Zertifizierung mit Plan

AWS Certified Solutions Architect Associate (SAA-C03) vorbereiten

SAA-C03 prüft nicht, ob du Befehle auswendig kannst, sondern ob du unter Vorgaben wie Budget, Verfügbarkeit und Latenz den passenden Dienst auswählst. Wer AWS im Alltag benutzt, aber nie bewusst Alternativen verglichen hat, fällt genau daran. Mit einem eigenen Übungskonto, einer klaren Domänenaufteilung und zwei vollständigen Probeprüfungen ist die Prüfung in sechs bis zehn Wochen neben dem Beruf zu schaffen.

5 Kapitel mit allen Befehlen
Person bereitet sich mit Laptop und Notizen auf eine Cloud-Zertifizierung vor
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Worum es geht

Warum viele an SAA-C03 scheitern, obwohl sie AWS beherrschen

Die Prüfung besteht fast ausschließlich aus Szenarien. Ein Absatz beschreibt eine Ausgangslage mit Randbedingungen, danach stehen vier Antworten, von denen drei technisch funktionieren würden. Gesucht ist die, die zusätzlich zu den Vorgaben im Text passt, meistens zu Kosten, Betriebsaufwand oder einer geforderten Verfügbarkeit. Wer im Alltag stets denselben Weg geht, weil er im eigenen Haus etabliert ist, hat die Vergleiche nie angestellt und erkennt die entscheidende Nebenbedingung im Fragetext nicht. Genau das trennt bestandene von nicht bestandenen Versuchen.

Dazu kommt die Breite. Relevant sind rund dreißig Dienste, und zwar nicht in der Tiefe, sondern in ihren Abgrenzungen: Wann SQS und wann EventBridge, wann Multi-AZ und wann eine Lesereplik, wann Glacier Instant Retrieval und wann Flexible Retrieval, wann NAT Gateway und wann ein Gateway-Endpunkt. Diese Abgrenzungen lassen sich schlecht auswendig lernen und gut selbst bauen. Deshalb funktioniert eine Vorbereitung, die nur aus Videos besteht, schlechter als eine, in der du jede Domäne einmal mit eigenen Händen aufgebaut hast.

Der dritte Stolperstein ist banal und kostet trotzdem regelmäßig Geld: das Übungskonto. Wer einen Cluster oder eine Testumgebung aufbaut und vergisst abzuräumen, bekommt eine Rechnung für Dinge, die nichts getan haben. Ein einzelnes NAT Gateway kostet über einen Monat rund dreißig Euro, öffentliche IPv4-Adressen werden inzwischen auch dann berechnet, wenn sie an nichts hängen. Ein Budgetalarm und eine feste Abräumroutine gehören deshalb an den Anfang der Vorbereitung und nicht ans Ende.

Miniatur-Szene: Prüfungstisch mit versiegeltem Zertifikat, Stempel und wolkenförmiger Medaille

Was SAA-C03 prüft und wie es gewichtet ist

  1. 01 Sichere Architekturen entwerfen, 30 Prozent der Punkte
  2. 02 Ausfallsichere Architekturen entwerfen, 26 Prozent
  3. 03 Leistungsfähige Architekturen entwerfen, 24 Prozent
  4. 04 Kostenoptimierte Architekturen entwerfen, 20 Prozent
  5. 05 65 Fragen in 130 Minuten, bestanden ab 720 Punkten
  6. 06 Drei Jahre gültig, Verlängerung nur über eine neue Prüfung
Was du mitnimmst

Der Weg zur Prüfung in fünf Etappen

AWS empfiehlt für SAA-C03 etwa ein Jahr Erfahrung mit dem Entwerfen von Lösungen auf AWS. Das ist eine Empfehlung, keine Voraussetzung, und lässt sich mit gezielter Vorbereitung ein gutes Stück abkürzen.

Einstiegsniveau ehrlich einschätzen

Wer AWS noch gar nicht kennt, startet nicht mit Architektur, sondern mit den Grundbegriffen: Regionen, Verfügbarkeitszonen, Abrechnungsmodell, IAM, EC2, S3, VPC. Dafür gibt es AWS Cloud Practitioner Essentials und AWS Technical Essentials. Wer diese Begriffe sicher benutzt, kann direkt in die Architekturebene einsteigen und spart sich einen kompletten Kurs.

Architecting on AWS als Kern der Vorbereitung

Der dreitägige Kurs deckt genau die vier Prüfungsdomänen ab und arbeitet szenariengetrieben, also in derselben Denkweise wie die Prüfung. Er ersetzt keine eigene Übung, sortiert aber die Abgrenzungen zwischen den Diensten und macht die Begründungen sichtbar, auf die die Fragen abzielen. Für die meisten ist er der wirksamste einzelne Schritt der Vorbereitung.

Eigenes Übungskonto mit Kostenbremse

Ein separates AWS-Konto, ein Budgetalarm bei zwanzig Euro, eine Regionsbegrenzung und ein wiederholbarer Abbau sind die Grundausstattung. Baue in diesem Konto jede Domäne einmal selbst: ein VPC über zwei Verfügbarkeitszonen, eine skalierende Anwendung hinter einem Lastverteiler, eine Datenbank mit Multi-AZ und einen Speicherbereich mit Lebenszyklusregeln.

Prüfungsformalitäten früh klären

SAA-C03 umfasst 65 Fragen in 130 Minuten, bestanden ab 720 von 1000 Punkten, wahlweise im Testzentrum oder online beaufsichtigt von zu Hause. Wer die Prüfung in einer Fremdsprache ablegt, kann vor der Buchung eine Zeitverlängerung beantragen. Das Zertifikat gilt drei Jahre, verlängert wird ausschließlich über eine erneute Prüfung.

Danach: Professional oder Spezialisierung

Der Sprung auf AWS Certified Solutions Architect Professional (SAP-C02) lohnt, sobald du regelmäßig kontoübergreifende Umgebungen, Migrationen und Netzanbindungen entwirfst. Wer stattdessen in die Tiefe geht, findet in der Sicherheitsspezialisierung (SCS-C03) den nächsten sinnvollen Schritt. Beides ist ein deutlicher Sprung, nicht die nächste Stufe derselben Leiter.

Tutorial

Vier Domänen, vier Übungsaufbauten im eigenen Konto

SAA-C03 fragt nicht nach Befehlen, sondern danach, ob du unter Budget, Verfügbarkeit und Latenz den passenden Dienst auswählst, und diese Begründungen versteht man erst, wenn man die Alternativen einmal aufgebaut hat. Deshalb folgen die Aufbauten hier der Domänengewichtung: zuerst das Übungskonto gegen unerwartete Kosten absichern, dann Netz, Ausfallsicherheit und Speicherstrategie bauen, zum Schluss kontrolliert abräumen. Alle Befehle sind für ein leeres Übungskonto gedacht und niemals für eine produktive Umgebung.

01

Schritt 1: Übungskonto absichern, bevor die erste Ressource entsteht

Die Reihenfolge ist wichtig: erst Budgetalarm und Regionsbegrenzung, dann bauen. Umgekehrt lernst du die Kostenseite von AWS über die Kreditkartenabrechnung kennen.

Budgetalarm, Region und Zugangsdaten
aws sts get-caller-identity          # in welchem Konto bin ich gerade?
aws configure set region eu-central-1

# Budget mit Alarm, damit eine vergessene Ressource auffaellt
cat > budget.json <<'EOF'
{ "BudgetName": "uebung", "BudgetLimit": {"Amount": "20", "Unit": "USD"},
  "TimeUnit": "MONTHLY", "BudgetType": "COST" }
EOF
aws budgets create-budget \
  --account-id "$(aws sts get-caller-identity --query Account --output text)" \
  --budget file://budget.json \
  --notifications-with-subscribers file://alarm.json

# Was laeuft aktuell und was kostet es?
aws ce get-cost-and-usage --time-period Start=2026-07-01,End=2026-08-01 \
  --granularity MONTHLY --metrics UnblendedCost \
  --group-by Type=DIMENSION,Key=SERVICE

Die Datei alarm.json enthält Schwelle und Empfängeradresse. Setze zwei Stufen, etwa bei 50 und bei 100 Prozent des Budgets. Der erste Alarm ist der nützliche, der zweite ist die Quittung.

02

Schritt 2: Netz und Zugriff bauen, die größte Domäne

Dreißig Prozent der Punkte hängen an sicheren Architekturen. Der wiederkehrende Kern ist immer derselbe: ein VPC über zwei Zonen, getrennte öffentliche und private Subnetze, Zugriff über Rollen statt über Schlüssel.

VPC über zwei Verfügbarkeitszonen aufbauen
VPC=$(aws ec2 create-vpc --cidr-block 10.20.0.0/16 --query Vpc.VpcId --output text)
aws ec2 create-tags --resources "$VPC" --tags Key=Name,Value=uebung

PUB_A=$(aws ec2 create-subnet --vpc-id "$VPC" --cidr-block 10.20.1.0/24 \
  --availability-zone eu-central-1a --query Subnet.SubnetId --output text)
PUB_B=$(aws ec2 create-subnet --vpc-id "$VPC" --cidr-block 10.20.2.0/24 \
  --availability-zone eu-central-1b --query Subnet.SubnetId --output text)
PRIV_A=$(aws ec2 create-subnet --vpc-id "$VPC" --cidr-block 10.20.11.0/24 \
  --availability-zone eu-central-1a --query Subnet.SubnetId --output text)

IGW=$(aws ec2 create-internet-gateway --query InternetGateway.InternetGatewayId --output text)
aws ec2 attach-internet-gateway --vpc-id "$VPC" --internet-gateway-id "$IGW"

# Statt NAT Gateway: kostenloser Gateway-Endpunkt fuer S3
RTB=$(aws ec2 describe-route-tables --filters Name=vpc-id,Values="$VPC" \
  --query 'RouteTables[0].RouteTableId' --output text)
aws ec2 create-vpc-endpoint --vpc-id "$VPC" \
  --service-name com.amazonaws.eu-central-1.s3 \
  --route-table-ids "$RTB"

Der Unterschied zwischen Sicherheitsgruppe und Netzzugriffsliste kommt in der Prüfung zuverlässig vor: Die Sicherheitsgruppe arbeitet zustandsbehaftet und kennt nur Erlaubnisse, die Netzzugriffsliste arbeitet zustandslos und kennt zusätzlich Verbote. Baue beides einmal und provoziere bewusst einen Fehler.

Beim Zugriff gilt in der Prüfung eine feste Regel: Zugangsschlüssel auf einer Instanz sind immer die falsche Antwort, richtig ist die IAM-Rolle über das Instanzprofil. Für kontenübergreifende Zugriffe ist die Rollenübernahme mit einer externen Kennung der erwartete Weg, für zeitlich begrenzte Zugriffe von außen sind es vorsignierte Adressen. Wenn du das Berechtigungsmodell dahinter vertiefen willst, ist das AWS-Berechtigungskonzept der passende Einstieg. Für die Prüfung reicht es, die Reihenfolge zu kennen: Rolle vor Benutzer, Bedingung vor breiter Erlaubnis, Verbot schlägt Erlaubnis.

03

Schritt 3: Ausfallsicherheit und Skalierung selbst erzeugen

Sechsundzwanzig Prozent der Punkte entfallen auf ausfallsichere Architekturen. Der Prüfstoff ist überschaubar, wenn du den Unterschied zwischen Verfügbarkeit und Leselast einmal selbst gesehen hast.

Lastverteiler, Skalierungsgruppe und Datenbank über zwei Zonen
aws elbv2 create-load-balancer --name uebung-alb --type application \
  --subnets "$PUB_A" "$PUB_B" --security-groups "$SG"

aws autoscaling create-auto-scaling-group \
  --auto-scaling-group-name uebung-asg \
  --launch-template LaunchTemplateName=uebung-lt,Version='$Latest' \
  --min-size 2 --max-size 6 --desired-capacity 2 \
  --vpc-zone-identifier "$PUB_A,$PUB_B" \
  --health-check-type ELB --health-check-grace-period 120

# Skalierung nach Auslastung statt nach Bauchgefuehl
aws autoscaling put-scaling-policy --auto-scaling-group-name uebung-asg \
  --policy-name cpu50 --policy-type TargetTrackingScaling \
  --target-tracking-configuration file://zielwert.json

# Multi-AZ ist Verfuegbarkeit, eine Lesereplik ist Leselast
aws rds create-db-instance --db-instance-identifier uebung-db \
  --engine postgres --db-instance-class db.t4g.micro \
  --allocated-storage 20 --multi-az --no-publicly-accessible

Schalte die Instanz danach bewusst über einen erzwungenen Failover um und beobachte, dass der Endpunktname gleich bleibt und nur die dahinterliegende Instanz wechselt. Genau dieser Punkt wird in Fragen gerne verdreht.

Sechs Szenarien, an denen die naheliegende Antwort falsch ist

Szenario im FragetextNaheliegend, aber falschWas gemeint ist
Zugriff in Millisekunden, Daten nur selten gebrauchtS3 Glacier Flexible RetrievalS3 Glacier Instant Retrieval oder S3 Intelligent-Tiering
Zwei Dienste entkoppeln, Reihenfolge muss erhalten bleibenSQS StandardSQS FIFO mit Nachrichtengruppen-Kennung
Statische Webseite weltweit schnell und günstig ausliefernEC2-Instanzen hinter einem LastverteilerS3 mit CloudFront und Origin Access Control
Datenbank soll den Ausfall einer Zone überstehenLesereplik in einer zweiten ZoneMulti-AZ-Bereitstellung, die Replik dient der Leselast
Eine EC2-Instanz soll auf einen S3-Bereich zugreifenZugangsschlüssel auf der Instanz hinterlegenIAM-Rolle über das Instanzprofil
Ein Partnerunternehmen braucht befristeten ZugriffNeuer IAM-Benutzer mit dauerhaften SchlüsselnRollenübernahme mit sts:AssumeRole und externer Kennung
04

Schritt 4: Speicherklassen und Kostenoptimierung

Zwanzig Prozent der Punkte entfallen auf Kostenoptimierung, und sie sind die am leichtesten zu holenden. Die Fragen laufen fast immer auf Speicherklassen, Abrechnungsmodelle und vermeidbaren Datenverkehr hinaus.

Lebenszyklusregeln und Zugriffsschutz auf einem Speicherbereich
aws s3api create-bucket --bucket uebung-archiv-2026 \
  --create-bucket-configuration LocationConstraint=eu-central-1

# Oeffentlichen Zugriff grundsaetzlich ausschliessen
aws s3api put-public-access-block --bucket uebung-archiv-2026 \
  --public-access-block-configuration \
  BlockPublicAcls=true,IgnorePublicAcls=true,BlockPublicPolicy=true,RestrictPublicBuckets=true

# Nach 30 Tagen guenstiger, nach 90 Tagen ins Archiv, nach 5 Jahren weg
cat > lebenszyklus.json <<'EOF'
{ "Rules": [ { "ID": "archivierung", "Status": "Enabled", "Filter": {"Prefix": ""},
  "Transitions": [ {"Days": 30, "StorageClass": "STANDARD_IA"},
                   {"Days": 90, "StorageClass": "GLACIER"} ],
  "Expiration": {"Days": 1825} } ] }
EOF
aws s3api put-bucket-lifecycle-configuration --bucket uebung-archiv-2026 \
  --lifecycle-configuration file://lebenszyklus.json

Merke dir die Mindestspeicherdauern, sie sind ein beliebter Prüfungsinhalt: 30 Tage für die selten genutzten Klassen, 90 Tage für Glacier Flexible Retrieval, 180 Tage für Deep Archive. Wer früher löscht, zahlt trotzdem bis zum Ende der Frist.

Der zweite große Block dieser Domäne sind die Abrechnungsmodelle für Rechenleistung. Die Prüfung erwartet eine klare Zuordnung: Bedarfsabrechnung für unvorhersehbare Last, Savings Plans oder reservierte Kapazität für dauerhaft laufende Grundlast, Spot-Kapazität für unterbrechbare Stapelverarbeitung und dedizierte Hosts nur dort, wo Lizenzbedingungen es verlangen. Merke dir zusätzlich den häufigsten Kostentreiber überhaupt: Datenverkehr aus der Cloud heraus und zwischen Verfügbarkeitszonen. Wer den vermeiden kann, spart mehr als mit jeder Instanzoptimierung. Welche AWS-Zertifizierung zu welcher Rolle passt, ordnet der Überblick über die AWS-Zertifizierungen ein.

05

Schritt 5: Probeprüfung, Abbau und Kostenkontrolle

Zwei vollständige Probeprüfungen unter Zeitbedingungen sagen mehr über deinen Stand aus als jede Selbsteinschätzung. Danach räumst du das Konto ab, und zwar nachweislich.

Was läuft noch und kostet Geld?
# Die drei ueblichen Kostentreiber gezielt suchen
aws ec2 describe-nat-gateways --filter Name=state,Values=available \
  --query 'NatGateways[].NatGatewayId'
aws ec2 describe-addresses --query 'Addresses[?AssociationId==null].PublicIp'
aws elbv2 describe-load-balancers --query 'LoadBalancers[].LoadBalancerName'

# Laufende Instanzen und Datenbanken
aws ec2 describe-instances \
  --filters Name=instance-state-name,Values=running \
  --query 'Reservations[].Instances[].InstanceId'
aws rds describe-db-instances --query 'DBInstances[].DBInstanceIdentifier'

# Kontrolle im Nachgang: was hat der Uebungsmonat gekostet?
aws ce get-cost-and-usage --time-period Start=2026-07-01,End=2026-08-01 \
  --granularity MONTHLY --metrics UnblendedCost \
  --group-by Type=DIMENSION,Key=SERVICE

Wenn du deine Übungsaufbauten von Anfang an mit CloudFormation oder Terraform beschreibst, ist der Abbau ein einziger Befehl statt einer Suche. Für die Prüfung selbst spielt das keine Rolle, für deine Rechnung sehr wohl.

Bereit für den Prüfungstermin?

  • Zwei vollständige Probeprüfungen unter Zeit über 80 ProzentDie Bestehensgrenze liegt bei 72 Prozent. Wer im Training knapp darüber landet, fällt am Prüfungstag unter Anspannung regelmäßig darunter.
  • Jede der vier Domänen einmal selbst aufgebautSzenarienfragen prüfen Abgrenzungen zwischen Diensten. Die erkennst du zuverlässig nur, wenn du beide Varianten einmal in den Händen hattest.
  • Bei Prüfung in einer Fremdsprache vorab Zeitverlängerung beantragenDer Antrag muss vor der Buchung im Zertifizierungskonto gestellt werden. Nachträglich geht es nicht, und die zusätzliche Zeit ist bei Szenarientexten spürbar.
  • Bei Online-Prüfung die Systemprüfung am Prüfungsrechner durchführenDie Aufsicht bricht bei Problemen mit Kamera, Mikrofon oder Bandbreite ab, und der Termin gilt als verbraucht.
  • Ausweisdokument mit exakt dem Namen aus dem ZertifizierungskontoWeicht der Name ab, wirst du zur Prüfung nicht zugelassen. Das betrifft besonders Doppelnamen und Namenszusätze.
  • Alle Übungsressourcen abgeräumt und Kosten kontrolliertEin vergessenes NAT Gateway oder ein Lastverteiler läuft still weiter und macht aus einer Vorbereitung eine dreistellige Monatsrechnung.
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Gut zu wissen

Häufige Fragen zu AWS-Architektur und Zertifizierung

Noch etwas offen? Wir sind ohne Warteschleife für dich da.

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Was kostet die Prüfung und wie lange ist sie gültig?
Die Associate-Prüfung liegt bei 150 US-Dollar zuzüglich der jeweils geltenden Steuer, gebucht wird über das AWS-Zertifizierungskonto bei Pearson VUE. Das Zertifikat gilt drei Jahre ab dem Bestehen. Verlängert wird ausschließlich durch eine erneute Prüfung, dann im dann aktuellen Prüfungscode. Wer bereits eine gültige AWS-Zertifizierung hat, bekommt üblicherweise einen Rabattgutschein für die nächste Prüfung, die Konditionen ändern sich aber gelegentlich. Schau vor der Buchung in dein Zertifizierungskonto, dort stehen die aktuell verfügbaren Vorteile.
Reicht Architecting on AWS als Vorbereitung?
Für alle mit AWS-Grundwissen ist der Kurs der Kern der Vorbereitung, weil er genau die vier Domänen abdeckt und szenariengetrieben arbeitet. Er ersetzt zwei Dinge nicht: eigene Übung im Konto und Probeprüfungen. Rechne nach dem Kurs mit zwei bis vier Wochen Nacharbeit neben dem Beruf. Wer AWS noch gar nicht kennt, sollte davor AWS Technical Essentials belegen, sonst geht im Kurs zu viel Zeit für Grundbegriffe drauf. Wer täglich mit AWS arbeitet, kann diesen Vorlauf überspringen.
Wie unterscheidet sich der Architekt vom SysOps-Administrator und vom Developer?
Die drei Associate-Prüfungen teilen sich denselben Dienstumfang, fragen ihn aber aus verschiedenen Blickwinkeln ab. Der Solutions Architect entwirft und wählt aus, gefragt sind Vergleiche und Begründungen. Der SysOps Administrator (SOA-C03) betreibt und behebt Störungen, es geht um Überwachung, Automatisierung und Wiederherstellung. Der Developer (DVA-C02) baut Anwendungen mit den Diensten, gefragt sind SDKs, Bereitstellungsprozesse und ereignisgesteuerte Muster. Für Rollen in Beratung, Architektur und Vorverkauf ist der Architekt die richtige Wahl, für Betriebsteams eher SysOps.
Wann lohnt der Sprung auf Professional?
AWS Certified Solutions Architect Professional (SAP-C02) ist kein nächster Schritt derselben Leiter, sondern ein deutlicher Sprung. Die Fragen sind länger, die Szenarien umfassen mehrere Konten, hybride Netzanbindungen, Migrationen und Governance über eine ganze Organisation hinweg. Sinnvoll wird die Prüfung, wenn du solche Umgebungen wirklich entwirfst, nicht wenn du sie nur beschreiben können willst. Als Zwischenschritt eignet sich Advanced Architecting on AWS, das genau diese Themen aufgreift. Wer stattdessen in die Tiefe will, geht in die Sicherheitsspezialisierung SCS-C03.
Wie viel Zeit sollte ich einplanen?
Mit vorhandener AWS-Erfahrung und dem Kernkurs sind sechs bis acht Wochen neben dem Beruf realistisch, gerechnet mit etwa fünf Stunden pro Woche. Ohne Vorerfahrung solltest du zehn bis zwölf Wochen ansetzen und den Einstiegskurs davor legen. Wichtiger als die Gesamtdauer ist die Aufteilung: etwa die Hälfte der Zeit in eigene Aufbauten im Übungskonto, ein Viertel in strukturierte Wiederholung der Dienstabgrenzungen, ein Viertel in Probeprüfungen mit anschließender Fehleranalyse. Reines Videoschauen ist der ineffizienteste Weg zu dieser Prüfung.
Kann ich die Prüfung von zu Hause ablegen?
Ja, AWS bietet die Prüfung online beaufsichtigt an. Voraussetzung sind ein aufgeräumter Raum ohne weitere Personen, ein freier Schreibtisch, eine funktionierende Kamera und eine stabile Verbindung. Die Aufsicht prüft den Raum vor dem Start per Kamera und bricht bei Auffälligkeiten ab. Führe die Systemprüfung unbedingt auf demselben Rechner und im selben Netz durch, die du am Prüfungstag nutzt. Wer sich damit unwohl fühlt, bucht ein Testzentrum: Die Prüfung ist inhaltlich identisch, die Umgebung ist ruhiger und die Technik nicht dein Problem.

Zuletzt geprüft am 26. Juli 2026.

Das sagen Teilnehmer

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Qualitativ sehr guter Kurs. Ruhiger und wertschätzender Umgang. Keine Informationsüberlastung.
Rückmeldung aus dem Kurs „Ansible Kompaktkurs“
Der Kurs hat sein Ziel erreicht. Der Trainer konnte die Inhalte gut rüberbringen und der Praxisanteil und die Übungsumgebung war sehr gut.
Rückmeldung aus dem Kurs „Terraform mit Azure – Der kompakte Praxiskurs für Ihren Cloud-Erfolg“
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Nächster Schritt

Mit Kursplan statt mit Fragenkatalogen vorbereiten

Architecting on AWS deckt die vier Prüfungsdomänen in der Reihenfolge ab, in der SAA-C03 sie gewichtet, und arbeitet mit denselben Szenarien, die dir in der Prüfung begegnen. Wer noch Grundlagen braucht, startet mit AWS Technical Essentials, wer weiter will, hängt Advanced Architecting on AWS an. Alle Kurse laufen Live-Online oder in Präsenz, und wir sagen dir vorher ehrlich, welchen Einstieg dein Vorwissen verlangt.