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AZ-305: Vom Azure-Administrator zum Solutions Architect Expert

Eine bestandene AZ-305 allein bringt dir den Expert-Titel nicht. Microsoft vergibt ihn erst, wenn zusätzlich die Zertifizierung Azure Administrator Associate vorliegt, in aller Regel über AZ-104. Wer das übersieht, hat die Prüfung bezahlt und steht trotzdem ohne Abschluss da. Inhaltlich ist der Sprung ebenso groß: Es geht nicht mehr darum, wie du einen Dienst anlegst, sondern welchen du warum wählst.

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Worum es geht

Der Sprung von Betrieb auf Entwurf

AZ-104 fragt Handlungswissen ab: Wie richtest du ein virtuelles Netzwerk ein, wie sicherst du eine Maschine, wie vergibst du Rechte. AZ-305 stellt dieselben Dienste in einen anderen Rahmen. Du bekommst eine Anforderung mit Nebenbedingungen, etwa eine maximale Wiederanlaufzeit von vier Stunden, einen Datenverlust von höchstens fünfzehn Minuten, eine Vorgabe zur Datenhaltung in Deutschland und ein Kostenziel. Gesucht ist die Kombination von Diensten, die alle Bedingungen erfüllt. Häufig sind zwei Antworten technisch möglich und nur eine erfüllt zusätzlich die Kostenvorgabe.

Die Fallstudien sind der Teil, an dem die meisten scheitern. Sie liefern mehrere Seiten Kontext, verteilt über Bestandssysteme, Organisationsstruktur, bestehende Verträge und eine Wunschliste des Fachbereichs. Die entscheidenden Nebenbedingungen stehen selten dort, wo die Frage steht, sondern zwei Abschnitte weiter oben in einem Nebensatz, oft als beiläufige Bemerkung über ein bestehendes Enterprise Agreement oder eine Aufbewahrungsfrist. Wer die Fallstudie liest wie eine technische Beschreibung statt wie eine Ausschreibung, übersieht sie zuverlässig und wählt dann eine Antwort, die technisch stimmt und wirtschaftlich falsch ist.

Dazu kommt der Anspruch, Entscheidungen begründen zu können statt sie nur zu treffen. Warum zonenredundanter Speicher und nicht georedundanter, warum eine Verwaltungsgruppe je Geschäftsbereich und nicht je Umgebung, warum ein privater Endpunkt statt eines Dienstendpunkts. Genau diese Begründungen prüft AZ-305, und sie sind auch der Grund, warum die Vorbereitung ohne eigene Entwurfspraxis mühsam bleibt. Reines Auswendiglernen von Diensten trägt hier nicht mehr.

Miniatur-Szene: Prüfungstisch mit versiegeltem Zertifikat, Stempel und wolkenförmiger Medaille

Der Weg zum Solutions Architect Expert

  1. 01 AZ-104 bestehen, damit Azure Administrator Associate vorliegt
  2. 02 Sechs bis zwölf Monate eigene Entwurfsarbeit sammeln
  3. 03 Well-Architected Framework und Landing Zones durcharbeiten
  4. 04 Fallstudien üben: Anforderungen in Dienste übersetzen
  5. 05 AZ-305 ablegen, der Expert-Titel folgt automatisch
  6. 06 Jährlich kostenlos online verlängern, Fenster ab sechs Monaten
Was du mitnimmst

Die vier Entwurfsbereiche und was sie verlangen

Microsoft gliedert die Prüfung in vier Bereiche. Der Infrastrukturteil ist der größte, aber die Punkte gehen meistens in den ersten dreien verloren.

Identität, Governance und Überwachung

Hier geht es um das Zugriffsmodell für eine ganze Organisation: Verwaltungsgruppen und Abonnements, Rollenzuweisungen über Gruppen statt über einzelne Personen, zeitlich begrenzte Rechteerhöhung, Azure Policy als Leitplanke und ein Protokollkonzept, das Aufbewahrungsfristen und Kosten zusammenbringt. Wer im Alltag nur einzelne Abonnements verwaltet, muss diesen Bereich bewusst aufbauen.

Datenspeicher entwerfen

Relational oder dokumentenorientiert, welche Konsistenzstufe, welche Redundanzstufe, welche Zugriffsebene für selten genutzte Daten. Der wiederkehrende Prüfungsdreh ist die Zuordnung von Anforderung zu Dienst: Zeitreihen, Volltext, weltweit verteilte Schreibzugriffe und große Dateien führen jeweils zu einem anderen Dienst. Die Redundanzstufen von Azure Storage solltest du auswendig unterscheiden können.

Geschäftskontinuität entwerfen

Wiederanlaufzeit und tolerierter Datenverlust sind die beiden Zahlen, aus denen sich alles Weitere ergibt. Daraus folgt, ob Verfügbarkeitszonen genügen, ob eine zweite Region nötig ist, welche Sicherungshäufigkeit passt und ob Azure Site Recovery ins Bild gehört. Wichtig ist die saubere Trennung: Georedundanter Speicher ist keine Sicherung, und eine Sicherung ist kein Ausfallkonzept.

Infrastruktur entwerfen

Der größte Block umfasst Rechenleistung, Netzwerk und Anwendungsarchitektur: virtuelle Maschinen gegenüber App Service, Container Apps oder Kubernetes, Nabe-Speiche-Netzwerke, private Endpunkte, Lastverteilung über mehrere Regionen und Migrationswege für Bestandssysteme. Hier zahlt sich Betriebserfahrung unmittelbar aus, weil die Fragen aus realen Zuschnitten stammen.

Well-Architected und Cloud Adoption Framework

Beide Rahmenwerke sind keine Prüfungsthemen für sich, liefern aber die Begründungsmuster, die AZ-305 erwartet. Die fünf Säulen Zuverlässigkeit, Sicherheit, Kostenoptimierung, operative Exzellenz und Leistungseffizienz stehen regelmäßig im Widerspruch zueinander, und die richtige Antwort ist die, die den in der Aufgabe genannten Zielkonflikt auflöst.

Der Weg von AZ-104 nach AZ-305

Realistisch liegen zwischen beiden Prüfungen sechs bis zwölf Monate mit eigener Entwurfsarbeit. Wer direkt nacheinander bucht, kann bestehen, tut sich bei den Fallstudien aber deutlich schwerer. Sinnvoll ist die Zeit dazwischen für einen selbst gebauten Landing-Zone-Aufbau mit Verwaltungsgruppen, Richtlinien und einem Nabe-Speiche-Netzwerk.

Tutorial

Von AZ-104 zur bestandenen AZ-305

Eine bestandene AZ-305 allein bringt dir den Expert-Titel nicht, Microsoft verlangt zusätzlich die Zertifizierung Azure Administrator Associate. Inhaltlich entscheidet sich die Prüfung außerdem selten am Infrastrukturteil, sondern an Governance, Datenspeichern und Geschäftskontinuität. In dieser Reihenfolge geht es weiter: die Voraussetzung prüfen, das Governance-Gerüst selbst bauen, Redundanzstufen begründen, Geschäftskontinuität aus zwei Zahlen ableiten und die Fallstudien lesen lernen.

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Schritt 1: Voraussetzung prüfen und die Bereiche zuordnen

Zwei Dinge gehören vor die Terminbuchung: der Nachweis der Associate-Stufe und eine ehrliche Selbsteinschätzung je Prüfungsbereich.

Die vier Bereiche und woran du deinen Stand misst

BereichTypische Aufgabe in der PrüfungWoran du merkst, dass es reicht
Identität, Governance, ÜberwachungZugriffsmodell für mehrere Geschäftsbereiche entwerfenDu kannst erklären, wann eine Verwaltungsgruppe und wann ein eigenes Abonnement die richtige Grenze ist
DatenspeicherPassenden Dienst und passende Redundanzstufe wählenDu unterscheidest LRS, ZRS, GRS und GZRS ohne Nachschlagen und kennst je einen Anwendungsfall
GeschäftskontinuitätAus Wiederanlaufzeit und Datenverlust ein Konzept ableitenDu kannst begründen, warum Georedundanz keine Sicherung ersetzt
InfrastrukturRechenleistung, Netzwerk und Migrationsweg festlegenDu triffst die Wahl zwischen App Service, Container Apps und Kubernetes anhand von Anforderungen, nicht anhand von Vorlieben

Für die Selbsteinschätzung hilft ein einfacher Test: Nimm eine reale Anwendung aus dem eigenen Haus und schreib in einer Seite auf, wie du sie in Azure aufbauen würdest, inklusive Begründung je Entscheidung. Was du dabei nicht begründen kannst, ist deine Lücke. Wenn du an dieser Stelle ohnehin einen Neuaufbau planst, arbeite die Seite zur Landing Zone parallel durch, sie deckt große Teile des Governance-Bereichs ab.

02

Schritt 2: Das Governance-Gerüst einmal selbst bauen

Verwaltungsgruppen, Richtlinien und Namensregeln sind in der Prüfung Fließtext, im Labor eine halbe Stunde Arbeit. Danach sitzt der Bereich.

Verwaltungsgruppen und Abonnements ordnen
az account management-group create \
  --name kunde-root --display-name "Kunde Root"

az account management-group create \
  --name kunde-plattform --display-name "Plattform" --parent kunde-root

az account management-group create \
  --name kunde-workload --display-name "Workloads" --parent kunde-root

az account management-group subscription add \
  --name kunde-workload \
  --subscription 00000000-1111-2222-3333-444444444444

az account management-group show --name kunde-root --expand --recurse -o table

Die Struktur folgt der Verantwortung, nicht dem Organigramm. Plattformdienste und Fachlasten zu trennen, ist der Aufbau, den Microsoft in den Landing-Zone-Vorlagen verwendet, und genau der taucht in Prüfungsfragen als richtige Antwort auf.

Regionen per Richtlinie begrenzen
POLICY=$(az policy definition list \
  --query "[?displayName=='Allowed locations'].name" -o tsv)

az policy assignment create \
  --name nur-eu \
  --display-name "Nur EU-Regionen zulassen" \
  --scope "/providers/Microsoft.Management/managementGroups/kunde-root" \
  --policy "$POLICY" \
  --params '{"listOfAllowedLocations":{"value":["germanywestcentral","westeurope","northeurope"]}}'

az policy state summarize \
  --management-group kunde-root --query "value[0].results" 

Zuweisungen auf der Verwaltungsgruppe wirken auf alle darunterliegenden Abonnements und lassen sich nicht lokal aushebeln. Genau das ist der Unterschied zu einer Zuweisung je Ressourcengruppe, und er wird gern abgefragt.

03

Schritt 3: Datenspeicher und Redundanzstufe begründen

Der Speicherteil ist der Bereich mit den meisten Auswendiglernpunkten. Vier Kürzel und ihre Folgen musst du sicher unterscheiden.

Redundanzstufen von Azure Storage

StufeWo liegen die KopienSchützt gegenTypischer Einsatz
LRSDrei Kopien in einem RechenzentrumAusfall einzelner Datenträger und KnotenZwischenergebnisse, wiederherstellbare Daten, Kostenoptimierung
ZRSDrei Verfügbarkeitszonen einer RegionAusfall eines kompletten RechenzentrumsProduktive Daten mit hoher Verfügbarkeitsanforderung in einer Region
GRSLRS am Ort plus asynchrone Kopie in der PartnerregionAusfall einer ganzen RegionRegionsübergreifende Absicherung ohne Lesezugriff auf die Kopie
GZRSZRS am Ort plus asynchrone Kopie in der PartnerregionZonen- und RegionsausfallHöchste Stufe für geschäftskritische Daten, entsprechend teuer
RA-GRS und RA-GZRSWie oben, zusätzlich Lesezugriff auf die KopieWie oben, mit lesendem NotbetriebAnwendungen, die im Störfall zumindest lesen können müssen
Speicherkonto mit sinnvollen Vorgaben anlegen
az storage account create \
  --name stprodshop001 \
  --resource-group rg-daten-prod \
  --location germanywestcentral \
  --sku Standard_GZRS \
  --kind StorageV2 \
  --access-tier Hot \
  --min-tls-version TLS1_2 \
  --allow-blob-public-access false \
  --https-only true

# Aufbewahrung fuer versehentlich geloeschte Blobs
az storage account blob-service-properties update \
  --account-name stprodshop001 \
  --resource-group rg-daten-prod \
  --enable-delete-retention true \
  --delete-retention-days 30

Die vorläufige Löschung ist in der Prüfung die Standardantwort auf versehentliches Löschen durch Anwender. Sie ersetzt aber keine Sicherung, weil sie mit dem Konto zusammen verschwindet.

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Schritt 4: Geschäftskontinuität aus zwei Zahlen ableiten

Wiederanlaufzeit und tolerierter Datenverlust bestimmen den Aufbau vollständig. Alles andere folgt daraus.

Von der Anforderung zur Architektur

  • Datenverlust bis 24 Stunden, Wiederanlauf bis 24 Stunden: tägliche Sicherung genügt, eine Region reicht
  • Datenverlust bis 15 Minuten, Wiederanlauf bis 4 Stunden: Replikation in eine zweite Region plus geprüfter Wiederanlaufplan
  • Kein tolerierter Datenverlust: synchrone Replikation, also Verfügbarkeitszonen statt zweiter Region
  • Wiederanlauf in Minuten: aktiv-aktiver Betrieb über zwei Regionen mit vorgeschalteter Lastverteilung
  • Aufbewahrungspflicht über Jahre: Sicherung mit Unveränderlichkeit, getrennt vom Produktivkonto
Sicherung für virtuelle Maschinen einrichten
az backup vault create \
  --resource-group rg-backup-prod \
  --name rsv-prod-gwc \
  --location germanywestcentral

az backup protection enable-for-vm \
  --resource-group rg-backup-prod \
  --vault-name rsv-prod-gwc \
  --vm app01 \
  --policy-name DefaultPolicy

# Nachweis, dass wirklich gesichert wird
az backup job list \
  --resource-group rg-backup-prod \
  --vault-name rsv-prod-gwc -o table

Der Nachweis ist der eigentliche Punkt. Ein eingerichteter Sicherungsauftrag ohne regelmäßige Prüfung der Auftragsliste und ohne mindestens einen durchgeführten Wiederherstellungstest zählt weder in der Prüfung noch im Audit.

05

Schritt 5: Fallstudien lesen lernen und den Termin planen

Die Fallstudien entscheiden die Prüfung. Sie lassen sich üben, aber nicht mit derselben Lesetechnik wie eine technische Dokumentation.

landingzone.bicep, Grundgerüst zum Üben
targetScope = 'subscription'

param umgebung string = 'prod'
param region string = 'germanywestcentral'

resource rgNetz 'Microsoft.Resources/resourceGroups@2021-04-01' = {
  name: 'rg-netz-${umgebung}'
  location: region
}

module nabe 'module/hub-vnet.bicep' = {
  scope: rgNetz
  name: 'nabe'
  params: {
    region: region
    adressraum: '10.10.0.0/16'
  }
}

output nabeId string = nabe.outputs.vnetId

Bereitgestellt wird das mit az deployment sub create --location germanywestcentral --template-file landingzone.bicep. Für die Prüfung reicht es, den Unterschied zwischen Bereitstellung auf Abonnement- und auf Ressourcengruppenebene sicher zu kennen.

Technik für die Fallstudien

  • Zuerst die Fragen lesen, danach den FallstudientextDer Text ist absichtlich länger als nötig. Wer die Fragen kennt, überliest die Füllabschnitte und findet die tragenden Nebenbedingungen schneller.
  • Alle Zahlen aus dem Text herausschreiben, bevor du antwortestWiederanlaufzeit, Datenverlust, Nutzerzahlen, Budget und Aufbewahrungsfristen sind die Filter, mit denen sich zwei technisch richtige Antworten auf eine reduzieren lassen.
  • Auf Aussagen zu Bestand und Verträgen achtenVorhandene Lizenzen mit Software Assurance, ein bestehendes Enterprise Agreement oder ein laufender Rechenzentrumsvertrag ändern die wirtschaftlich richtige Antwort vollständig.
  • Formulierungen wie kostengünstigste oder mit dem geringsten Aufwand markierenDiese Wörter sind das eigentliche Auswahlkriterium. Ohne sie wären oft mehrere Antworten korrekt, mit ihnen bleibt genau eine übrig.
  • Zu einer Fallstudie nicht zurückspringen wollenIn vielen Prüfungen ist der Abschnitt nach dem Verlassen gesperrt. Bearbeite alle Fragen einer Fallstudie vollständig, bevor du weitergehst.
  • Verlängerungstermin direkt nach dem Bestehen eintragenMicrosoft öffnet das kostenlose Verlängerungsfenster sechs Monate vor Ablauf. Wer es verstreichen lässt, verliert den Titel und muss die vollständige Prüfung wiederholen.

Wenn du den Netzwerkteil als deine größte Lücke identifiziert hast, lohnt sich der Umweg über die Netzwerkinhalte, bevor du AZ-305 buchst. Das Zusammenspiel aus Nabe-Speiche-Aufbau, privaten Endpunkten und der Anbindung des eigenen Rechenzentrums ist der Bereich, in dem Entwurfsfehler am teuersten werden. Wie diese Anbindung technisch aussieht, beschreibt die Seite zum Anbinden des eigenen Rechenzentrums.

Standortbestimmung

Bist du schon prüfungsreif?

Bevor du Geld und Urlaubstage in eine Prüfung steckst, finde in wenigen Minuten heraus, wo du wirklich stehst. Kostenlos, ohne Anmeldung, mit einer Erklärung zu jeder Antwort.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu AZ-305 und Azure-Architektur

Noch etwas offen? Wir sind ohne Warteschleife für dich da.

Frag uns direkt
Kann ich AZ-305 ohne AZ-104 ablegen?
Die Prüfung selbst kannst du jederzeit buchen und bestehen, dafür gibt es keine technische Sperre. Der Titel Azure Solutions Architect Expert entsteht aber erst, wenn zusätzlich die Zertifizierung Azure Administrator Associate in deinem Profil aktiv ist. Bis dahin bleibt die bestandene AZ-305 ohne Abschluss stehen. Inhaltlich ist die Reihenfolge ohnehin sinnvoll, weil AZ-305 die Bedienung der Dienste voraussetzt und nur noch nach der Auswahlentscheidung fragt. Wer den Betriebsteil nicht sicher beherrscht, verliert bei den Fallstudien Zeit an Grundlagen.
Wie lange dauert die Vorbereitung realistisch?
Mit vorhandener AZ-104 und laufender Azure-Praxis solltest du 80 bis 120 Stunden einplanen, verteilt über etwa acht bis zwölf Wochen. Der größere Teil davon geht nicht in Lesen, sondern in eigene Entwurfsarbeit: Verwaltungsgruppen aufbauen, Richtlinien zuweisen, ein Nabe-Speiche-Netzwerk bauen, eine Sicherung samt Wiederherstellung testen. Ohne diesen praktischen Teil bleiben die Fallstudien schwer, weil sie Begründungen verlangen. Ein Kurs verkürzt vor allem die Orientierungsphase und zeigt, welche Themen tatsächlich prüfungsrelevant sind.
Wie wichtig sind Well-Architected und Cloud Adoption Framework?
Beide werden nicht als eigenes Thema abgefragt, liefern aber die Denkmuster, mit denen sich die Fragen beantworten lassen. Die fünf Säulen des Well-Architected Framework stehen regelmäßig im Widerspruch zueinander, und die Aufgabe nennt fast immer, welche Säule Vorrang hat. Das Cloud Adoption Framework liefert den Aufbau der Landing Zone, also Verwaltungsgruppen, Abonnementgrenzen, Netzwerkaufbau und Richtlinien. Wer beide Modelle einmal an einem eigenen Beispiel durchgespielt hat, erkennt in der Prüfung sofort, worauf eine Frage hinauswill.
Wie unterscheidet sich Architekturarbeit im Alltag von der Prüfung?
Die Prüfung liefert vollständige Anforderungen, der Alltag nicht. Im echten Projekt besteht die Arbeit zur Hälfte darin, Wiederanlaufzeit, tolerierten Datenverlust und Kostenrahmen überhaupt erst mit dem Fachbereich zu vereinbaren. Technisch ähneln sich beide stark, denn auch im Alltag geht es um Auswahl und Begründung statt um Bedienung. Der zweite Unterschied ist der Bestand: In der Prüfung startest du meist auf grüner Wiese, im Projekt hängen an jeder Entscheidung bestehende Verträge, Lizenzen und Schnittstellen.
Muss ich AZ-305 später erneut ablegen?
Nein. Microsoft verlängert rollenbasierte Zertifizierungen über eine kostenlose Onlineprüfung, die du unbeaufsichtigt und mit offenen Unterlagen ablegst. Das Fenster öffnet sechs Monate vor Ablauf, ein Nichtbestehen lässt sich innerhalb des Fensters wiederholen. Damit bleibt der Titel dauerhaft aktiv, solange du einmal jährlich diese kurze Prüfung ablegst. Verstreicht das Fenster, wird die Zertifizierung inaktiv, und der einzige Weg zurück ist die vollständige AZ-305. Trag den Termin deshalb direkt nach dem Bestehen ein.

Zuletzt geprüft am 28. Juli 2026.

Das sagen Teilnehmer

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Qualitativ sehr guter Kurs. Ruhiger und wertschätzender Umgang. Keine Informationsüberlastung.
Rückmeldung aus dem Kurs „Ansible Kompaktkurs“
Der Kurs hat sein Ziel erreicht. Der Trainer konnte die Inhalte gut rüberbringen und der Praxisanteil und die Übungsumgebung war sehr gut.
Rückmeldung aus dem Kurs „Terraform mit Azure – Der kompakte Praxiskurs für Ihren Cloud-Erfolg“
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cmt bildet beide Stufen ab: AZ-104 für die verlangte Associate-Zertifizierung und AZ-305 für den Entwurfsteil, dazu AZ-700 für den Netzwerkbereich, in dem die meisten Entwurfsfehler entstehen. In den Kursen baust du die Governance- und Netzwerkstrukturen selbst auf, statt sie nur zu betrachten. Alle Kurse laufen wahlweise Live-Online oder in Präsenz.