Die CCNA-Prüfung vorbereiten und den richtigen Zeitpunkt wählen
Was geprüft wird, wie du in zwölf Wochen mit Laborpraxis hinkommst und ob du vor dem Blueprint-Wechsel im Februar 2027 noch antreten solltest.
KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
Kurz gesagt
Die CCNA-Prüfung 200-301 dauert 120 Minuten, kostet laut Cisco 300 US-Dollar und wird bei Pearson VUE im Testcenter oder online beaufsichtigt abgelegt. Aktuell gilt die Version 1.1 mit sechs Themenbereichen, von Network Fundamentals bis Automation and Programmability. Cisco hat am 20. Mai 2026 die Version 2.0 veröffentlicht, die ab dem 3. Februar 2027 geprüft wird, denselben Code behält und mehr Fehlersuche, OSPFv3, Layer-2-Schutz und den Umgang mit KI-Assistenten verlangt. Wer bis Ende Januar 2027 prüfungsreif ist, legt noch die 1.1 ab, alle anderen lernen direkt für 2.0.
Stand dieser Seite: 25.10.2026
01 Worum es geht
Ein halbes Jahr Lernen, und dann passt der Stoff nicht mehr zur Prüfung
Der CCNA ist für viele die erste Zertifizierung im Netzwerkbereich, und die Vorbereitung zieht sich neben dem Job oft über Monate. In diesem Herbst kommt eine zusätzliche Unsicherheit dazu: Cisco hat den ersten großen Umbau des CCNA-Blueprints seit 2019 angekündigt. Wer im Oktober mit einem Buch zur Version 1.1 anfängt und im März prüfen will, lernt für eine Prüfung, die es dann nicht mehr gibt.
Umgekehrt ist auch Abwarten keine gute Strategie. Zur Version 2.0 gibt es bisher die offiziellen Prüfungsthemen, aber noch wenig ausgereiftes Lernmaterial. Und in den ersten Wochen nach einem Versionswechsel kann niemand aus eigener Erfahrung sagen, wie die neuen Themen gefragt werden. Wer schon gut vorbereitet ist, verschenkt mit Warten Zeit.
Das zweite typische Problem ist die Art der Vorbereitung. Viele lernen den CCNA wie eine Wissensprüfung, mit Karteikarten und Fragenkatalogen. Die Prüfung verlangt aber, dass du Ausgaben von show-Befehlen liest, Routing-Tabellen interpretierst und Konfigurationen beurteilst. Mit Version 2.0 wird dieser Anteil größer, denn fast jeder Themenbereich enthält jetzt ein Lernziel, das mit Troubleshoot oder Diagnose beginnt. Ohne eigene Laborstunden reicht das Auswendiglernen nicht.
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02 Schritt für Schritt
Von der Versionsfrage bis zur Verlängerung: der Ablauf in sieben Schritten
Jeder Schritt endet mit einem Ergebnis, das du abhaken kannst. Wenn ein Ergebnis fehlt, lohnt es sich nicht, den nächsten Schritt zu beginnen, denn die Prüfung bestraft Lücken in den Grundlagen später an mehreren Stellen gleichzeitig.
- 1
Version festlegen
Rechne vom heutigen Tag rückwärts. Die Version 1.1 bleibt laut Cisco verfügbar, bis die Version 2.0 am 3. Februar 2027 startet. Wenn du bis Mitte Januar 2027 realistisch prüfungsreif bist und dein Material auf 1.1 ausgerichtet ist, buchst du einen Termin vor dem Wechsel und lässt Puffer für einen zweiten Versuch. Wenn du gerade erst beginnst oder nebenher nur wenige Stunden pro Woche hast, lernst du direkt nach den Prüfungsthemen der 2.0. Das Zertifikat heißt in beiden Fällen CCNA und gilt gleich lang.
Ergebnis: Eine Entscheidung für 1.1 oder 2.0 und ein Zieltermin, der mindestens zwei Wochen Puffer vor dem 2. Februar 2027 lässt, falls du 1.1 gewählt hast.
- 2
Ausgangslage ehrlich prüfen
Teste dich an drei Stellen, bevor du einen Plan schreibst. Kannst du ein /26-Netz in Netzadresse, ersten und letzten Host und Broadcast zerlegen, ohne Rechner? Kannst du erklären, was ein Switch mit einem Frame an eine unbekannte MAC-Adresse macht? Kommst du auf einer Cisco-CLI vom User-Modus in die Interface-Konfiguration und zurück? Jede Frage, die du mit Nein beantwortest, bekommt im Lernplan eine zusätzliche Woche.
Ergebnis: Eine kurze Liste mit Themen, bei denen du bei null anfängst, und Themen, die du nur wiederholen musst.
- 3
Lernplan mit festen Laborzeiten schreiben
Lege die Themen in der Reihenfolge fest, in der sie aufeinander aufbauen: zuerst Adressierung und Switching, dann VLANs und Spanning Tree, dann Routing, danach Dienste, Sicherheit und Betrieb. Plane pro Woche zwei bis drei Laborblöcke in Packet Tracer oder Cisco Modeling Labs ein, in denen du jede Konfiguration aus dem Lernstoff selbst baust und mit show-Befehlen prüfst. Lesen ohne Labor ist der häufigste Grund, warum Ausgabefragen in der Prüfung schiefgehen.
Ergebnis: Ein Wochenplan im Kalender, in dem Lern- und Laborzeiten getrennt eingetragen sind und der zur gewählten Version passt.
- 4
Prüfungsreife messen
Zwei Wochen vor dem Wunschtermin prüfst du dich gegen die offizielle Themenliste. Gehe jedes Lernziel durch und markiere, ob du es erklären, konfigurieren und im Fehlerfall diagnostizieren kannst. Baue für jedes Lernziel mit Configure, Troubleshoot oder Diagnose ein kleines Labor aus dem Kopf nach. Übungsfragen nutzt du nur aus seriösen Quellen wie den offiziellen Cert-Guides, nie aus Dump-Sammlungen, deren Nutzung gegen die Prüfungsvereinbarung von Cisco verstößt.
Ergebnis: Eine Themenliste, in der kein Lernziel mehr offen ist, und drei Labore, die du ohne Vorlage fehlerfrei aufbauen kannst.
- 5
Prüfung buchen
Du buchst über das Cisco Certification Tracker-Portal bei Pearson VUE, telefonisch oder direkt im Testcenter. Entscheide zwischen einem Testcenter und der beaufsichtigten Online-Prüfung zu Hause oder im Büro. Online brauchst du einen ruhigen, aufgeräumten Raum, eine stabile Verbindung, eine Webcam und einen Rechner, der den Systemtest von Pearson VUE besteht. Prüfe außerdem, dass der Name im Cisco-Profil exakt mit deinem Ausweis übereinstimmt. Die Prüfungssprachen sind Englisch und Japanisch.
Ergebnis: Ein bestätigter Termin, ein bestandener Systemtest bei einer Online-Prüfung und ein Ausweis, dessen Name zum Profil passt.
- 6
Prüfungstag durchziehen
Die Prüfung dauert 120 Minuten. Teile dir die Zeit ein, denn Aufgaben mit Topologien und Ausgaben kosten mehr Zeit als Wissensfragen. Lies bei jeder Ausgabe zuerst, welches Gerät und welcher Befehl gezeigt werden, und dann die Frage. Bei Konfigurationsaufgaben prüfst du am Ende mit show-Befehlen, ob dein Ergebnis wirkt, bevor du weitergehst. Wenn eine Frage dich festhält, triff eine begründete Wahl und geh weiter.
Ergebnis: Ein Ergebnisbericht mit Bestehen oder Nichtbestehen und einer Auswertung je Themenbereich, die du für die weitere Planung aufbewahrst.
- 7
Ergebnis verarbeiten und weiterplanen
Hast du bestanden, gilt der CCNA drei Jahre, und du planst die Verlängerung gleich mit, am einfachsten über eine Professional-Prüfung im nächsten Zyklus. Hast du nicht bestanden, wartest du laut Cisco mindestens fünf Kalendertage, beginnend am Tag nach dem Versuch, und nutzt die Auswertung je Themenbereich, um gezielt die zwei schwächsten Bereiche nachzuarbeiten. Prüfe dabei, ob der Wiederholungstermin noch vor dem Versionswechsel liegt.
Ergebnis: Entweder ein eingetragenes Ablaufdatum mit Verlängerungsplan oder ein neuer Termin mit einem Lernplan für die zwei schwächsten Themenbereiche.
03 Was du mitnimmst
Was du für deine Prüfung planen kannst
Du bekommst den Ablauf von der Entscheidung für eine Version bis zur Verlängerung des Zertifikats, mit den Zahlen aus den offiziellen Cisco-Dokumenten.
Der Weg zum CCNA in sechs Etappen
- 01 Version wählen: 1.1 bis Februar 2027 oder 2.0
- 02 Ausgangslage prüfen: Subnetting, OSI, CLI
- 03 Zwölf Wochen Lernplan mit Laboranteil
- 04 Prüfung bei Pearson VUE buchen
- 05 120 Minuten Prüfung
- 06 Drei Jahre gültig, Verlängerung mit 30 Punkten
Die passende Version wählen
Du vergleichst die Themenbereiche von 1.1 und 2.0 mit Gewichtung und siehst, welche Inhalte wegfallen und welche neu sind. Daraus ergibt sich, ob dein bisheriges Lernmaterial noch trägt und bis wann du prüfungsreif sein müsstest.
Einen Lernplan mit Laboranteil aufstellen
Ein Zwölf-Wochen-Plan zeigt, in welcher Reihenfolge die Themen sinnvoll aufeinander aufbauen und wie viel Zeit am Gerät oder im Simulator du für jeden Abschnitt einplanen solltest.
Den Prüfungstag ohne Überraschungen angehen
Du weißt, wie Buchung, Testcenter und Online-Prüfung ablaufen, welche Wartezeiten nach einem Fehlversuch gelten und was du am Tag selbst beachten musst.
Nach dem CCNA weiterplanen
Du siehst, wie lange das Zertifikat gilt, wie du es über Prüfungen oder Weiterbildungspunkte verlängerst und welche Professional-Prüfung den CCNA gleich mitverlängert.
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Das Prüfungsformat
Die 200-301 ist eine einzelne Prüfung von 120 Minuten. Laut der Zertifizierungsseite kostet sie 300 US-Dollar oder einen entsprechenden Betrag in Cisco Learning Credits, und es gibt keine formalen Voraussetzungen. Cisco beschreibt den CCNA als Zertifikat, das kaum oder keine Netzwerkkenntnisse voraussetzt. Abgenommen wird sie von Pearson VUE, im Testcenter oder als beaufsichtigte Online-Prüfung.
Cisco veröffentlicht für den CCNA weder eine feste Fragenzahl noch eine Bestehensgrenze. Du solltest dich deshalb nicht auf Zahlen aus Foren verlassen, sondern auf die Themenliste. Die Aufgaben reichen von Wissensfragen über das Zuordnen von Begriffen bis zur Interpretation von Ausgaben und Konfigurationen an Topologien. Die Prüfungsbeschreibung der Version 2.0 kündigt zusätzlich an, dass du Ergebnisse und Empfehlungen von KI-Assistenten im Netzbetrieb bewerten musst.
Teilnehmen darf jede Person ab 18 Jahren, zwischen 13 und 17 Jahren mit Zustimmung der Eltern. Wer nicht besteht, wartet fünf Kalendertage, und wer eine Prüfung bestanden hat, darf dieselbe Prüfung erst nach 180 Tagen erneut ablegen.
Themenbereiche und Gewichtung der Version 1.1
Die aktuell geprüfte Version 1.1 teilt den Stoff in sechs Bereiche. Den größten Anteil hat IP Connectivity mit Routing-Tabelle, statischem Routing und OSPFv2 in einer Area. Network Fundamentals und Network Access liegen gleichauf, wobei Network Access auch die Konfiguration eines WLANs über die grafische Oberfläche eines Controllers enthält.
Automation and Programmability ist mit zehn Prozent klein, wird aber oft unterschätzt. Dazu gehören REST-APIs mit HTTP-Verben und Authentifizierung, JSON sowie Ansible und Terraform als Konfigurationswerkzeuge. Außerdem sollst du die Rolle von KI und maschinellem Lernen im Netzbetrieb erklären.
| Bereich | Anteil | Inhalte |
|---|---|---|
| 1.0 Network Fundamentals | 20 % | Komponenten, Topologien, Kabel, TCP und UDP, IPv4-Subnetting, IPv6, Client-IP-Parameter, WLAN-Grundlagen, Virtualisierung, Switching |
| 2.0 Network Access | 20 % | VLANs, 802.1Q-Trunks, CDP und LLDP, EtherChannel mit LACP, Rapid PVST+, Wireless-Architekturen, Management-Zugang, WLAN-GUI |
| 3.0 IP Connectivity | 25 % | Routing-Tabelle, Weiterleitungsentscheidung, statische Routen für IPv4 und IPv6, OSPFv2 in einer Area, First Hop Redundancy |
| 4.0 IP Services | 10 % | NAT, NTP, DHCP und DNS, SNMP, Syslog, DHCP-Relay, QoS, SSH, TFTP und FTP |
| 5.0 Security Fundamentals | 15 % | Begriffe, Passwörter, VPN, ACLs, DHCP Snooping, DAI, Port Security, AAA, WPA bis WPA3, WLAN mit WPA2-PSK |
| 6.0 Automation and Programmability | 10 % | Controller-basierte Netze, REST, Ansible und Terraform, JSON, KI und ML |
Was die Version 2.0 ändert
Die Version 2.0 hat nur noch fünf Bereiche, und sie sind anders geschnitten. Network Infrastructure and Connectivity sowie Switching and Network Access haben je 25 Prozent, IP Routing und Network Services and Security je 20 Prozent, AI and Network Operations and Management 10 Prozent. Die Prüfung bleibt 120 Minuten lang und behält den Code 200-301.
Inhaltlich verschiebt sich der Schwerpunkt vom Beschreiben zum Diagnostizieren. Bei IPv4, IPv6, DHCP, statischen Routen und Client-Verbindungen heißen die Lernziele jetzt Troubleshoot. Neu sind OSPFv3 für IPv6, das Interpretieren des Zustands von HSRP und VRRP und die Diagnose von DNS-Einträgen von A bis PTR. Dazu kommen Storm Control und RA Guard als Layer-2-Schutz, sichere Dateiübertragung mit SFTP und SCP sowie das Abgleichen von Netzwerkdokumentation mit CDP und LLDP. Ansible sollst du nicht mehr nur erkennen, sondern damit Befehle ausführen.
Weggefallen sind unter anderem die QoS-Grundlagen, TFTP und FTP, die NTP-Konfiguration und die Konfiguration eines WLANs über die Controller-Oberfläche. Ganz neu ist der KI-Anteil: Du sollst die Rolle agentischer KI im Netzbetrieb beschreiben und einen Prompt für ein generatives KI-System auswählen, bei dem Datenklassifizierung, Ausgabeformat, Persona und Anweisungen stimmen.
| Bereich | Anteil | Inhalte |
|---|---|---|
| 1.0 Network Infrastructure and Connectivity | 25 % | Kabel- und Interface-Fehler, Hypervisor, VM und Container, IPv4 und IPv6 troubleshoot, WLAN-Grundlagen, Client-Verbindungen, DHCPv4 Client, Server und Relay |
| 2.0 Switching and Network Access | 25 % | L2- und L3-Interfaces, 802.1Q-Trunks, LACP, SVI, Edge-Ports für PCs, APs, VoIP und Hosts, CDP und LLDP gegen Doku, Fehlersuche mit show, ping, traceroute und Mitschnitt, Rapid PVST+ |
| 3.0 IP Routing | 20 % | Routing-Tabelle lesen, statische Routen troubleshoot, OSPFv2 und OSPFv3 in einer Area, HSRP und VRRP interpretieren |
| 4.0 Network Services and Security | 20 % | Lokale Benutzer und AAA, SFTP und SCP, NAT und PAT, DNS-Records diagnostizieren, IPsec, ACLs, DHCP Snooping, DAI, Storm Control, RA Guard, Port Security |
| 5.0 AI, and Network Operations and Management | 10 % | Agentische KI, Prompts auswählen, Managementansätze bis Infrastructure as Code, SNMP, Ansible ausführen, Syslog interpretieren |
Jetzt antreten oder auf 2.0 warten
Die Frage entscheidet sich an zwei Dingen: wie weit du heute bist und womit du lernst. Wer bereits zwei Drittel der Themen der Version 1.1 sicher beherrscht und Material für 1.1 besitzt, hat bis Ende Januar 2027 genug Zeit für den Rest und einen Wiederholungsversuch. Für diese Gruppe ist das Antreten vor dem Wechsel der kürzere Weg, denn ein CCNA nach 1.1 ist derselbe CCNA und gilt genauso drei Jahre.
Wer erst jetzt beginnt, sollte direkt für 2.0 lernen. Ein großer Teil des Stoffs ist in beiden Versionen gleich: Subnetting, VLANs, Trunks, Spanning Tree, statisches Routing, OSPFv2, NAT, ACLs und die Layer-2-Sicherheit. Mit diesen Themen kannst du sofort beginnen, und die neuen Inhalte wie OSPFv3, FHRP-Zustände, DNS-Diagnose und den KI-Teil nimmst du dazu, sobald die offiziellen Kursunterlagen zur neuen Version vorliegen. Laut Cisco erscheinen bis zum Start der neuen Prüfung im Februar 2027 laufend kostenlose Grundlagenkurse und Tutorials auf Cisco U.
Ein Mittelweg ist riskant: Mit 1.1-Material lernen und auf einen Termin im Januar setzen, ohne Puffer. Fällt dieser Versuch durch, liegt der nächste mögliche Termin nach der Wartezeit womöglich schon in der neuen Version, und du musst die Themen der 2.0 nachlernen. Plane deshalb so, dass ein zweiter Versuch noch vor dem 3. Februar 2027 möglich wäre.
Ein Lernplan über zwölf Wochen
Der folgende Plan geht von acht bis zehn Stunden pro Woche aus, davon mindestens ein Drittel am Gerät oder im Simulator. Wer weniger Zeit hat, streckt ihn, statt Themen zu streichen. Die Reihenfolge ist wichtiger als das Tempo, denn VLANs ohne Subnetting und OSPF ohne Routing-Tabelle führen zu Verständnislücken, die sich durch den Rest der Vorbereitung ziehen.
Für das Labor reicht am Anfang Packet Tracer, den du über die Cisco Networking Academy kostenlos bekommst. Für OSPFv3, Ansible gegen echte IOS-XE-Geräte und Paketmitschnitte lohnt sich Cisco Modeling Labs, das mit echten Software-Images arbeitet und deshalb Ausgaben zeigt, die denen in der Prüfung entsprechen.
| Woche | Themen | Laborziel |
|---|---|---|
| 1 bis 2 | IPv4, Subnetting, IPv6, Kabel und Interfaces | Adressplan für vier Netze, Interfaces mit Fehlern lesen |
| 3 bis 4 | Switching, VLANs, Trunks, EtherChannel, CDP und LLDP | Drei Switches, zwei VLANs, LACP-Bündel, Doku abgleichen |
| 5 | Rapid PVST+, PortFast, BPDU Guard, Root Guard | Root Bridge festlegen, Port-Rollen vorhersagen und prüfen |
| 6 bis 7 | Routing-Tabelle, statische Routen, OSPFv2, OSPFv3 | Drei Router, Floating Static, OSPF mit Router-ID |
| 8 | FHRP, DHCP und Relay, DNS, NAT und PAT | HSRP-Zustand lesen, DHCP über Relay, PAT nach außen |
| 9 | ACLs, Port Security, DHCP Snooping, DAI, Storm Control | Standard- und erweiterte ACL, Snooping mit Trust-Port |
| 10 | SSH, AAA, Syslog, SNMP, SFTP und SCP, WLAN | SSH nur mit lokalem Benutzer, Syslog-Server, Backup per SCP |
| 11 | Automatisierung, REST, JSON, Ansible, KI im Betrieb | Ansible-Playbook mit show-Befehl gegen zwei Geräte |
| 12 | Wiederholung gegen die offizielle Themenliste | Drei Fehlerszenarien ohne Vorlage lösen |
Ein Labor, das den Kern der Prüfung abdeckt
Wenn du nur ein einziges Labor immer wieder aufbaust, dann dieses: zwei Router, die über ein /30-Transfernetz OSPF sprechen, mit je einem LAN dahinter, IPv4 und IPv6 parallel. Daran übst du Adressierung, Routing-Tabelle, Nachbarschaften, Router-ID und passive Interfaces in beiden Protokollfamilien. Anschließend baust du gezielt Fehler ein, etwa eine falsche Maske, eine doppelte Router-ID oder eine fehlende Area, und liest, wie sich die Ausgaben verändern.
Die Konfiguration unten ist IOS-XE-Syntax für R1. R2 bekommt die Gegenadressen 10.0.12.2 und 2001:db8:12::2 und die Router-ID 2.2.2.2. Prüfe danach mit show ip ospf neighbor, show ipv6 ospf neighbor, show ip route ospf und show ipv6 route ospf, ob beide Seiten die LANs der Gegenseite lernen.
R1(config)# ipv6 unicast-routing
R1(config)# interface GigabitEthernet0/0/0
R1(config-if)# description Transfer zu R2
R1(config-if)# ip address 10.0.12.1 255.255.255.252
R1(config-if)# ipv6 address 2001:db8:12::1/64
R1(config-if)# ip ospf 1 area 0
R1(config-if)# ipv6 ospf 1 area 0
R1(config-if)# no shutdown
R1(config-if)# interface GigabitEthernet0/0/1
R1(config-if)# description LAN R1
R1(config-if)# ip address 192.168.10.1 255.255.255.0
R1(config-if)# ipv6 address 2001:db8:10::1/64
R1(config-if)# ip ospf 1 area 0
R1(config-if)# ipv6 ospf 1 area 0
R1(config-if)# no shutdown
R1(config-if)# exit
R1(config)# router ospf 1
R1(config-router)# router-id 1.1.1.1
R1(config-router)# passive-interface GigabitEthernet0/0/1
R1(config-router)# exit
R1(config)# ipv6 router ospf 1
R1(config-rtr)# router-id 1.1.1.1
R1(config-rtr)# passive-interface GigabitEthernet0/0/1
R1(config-rtr)# end
R1# show ip ospf neighbor
R1# show ipv6 ospf neighbor Nach dem CCNA: Verlängerung und der Weg zum CCNP
Der CCNA gilt drei Jahre. Zur Verlängerung brauchst du 30 Continuing-Education-Punkte, und jede bestandene Associate-Prüfung bringt genau 30 davon. Eine Concentration-Prüfung auf Professional-Ebene bringt 40, eine Core-Prüfung 80 Punkte. Weil ein höheres Zertifikat alle darunterliegenden mitverlängert, ist der eleganteste Weg meist eine CCNP-Prüfung innerhalb der drei Jahre.
Für Campus- und Standortnetze ist der nächste Schritt CCNP Enterprise mit der Core-Prüfung 350-401 ENCOR und einer Concentration wie ENARSI für fortgeschrittenes Routing. Wer WLAN betreut, schaut auf den eigenen Wireless-Track mit 350-101 WLCOR, wer automatisieren will, auf ENAUTO oder den Automation-Track. Welcher Track zu welcher Rolle passt, zeigt der Überblick über alle Cisco-Zertifizierungen.
Dazu passende Kurse
Termine für den CCNA-Kurs und die weiterführenden Kurse findest du bei unseren Cisco-Schulungen mit Laborpraxis.
04 Konkrete Kurse
Wo du genau das übst
- Implementierung und Administration von Cisco Lösungen
- Netzwerktechnik Intensivkurs: Vom TCP/IP-Grundlagenwissen zur sicheren Praxis
- TCP/IP Grundkurs
Weitere Kurse aus diesem Bereich
Preise, Orte und Buchung für alle Kurse des Bereichs findest du im Katalog: Alle Netzwerktechnik-Schulungen mit Terminen.
Stimmen aus den Kursen
Was Teilnehmende über die Kurse in diesem Bereich sagen
Hervorragender Referent, der kurzweilig und sehr strukturiert durch den Kurs geführt hat und keine Fragen offen gelassen hat.
Vielen Dank, Seminar war informationsreich, verständlich, persönlich sehr angenehm.
Durch den 1 zu 1 Kurs konnten meine Fragen und Ziele optimal bearbeitet werden.
05 Fragen
Häufige Fragen
Deine Frage ist nicht dabei? Stell sie uns direkt, wir antworten dir persönlich.
Wie schwer ist die CCNA-Prüfung?
Kann ich die CCNA-Prüfung auf Deutsch ablegen?
Ändert sich mit Version 2.0 der Name oder der Prüfungscode?
Reicht Packet Tracer für die Vorbereitung?
Was passiert, wenn ich nicht bestehe?
Welche Themen fallen mit Version 2.0 weg?
Passt thematisch dazu
Was nach dem CCNA im Job auf dich zukommt, beschreibt die Berufsseite über die Arbeit als Netzwerkadministrator mit Schwerpunkt Cisco.
Für den Automatisierungsteil der Version 2.0 lohnt ein Blick auf die Grundbegriffe von Ansible im Glossar.
Quellen
- Cisco, CCNA Exam v1.1 (200-301), Exam Topics
- Cisco, Implementing and Administering Cisco Solutions (200-301 CCNA) v2.0, Exam Topics
- Cisco Learning Blog, Built for What's Next: Major Updates to CCNA, CCIE, and More (Termine der Version 2.0)
- Cisco, CCNA Certification (Dauer, Preis, Sprachen, Gültigkeit)
- Cisco, Exam, Testing, and Certification Policies (Wartezeiten, Mindestalter, Online-Prüfung)
- Cisco, Continuing Education Portal Guide (Punktwerte je Prüfung)
Deine Ansprechpartner
Du bist dir nicht sicher, welcher Kurs oder welches Level zu dir passt? Wir beraten dich persönlich und kostenlos.
Yves Hoppe
Weiterbildung & Beratung
Hilft dir, aus dem Netzwerktechnik-Programm den passenden Kurs für deinen Stand zu finden.
Norbert Jansen
Beratung & Inhouse
Plant mit dir Inhouse-Trainings, die auf eure Abläufe und euren Datenbestand zugeschnitten sind.
Mit Kurs und Plan auf den CCNA hinarbeiten
Im CCNA-Kurs bei cmt arbeitest du die Themen der Prüfung durch und klärst offene Fragen direkt mit deinem Trainer oder deiner Trainerin. Wenn dir die Grundlagen fehlen, legen der TCP/IP-Grundkurs oder der Netzwerktechnik-Intensivkurs vorher das Fundament, vor Ort oder Live-Online.
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