Zertifizierungen im Griff behalten

Cloud-Zertifizierungen verlängern: Microsoft jährlich, AWS alle drei Jahre

Microsoft lässt rollenbasierte Zertifizierungen nach zwölf Monaten ablaufen, verlängert sie aber kostenlos über eine unbeaufsichtigte Onlineprüfung. AWS gibt drei Jahre und verlangt danach die vollständige Prüfung, Fortbildungspunkte zählen dort nicht. Diese Asymmetrie ist der Grund, warum Zertifikate in Teams unbemerkt verfallen, und sie lässt sich mit einem Register und zwei Erinnerungen vollständig ausschalten.

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Worum es geht

Warum Zertifikate im Team unbemerkt verfallen

Zertifizierungen werden fast immer als Projekt gedacht: Kurs buchen, lernen, Prüfung bestehen, Haken dran. Dass sie ein Ablaufdatum haben, steht zwar in der Bestätigungsmail, wird aber selten irgendwo festgehalten, wo jemand später nachschaut. In größeren Teams kommt hinzu, dass niemand zuständig ist. Die Fachabteilung hält es für eine Personalfrage, die Personalabteilung für eine fachliche, und das Ablaufdatum steht in einem persönlichen Profil, auf das beide keinen Zugriff haben.

Richtig teuer wird es durch die unterschiedlichen Regeln. Wer aus der Microsoft-Welt kommt, ist an eine jährliche, kostenlose Verlängerung am Schreibtisch gewöhnt und rechnet bei AWS mit etwas Ähnlichem. Dort gibt es das nicht: Nach drei Jahren ist die volle Prüfung fällig, mit Anmeldung, Termin, Prüfungszentrum oder überwachter Onlinesitzung und dem entsprechenden Lernaufwand. Wer umgekehrt aus der AWS-Welt kommt, unterschätzt, wie schnell zwölf Monate vorbei sind.

Die Folgen treffen selten die Zertifizierten selbst, sondern das Unternehmen. Der Partnerstatus bei Microsoft und bei AWS hängt an einer Mindestzahl gültiger Zertifizierungen im Haus, und diese Zahl wird zu einem Stichtag geprüft, nicht nach Ankündigung. Ausschreibungen im öffentlichen Sektor verlangen Nachweise ebenfalls zum Stichtag. Und wenn drei Zertifikate im selben Quartal ablaufen, weil das Team damals gemeinsam einen Kurs besucht hat, entsteht die Lücke genau dann, wenn niemand Zeit zum Lernen hat.

Miniatur-Szene: Leitstand mit steigender Kostenanzeige, Münzstapel neben einer Cloud, Lupe über einem Leck

Der Rezertifizierungszyklus im Team

  1. 01 Register anlegen: Person, Zertifizierung, Anbieter, Ablauf
  2. 02 Automatische Prüfung wöchentlich gegen das Ablaufdatum
  3. 03 Microsoft: Assessment im Fenster von sechs Monaten
  4. 04 AWS: Prüfungstermin und Lernzeit neun Monate vorher planen
  5. 05 Ablaufdaten im Team über das Jahr entzerren
  6. 06 Nachweise für Partnerstatus und Ausschreibungen ablegen
Was du mitnimmst

Was Rezertifizierung planbar macht

Es braucht kein Werkzeug für viel Geld. Ein gepflegtes Register, zwei automatische Erinnerungen und ein bewusst gelegter Termin reichen aus.

Die Regeln je Anbieter einmal sauber notieren

AWS-Zertifizierungen gelten drei Jahre und werden ausschließlich durch das erneute Ablegen einer Prüfung erneuert. Rollenbasierte Microsoft-Zertifizierungen laufen nach zwölf Monaten ab und werden kostenlos über ein Onlineassessment verlängert. Die Fundamentals-Zertifizierungen von Microsoft laufen gar nicht ab. Diese drei Sätze klären neunzig Prozent aller Rückfragen.

Ein Register außerhalb persönlicher Profile

Ablaufdaten gehören in eine Datei oder Tabelle, auf die Team und Vorgesetzte Zugriff haben, nicht nur in das Learn-Profil oder den AWS-Zertifizierungsaccount der einzelnen Person. Verlässt jemand das Unternehmen, wandert das Zertifikat mit, die Lücke im Nachweis bleibt bei euch.

Erinnerungen mit ausreichend Vorlauf

Bei Microsoft öffnet sich das Verlängerungsfenster ein halbes Jahr vor Ablauf, und das ist der natürliche erste Anstoß. Bei AWS braucht es deutlich mehr Vorlauf, weil Prüfungstermin, Vorbereitungszeit und ein freies Zeitfenster im Projektkalender zusammenkommen müssen. Sechs Monate sind dort das Minimum, neun sind angenehmer und lassen einen zweiten Versuch zu.

Ablaufdaten bewusst entzerren

Wenn ein ganzes Team gleichzeitig zertifiziert wird, laufen alle Zertifikate auch gleichzeitig ab. Zieh einzelne Prüfungen bewusst vor oder schiebe sie um ein Quartal, damit die Termine über das Jahr verteilt liegen. Das kostet einmalig etwas Koordination und erspart dauerhaft die Häufung ausgerechnet im Quartalsabschluss.

Höherwertige Prüfungen strategisch nutzen

Bei AWS verlängert das Bestehen einer höherwertigen Prüfung die darunter liegenden Zertifizierungen automatisch. Wer ohnehin auf Professional-Niveau zusteuert, erledigt damit die Rezertifizierung der Associate-Stufe nebenbei. Das ist bei AWS der einzige Weg, mit einem einzigen Termin zwei Fristen zu bedienen, und er wirkt nur vor dem Ablauf der unteren Stufe.

Vorbereitung als Termin statt als Vorsatz

Eine Verlängerung ohne festen Termin konkurriert jeden Abend mit dem Tagesgeschäft und verliert. Setze deshalb einen Vorbereitungsblock rund sechs Wochen vor die Prüfung und behandle ihn wie einen Kundentermin. Bei AWS gilt das zusätzlich für den Prüfungstermin selbst, denn er ist dort der einzige Weg zur Verlängerung und lässt sich im Quartalsabschluss nur schwer unterbringen.

Tutorial

Ein Register, zwei Erinnerungen, keine abgelaufenen Zertifikate

Zertifikate verfallen in Teams nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil beide Anbieter völlig verschiedene Regeln haben: Microsoft verlängert jährlich und kostenlos, AWS verlangt nach drei Jahren die vollständige Prüfung. Deshalb stehen die Regeln am Anfang, aus ihnen ergibt sich alles Weitere. Danach entsteht ein Register außerhalb persönlicher Profile, darauf eine automatische Prüfung mit Erinnerung, anschließend die richtige Lage der Verlängerungstermine und zum Schluss die Planung im Team.

01

Schritt 1: Die Regeln beider Anbieter auseinanderhalten

Die beiden Modelle haben außer dem Wort Ablaufdatum wenig gemeinsam. Wer sie durcheinanderbringt, plant systematisch falsch.

AWS behandelt Zertifizierungen als Momentaufnahme: Sie gelten drei Jahre, und der einzige Weg zur Erneuerung ist das erneute Ablegen einer Prüfung. Fortbildungspunkte, Kursbescheinigungen oder Projektnachweise werden ausdrücklich nicht anerkannt. Microsoft behandelt rollenbasierte Zertifizierungen dagegen als laufenden Nachweis: Sie gelten zwölf Monate und werden über ein unbeaufsichtigtes Assessment auf Microsoft Learn kostenlos verlängert, das mit offenen Unterlagen abgelegt wird und beliebig oft wiederholt werden darf. Die Fundamentals-Zertifizierungen wie AZ-900, AI-900 oder SC-900 laufen überhaupt nicht ab.

Verlängerungsregeln im direkten Vergleich

FrageAWSMicrosoft, rollenbasiert
GültigkeitsdauerDrei Jahre ab PrüfungsdatumZwölf Monate ab Zertifizierungs- oder Verlängerungsdatum
Art der ErneuerungVollständige Prüfung, gleiche oder höhere StufeOnlineassessment auf Microsoft Learn
Kosten der ErneuerungRegulärer Prüfungspreis, Rabattgutschein für ZertifizierteKostenlos
AufsichtPrüfungszentrum oder überwachte OnlinesitzungUnbeaufsichtigt, mit offenen Unterlagen
FensterJederzeit vor Ablauf möglichÖffnet ein halbes Jahr vor Ablauf
Wiederholung bei NichtbestehenWartezeit vor dem nächsten VersuchWiederholbar bis zum Ablaufdatum
Was nicht abläuftKeine AusnahmeFundamentals-Zertifizierungen
02

Schritt 2: Ein Register anlegen, das nicht veraltet

Das Register muss nicht schön sein, es muss maschinenlesbar sein und dem Team gehören. Eine Datei im Repository der Plattform erfüllt beides.

team/zertifikate.csv
person,zertifizierung,anbieter,erworben,gueltig_bis,verlaengerung
a.mueller,AWS Certified Solutions Architect Associate (SAA-C03),aws,2024-09-12,2027-09-12,pruefung
b.schulz,Microsoft Certified: Azure Administrator Associate (AZ-104),microsoft,2025-11-14,2026-11-14,assessment
c.weber,Microsoft Certified: Azure Fundamentals (AZ-900),microsoft,2024-03-04,,keine
d.kaya,AWS Certified Security Specialty (SCS-C03),aws,2025-02-20,2028-02-20,pruefung

Ein leeres Feld bei gueltig_bis steht für eine Zertifizierung ohne Ablauf. Der Prüfungscode in Klammern ist wichtiger, als er aussieht: Prüfungen werden regelmäßig durch Nachfolger ersetzt, und dann muss nachvollziehbar bleiben, welche Fassung damals abgelegt wurde.

Lege das Register dorthin, wo das Team ohnehin arbeitet, und pflege es beim Bestehen einer Prüfung, nicht am Jahresende. Verzichte auf Namen in Freitextform und nutze dieselbe Schreibweise wie im Zertifizierungsprofil, damit ein Nachweis später ohne Rückfragen zuzuordnen ist. Wer zusätzlich die Badge-Adresse aus Credly oder dem Microsoft-Learn-Profil einträgt, kann bei Ausschreibungen direkt auf den prüfbaren Nachweis verlinken statt auf ein Bildschirmfoto.

03

Schritt 3: Erinnerungen automatisieren

Eine Erinnerung, die jemand von Hand setzt, überlebt keinen Urlaub und keinen Rollenwechsel. Ein kleines Skript und ein Cron-Eintrag genügen.

/usr/local/bin/zert-check.sh
#!/usr/bin/env bash
# Meldet ablaufende und abgelaufene Zertifizierungen aus dem Register.
# Aufruf: zert-check.sh <register.csv> [vorlauf_in_tagen]
set -euo pipefail

DATEI="${1:?Register angeben}"
VORLAUF="${2:-180}"
HEUTE=$(date +%s)

tail -n +2 "$DATEI" | while IFS=, read -r person zert anbieter erworben bis art; do
  [ -z "$bis" ] && continue          # laeuft nicht ab
  ende=$(date -d "$bis" +%s)
  tage=$(( (ende - HEUTE) / 86400 ))

  if [ "$tage" -lt 0 ]; then
    printf 'ABGELAUFEN %-11s %-10s %s (seit %d Tagen)\n' \
      "$person" "$anbieter" "$zert" "$(( -tage ))"
  elif [ "$tage" -le "$VORLAUF" ]; then
    printf 'FAELLIG    %-11s %-10s %s (in %d Tagen, %s)\n' \
      "$person" "$anbieter" "$zert" "$tage" "$art"
  fi
done

Das Skript gibt nur aus, wenn etwas ansteht. Damit taugt es direkt für Cron, denn eine Mail kommt nur bei Handlungsbedarf. Für AWS solltest du den Vorlauf höher setzen als für Microsoft, weil dort ein Prüfungstermin und Lernzeit dazukommen.

/etc/cron.d/zertifikate
MAILTO=plattform-team@example.de

# Montags um 7 Uhr: alles, was in den naechsten 180 Tagen faellig wird
0 7 * * 1  ops  /usr/local/bin/zert-check.sh /srv/team/zertifikate.csv 180

# Quartalsweise mit langem Vorlauf, fuer die Budget- und Kursplanung
0 8 1 1,4,7,10 *  ops  /usr/local/bin/zert-check.sh /srv/team/zertifikate.csv 400

Der zweite Eintrag ist der wichtigere. Er liefert die Liste, mit der Kursbudget und Prüfungstermine für das kommende Jahr geplant werden, und zwar bevor der Budgetrahmen steht.

04

Schritt 4: Das Verlängerungsfenster richtig legen

Bei Microsoft entscheidet der Zeitpunkt darüber, ob ihr ein Jahr verschenkt. Bei AWS entscheidet er darüber, ob eine Prüfung zwei Fristen bedient.

Termine ausrechnen statt schätzen
# Microsoft: Fenster oeffnet ein halbes Jahr vor Ablauf
ABLAUF=2026-11-14
date -d "$ABLAUF -180 days" +%F   # ab hier ist das Assessment freigeschaltet
date -d "$ABLAUF -30 days"  +%F   # spaetester Termin, den man einplanen sollte

# AWS: die neue Laufzeit beginnt mit dem Pruefungsdatum, sie wird nicht addiert
PRUEFUNG=2026-09-30
date -d "$PRUEFUNG +3 years" +%F

# Wie viele Zertifikate laufen im selben Quartal ab?
awk -F, 'NR>1 && $5 != "" { print substr($5,1,7) }' /srv/team/zertifikate.csv \
  | sort | uniq -c | sort -rn

Der letzte Befehl deckt die Häufung auf. Drei Ablaufdaten im selben Monat sind kein Zufall, sondern die Folge eines gemeinsamen Kurstermins vor drei Jahren. Entzerren lässt sich das nur, indem einzelne Prüfungen bewusst vorgezogen werden.

Für 2026 ist dieser Punkt besonders relevant, weil mehrere Azure-Prüfungen auslaufen: AZ-204 endet am 31. Juli 2026, AZ-500 am 31. August 2026 thematisch schliesst SC-500 an, AZ-800 und AZ-801 laufen am 30. September 2026 aus und werden durch AZ-802 abgelöst. Welche Zertifizierung dadurch wie betroffen ist und was das für laufende Lernpfade bedeutet, steht in Azure-Zertifizierungen 2026. Wer eine dieser Prüfungen noch ablegen will, sollte den Termin nicht in die letzte Woche legen, weil Prüfungszentren vor Abkündigungen erfahrungsgemäß ausgebucht sind.

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Schritt 5: Rezertifizierung im Team planen

Der letzte Schritt ist organisatorisch. Er entscheidet darüber, ob das Register nach einem Jahr noch gepflegt wird.

Damit im nächsten Jahr nichts unbemerkt abläuft

  • Eine Person benennen, die das Register pflegt und die wöchentliche Meldung liest.Eine Aufgabe, die allen gehört, gehört niemandem. Ohne benannte Zuständigkeit landet die Cron-Mail in einem Verteiler, den keiner öffnet.
  • Prüfungstermin und Vorbereitung gemeinsam in den Projektkalender eintragen.Eine Rezertifizierung ohne reservierte Lernzeit findet nicht statt. Der Termin muss genauso sichtbar sein wie ein Releasetermin, sonst gewinnt immer das Tagesgeschäft.
  • Ablaufdaten über das Jahr verteilen statt Kurse für alle gleichzeitig zu buchen.Gleichzeitige Zertifizierung erzeugt gleichzeitigen Ablauf. Drei fällige Prüfungen in einem Quartal sind kaum zu stemmen und gefährden Partnerstatus wie Ausschreibungsnachweise.
  • Beim Ausscheiden von Mitarbeitenden den Nachweis im Register schließen.Zertifikate gehören der Person, nicht dem Unternehmen. Wer das nicht nachhält, glaubt an einen Nachweis, den es im Haus längst nicht mehr gibt.
  • Nachweise für Partnerprogramme und Ausschreibungen zentral ablegen.Beim Stichtag fehlt sonst die Zeit, einzelne Profile zusammenzusuchen. Ein prüfbarer Link je Zertifizierung erspart die gesamte Sammelaktion.
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Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Cloud-Zertifizierungen

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Wie lange gilt eine AWS-Zertifizierung?
Drei Jahre ab dem Prüfungsdatum. Die Rezertifizierung erfolgt ausschließlich über das erneute Ablegen einer Prüfung, entweder derselben oder einer höherwertigen. Fortbildungspunkte, Kursbescheinigungen oder Projektnachweise erkennt AWS ausdrücklich nicht an. Die neue Laufzeit beginnt mit dem neuen Prüfungsdatum, sie wird also nicht auf die Restlaufzeit addiert. Wer früh rezertifiziert, verschenkt damit rechnerisch Zeit, gewinnt aber Planungssicherheit. Zertifizierte erhalten einen Rabattgutschein über 50 Prozent für die nächste Prüfung, der die Kosten der Erneuerung spürbar senkt.
Wie verlängere ich eine Microsoft-Zertifizierung kostenlos?
Rollenbasierte Zertifizierungen laufen nach zwölf Monaten ab und werden über ein Verlängerungsassessment auf Microsoft Learn erneuert. Das Assessment ist kostenlos, unbeaufsichtigt, wird mit offenen Unterlagen abgelegt und darf bis zum Ablaufdatum beliebig oft wiederholt werden. Das Fenster öffnet sich ein halbes Jahr vor Ablauf, vorher lässt sich das Assessment nicht starten. Nach bestandener Verlängerung läuft die Zertifizierung ein weiteres Jahr, gerechnet ab dem bisherigen Ablaufdatum. Wer das Fenster verstreichen lässt, muss die vollständige Prüfung neu ablegen.
Welche Microsoft-Zertifizierungen laufen nicht ab?
Die Fundamentals-Zertifizierungen behalten ihre Gültigkeit dauerhaft, darunter AZ-900 für Azure, AI-900, DP-900, SC-900 und MS-900. Sie sind als Einstiegsnachweis gedacht und werden deshalb nicht jährlich überprüft. Alles, was rollenbasiert ist, also die Associate-, Expert- und Specialty-Stufen, läuft nach zwölf Monaten ab und muss verlängert werden. Für die Planung heißt das: Nur die rollenbasierten Zertifizierungen gehören mit Ablaufdatum in das Register, die Fundamentals werden einmal erfasst und danach nicht mehr angefasst.
Verlängert eine höherwertige AWS-Prüfung die unteren Stufen?
Ja. Das Bestehen einer höherwertigen AWS-Prüfung erneuert die darunter liegenden Zertifizierungen automatisch, eine Professional-Prüfung also die zugehörige Associate-Zertifizierung. Das ist bei AWS der einzige Weg, mit einem Termin zwei Fristen zu bedienen, und er lohnt sich vor allem dann, wenn der Aufstieg ohnehin geplant war. Wichtig ist die Reihenfolge: Der Termin muss vor dem Ablauf der unteren Stufe liegen. Ist sie bereits verfallen, lebt sie durch die höhere Prüfung nicht wieder auf, sondern muss neu erworben werden.
Was passiert, wenn eine Prüfung abgekündigt wird?
Eine bereits erworbene Zertifizierung bleibt bis zu ihrem regulären Ablaufdatum gültig, auch wenn die zugehörige Prüfung nicht mehr angeboten wird. Was sich ändern kann, ist der Weg zur Verlängerung, weil der Nachfolger die Inhalte anders zuschneidet und der Lernpfad umgestellt wird. Prüfe deshalb rechtzeitig, ob für deine Zertifizierung noch ein Verlängerungsassessment bereitsteht oder ob der Nachfolger abgelegt werden muss. Für 2026 betrifft das unter anderem AZ-204, AZ-500 thematisch schliesst SC-500 an sowie AZ-800 und AZ-801, die von AZ-802 abgelöst werden.

Zuletzt geprüft am 26. Juli 2026.

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Nächster Schritt

Rezertifizierung planen statt aufschieben

Wenn im Team mehrere Zertifikate im selben Quartal ablaufen, hilft ein fest gebuchter Kurstermin mehr als jede Erinnerung. cmt bietet die Vorbereitung für AZ-104 und AZ-900 ebenso wie AWS Cloud Practitioner Essentials und Architecting on AWS, wahlweise Live-Online oder in Präsenz. Sag uns, welche Fristen bei euch anstehen, dann bauen wir daraus einen Plan über das Jahr.