Vor der ersten Lizenz

Copilot-Voraussetzungen: Was wirklich erfüllt sein muss

Lizenz, Entra-Konto und Postfach sind schnell geprüft, über den Nutzen entscheidet danach die Frage, ob Copilot in eurer Ablage überhaupt etwas Brauchbares findet.

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Worum es geht

Die Lizenz ist die kleinste Hürde auf dem Weg zu brauchbaren Antworten

Die Frage kommt meistens aus dem Einkauf oder aus der Geschäftsführung, und sie klingt einfach: Was brauchen wir für Copilot? Die Antwort auf dem Papier ist ein Basisabonnement, ein Add-on je Person, ein Konto in Microsoft Entra ID und ein Primärpostfach in Exchange Online. Damit ist der kaufmännische Teil erledigt, der eigentliche Aufwand fängt danach an.

Teuer wird es, wenn Lizenzen gekauft werden, bevor jemand die Umgebung angesehen hat. Wer überwiegend im Servicepostfach arbeitet, bekommt Copilot dort nicht, weil freigegebene und delegierte Postfächer nicht unterstützt werden. Wo Firewalls die WebSocket-Verbindung blockieren, entstehen Fehler, die nach einem Lizenzproblem aussehen und keines sind. Und wo Angebote in drei Kanälen und zwei Bibliotheken parallel liegen, kommen widersprüchliche Zusammenfassungen heraus.

Die Rechnung läuft trotzdem weiter. Eine Lizenz, die drei Monate ungenutzt bleibt, kostet dasselbe wie eine, die täglich Arbeit spart, und der Ruf des Werkzeugs im Haus ist nach so einem Start schwer zu reparieren.

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Der direkte Vergleich

Der direkte Vergleich

Copilot Chat ohne Add-on

in berechtigten Microsoft-365-Abonnements enthalten, antwortet auf Grundlage von Internetinhalten

Microsoft 365 Copilot als Add-on

kostenpflichtig je Person, arbeitet zusätzlich mit dem, was das Entra-Konto sehen darf

Was kostet der Zugang zusätzlich?

Copilot Chat ohne Add-on

In berechtigten Microsoft-365-Abonnements ist der Chat ohne Zusatzkosten enthalten, ein Test kostet also nur Zeit.

Microsoft 365 Copilot als Add-on

Das Add-on wird je Person lizenziert und läuft weiter, ob die Lizenz genutzt wird oder nicht. Die kaufmännischen Bedingungen stehen bei Microsoft und gehören vor das Angebotsgespräch.

Kommt es an eure eigenen Dateien, Mails und Besprechungen heran?

Copilot Chat ohne Add-on

Der Chat antwortet aus Internetinhalten und aus Dateien, die du ihm im Gespräch selbst mitgibst. Von sich aus durchsucht er weder eure Bibliotheken noch Postfächer oder Teams.

Microsoft 365 Copilot als Add-on

Der arbeitsbezogene Chat greift auf das zu, was das angemeldete Entra-Konto sehen darf, und genau dafür ist die Lizenz da.

Hilft es bei der Arbeit am geöffneten Dokument?

Copilot Chat ohne Add-on

Zum Formulieren, Umschreiben und Recherchieren taugt der Chat, den Inhalt der geöffneten Datei nimmt er dabei aber nicht als Grundlage.

Microsoft 365 Copilot als Add-on

Entwurf, Zusammenfassung und Rückfragen zum Dokument laufen in Word, Excel, Outlook und PowerPoint direkt an dem, was gerade offen ist.

Wie viel muss technisch vorher stimmen?

Copilot Chat ohne Add-on

Ein berechtigtes Abonnement und die Anmeldung genügen, große Vorarbeiten in der Umgebung braucht es nicht.

Microsoft 365 Copilot als Add-on

Konto in Entra ID, Primärpostfach in Exchange Online, freie WSS-Verbindung, aktive verbundene Erfahrungen und, bei gerätebasierter Lizenzierung von Microsoft 365 Apps for Enterprise, ein anderer Lizenzweg.

Was passiert bei unordentlicher Ablage?

Copilot Chat ohne Add-on

Der Chat hängt nicht an eurem Dateibestand, deshalb fällt dessen Zustand hier gar nicht auf. Über den Nutzen im eigenen Haus sagt ein Test damit aber auch nichts.

Microsoft 365 Copilot als Add-on

Drei Fassungen desselben Angebots in zwei Bibliotheken führen zu widersprüchlichen Zusammenfassungen, und die Schuld landet beim Werkzeug statt bei der Ablage.

Was passt wann

Wenn ihr erst herausfinden wollt, ob die Leute überhaupt mit einem Chat arbeiten mögen
fang mit dem enthaltenen Copilot Chat an und übe daran das Formulieren, bevor Geld fließt.
Wenn der Gewinn aus euren eigenen Mails, Protokollen und Auswertungen kommen soll
führt am Add-on kein Weg vorbei, denn nur der arbeitsbezogene Zugriff sieht diese Inhalte.
Wenn die zentralen Ablagen noch verstreut sind und Berechtigungen niemand geprüft hat
räum zuerst auf und kauf die Lizenzen danach, sonst bezahlst du die Unordnung monatlich mit.

Sechs Prüfungen vor der ersten Lizenz

  1. 01 Der vorhandene Basisplan steht in den Lizenzoptionen bei Microsoft.
  2. 02 Jedes Konto liegt in Microsoft Entra ID mit Primärpostfach in Exchange Online.
  3. 03 Die Datenschutzeinstellungen für verbundene Erfahrungen sind nicht gesperrt.
  4. 04 Firewall und Proxy lassen WSS zu cloud.microsoft und office.com durch.
  5. 05 Die zentralen Ablagen sind zusammengeführt und die Berechtigungen geprüft.
  6. 06 Erst danach gehen die ersten Add-on-Lizenzen an die Pilotgruppe.
Was du mitnimmst

Was du vor dem Angebotsgespräch geklärt hast

Die folgenden Punkte lassen sich in wenigen Tagen prüfen und ersparen die typischen Rückschläge der ersten Wochen. Keiner davon braucht eine bereits gekaufte Lizenz.

Basisplan gegen die Lizenzoptionen halten

Du siehst in den Lizenzoptionen bei Microsoft nach, welche Pläne aktuell zum Add-on berechtigen, statt dich auf eine Aufzählung im Angebot zu verlassen. Die Liste ist über die Jahre deutlich länger geworden.

Postfachsituation ehrlich anschauen

Du prüfst, wer im Haus überwiegend in freigegebenen, delegierten oder Gruppenpostfächern arbeitet. Für diese Leute bringt eine Lizenz in Outlook nichts, unterstützt wird nur das Primärpostfach in Exchange Online.

Netzwerk vorher freimessen

Du lässt die WSS-Konnektivität zu cloud.microsoft und office.com prüfen, dazu Proxys mit knappen Zeitlimits und Geräte, die TLS aufbrechen. Das erspart dir die Fehlersuche in der Woche nach dem Start.

Verbundene Erfahrungen kontrollieren

Du kontrollierst die Datenschutzeinstellungen für verbundene Erfahrungen in den Microsoft-365-Apps. Sind die Erfahrungen, die Inhalte analysieren, organisationsweit deaktiviert, erscheinen die Copilot-Funktionen in Word, Excel, Outlook, PowerPoint und OneNote gar nicht erst.

Ablage auf einen Stand bringen

Du führst die zentralen Ablagen zusammen, räumst veraltete Fassungen aus den Bibliotheken und bringst die Berechtigungen auf den Stand, der wirklich gewollt ist. Copilot ist so gut wie das, was es findet.

Nach Textlast verteilen

Du gibst die ersten Lizenzen an Leute mit langen Mailverläufen, Protokollen, Angeboten und Auswertungen, nicht nach Hierarchie. Wer den Tag in einer Fachanwendung außerhalb von Microsoft 365 verbringt, merkt kaum einen Unterschied.

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Basislizenz, Add-on und der kostenfreie Chat

Copilot wird als Add-on zu einem bestehenden Abonnement gekauft. Berechtigt sind unter anderem Microsoft-365- und Office-365-Pläne für Unternehmen, daneben eigenständige Teams-, Exchange-, SharePoint-, OneDrive-, Planner-, Project- und Visio-Pläne. Welcher Plan aktuell zählt, steht in den Lizenzoptionen bei Microsoft, und ein Blick dorthin ist verlässlicher als jede Aufzählung in einem Angebot.

Daneben gibt es Copilot Chat, der in berechtigten Microsoft-365-Abonnements ohne Zusatzkosten enthalten ist. Der Unterschied ist grundlegend: Der webbasierte Chat antwortet auf Grundlage von Internetinhalten, der arbeitsbezogene Chat greift auf das zu, was das Konto in Microsoft Entra sehen darf, und genau der setzt die Copilot-Lizenz voraus. Wer den kostenfreien Chat testet und daraus auf den Nutzen im eigenen Dateibestand schließt, vergleicht zwei verschiedene Dinge.

Technische Voraussetzungen, über die im Alltag alle stolpern

Konten müssen in Microsoft Entra ID liegen, und Copilot unterstützt nur Primärpostfächer, die in Exchange Online liegen. Für Archivpostfächer, Gruppenpostfächer sowie freigegebene und delegierte Postfächer steht es nicht zur Verfügung. Wer den Tag überwiegend im Servicepostfach verbringt, merkt das in der ersten Stunde.

Zwei weitere Punkte kosten regelmäßig Zeit: Bei gerätebasierter Lizenzierung von Microsoft 365 Apps for Enterprise ist Copilot nicht verfügbar, und damit es in Word, Excel und PowerPoint im Browser läuft, müssen Cookies von Drittanbietern zugelassen sein. Einige Funktionen setzen ein OneDrive-Konto voraus, Loop und Whiteboard müssen im Mandanten aktiviert sein, und für Besprechungsinhalte nach dem Termin braucht Teams eine eingeschaltete Transkription oder Aufzeichnung.

Im Netzwerk ist die WebSocket-Verbindung der häufigste Bremsklotz. Copilot-Erfahrungen brauchen vollständige WSS-Konnektivität zu den Domänen cloud.microsoft und office.com. Firewalls, die WSS blockieren, Geräte, die TLS aufbrechen, und Proxys mit sehr knappen Zeitlimits erzeugen Fehler, die nach einem Lizenzproblem aussehen, aber keines sind.

Vorarbeiten, ohne die die Lizenz wenig bringt

Copilot ist so gut wie das, was es findet. Wenn Angebote in drei Teams-Kanälen, zwei SharePoint-Bibliotheken und auf einem lokalen Laufwerk liegen, kommen widersprüchliche Zusammenfassungen heraus, und die Schuld landet beim Werkzeug. Vor der Einführung gehören deshalb die zentralen Ablagen an einen Ort, die veralteten Fassungen aus den Bibliotheken heraus und die Berechtigungen auf den Stand, der wirklich gewollt ist.

Dazu kommen zwei Einstellungen, die du kennen musst. Die Aufgabe "Office-Featureupdates" muss planmäßig laufen und auf die nötigen Netzwerkressourcen zugreifen dürfen, damit zentrale Copilot-Funktionen in Word, PowerPoint, Excel und OneNote arbeiten. Und die Datenschutzeinstellungen für verbundene Erfahrungen bestimmen mit, ob die Funktionen in den Apps überhaupt erscheinen.

Wer im Haus zuerst eine Lizenz bekommen sollte

Sinnvoll ist die Verteilung nach Textlast, nicht nach Hierarchie. Wer täglich lange Mailverläufe sortiert, Protokolle schreibt, Angebote aus Bausteinen zusammensetzt oder Zahlen aus Tabellen erklären muss, gewinnt spürbar Zeit. Wer überwiegend in einer Fachanwendung außerhalb von Microsoft 365 arbeitet, merkt kaum einen Unterschied.

Das zweite Kriterium ist die Bereitschaft, Ergebnisse zu prüfen und Erfahrungen weiterzugeben. Eine gemischte Pilotgruppe, die ihre Prompts teilt, bringt mehr als dieselbe Lizenzmenge, verteilt an Einzelne quer durchs Haus.

Dazu passende Kurse

Wer sich das Zusammenspiel von Lizenzen, Mandanteneinstellungen und Anwendungen erklären lassen will, findet dafür die Microsoft-365-Kurse im Überblick .

Postfächer, Netzwerkfreigaben und Richtlinien im Mandanten sind Verwaltungsthemen, dafür gibt es die Kurse für die Administration von Microsoft 365 .

Wissen prüfen

Wie sicher bist du beim Thema wirklich?

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Ich bin sehr zufrieden, alles wurde klar erklärt. Insgesamt war der Kurs sehr informativ und sehr empfehlenswert.
Microsoft Teams Grundkurs
Referent und Inhalt sehr gut und vor allem durch den kleinen Teilnehmerkreis sehr hilfreich.
Microsoft 365 - Effizient zusammenarbeiten in Teams
Gut verständlich erklärt, weitere Möglichkeiten und Optionen aufgezeigt. Die Teilnehmer hatten bereits sehr unterschiedliche Vorkenntnisse, da hat der Veranstalter aber keinen Einfluss.
Microsoft Teams Grundkurs

Häufige Fragen

Können wir mit wenigen Lizenzen anfangen?
Ja, Copilot wird pro Person als Add-on lizenziert, ein Start mit einer kleinen Pilotgruppe ist also möglich. Welche Basispläne berechtigt sind und welche kaufmännischen Bedingungen gelten, steht bei Microsoft und gehört vor das Angebotsgespräch.
Funktioniert Copilot mit einem lokalen Exchange-Server?
Nein. Unterstützt werden ausschließlich Primärpostfächer in Exchange Online. Solange die Postfächer lokal liegen, fehlen die Funktionen in Outlook und Teams, unabhängig von der zugewiesenen Lizenz.
Reicht der kostenfreie Copilot Chat für den Anfang?
Für Recherche und allgemeine Textarbeit ja, und er ist ein guter Weg, um Sicherheit im Formulieren aufzubauen. Sobald es um Inhalte aus den eigenen Dateien, Mails und Besprechungen geht, brauchst du die Lizenz, denn nur der arbeitsbezogene Chat greift auf die Daten des Entra-Kontos zu.

Passt thematisch dazu

Die technische Voraussetzung ist mit der Lizenz erfüllt, die inhaltliche noch nicht, deshalb gehört die Vorarbeit an Freigaben und Zugriffsrechten in jeden Zeitplan vor dem Rollout.

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Yves Hoppe

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Norbert Jansen

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Plant mit dir Inhouse-Trainings, die auf eure Abläufe und euren Datenbestand zugeschnitten sind.

Voraussetzungen klären, bevor die erste Rechnung läuft

Wie du Lizenzlage, Postfächer, Netzwerk und Ablage vor der Einführung prüfst, arbeitest du in den Microsoft-365-Kursen von cmt an einer vollständigen Umgebung durch.