Nachprüfungsverfahren vermeiden und – wenn unvermeidbar – gewinnen
Rügen fristgerecht bewerten, Vergabeunterlagen prüfen und Zuschläge sauber vorbereiten
Die wichtigsten Themen
Rügen fristgerecht bewerten
Nachprüfungsanträge einordnen
§ 134 GWB korrekt anwenden
Vergabeunterlagen prüfen
Dokumentation belastbar führen
Verteidigung des Auftraggebers planen
Überblick Nachprüfungsverfahren entscheiden häufig darüber, ob ein Zuschlag planmäßig erteilt wird oder ein Vergabeverfahren für Wochen blockiert ist. Du arbeitest an den Punkten, die öffentliche Auftraggeber schon vor der...
Nachprüfungsverfahren entscheiden häufig darüber, ob ein Zuschlag planmäßig erteilt wird oder ein Vergabeverfahren für Wochen blockiert ist. Du arbeitest an den Punkten, die öffentliche Auftraggeber schon vor der ersten Rüge sauber klären müssen: realistische Auftragswertschätzung, passende Verfahrensart, tragfähige Leistungsbeschreibung, nachvollziehbare Eignungsanforderungen, zulässige Zuschlagskriterien und vollständige Dokumentation. So wird aus dem Nachprüfungsverfahren kein überraschender Krisenfall, sondern ein rechtlich beherrschbares Risiko mit klaren Reaktionswegen.
Am Trainingstag geht es um Auftraggeberentscheidungen, die in der Vergabekammer-Praxis regelmäßig angegriffen werden: Bieterfragen, Rügen, Fristen, Bieterinformation nach § 134 GWB und die Anforderungen an einen Nachprüfungsantrag nach § 160 GWB. Das Seminar ergänzt die Arbeit an Vergabeunterlagen in der Praxis, bleibt aber auf Vermeidung und Verteidigung von Nachprüfungsrisiken ausgerichtet.
Der Referent: Heinz-Peter Dicks war viele Jahre Vorsitzender Richter des Vergabesenats und eines Kartellsenats am Oberlandesgericht Düsseldorf. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand ist er als Rechtsanwalt in einer namhaften mittelständischen Kanzlei tätig geworden. Er wirkt an kartell- und vergaberechtlichen Kommentarwerken mit, veröffentlicht Fachaufsätze und hält regelmäßig Vorträge zum Kartell- und Vergaberecht.
Wenn sich ein Antrag nicht mehr vermeiden lässt, ordnest du Zulässigkeit, Begründetheit und Verteidigungsoptionen aus Auftraggebersicht ein. Besprochen werden Rückversetzung, Wertungswiederholung, Fristverlängerung, Vergleich und Aufhebung, jeweils mit Blick auf Dokumentation, interne Abstimmung und nächste Verfahrensentscheidung. Wähle deinen Termin oder frage einen Inhouse-Termin für dein Team an.
Die Themen Auftragswertschätzung und EU-Schwellenwerte · Verfahrensart und Verfahrensplanung · Konstruktive und funktionale Leistungsbeschreibung · Vergabedokumentation vor Zuschlagsentscheidung...
Vergabeverfahren auf Nachprüfungsrisiken prüfen
- Auftragswertschätzung und EU-Schwellenwerte
- Verfahrensart und Verfahrensplanung
- Konstruktive und funktionale Leistungsbeschreibung
- Vergabedokumentation vor Zuschlagsentscheidung
Vergabeunterlagen, Kriterien und Kommunikation
- Eignungsanforderungen und Mindestanforderungen
- Zuschlagskriterien und Wertungsmatrix
- Bieterfragen und Antwortmanagement
- Gleichbehandlung und Transparenzgebot
Rügen, Fristen und Rechtsschutz
- Rügeobliegenheit und Präklusion
- Bieterinformation nach § 134 GWB
- Wartefrist vor Zuschlagserteilung
- Nachprüfungsantrag nach § 160 GWB
- Rechtsschutz im Unterschwellenbereich
Verteidigung und Verfahrenssteuerung
- Zulässigkeit und Begründetheit
- Drohender Schaden des Antragstellers
- Nachschieben von Gründen
- Heilung von Dokumentationsmängeln
- Rückversetzung und Wertungswiederholung
- Vergleich oder Verfahrensaufhebung
Zielgruppe
- Du arbeitest in einer Vergabestelle mit EU-weiten Verfahren
- Du leitest die Beschaffung, den Einkauf oder die zentrale Vergabe
- Du begleitest Vergaben im Rechtsamt oder im Rechnungsprüfungsamt
- Du berätst öffentliche Auftraggeber im Vergaberecht
- Du unterstützt Vergaben fachlich in der Technik oder in der Projektsteuerung
Das lernst du
- Typische Rügegründe in Vergabeunterlagen frühzeitig erkennen
- Bieterfragen und Rügen fristgerecht bewerten
- Auftragswert, Verfahrensart und Zuschlagskriterien nachvollziehbar dokumentieren
- Bieterinformation nach § 134 GWB korrekt vorbereiten
- Nachprüfungsanträge nach Zulässigkeit und Begründetheit einordnen
- Verteidigungsoptionen des Auftraggebers mit Fachbereich und Rechtsberatung abstimmen
So arbeiten wir
Am Trainingstag arbeitest du mit Rechtsgrundlagen und Fallbesprechungen aus Auftraggebersicht. Der Referent ordnet typische Fehlerbilder ein und zeigt, welche Reaktion im jeweiligen Verfahrensstadium tragfähig ist.
- Fachvortrag mit vergaberechtlicher Einordnung
- Fallbeispiele aus Vergabe- und Nachprüfungsverfahren
- Prüfung typischer Rügen und Fristen
- Besprechung von Dokumentations- und Wertungsfehlern
- Diskussion strategischer Optionen des Auftraggebers
- Fragen aus der eigenen Vergabepraxis
Empfohlene Vorkenntnisse
- Formale Voraussetzungen bestehen nicht
- Grundkenntnisse im öffentlichen Vergaberecht erleichtern den Einstieg
- Erfahrung mit Vergabeunterlagen, Bieterfragen oder Wertung ist hilfreich
- Für Grundlagenwissen eignet sich Vergaberecht kompakt in zwei Tagen
Dein Fahrplan
Der erste Abschnitt prüft, an welchen Stellen Auftraggeber Nachprüfungsrisiken vor der Rüge begrenzen. Behandelt werden Auftragswert und Verfahrensart, danach Leistungsbeschreibung, Eignungsanforderungen, Zuschlagskriterien und Vergabedokumentation.
Organisatorisches
Lernformate
Unsere Seminare bieten dir maximale Flexibilität: Du kannst zwischen Live-Online und Vor Ort in unseren modernen Schulungszentren im D-A-CH Raum wählen. Beide Formate garantieren dir die gleiche hohe Qualität und interaktive Lernerfahrung.
Schulungsarten
Wir bieten dir verschiedene Schulungsarten: Offene Seminare, Firmenseminare für Teams und Inhouse-Schulungen direkt bei dir vor Ort. So findest du genau das Format, das zu deinen Bedürfnissen passt.
Aktuelle Software
In unseren offenen Kursen arbeiten wir mit der aktuellsten Software-Version. So lernst du direkt mit den Tools und Features, die du auch in deinem Arbeitsalltag verwendest - praxisnah und zukunftsorientiert. Bei Inhouse- und Firmenschulungen bestimmt ihr die Version.
Deine Vorteile
Zufriedenheitsgarantie
Wir sind von unserer Qualität überzeugt. Sollte ein Training einmal nicht deinen Erwartungen entsprechen, bieten wir dir an, den Kurs kostenlos zu wiederholen oder ein anderes Training zu besuchen. Ohne Risiko, ohne Diskussion.
Inklusivleistungen
Deine Teilnahme beinhaltet: Schulungsmaterial, Zertifikat, Verpflegung (bei Präsenzveranstaltungen) und persönliche Betreuung durch unsere Trainer und unser Orga-Team. Alles aus einer Hand - keine versteckten Kosten.
Lernen von Experten
Unsere Trainer sind zertifizierte und erfahrene Profis mit jahrelanger Berufserfahrung. Sie vermitteln dir in den Kursen nicht nur theoretisches Wissen, sondern teilen ihre Erfahrungen aus realen Projekten und helfen dir, das Gelernte direkt in deiner täglichen Arbeit anzuwenden. Das ist kein Werbeversprechen, sondern unser Anspruch. Am besten siehst du das in unseren Bewertungen, z.B. auch bei Google.
Keine Vorkasse
Du zahlst erst nach dem Seminar. Keine Vorkasse, keine Vorauszahlung - so kannst du sicher sein, dass du nur für das bezahlst, was du auch wirklich erhalten hast. Die Rechnung erhältst du erst nach Kursbeginn.
Max. 8 Teilnehmende
Wir setzen auf kleine Gruppen, damit du die Aufmerksamkeit bekommst, die du verdienst. So haben wir mehr Zeit für deine individuellen Fragen und können gezielt auf deine Bedürfnisse eingehen.
Lieber gleich das ganze Team schulen?
Diese Schulung gibt es auch exklusiv für dein Unternehmen, bei euch vor Ort, an unseren Standorten oder Live-Online. Inhalte und Termine nach Maß.
Inhouse-Schulung
Wir kommen zu euch: diese Schulung maßgeschneidert in euren Räumen, für Unternehmen und Behörden.
- Inhalte exakt auf euch zugeschnitten
- Termine nach euren Bedürfnissen
- Günstiger ab mehreren Teilnehmern
- Vertraute Umgebung, kein Reiseaufwand
Firmen-Seminar
Exklusiv für dein Team an einem unserer Standorte oder Live-Online, individuell angepasst.
- Geschlossene Gruppe aus eurem Haus
- Individuelle Terminplanung
- An unseren Standorten oder Live-Online
- Angepasste Inhalte
Fragen und Antworten zu Nachprüfungsverfahren vermeiden und – wenn unvermeidbar – gewinnen
Was ist ein Nachprüfungsverfahren im Vergaberecht?
Ein Nachprüfungsverfahren ist der vergaberechtliche Rechtsschutz gegen mögliche Fehler eines öffentlichen Auftraggebers bei einer Vergabe oberhalb der EU-Schwellenwerte. Ein Unternehmen lässt damit überprüfen, ob Vergabevorschriften verletzt wurden und ob ihm daraus ein Schaden droht.
Wie vermeidet eine Vergabestelle Rügen und Nachprüfungsanträge?
Eine Vergabestelle reduziert Rügen und Nachprüfungsanträge durch klare Vergabeunterlagen, nachvollziehbare Kriterien, fristgerechte Kommunikation und vollständige Dokumentation. Der Trainingstag zeigt typische Angriffspunkte und die passenden Reaktionen aus Auftraggebersicht.
Für wen eignet sich das Nachprüfungsverfahren Seminar?
Das Nachprüfungsverfahren Seminar eignet sich für Beschäftigte in Vergabestellen, Beschaffungsstellen, Fachbereichen, Rechtsämtern und zentralen Einkaufsorganisationen. Angesprochen sind auch Juristinnen und Juristen, die öffentliche Auftraggeber im Vergaberecht beraten oder vertreten.
Welche Voraussetzungen brauche ich für das Seminar?
Du brauchst keine formalen Voraussetzungen für dieses Seminar. Grundkenntnisse im öffentlichen Vergaberecht erleichtern den Einstieg, eine breitere Vorbefassung bietet Vergaberecht intensiv für die Praxis.
Welche Fristen und Vorschriften behandelt das Seminar?
Das Seminar behandelt die Bieterinformation nach § 134 GWB, die Wartefrist vor dem Zuschlag und zentrale Anforderungen an den Nachprüfungsantrag nach § 160 GWB. Auch Rügeobliegenheiten, Präklusion und typische Zulässigkeitsfragen werden eingeordnet.
Was passiert, wenn ein Nachprüfungsantrag nicht mehr vermeidbar ist?
Wenn ein Nachprüfungsantrag nicht mehr vermeidbar ist, kommt es auf Fristen, Aktenlage, Argumentation und die interne Steuerung zwischen Vergabestelle, Fachbereich und Rechtsberatung an. Besprochen werden Verteidigungsoptionen wie Rückversetzung, Wertungswiederholung, Vergleich und Aufhebung.
Geht es auch um Vergaben unterhalb der EU-Schwellenwerte?
Der Schwerpunkt liegt auf Nachprüfungsverfahren oberhalb der EU-Schwellenwerte. Die Abgrenzung zum Unterschwellenbereich wird behandelt, für eine vertiefte UVgO-Perspektive passt ergänzend Vergabe öffentlicher Aufträge nach der UVgO.
Wer leitet das Seminar?
Das Seminar leitet Heinz-Peter Dicks, früher Vorsitzender Richter des Vergabesenats und eines Kartellsenats am Oberlandesgericht Düsseldorf. Seine Erfahrung aus Rechtsprechung, anwaltlicher Tätigkeit und vergaberechtlicher Fachpublikation prägt die Fallbesprechungen.
Weitere häufig gestellte Fragen und Antworten findest du in den FAQs.
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Aus der Praxis für die Praxis
Schluss mit theoretischem Ballast. Wir trainieren dich für reale IT-Herausforderungen, nicht für Multiple-Choice-Tests. Unsere Trainer vermitteln dir genau das Wissen, das am nächsten Montagmorgen im Job wirklich funktioniert.
Individuell statt "Schema F"
Deine Fragen passen nicht ins Standard-Skript? Bei uns schon. Wir verzichten auf starre Lehrpläne und geben deinen konkreten Projekt-Fragen Raum. Unsere Trainer passen die Inhalte flexibel an das an, was dich und dein Team aktuell weiterbringt.
Maximale Freiheit: Remote oder vor Ort
Lerne so, wie es in deinen Alltag passt - ohne Reise-Stress und Zeitverlust. Egal ob remote, hybrid oder präsent vor Ort: Wir garantieren dir ein nahtloses und effektives Lernerlebnis, egal von wo du dich zuschaltest.
Mit Zufriedenheitsgarantie
Wir sind von unserer Qualität überzeugt - und wollen, dass du es auch bist. Sollte ein Training einmal nicht deinen Erwartungen entsprechen, bieten wir dir an, den Kurs kostenlos zu wiederholen oder ein anderes Training zu besuchen. Ohne Risiko, ohne Diskussion.
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Michaela Berger
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