Projektanten und Interessenkonflikte im Vergabeverfahren
Vorbefasstheit, Projektantenproblematik und Interessenkonflikte im Vergabeverfahren rechtssicher einordnen
Die wichtigsten Themen
Interessenkonflikte nach § 6 VgV prüfen
Vorbefasstheit nach § 7 VgV bewerten
Informationsvorsprünge ausgleichen
Ausschlussgründe nach § 124 GWB prüfen
Entscheidungen nachvollziehbar begründen
Nachprüfungsrisiken senken
Überblick Nach drei Stunden kannst du prüfen, ob ein vorbefasstes Unternehmen am Vergabeverfahren teilnehmen darf, welche Ausgleichsmaßnahmen erforderlich sind und wann ein Ausschluss rechtlich begründet werden kann. Du...
Nach drei Stunden kannst du prüfen, ob ein vorbefasstes Unternehmen am Vergabeverfahren teilnehmen darf, welche Ausgleichsmaßnahmen erforderlich sind und wann ein Ausschluss rechtlich begründet werden kann. Du unterscheidest persönliche Interessenkonflikte auf Auftraggeberseite von Wettbewerbsvorteilen eines Projektanten. Dadurch lassen sich kritische Beteiligungen früher erkennen, Entscheidungen im Vergabevermerk begründen und vermeidbare Rügen verhindern.
Die Schulung behandelt das deutsche Vergaberecht. § 6 VgV betrifft Personen, deren finanzielle, wirtschaftliche oder persönliche Interessen ihre Unparteilichkeit beeinträchtigen könnten. § 7 VgV regelt den Umgang mit Unternehmen, die den Auftraggeber beraten oder anderweitig an der Vorbereitung des Verfahrens mitgewirkt haben. Für mögliche Ausschlüsse werden § 124 Absatz 1 Nummer 5 und Nummer 6 GWB voneinander abgegrenzt.
Anhand typischer Vergabefälle prüfst du, ob ein Informationsvorsprung besteht, welche Informationen anderen Unternehmen zugänglich gemacht werden müssen und ob die gesetzten Angebotsfristen ausreichen. Auch die Gelegenheit des vorbefassten Unternehmens, eine mögliche Wettbewerbsverzerrung zu widerlegen, wird berücksichtigt. In der auf maximal acht Teilnehmer begrenzten Gruppe bleibt Raum für Fragen aus deiner eigenen Vergabepraxis.
Hans-Peter Müller, Dipl. Verwaltungswirt, leitet die Schulung. Er bringt langjährige Erfahrung aus der Verwaltung sowie dem Vergabe- und Preisrecht bei öffentlichen Aufträgen ein. Weitere Grundlagen und Vertiefungen findest du in der Kategorie Vergaberecht und Beschaffung.
Für mehrere Mitarbeiter kannst du Termine für ein Inhouse-Seminar mit abgestimmten Schwerpunkten anfragen.
Die Themen Gleichbehandlung und transparenter Wettbewerb · Bieterrechtsschutz bei Verfahrensfehlern · Abgrenzung von § 6 und § 7 VgV · Ausschlussgründe nach § 124 GWB · Direkte und indirekte Interessen...
Rechtsrahmen und Prüfungsmaßstab
- Gleichbehandlung und transparenter Wettbewerb
- Bieterrechtsschutz bei Verfahrensfehlern
- Abgrenzung von § 6 und § 7 VgV
- Ausschlussgründe nach § 124 GWB
Interessenkonflikte auf Auftraggeberseite
- Direkte und indirekte Interessen
- Vermutungstatbestände des § 6 VgV
- Mitwirkungsverbot und organisatorische Trennung
- Dokumentation im Vergabevermerk
Projektanten und vorbefasste Unternehmen
- Beratung bei der Verfahrensvorbereitung
- Sonstige Mitwirkung vor der Bekanntmachung
- Informationsvorsprünge vorbefasster Unternehmen
- Einfluss auf die Vergabeunterlagen
Ausgleich und mögliche Ausschlüsse
- Unterrichtung der übrigen Unternehmen
- Angemessene Angebots- und Teilnahmefristen
- Nachweis durch das vorbefasste Unternehmen
- Verhältnismäßigkeit vor der Ausschlussentscheidung
- Rügen und Nachprüfungsverfahren
Zielgruppe
- Vergabe- und Beschaffungsstellen öffentlicher Auftraggeber
- Rechtsabteilungen mit Verantwortung für Vergabeverfahren
- Projektleitungen und Fachbereiche mit vorbereitender Beteiligung
- Unternehmen mit vorbereitender Projektmitwirkung, die später anbieten wollen
Das lernst du
- Mögliche Interessenkonflikte anhand von § 6 VgV prüfen
- Vorbefasste Unternehmen und Projektanten nach § 7 VgV bewerten
- Informations- und Wettbewerbsvorteile mit angemessenen Maßnahmen ausgleichen
- Ausschlussgründe nach § 124 Absatz 1 Nummer 5 und 6 GWB unterscheiden
- Prüfschritte im Vergabevermerk so dokumentieren, dass Entscheidungen nachvollziehbar bleiben
So arbeiten wir
- Fachvortrag zur Systematik der einschlägigen Vergaberegeln
- Praxisfälle zu Projektanten, Vorbefasstheit und Interessenkonflikten
- Analyse typischer Fehler aus Vergabeverfahren
- Fallbezogene Diskussion möglicher Ausgleichsmaßnahmen
- Fragen aus der eigenen Vergabepraxis
Empfohlene Vorkenntnisse
- Grundkenntnisse zum Ablauf öffentlicher Vergabeverfahren
- Erste Erfahrungen mit der VgV, der UVgO oder dem GWB
- Als Grundlage eignet sich Vergaberecht kompakt in einem Tag
Dein Fahrplan
- Abgrenzung von Interessenkonflikt und Vorbefasstheit
- Gleichbehandlung, Transparenz und Wettbewerb
- Prüfung der Tatbestände des § 6 VgV
- Mitwirkungsverbote und organisatorische Maßnahmen
Organisatorisches
Lernformate
Unsere Seminare bieten dir maximale Flexibilität: Du kannst zwischen Live-Online und Vor Ort in unseren modernen Schulungszentren im D-A-CH Raum wählen. Beide Formate garantieren dir die gleiche hohe Qualität und interaktive Lernerfahrung.
Schulungsarten
Wir bieten dir verschiedene Schulungsarten: Offene Seminare, Firmenseminare für Teams und Inhouse-Schulungen direkt bei dir vor Ort. So findest du genau das Format, das zu deinen Bedürfnissen passt.
Aktuelle Software
In unseren offenen Kursen arbeiten wir mit der aktuellsten Software-Version. So lernst du direkt mit den Tools und Features, die du auch in deinem Arbeitsalltag verwendest - mit klarem Alltagsbezug und zukunftsorientiert. Bei Inhouse- und Firmenschulungen bestimmt ihr die Version.
Deine Vorteile
Zufriedenheitsgarantie
Wir sind von unserer Qualität überzeugt. Sollte ein Training einmal nicht deinen Erwartungen entsprechen, bieten wir dir an, den Kurs kostenlos zu wiederholen oder ein anderes Training zu besuchen. Ohne Risiko, ohne Diskussion.
Inklusivleistungen
Deine Teilnahme beinhaltet: Schulungsmaterial, Zertifikat, Verpflegung (bei Präsenzveranstaltungen) und persönliche Betreuung durch unsere Trainer und unser Orga-Team. Alles aus einer Hand - keine versteckten Kosten.
Lernen von Experten
Unsere Trainer sind zertifizierte und erfahrene Profis mit jahrelanger Berufserfahrung. Sie vermitteln dir in den Kursen nicht nur theoretisches Wissen, sondern teilen ihre Erfahrungen aus realen Projekten und helfen dir, das Gelernte direkt in deiner täglichen Arbeit anzuwenden. Das ist kein Werbeversprechen, sondern unser Anspruch. Am besten siehst du das in unseren Bewertungen, z.B. auch bei Google.
Keine Vorkasse
Du zahlst erst nach dem Seminar. Keine Vorkasse, keine Vorauszahlung - so kannst du sicher sein, dass du nur für das bezahlst, was du auch wirklich erhalten hast. Die Rechnung erhältst du erst nach Kursbeginn.
Max. 8 Teilnehmende
Wir setzen auf kleine Gruppen, damit du die Aufmerksamkeit bekommst, die du verdienst. So haben wir mehr Zeit für deine individuellen Fragen und können gezielt auf deine Bedürfnisse eingehen.
Termine & Buchung
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Wir finden eine Lösung: anderer Termin, mehrere Teilnehmer, Inhouse-Schulung oder individuelle Beratung.
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Wie die Planung abläuft, was ein Zuschnitt kostet und welche Themen wir abdecken, steht auf unserer Seite zu Inhouse Schulungen im Bereich Vergaberecht Grundlagen.
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Fragen und Antworten zu Projektanten und Interessenkonflikte im Vergabeverfahren
Was ist die Projektantenproblematik im Vergaberecht?
Die Projektantenproblematik bezeichnet den möglichen Wettbewerbsvorteil eines Unternehmens, das einen öffentlichen Auftraggeber bei der Vorbereitung einer Vergabe beraten oder anderweitig unterstützt hat und anschließend selbst teilnimmt. Der Auftraggeber muss prüfen, ob Informationen, Einfluss auf Unterlagen oder zusätzliche Bearbeitungszeit den Wettbewerb verzerren und welche Ausgleichsmaßnahmen genügen.
Wann liegt Vorbefasstheit im Vergabeverfahren vor?
Vorbefasstheit liegt vor, wenn ein Unternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen den Auftraggeber beraten oder auf andere Weise an der Vorbereitung des Vergabeverfahrens mitgewirkt hat. Entscheidend ist zunächst die vorherige Beteiligung, nicht der Nachweis einer bereits eingetretenen Wettbewerbsverzerrung.
Was ist der Unterschied zwischen § 6 VgV und § 7 VgV?
§ 6 VgV regelt Interessenkonflikte bei Personen auf Auftraggeberseite, während § 7 VgV die Teilnahme vorbefasster Unternehmen behandelt. Die Vorschriften verlangen daher unterschiedliche Prüfungen: persönliche Unparteilichkeit auf der einen Seite und mögliche Wettbewerbsvorteile eines Unternehmens auf der anderen.
Muss ein vorbefasstes Unternehmen ausgeschlossen werden?
Ein vorbefasstes Unternehmen wird nicht automatisch ausgeschlossen. Der Auftraggeber muss zuerst weniger einschneidende Maßnahmen prüfen, etwa die Weitergabe einschlägiger Informationen und angemessene Fristen. Vor einem Ausschluss erhält das Unternehmen Gelegenheit nachzuweisen, dass seine vorherige Beteiligung den Wettbewerb nicht verzerren kann.
Für wen eignet sich die Schulung und welche Vorkenntnisse sind nötig?
Die Schulung richtet sich an Vergabestellen, Rechtsabteilungen, Projektleitungen und Unternehmen mit vorbereitender Beteiligung an Beschaffungsvorhaben. Grundkenntnisse zum Ablauf eines Vergabeverfahrens reichen aus. Für die Auftragnehmerperspektive bietet der Crashkurs Vergaberecht für Bieter eine passende Ergänzung.
Kann die Schulung als Inhouse-Seminar stattfinden?
Die Schulung kann als Inhouse-Seminar für dein Unternehmen oder deine Behörde durchgeführt werden. Inhaltliche Schwerpunkte und das gewünschte Format werden bei der Anfrage abgestimmt.
Welche Konditionen gelten für mehrere Mitarbeiter?
cmt begrenzt Seminargruppen auf maximal acht Teilnehmer, damit Fragen und Fälle besprochen werden können. Konditionen und gemeinsame Termine für mehrere Mitarbeiter erhältst du auf Anfrage.
Weitere häufig gestellte Fragen und Antworten findest du in den FAQs.
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