Dauer: 5 Tage á 6 Stunden, 40 Unterrichtseinheiten
Voraussetzung: Keine formalen Vorkenntnisse erforderlich. Erste Erfahrungen in Projekten, Produktentwicklung, IT, Organisation, Verwaltung oder Teamkoordination sind hilfreich.
Diese Weiterbildung verbindet klassisches Projektmanagement mit agilen Methoden und Scrum zu einem praxisnahen Gesamttraining für anspruchsvolle Projektumgebungen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Projekte zuverlässig geplant, gesteuert und kommuniziert werden, ohne die notwendige Anpassungsfähigkeit bei neuen Anforderungen zu verlieren. Das Agile Projektmanagement Training vermittelt Werkzeuge für Zielklärung, Projektauftrag, Ressourcenplanung, Termin- und Budgetsteuerung, Risikomanagement, Stakeholder-Kommunikation sowie agile Zusammenarbeit in Scrum-Teams.
Das Training kombiniert zwei fachlich aufeinander abgestimmte Bausteine: Projektmanagement für Führungskräfte und Scrum Total mit den Rollen Scrum Master und Product Owner. Dadurch entsteht ein vollständiges Verständnis für klassische Projektsteuerung, agile Produktentwicklung, Sprint-Planung, Product Backlog, Stakeholder-Erwartungen und kontinuierliche Verbesserung. Wer gezielt einzelne Scrum-Rollen vertiefen möchte, findet ergänzend das Scrum Master Training, das Scrum Product Owner Training sowie das Scrum Master & Product Owner Kompakt Training.
Die Weiterbildung eignet sich besonders für Personen, die Projekte in Unternehmen, Behörden, IT-Abteilungen, Fachbereichen oder produktorientierten Teams verantworten. Klassische Methoden werden nicht gegen agile Ansätze ausgespielt, sondern sinnvoll miteinander verbunden. So entsteht ein belastbares Vorgehen für hybride Projektmanagement-Modelle, in denen Planungssicherheit, Transparenz, Priorisierung und iterative Umsetzung zusammenwirken.
Nach dem Modul kann bei persönlicher Eignung die Prüfung zum Professional Scrum Master I (PSM I) und Professional Scrum Product Owner I (PSPO I) extern abgelegt werden. Prüfungen und Gebühren sind nicht im Modul enthalten. Das Training enthält eine strukturierte Einordnung der Anforderungen und bereitet auf die Denkweise, Begriffe und Rollenlogik vor, ohne prüfungsspezifische Spekulationen zu treffen.
Das Modul kann individuell auf Anforderungen von Unternehmen, Behörden und Projektteams angepasst werden. Besonders sinnvoll ist dies, wenn bestehende Projektprozesse, hybride Projektmanagement-Modelle oder konkrete Praxisfälle aus dem Arbeitsumfeld eingebunden werden sollen. Für verwandte Einsatzfelder bieten sich außerdem Agile Methoden im Einsatz, Agiles Change Management oder PRINCE2 7 Agile Kompakt Foundation & Practitioner an.
Für wen eignet sich dieses Training?
- Projektleiter, Teamleiter und Führungskräfte, die Projekte planbarer, transparenter und wirksamer steuern möchten
- Product Owner, angehende Product Owner und Fachverantwortliche, die Anforderungen priorisieren und Produktziele verständlich vermitteln wollen
- Scrum Master, Agile Coaches, Moderatoren und Teamkoordinatoren, die agile Teams methodisch unterstützen möchten
- IT-Fachkräfte, Entwickler, Consultants und Business Analysten, die in Scrum-Teams oder hybriden Projektstrukturen arbeiten
- Mitarbeiter aus Fachbereichen, Verwaltung und Organisation, die agile Methoden in Veränderungs- und Digitalisierungsprojekten einsetzen möchten
- Unternehmensteams, die ein gemeinsames Verständnis für Projektmanagement, Scrum, Rollen, Meetings und Entscheidungswege aufbauen wollen
Was macht diese Weiterbildung aus?
Das Training behandelt Projektmanagement nicht nur als Sammlung einzelner Methoden, sondern als Führungs- und Steuerungsaufgabe. Die Teilnehmer arbeiten mit Projektzielen, Stakeholder-Interessen, Ressourcen, Risiken, Abhängigkeiten und Kommunikationswegen. Gleichzeitig wird Scrum als Rahmenwerk für komplexe Aufgabenstellungen eingeordnet, bei denen Anforderungen nicht vollständig planbar sind und iteratives Vorgehen bessere Ergebnisse ermöglicht.
Durch die Verbindung beider Perspektiven entsteht ein tragfähiges Verständnis für hybride Projektarbeit. Klassische Planung schafft Orientierung, während agile Arbeitsweisen schnelle Rückkopplung, Transparenz und Priorisierung ermöglichen. So werden Projekte nicht nur administriert, sondern aktiv gesteuert.
Teil 1: Projektmanagement für Führungskräfte, 2 Tage á 6 Stunden
- Projektauftrag und Zieldefinition: Projektziele, Nutzen, Stakeholder, Rahmenbedingungen und Erfolgskriterien systematisch erfassen
- Rollen und Verantwortlichkeiten: Auftraggeber, Projektleitung, Team, Fachbereiche und Entscheider klar abgrenzen
- Planung und Steuerung: Ressourcen, Budget, Termine, Meilensteine und Arbeitspakete realistisch strukturieren
- Projektorganisation: Entscheidungswege, Gremien, Reporting-Strukturen und Eskalationspfade sinnvoll aufbauen
- Risikomanagement: Frühwarnsysteme entwickeln, Risiken bewerten und geeignete Gegenmaßnahmen planen
- Kommunikation und Führung: Zusammenarbeit mit Projektbeteiligten, Stakeholdern und Führungsebenen professionell gestalten
- Projektcontrolling: Fortschritt, Qualität, Budget, Termine und Abweichungen nachvollziehbar bewerten
- Praxisübertragung: typische Projektsituationen analysieren und passende Steuerungsmaßnahmen ableiten
Teil 2: Scrum Total, Scrum Master und Product Owner, 3 Tage á 6 Stunden
- Agile Grundlagen: agile Werte, Prinzipien, empirische Prozesskontrolle und Unterschiede zwischen klassischem, agilem und hybridem Projektmanagement
- Scrum Framework: Rollen, Events, Artefakte, Sprint-Zyklus, Definition of Done, Transparenz und kontinuierliche Verbesserung
- Scrum Master Rolle: Servant Leadership, Moderation, Impediment Management, Teamentwicklung und Schutz des Scrum-Prozesses
- Product Owner Rolle: Product Goal, Product Backlog, Priorisierung, Stakeholder-Erwartungen und Wertmaximierung
- Product Backlog Management: Anforderungen strukturieren, Einträge verfeinern, Prioritäten nachvollziehbar setzen und Product Goal ausrichten
- Scrum Events: Sprint Planning, Daily Scrum, Sprint Review, Sprint Retrospective und Backlog Refinement zielführend einsetzen
- Zusammenarbeit im Scrum-Team: Verantwortlichkeiten, Selbstmanagement, Transparenz und gemeinsame Entscheidungsfindung stärken
- Stakeholder-Kommunikation: Erwartungen aufnehmen, Feedback nutzbar machen und Produktentscheidungen begründen
- Praxisübungen: Sprint Planning, Daily Scrum, Sprint Review, Retrospektive, Backlog Refinement und Arbeit mit realistischen Projektsituationen
- Zertifizierungsvorbereitung: Einordnung der Anforderungen für Professional Scrum Master I und Professional Scrum Product Owner I ohne prüfungsspezifische Spekulationen
Was nach dem Training erreicht wird
- Projekte mit klaren Zielen, Rollen, Ressourcen und Steuerungsmechanismen planen
- Risiken, Abhängigkeiten und Stakeholder-Erwartungen frühzeitig erkennen und strukturiert bearbeiten
- klassische Projektmanagement-Methoden und agile Vorgehensweisen situationsgerecht verbinden
- Scrum-Rollen, Events und Artefakte fachlich korrekt einordnen und in der Praxis anwenden
- Product Backlog, Product Goal, Sprint-Ziele und Priorisierungsentscheidungen nachvollziehbar gestalten
- Teams, Fachbereiche und Entscheider transparenter durch komplexe Projekt- und Produktvorhaben führen
Agenda über 5 Trainingstage
Tag 1: Projektauftrag, Ziele und Projektstruktur
Einordnung von Projektmanagement als Steuerungsaufgabe, Klärung von Projektauftrag, Nutzen, Zielbild, Stakeholdern, Rahmenbedingungen und Erfolgskriterien. Aufbau einer tragfähigen Projektstruktur mit Rollen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungswegen.
Tag 2: Planung, Risiko, Kommunikation und Steuerung
Planung von Ressourcen, Budget, Terminen, Meilensteinen und Arbeitspaketen. Bearbeitung von Risikomanagement, Reporting, Eskalationen, Projektcontrolling und professioneller Kommunikation mit Auftraggebern, Fachbereichen und Projektteams.
Tag 3: Agile Grundlagen und Scrum Framework
Agile Werte, Prinzipien und empirische Prozesskontrolle. Abgrenzung klassischer, agiler und hybrider Vorgehensweisen. Einführung in Scrum-Rollen, Scrum Events, Artefakte, Sprint-Zyklus, Transparenz und kontinuierliche Verbesserung.
Tag 4: Scrum Master Rolle und agile Teamarbeit
Vertiefung der Scrum Master Verantwortung mit Servant Leadership, Moderation, Impediment Management, Teamentwicklung, Konfliktbearbeitung, Retrospektiven und Schutz des Scrum-Prozesses. Praxisübungen zu typischen Situationen in Scrum-Teams.
Tag 5: Product Owner Rolle und Zertifizierungsvorbereitung
Arbeit mit Product Goal, Product Backlog, Priorisierung, Stakeholder-Erwartungen, Wertmaximierung und Backlog Refinement. Einordnung der Anforderungen für PSM I und PSPO I sowie Transfer in die eigene Projekt- und Produktpraxis.
Methodik
- Trainer-Input mit direkter Übertragung auf Projekt- und Scrum-Praxis
- Praxisübungen zu Projektauftrag, Planung, Risikoanalyse, Backlog-Arbeit und Scrum Events
- Fallarbeit mit realistischen Projekt- und Produktsituationen
- Diskussion typischer Herausforderungen aus Unternehmen, Behörden, IT und Fachbereichen
- Reflexion der Rollen Projektleitung, Scrum Master und Product Owner
- Transferübungen für klassische, agile und hybride Projektmanagement-Modelle
Zertifizierung und Prüfungen
Die Weiterbildung enthält eine fachliche Vorbereitung auf die Rollenlogik, Begriffe und Anwendungsprinzipien, die für Professional Scrum Master I (PSM I) und Professional Scrum Product Owner I (PSPO I) relevant sind. Die Prüfungen werden extern abgelegt und sind nicht im Modulpreis enthalten. Prüfungsgebühren, Registrierung und Terminierung erfolgen unabhängig vom Training.
Im Training werden keine prüfungsspezifischen Spekulationen vermittelt. Stattdessen steht das belastbare Verständnis von Scrum, Rollen, Events, Artefakten, empirischer Prozesskontrolle und praxisgerechter Anwendung im Vordergrund.
Häufige Fragen
Ist das Training für Einsteiger im agilen Projektmanagement geeignet?
Ja. Es sind keine formalen Vorkenntnisse erforderlich. Erste Projekterfahrung ist hilfreich, weil viele Übungen an typischen Situationen aus Projektleitung, Produktentwicklung, IT, Organisation oder Fachbereichen anknüpfen.
Worin unterscheidet sich das Training von einer reinen Scrum-Schulung?
Diese Weiterbildung verbindet klassische Projektsteuerung mit Scrum. Dadurch geht es nicht nur um Rollen, Events und Artefakte, sondern auch um Projektauftrag, Zieldefinition, Ressourcenplanung, Risiko, Budget, Kommunikation und hybride Projektmanagement-Modelle.
Wer profitiert besonders von agilem Projektmanagement?
Besonders profitieren Projektleiter, Product Owner, Scrum Master, Teamleiter, Fachverantwortliche, IT-Fachkräfte, Business Analysten und Organisationsteams, die Projekte transparenter steuern und zugleich flexibler auf neue Anforderungen reagieren möchten.
Bereitet das Training auf PSM I und PSPO I vor?
Das Training ordnet die fachlichen Anforderungen für Professional Scrum Master I und Professional Scrum Product Owner I ein und stärkt das Verständnis der Scrum-Rollen, Events, Artefakte und Prinzipien. Prüfungen und Gebühren sind nicht enthalten.
Ist das Training auch für hybride Projektmanagement-Modelle geeignet?
Ja. Ein zentrales Ziel ist die Verbindung klassischer Steuerungsinstrumente mit agilen Arbeitsweisen. Das ist besonders relevant, wenn Organisationen mit festen Budgets, Berichtspflichten oder Governance-Strukturen arbeiten und zugleich iterative Entwicklung nutzen.
Können eigene Praxisfälle eingebunden werden?
Ja. Das Modul kann an Anforderungen von Unternehmen, Behörden und Projektteams angepasst werden. Eigene Projektprozesse, Rollenmodelle, Entscheidungswege oder aktuelle Herausforderungen lassen sich in Übungen und Fallarbeit einbinden.