Planner, To Do oder Lists: die Wahl in einer Frage
Betrifft die Sache nur dich, muss jemand anderes erkennen können, wer bis wann übernimmt, oder wiederholt sich derselbe Datensatz immer mit denselben Feldern?
KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
Drei Aufgabenlisten nebeneinander sind schlimmer als eine schlechte
Aufgaben entstehen im Gespräch, und jede Person notiert sie dort, wo sie gerade ist: eine im Chat, eine in einer Excel-Datei auf dem Laufwerk, eine im Kopf. Kommt dann noch ein Plan im Planner dazu, hat das Team vier Orte und keinen davon vollständig.
Der Schaden zeigt sich weniger an vergessenen Aufgaben als an der Zeit für den Abgleich. In jeder Besprechung wird zuerst geklärt, welcher Stand gilt. Wer neu dazukommt, bekommt drei Links und den Hinweis, dass in der Tabelle die alten Sachen stehen und im Plan die neuen, meistens jedenfalls.
Die Werkzeuge sind dabei nicht das Problem, sie sind für unterschiedliche Aufgaben gebaut. Microsoft To Do führt deine persönliche Liste, der Planner verteilt Arbeit sichtbar in einer Gruppe, Microsoft Lists verwaltet gleichförmige Datensätze mit festen Feldern. Wer sie vermischt, bekommt von jedem das schwächste Stück.
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Der direkte Vergleich
Microsoft To Do
die persönliche Liste eines einzelnen Kontos
Planner
verteilte Aufgaben mit Zuständigkeit und Termin
Microsoft Lists
gleichförmige Datensätze mit festen Spalten
| Entscheidungsfrage | Microsoft To Do | Planner | Microsoft Lists |
|---|---|---|---|
| Wer sieht den Inhalt, ohne dass du etwas dafür tust? | Schwäche Nur du. Geteilte Listen ändern daran wenig, denn sie hängen weiterhin an deinem Konto und haben keinen anderen Besitzer. | Stärke Alle Mitglieder des Teams, denn ein Plan gehört der Microsoft-365-Gruppe dahinter, auch bei Aufgaben anderer Personen. | Stärke Alle mit Zugriff auf die SharePoint-Website, und über Ansichten sieht jede Rolle den für sie passenden Ausschnitt. |
| Was passiert, wenn die zuständige Person das Unternehmen verlässt? | Schwäche Die Aufgaben sind an das Konto gebunden und stehen dem Team danach nicht mehr zur Verfügung. | Kommt darauf an Die Aufgaben bleiben im Plan bestehen, tragen aber weiterhin den alten Namen und müssen aktiv neu zugewiesen werden. | Stärke Die Einträge gehören der Website. Nur die Personenspalte zeigt noch den alten Namen und lässt sich in der Ansicht schnell ändern. |
| Wie gut lässt sich der Bestand auswerten? | Schwäche Es gibt Ansichten für deinen eigenen Tag, aber keine Auswertung über mehrere Personen oder über einen Zeitraum. | Kommt darauf an Gruppierungen und eine Diagrammansicht über einen einzelnen Plan sind vorhanden, eine freie Auswertung über viele Merkmale nicht. | Stärke Ansichten, Filter und Gruppierungen über alle Einträge, dazu ein Versionsverlauf für jeden einzelnen Datensatz. |
| Wie verhindert das Werkzeug uneinheitliche Eingaben? | Schwäche Gar nicht, es ist bewusst freier Text. Für eine persönliche Liste ist das genau richtig. | Kommt darauf an Buckets und farbige Beschriftungen geben eine grobe Ordnung vor, alles Weitere landet im Beschreibungsfeld. | Stärke Spaltentypen erzwingen saubere Eingaben. Eine Auswahlspalte verhindert, dass derselbe Wert in vierzehn Schreibweisen entsteht. |
| Wie gut trägt es ein größeres Vorhaben mit Abhängigkeiten? | Schwäche Es ist eine Liste und will auch nichts anderes sein. Ein Vorhaben lässt sich damit nicht steuern. | Kommt darauf an Für ein überschaubares Vorhaben mit klaren Zuständigkeiten reicht der Basisplan. Abhängigkeiten, Aufwände und Auslastung bringen erst die Premium-Pläne mit, die zusätzlich lizenziert werden. | Schwäche Es verwaltet Datensätze, kein Vorgehen. Ein belastbarer Zeitplan entsteht daraus nicht von allein. |
| Wie erreicht der Inhalt Leute, die dort nie hineinschauen? | Kommt darauf an Über die Verbindung zu Outlook. Mails, die du mit dem Fähnchen markierst, erscheinen automatisch in einer eigenen Liste. | Stärke Als Registerkarte im Kanal, dazu tauchen zugewiesene Aufgaben in der persönlichen Aufgabenansicht jeder Person auf. | Stärke Über ein Formular, über Regeln, die bei einer Änderung benachrichtigen, und ebenfalls als Registerkarte im Kanal. |
Wer sieht den Inhalt, ohne dass du etwas dafür tust?
Nur du. Geteilte Listen ändern daran wenig, denn sie hängen weiterhin an deinem Konto und haben keinen anderen Besitzer.
Alle Mitglieder des Teams, denn ein Plan gehört der Microsoft-365-Gruppe dahinter, auch bei Aufgaben anderer Personen.
Alle mit Zugriff auf die SharePoint-Website, und über Ansichten sieht jede Rolle den für sie passenden Ausschnitt.
Was passiert, wenn die zuständige Person das Unternehmen verlässt?
Die Aufgaben sind an das Konto gebunden und stehen dem Team danach nicht mehr zur Verfügung.
Die Aufgaben bleiben im Plan bestehen, tragen aber weiterhin den alten Namen und müssen aktiv neu zugewiesen werden.
Die Einträge gehören der Website. Nur die Personenspalte zeigt noch den alten Namen und lässt sich in der Ansicht schnell ändern.
Wie gut lässt sich der Bestand auswerten?
Es gibt Ansichten für deinen eigenen Tag, aber keine Auswertung über mehrere Personen oder über einen Zeitraum.
Gruppierungen und eine Diagrammansicht über einen einzelnen Plan sind vorhanden, eine freie Auswertung über viele Merkmale nicht.
Ansichten, Filter und Gruppierungen über alle Einträge, dazu ein Versionsverlauf für jeden einzelnen Datensatz.
Wie verhindert das Werkzeug uneinheitliche Eingaben?
Gar nicht, es ist bewusst freier Text. Für eine persönliche Liste ist das genau richtig.
Buckets und farbige Beschriftungen geben eine grobe Ordnung vor, alles Weitere landet im Beschreibungsfeld.
Spaltentypen erzwingen saubere Eingaben. Eine Auswahlspalte verhindert, dass derselbe Wert in vierzehn Schreibweisen entsteht.
Wie gut trägt es ein größeres Vorhaben mit Abhängigkeiten?
Es ist eine Liste und will auch nichts anderes sein. Ein Vorhaben lässt sich damit nicht steuern.
Für ein überschaubares Vorhaben mit klaren Zuständigkeiten reicht der Basisplan. Abhängigkeiten, Aufwände und Auslastung bringen erst die Premium-Pläne mit, die zusätzlich lizenziert werden.
Es verwaltet Datensätze, kein Vorgehen. Ein belastbarer Zeitplan entsteht daraus nicht von allein.
Wie erreicht der Inhalt Leute, die dort nie hineinschauen?
Über die Verbindung zu Outlook. Mails, die du mit dem Fähnchen markierst, erscheinen automatisch in einer eigenen Liste.
Als Registerkarte im Kanal, dazu tauchen zugewiesene Aufgaben in der persönlichen Aufgabenansicht jeder Person auf.
Über ein Formular, über Regeln, die bei einer Änderung benachrichtigen, und ebenfalls als Registerkarte im Kanal.
Was passt wann
- Wenn die Aufgabe mit dir beginnt und mit dir endet
- führ sie in Microsoft To Do und halt sie aus den gemeinsamen Werkzeugen heraus.
- Wenn im Team jemand sehen muss, wer bis wann was übernimmt
- leg einen Plan im Planner an und pinn ihn als Registerkarte in den passenden Kanal.
- Wenn immer wieder derselbe Vorgang mit denselben Angaben erfasst wird
- bau eine Liste in Microsoft Lists mit festen Spaltentypen statt einer weiteren Tabelle.
Fünf Wegmarken zwischen drei Aufgabenwerkzeugen
- 01 Erledigt die Sache niemand außer dir? Dann gehört sie in Microsoft To Do.
- 02 Muss sichtbar sein, wer bis wann übernimmt? Dann in einen Plan im Planner.
- 03 Wiederholt sich derselbe Datensatz mit denselben Feldern? Dann in Microsoft Lists.
- 04 Zählt am Ende die Auswertung über alle Einträge, ist es sicher eine Liste.
- 05 Was in zwei Werkzeugen zugleich geführt wird, gilt am Ende in keinem.
Was du danach sauber voneinander trennst
Die Entscheidung fällt an drei Merkmalen: an der Zahl der beteiligten Personen, an der Frage, ob Zuständigkeit für andere sichtbar sein muss, und daran, ob am Ende eine Auswertung über viele gleichartige Einträge steht.
Persönliches persönlich halten
Du führst in Microsoft To Do, was nur dich betrifft, und ziehst dort geflaggte Mails aus Outlook sowie die dir zugewiesenen Planner-Aufgaben an einer Stelle zusammen.
Zuständigkeit sichtbar machen
Arbeit, die jemand anderes übernimmt, legst du im Planner ab, mit zugewiesener Person und Fälligkeitsdatum statt als Zuruf im Chat.
Buckets nach Arbeitsschritten
Du benennst die Buckets nach dem Zustand einer Aufgabe, also etwa zu klären, in Arbeit, wartet auf Rückmeldung und erledigt, und nicht nach Personen.
Feste Felder statt Freitext
Du erkennst, wann aus einer Aufgabenliste in Wahrheit ein Datensatz geworden ist, und baust dafür in Microsoft Lists Spalten mit Typ, also Auswahl, Person, Datum oder Zahl.
Die Grenze des Planners kennen
Du weißt, dass die enthaltenen Basispläne weder Abhängigkeiten zwischen Vorgängen noch Aufwände oder eine Auslastungsplanung kennen. Das bringen erst die Premium-Pläne mit, die zusätzlich lizenziert werden, und ohne sie wählst du für solche Vorhaben ein anderes Werkzeug.
Umstieg mit Stichtag
Du ziehst bestehende Aufgaben an einem festgelegten Tag um und stellst die alte Ablage schreibgeschützt, statt eine Weile beides zu pflegen.
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To Do ist deine Liste, nicht die des Teams
Microsoft To Do ordnet, was du selbst zu tun hast, mit den Ansichten "Mein Tag", "Wichtig" und "Geplant". Der eigentliche Gewinn liegt in zwei Verbindungen: E-Mails, die du in Outlook mit dem Fähnchen markierst, erscheinen automatisch in einer eigenen Liste, und Aufgaben, die dir jemand im Planner zugewiesen hat, tauchen in der Liste der zugewiesenen Aufgaben auf. Damit hast du eine Stelle, an der wirklich alles steht.
Listen in To Do lassen sich zwar teilen, das ersetzt aber keine Teamzuständigkeit. Eine geteilte Liste hat keinen Besitzer außer dir, sie verschwindet mit deinem Konto, und niemand sieht auf einen Blick, wie die Arbeit über die Gruppe verteilt ist. Für alles, was mehr als eine Person betrifft, ist To Do der falsche Ort.
Planner: sichtbare Zuständigkeit statt Zuruf
Ein Plan für ein Team hängt an einer Microsoft-365-Gruppe, also praktisch am Team selbst: Wer im Team ist, sieht den ganzen Plan. Daneben kannst du im Planner persönliche Pläne führen, die an keiner Gruppe hängen und die sonst niemand sieht. Die Spalten heißen Buckets und bilden meist Arbeitsschritte ab, also etwa "Zu klären", "In Arbeit", "Wartet auf Rückmeldung", "Erledigt". Jede Aufgabe trägt zugewiesene Personen, ein Fälligkeitsdatum, eine Checkliste, Anhänge und farbige Beschriftungen, über die sich später filtern lässt.
Der Planner ist bewusst schlicht gehalten. Abhängigkeiten zwischen Aufgaben, Aufwandsschätzungen und eine echte Ressourcenplanung findest du dort nicht. Wer Meilensteine mit Vorgängerbeziehungen plant, arbeitet mit dem falschen Werkzeug. Für die Frage "Wer macht was bis wann" ist er dagegen genau richtig, besonders wenn du den Plan als Registerkarte in den passenden Kanal pinnst, sodass Aufgaben und Dateien an derselben Stelle liegen.
Lists: wenn du eigentlich eine Tabelle mit Regeln brauchst
Microsoft Lists setzt auf SharePoint-Listen auf und ist gedacht für Datensätze, die sich in derselben Struktur wiederholen: Urlaubsanträge, Störungsmeldungen, Inventar, Besucheranmeldungen. Du legst Spalten mit festem Typ an, also Auswahl, Person, Datum, Ja/Nein oder Zahl, und erzwingst damit saubere Eingaben. Eine Auswahlspalte verhindert, dass derselbe Kunde in vierzehn Schreibweisen in der Liste steht.
Der Unterschied zur geteilten Excel-Datei liegt weniger in den Formeln als im Betrieb: Mehrere Personen arbeiten gleichzeitig, jeder Eintrag hat einen Versionsverlauf, und über Ansichten sieht jede Rolle ihren eigenen Ausschnitt, ohne dass jemand eine Kopie zieht. Dazu kommen Regeln nach dem Muster "Wenn Status auf Erledigt gesetzt wird, benachrichtige diese Person" und ein Formular, über das auch Leute etwas eintragen können, die die Liste selbst nie öffnen.
Die Entscheidung in drei Fragen
Betrifft die Aufgabe nur dich und verschwindet sie, wenn sie erledigt ist? Dann To Do. Muss jemand anderes erkennen können, wer bis wann was übernimmt? Dann Planner. Wiederholt sich derselbe Datensatz mit denselben Feldern, und interessiert dich am Ende die Auswertung über alle Einträge? Dann Lists.
Der häufigste Fehler ist nicht die falsche Wahl, sondern die Parallelnutzung. Ein Team, das Aufgaben gleichzeitig im Planner, in einer Excel-Liste und in Chatnachrichten führt, hat drei Wahrheiten und keine davon vollständig. Legt einmal fest, welche Art von Arbeit in welcher Anwendung geführt wird, schreibt es in den Kanal und pinnt es an. Diese Absprache ist wichtiger als die Frage, welches Werkzeug objektiv das bessere ist.
Wie die Werkzeuge im Alltag zusammenlaufen
In Microsoft Teams gibt es dafür die App Planner, die früher "Tasks von Planner und To Do" hieß. Sie bündelt persönliche Aufgaben und Planaufgaben in einer Ansicht, sodass du nicht zwischen den Oberflächen springen musst. Ergänzend pinnst du den Plan und die relevante Liste als Registerkarte in den Kanal. Damit sieht jemand, der neu ins Team kommt, an einer Stelle die Dateien, die Aufgaben und die laufenden Vorgänge.
Was du nicht erzwingen solltest, ist die Umstellung im laufenden Betrieb ohne Stichtag. Zieh die bestehenden Aufgaben an einem festgelegten Tag um, stell die alte Ablage schreibgeschützt oder verschieb sie an einen Ort, den alle kennen, und pflege nichts doppelt. Eine halb umgezogene Aufgabenliste bringt weniger als die alte, weil niemand mehr weiß, welcher Stand gilt.
Dazu passende Kurse
Wie sich diese Aufteilung in einem gewachsenen Team einführen lässt, ohne dass alte Listen weiterlaufen, ist fester Bestandteil der Kurse zu Aufgaben- und Projektplanung in Microsoft 365 .
Wie sich Aufgaben genau dort führen lassen, wo ohnehin gearbeitet wird, zeigen Kurse, die Aufgaben direkt im Kanal verankern .
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Ich bin sehr zufrieden, alles wurde klar erklärt. Insgesamt war der Kurs sehr informativ und sehr empfehlenswert.
Referent und Inhalt sehr gut und vor allem durch den kleinen Teilnehmerkreis sehr hilfreich.
Gut verständlich erklärt, weitere Möglichkeiten und Optionen aufgezeigt. Die Teilnehmer hatten bereits sehr unterschiedliche Vorkenntnisse, da hat der Veranstalter aber keinen Einfluss.
Häufige Fragen
Kann ich eine bestehende Excel-Tabelle nach Microsoft Lists übernehmen?
Sehen wirklich alle im Team sämtliche Planner-Aufgaben?
Was passiert mit Aufgaben, wenn jemand das Unternehmen verlässt?
Ist der Planner ein Projektmanagement-Werkzeug?
Deine Ansprechpartner
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Yves Hoppe
Weiterbildung & Beratung
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Norbert Jansen
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Eine Wahrheit statt drei Listen
Wie Planner, Microsoft To Do und Microsoft Lists im Alltag zusammenspielen, zeigen die Kurse rund um Microsoft 365 bei cmt an durchgehenden Beispielen.