über die Kamera geprüftWird am Empfang geprüft
RisikoNetzausfall geht zu deinen LastenAnfahrt, Parkplatz und Verspätung

Am Prüfungstag

  • Der Systemcheck gehört einen Tag vorher gemacht, nicht fünf Minuten vor dem Termin.
  • Markiere unsichere Fragen und geh sie am Ende noch einmal durch. Die Zeit reicht dafür, solange du nicht an einer einzelnen Frage hängen bleibst.
  • Lies zuerst die letzte Zeile der Frage. Ob nach der günstigsten, der schnellsten oder der ausfallsichersten Lösung gefragt wird, entscheidet über die richtige Antwort.
  • Antworten, die eine ganze Architektur umbauen, sind bei Kostenfragen fast immer falsch. Bei Verfügbarkeitsfragen ist es umgekehrt.
  • Zwei Antworten lassen sich meist sofort ausschließen, weil sie technisch gar nicht funktionieren. Danach entscheidet nur noch das Kriterium aus der letzten Zeile.

Das Ergebnis erscheint in der Regel innerhalb weniger Werktage im Zertifizierungsportal, zusammen mit einer Auswertung je Domäne. Diese Auswertung ist auch bei bestandener Prüfung nützlich, weil sie zeigt, wo im Alltag noch Lücken sind. Wer durchfällt, muss vierzehn Tage bis zum nächsten Versuch warten und die Prüfung erneut bezahlen. Diese Frist ist der Grund, den Termin nicht auf den letzten möglichen Tag vor Ablauf einer bestehenden Zertifizierung zu legen.

05

Schritt 5: Gültigkeit, Rezertifizierung und der nächste Schritt

Drei Jahre klingen lang, vergehen aber schneller als die Vorbereitung gedauert hat. Der Plan dafür gehört direkt nach der bestandenen Prüfung angelegt, solange das Thema noch präsent ist.

Direkt nach dem Bestehen erledigen

  • Ablaufdatum als Kalendereintrag mit sechs Monaten Vorlauf setzenAWS erinnert zwar, aber sechs Monate Vorlauf sind der Unterschied zwischen geplanter Vorbereitung und einem Termin unter Druck.
  • Digitales Abzeichen freigeben und im Profil verlinkenDas Abzeichen ist der überprüfbare Nachweis, ein PDF-Ausdruck ist es nicht.
  • Den freigeschalteten Rabattgutschein im Portal ansehenBestandene Prüfungen schalten Vergünstigungen für den nächsten Versuch frei, die sonst ungenutzt verfallen.
  • Im Team die Ablauftermine gegeneinander versetzenSonst laufen mehrere Zertifikate im selben Quartal aus und niemand hat gleichzeitig Zeit für die Vorbereitung.
  • Die nächste Stufe festlegen statt der reinen WiederholungEine höhere Prüfung kann die darunterliegende Zertifizierung mit verlängern, eine Wiederholung derselben Prüfung bringt fachlich nichts Neues.

Für die Planung der nächsten Stufe gilt eine einfache Regel: Die Professional-Prüfungen setzen echte Projekterfahrung voraus, nicht nur bestandene Vorstufen. Wer nach der Associate-Prüfung sofort weitergeht, ohne zwischendurch produktive Systeme gebaut zu haben, arbeitet gegen die Fallbeschreibungen an, die genau darauf zielen. Ein Jahr Abstand mit echten Projekten ist die bessere Vorbereitung als drei Monate Lernstoff. Die Specialty-Prüfungen sind ohnehin nur dann sinnvoll, wenn Sicherheit oder Netzwerk bereits dein Arbeitsschwerpunkt sind.

Standortbestimmung

Bist du schon prüfungsreif?

Bevor du Geld und Urlaubstage in eine Prüfung steckst, finde in wenigen Minuten heraus, wo du wirklich stehst. Kostenlos, ohne Anmeldung, mit einer Erklärung zu jeder Antwort.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu AWS-Zertifizierungen

Noch etwas offen? Wir sind ohne Warteschleife für dich da.

Frag uns direkt
Muss ich mit dem Cloud Practitioner anfangen?
Nein. AWS setzt für die Associate-Prüfungen keine Vorstufe voraus, du kannst direkt auf SAA-C03, SOA-C03 oder DVA-C02 gehen. Der Cloud Practitioner lohnt sich für Rollen ohne technischen Alltag, also Vertrieb, Einkauf oder Projektleitung, und als gemeinsamer Einstieg für ein ganzes Team. Wer heute Server administriert, verliert damit eher Zeit, weil die Inhalte weitgehend bekannt sind. In dem Fall ist der CloudOps Engineer Associate der ehrlichere Einstieg.
Wie viel Vorbereitungszeit ist je Stufe realistisch?
Für den Cloud Practitioner reichen mit etwas Vorwissen wenige Tage. Für eine Associate-Prüfung sind vier bis acht Wochen mit zwei bis drei Stunden am Tag ein üblicher Rahmen, wenn du parallel arbeitest, und mit einem mehrtägigen Kurs verschiebt sich der Schwerpunkt vom Lesen zum Üben. Die Professional-Prüfungen brauchen mehr, hier sind zwei bis vier Monate plus echte Projekterfahrung realistisch. Entscheidend ist weniger die Stundenzahl als die Zeit am eigenen Konto.
Wie lange gilt eine AWS-Zertifizierung?
Drei Jahre ab dem Bestehen, und zwar für alle Stufen von Foundational bis Specialty. Es gibt keine Verlängerung über Weiterbildungspunkte oder Nachweise. Zur Rezertifizierung trittst du entweder erneut zur aktuellen Version derselben Prüfung an oder bestehst eine höherwertige Prüfung. Der Termin sollte mit sechs Monaten Vorlauf im Kalender stehen, denn die Vorbereitung fällt neben dem Tagesgeschäft an. Bei mehreren Zertifikaten im Team lohnt es sich, die Ablaufdaten bewusst zu staffeln.
Was kostet die Prüfung, und wer bezahlt sie?
Der Cloud Practitioner kostet hundert US-Dollar, die Associate-Prüfungen je hundertfünfzig, die Professional- und Specialty-Prüfungen je dreihundert. Dazu kommt der jeweils gültige Steuersatz. In vielen Unternehmen übernimmt der Arbeitgeber die Prüfungsgebühr zusammen mit dem Vorbereitungskurs, oft gekoppelt an eine Vereinbarung über die Verbleibdauer. Frag danach, bevor du selbst buchst. Bestandene Prüfungen schalten außerdem Rabattgutscheine für den nächsten Versuch frei.
Reichen Übungsprüfungen als Vorbereitung?
Als alleinige Vorbereitung nicht. Übungsprüfungen sind gut geeignet, um den Fragestil kennenzulernen, die Zeiteinteilung zu üben und Lücken zu finden. Sie versagen dort, wo die Prüfung nach der günstigsten oder ausfallsichersten von vier funktionierenden Lösungen fragt, denn diese Abwägung lernst du nur am eigenen Konto. Die verlässlichste Kombination ist ein Kurs für die Struktur, eigene Labs für das Verständnis und Übungsprüfungen für die letzten zwei Wochen vor dem Termin.

Zuletzt geprüft am 26. Juli 2026.

Das sagen Teilnehmer

Echte Stimmen aus unseren IT-Kursen

Super, komplett auf uns und unsere Bedürfnisse eingegangen. Der Tag hat uns viel geholfen und wir könnten das alles in unserem Arbeitsalltag nutzen.
Rückmeldung aus dem Kurs „DP-080 Training: Abfragen von Daten mit Microsoft Transact-SQL (DP-080T00)“
Sehr intensiver Lehrgang, hat mich für meine Arbeit ein gutes Stück voran gebracht.
Rückmeldung aus dem Kurs „Monitoring mit Prometheus und Grafana - Grundkurs“
Persönlich für dich da

Deine Ansprechpartner

Du bist dir nicht sicher, welcher Kurs oder welches Level zu dir passt? Wir beraten dich persönlich und kostenlos.

Yves Hoppe

Yves Hoppe

Weiterbildung & Beratung

Hilft dir, aus dem Cloud-Programm den passenden Kurs oder Lernpfad zu finden.

Norbert Jansen

Norbert Jansen

Beratung & Inhouse

Plant mit dir Inhouse-Trainings, die exakt auf eure Systemlandschaft und Distributionen zugeschnitten sind.

Nächster Schritt

Vorbereitung mit den offiziellen AWS-Kursen

Die offiziellen AWS-Kurse decken die Stufen von den Grundlagen bis zu Architektur, Betrieb, DevOps und Security ab und bringen die Übungsumgebung gleich mit. Damit verbringst du die Vorbereitungszeit am System statt im Videokurs. Alle Termine laufen bei cmt wahlweise Live-Online oder in Präsenz, auf Wunsch auch als Inhouse-Schulung für ein ganzes Team.