SharePoint oder OneDrive: Wem die Datei morgen gehört
Technisch laufen beide auf derselben Plattform, der Unterschied liegt allein in der Frage, wem die Ablage gehört, wenn dein Konto morgen deaktiviert wird.
KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
Die halbe Ablage hängt an einzelnen Konten
OneDrive ist bequem, weil es sofort da ist. Ein Entwurf entsteht dort, wird schnell geteilt, jemand arbeitet weiter daran, und niemand verschiebt ihn je in die Teamablage. Nach zwei Jahren liegt ein guter Teil der gemeinsamen Arbeit im persönlichen Bereich einzelner Personen.
Auffällig wird das erst beim Ausscheiden. Wird das Konto gelöscht, bleibt der Inhalt nur für eine Frist erhalten, die die IT festlegt, und danach ist er entfernt. Ein bloß gesperrtes Konto schiebt das nur auf, denn die Frist beginnt mit dem Löschen. Alle Freigabelinks aus diesem OneDrive laufen dann ins Leere, auch die, die längst in Protokollen und in fremden Postfächern stehen.
Die zweite Quelle sind Chatdateien. Was du an einen Chat hängst, landet in deinem OneDrive im Ordner "Microsoft Teams-Chatdateien", obwohl mehrere Personen daran arbeiten. Das ist die häufigste Ursache für Dokumente, die ein halbes Jahr später niemand mehr findet.
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Der direkte Vergleich
OneDrive
dein persönlicher Bereich, an dein Konto gebunden
Kanalablage in Microsoft Teams
dieselbe Bibliothek, nur in vereinfachter Ansicht
SharePoint-Website
die vollständige Bibliothek mit Spalten und Ansichten
| Entscheidungsfrage | OneDrive | Kanalablage in Microsoft Teams | SharePoint-Website |
|---|---|---|---|
| Was geschieht mit den Dateien, wenn ein Konto gelöscht wird? | Schwäche Der Inhalt bleibt nur für eine von der IT festgelegte Frist erhalten, danach ist er entfernt, und jeder Link darauf läuft ins Leere. | Stärke Nichts. Die Dateien gehören der Teamwebsite und bleiben unabhängig von einzelnen Mitgliedschaften bestehen. | Stärke Nichts, es ist dieselbe Bibliothek. Zu klären ist nur, ob noch genügend Besitzer eingetragen sind. |
| Wie schnell ist eine Datei abgelegt? | Stärke Ohne jede Vorüberlegung. Der Ordner ist im Explorer da, und niemand muss vorher gefragt werden. | Kommt darauf an Du musst wissen, welcher Kanal zuständig ist. Das dauert Sekunden, ist aber eine Entscheidung. | Schwäche Beim ersten Mal langsam, weil Bibliothek, Spalten und Ansicht überlegt sein wollen. Danach zahlt es sich bei jeder Suche aus. |
| Wie gut findet die Datei jemand, der sie nicht abgelegt hat? | Schwäche Nur über den verschickten Link. Wer ihn nicht hat, weiß nicht einmal, dass die Datei existiert. | Kommt darauf an Über den Kanal, sofern klar ist, welcher es war. Für Ansichten und Filter über eigene Spalten wechselst du in die Bibliothek in SharePoint. | Stärke Über Ansichten, Filter und die hervorgehobenen Dokumente auf der Startseite, auch ohne Kenntnis der Ordner. |
| Was lässt sich an Struktur hinterlegen? | Schwäche Ordner, mehr ist im persönlichen Bereich nicht vorgesehen und für Entwürfe auch nicht nötig. | Kommt darauf an Ein Ordner je Kanal und Dateien darin. Spalten und Ansichten sind vorhanden, in dieser Ansicht aber kaum zugänglich. | Stärke Eigene Spalten für Kunde, Status oder Dokumentart, gefilterte Ansichten je Rolle und ein Versionsverlauf für jede Datei. |
| Wie übersichtlich bleiben die Berechtigungen? | Schwäche Jede Freigabe erzeugt eine Einzelberechtigung an einer Datei, und niemand außer dir hat je einen Überblick darüber. | Stärke Der Zugriff folgt der Mitgliedschaft im Team. Wer dazukommt, sieht ohne weiteres Zutun alles, was der Kanal enthält. | Kommt darauf an Sauber, solange die Vererbung intakt bleibt. Ordner mit eigenen Rechten machen die Prüfung später zur Handarbeit. |
| Wie gut eignet es sich für die Arbeit mit Externen? | Kommt darauf an Möglich über Links mit Ablaufdatum, sofern die IT das erlaubt. Die Datei bleibt aber in einem persönlichen Bereich liegen. | Stärke Über einen freigegebenen Kanal arbeiten Externe genau an dieser Ablage mit, ohne den Rest des Teams zu sehen. | Kommt darauf an Möglich, aber die Steuerung gehört auf Websiteebene und ist keine Entscheidung, die man im Vorbeigehen trifft. |
Was geschieht mit den Dateien, wenn ein Konto gelöscht wird?
Der Inhalt bleibt nur für eine von der IT festgelegte Frist erhalten, danach ist er entfernt, und jeder Link darauf läuft ins Leere.
Nichts. Die Dateien gehören der Teamwebsite und bleiben unabhängig von einzelnen Mitgliedschaften bestehen.
Nichts, es ist dieselbe Bibliothek. Zu klären ist nur, ob noch genügend Besitzer eingetragen sind.
Wie schnell ist eine Datei abgelegt?
Ohne jede Vorüberlegung. Der Ordner ist im Explorer da, und niemand muss vorher gefragt werden.
Du musst wissen, welcher Kanal zuständig ist. Das dauert Sekunden, ist aber eine Entscheidung.
Beim ersten Mal langsam, weil Bibliothek, Spalten und Ansicht überlegt sein wollen. Danach zahlt es sich bei jeder Suche aus.
Wie gut findet die Datei jemand, der sie nicht abgelegt hat?
Nur über den verschickten Link. Wer ihn nicht hat, weiß nicht einmal, dass die Datei existiert.
Über den Kanal, sofern klar ist, welcher es war. Für Ansichten und Filter über eigene Spalten wechselst du in die Bibliothek in SharePoint.
Über Ansichten, Filter und die hervorgehobenen Dokumente auf der Startseite, auch ohne Kenntnis der Ordner.
Was lässt sich an Struktur hinterlegen?
Ordner, mehr ist im persönlichen Bereich nicht vorgesehen und für Entwürfe auch nicht nötig.
Ein Ordner je Kanal und Dateien darin. Spalten und Ansichten sind vorhanden, in dieser Ansicht aber kaum zugänglich.
Eigene Spalten für Kunde, Status oder Dokumentart, gefilterte Ansichten je Rolle und ein Versionsverlauf für jede Datei.
Wie übersichtlich bleiben die Berechtigungen?
Jede Freigabe erzeugt eine Einzelberechtigung an einer Datei, und niemand außer dir hat je einen Überblick darüber.
Der Zugriff folgt der Mitgliedschaft im Team. Wer dazukommt, sieht ohne weiteres Zutun alles, was der Kanal enthält.
Sauber, solange die Vererbung intakt bleibt. Ordner mit eigenen Rechten machen die Prüfung später zur Handarbeit.
Wie gut eignet es sich für die Arbeit mit Externen?
Möglich über Links mit Ablaufdatum, sofern die IT das erlaubt. Die Datei bleibt aber in einem persönlichen Bereich liegen.
Über einen freigegebenen Kanal arbeiten Externe genau an dieser Ablage mit, ohne den Rest des Teams zu sehen.
Möglich, aber die Steuerung gehört auf Websiteebene und ist keine Entscheidung, die man im Vorbeigehen trifft.
Was passt wann
- Wenn außer dir niemand am Dokument arbeitet und kein gemeinsamer Vorgang daran hängt
- lass es in OneDrive und schick später das Ergebnis statt des Zwischenstands.
- Wenn eine feste Gruppe damit arbeitet und es in zwei Jahren noch auffindbar sein soll
- leg es über den passenden Kanal ab und teile künftig den Link statt der Datei.
- Wenn viele gleichartige Dokumente entstehen und ihr nach Kunde, Status oder Art sucht
- arbeite direkt in der SharePoint-Bibliothek mit eigenen Spalten und Ansichten.
Fünf Stationen einer Datei
- 01 Der Entwurf entsteht in deinem OneDrive und geht sonst niemanden etwas an.
- 02 Sobald eine zweite Person mitarbeitet, wandert die Datei in den Kanal.
- 03 Im Kanal liegt sie in der Dokumentbibliothek der Teamwebsite.
- 04 Geteilt wird ab jetzt der Link darauf und nicht mehr eine Kopie.
- 05 Beim Ausscheiden bleibt sie beim Team, weil sie an keinem Konto mehr hängt.
Was du danach ohne Zögern richtig ablegst
Die Regel ist kurz und trägt trotzdem den ganzen Alltag: Der Schreibtisch ist persönlich, der Aktenschrank gehört der Gruppe. Alles Weitere sind Handgriffe, die diese Trennung durchhalten.
Entwurf und Ergebnis trennen
Du arbeitest an Zwischenständen in OneDrive und legst um, sobald eine zweite Person mitarbeitet oder das Dokument zu einem gemeinsamen Vorgang gehört.
Chatdateien vermeiden
Du lädst gemeinsame Dokumente im Kanal hoch und verschickst im Chat nur den Link darauf. Das kostet einen Klick und erspart dem Team die spätere Suche.
Den richtigen Linktyp wählen
Du kennst den Unterschied zwischen "Personen mit vorhandenem Zugriff", "Bestimmte Personen" und einem organisationsweiten Link und weißt, wann welcher passt.
Den Ort statt der Datei teilen
Du verweist auf den Kanal oder die Bibliothek statt auf einzelne Dateien, damit nicht bei jedem Vorgang eine neue Einzelberechtigung entsteht.
Die volle Bibliothek nutzen
Du öffnest die Teamablage in SharePoint und arbeitest dort mit eigenen Spalten, Ansichten und dem Versionsverlauf, statt in Teams immer neue Ordner anzulegen.
Den Explorer sinnvoll anbinden
Statt eine Bibliothek an ein Gerät zu binden, legst du eine Verknüpfung in deinem OneDrive an, die dir auf jedes Gerät folgt, und lässt Dateien online, solange du sie nicht offline brauchst.
KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
Persönliche Ablage heißt: an dein Konto gebunden
Dein OneDrive gehört zu deinem Benutzerkonto. Wird das Konto deaktiviert, weil jemand das Unternehmen verlässt, bleibt der Inhalt nur für eine Frist erhalten, die die IT festlegt, und wird danach entfernt. Alle Freigabelinks, die aus diesem OneDrive heraus verschickt wurden, laufen dann ins Leere, auch die, die längst in Protokollen und E-Mails anderer Leute stehen.
Daraus folgt eine klare Trennlinie: Der Entwurf eines Angebots kann im OneDrive entstehen, das versendete Angebot gehört in die Teamablage. Genauso Protokolle, Verträge, Konzepte und alles, wonach in zwei Jahren jemand suchen wird, der dich nicht kennt. OneDrive ist der Schreibtisch, SharePoint ist der Aktenschrank.
Teams-Dateien liegen in SharePoint, auch wenn du das nie siehst
Jedes Team hat eine SharePoint-Teamwebsite mit einer Dokumentbibliothek, und jeder Standardkanal bekommt darin einen Ordner. Die Registerkarte "Dateien" im Kanal zeigt genau diesen Ordner, nur in einer vereinfachten Ansicht. Über den Punkt zum Öffnen in SharePoint landest du in der vollständigen Bibliothek.
Das ist kein technisches Detail, sondern der Zugang zu allem, was in Teams nicht sichtbar ist: eigene Spalten für Kunde, Status oder Dokumentart, gefilterte Ansichten, der Versionsverlauf einer Datei und die Möglichkeit, wichtige Dokumente auf der Startseite der Website hervorzuheben. Wer nur über Teams arbeitet, nutzt einen Bruchteil der Ablage und legt deshalb wieder Ordner an, wo Spalten die bessere Antwort wären.
Dateien im Chat sind ein Sonderfall
Hängst du eine Datei an einen Einzel- oder Gruppenchat an, wird sie in deinem OneDrive im Ordner "Microsoft Teams-Chatdateien" abgelegt, und die anderen erhalten lediglich einen Freigabelink. Die Datei liegt damit im persönlichen Bereich einer einzelnen Person, obwohl mehrere daran arbeiten. Das ist die häufigste Ursache für Dateien, die ein halbes Jahr später niemand mehr findet.
Für eine schnelle Rückfrage ist das in Ordnung. Sobald jedoch absehbar ist, dass an dem Dokument weitergearbeitet wird, leg es im Kanal ab und verschick im Chat nur den Link darauf. Dich kostet das einen zusätzlichen Klick, dem Team erspart es die Suche nach der gültigen Fassung.
Freigabelinks: der Unterschied, der wirklich zählt
Wenn du auf "Teilen" klickst, entscheidest du zuerst über den Linktyp. "Personen mit vorhandenem Zugriff" ändert keine Berechtigungen und ist innerhalb eines Teams fast immer die richtige Wahl. "Bestimmte Personen" öffnet gezielt für einzelne Namen, "Personen in deiner Organisation" für alle intern. Einen Link für jede Person außerhalb gibt es nur, wenn die IT das erlaubt, und dann sinnvollerweise mit Ablaufdatum.
Der zweite Schalter ist Bearbeiten oder Anzeigen. Beides zusammen entscheidet mehr über die Ordnung in eurer Ablage als jede Ordnerstruktur, denn jeder Link, der vom Normalfall abweicht, erzeugt eine Einzelberechtigung an dieser Datei. Nach ein paar hundert davon kann niemand mehr beantworten, wer eigentlich Zugriff hat. Teile deshalb möglichst den Ort statt der einzelnen Datei: Wer im Team ist, kommt an alles, was das Team betrifft.
Synchronisieren oder verknüpfen
Für den Zugriff über den Explorer gibt es zwei Wege. "Synchronisieren" bindet eine Bibliothek an ein bestimmtes Gerät. "Verknüpfung zu meinen Dateien hinzufügen" legt stattdessen einen Verweis in deinem OneDrive an, der auf jedem Gerät mitkommt, an dem du dich anmeldest. Für den Alltag ist die Verknüpfung meist die ruhigere Variante.
In beiden Fällen gilt: Nicht alles muss lokal liegen. Das Wolkensymbol bedeutet, dass eine Datei nur online vorhanden ist, der grüne Haken, dass sie auf dem Gerät liegt. Große Bibliotheken mit vielen tausend Dateien vollständig lokal verfügbar zu machen, füllt die Festplatte und verlangsamt die Synchronisierung, ohne dass jemand etwas davon hat.
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Welche Freigabeart in welcher Situation passt, üben Anwenderkurse zu Ablage und Dateifreigabe an genau den Fällen, die im Arbeitsalltag ständig vorkommen.
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Gut verständlich erklärt, weitere Möglichkeiten und Optionen aufgezeigt. Die Teilnehmer hatten bereits sehr unterschiedliche Vorkenntnisse, da hat der Veranstalter aber keinen Einfluss.
Häufige Fragen
Kann ich Dateien aus OneDrive nach SharePoint verschieben, ohne etwas zu verlieren?
Wer sieht, was in meinem OneDrive liegt?
Was passiert mit den Dateien, wenn ein Team gelöscht wird?
Passt thematisch dazu
Wer erst noch klären will, was eine Dokumentbibliothek zusätzlich mitführt , findet die kurze Antwort im Glossar.
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