Zertifizierungen

LPIC-2 Prüfung 201 und 202: Was dich wirklich erwartet

LPIC-2 ist kein größeres LPIC-1, sondern ein anderer Anspruch: Kernel, Storage, DNS, Webserver und Netzdienste im echten Betrieb. Ohne Server, an dem du diese Dienste selbst betrieben hast, wird die Vorbereitung zäh.

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Worum es geht

Warum LPIC-2 mehr Planung braucht als LPIC-1

Bei LPIC-1 reicht es oft, den Umgang mit einem System sauber zu beherrschen. LPIC-2 verlangt, dass du Systeme baust und betreibst: Kernel und initramfs verstehen, Software-RAID und LVM inklusive Snapshots einrichten, Kapazitäten mit sar, iostat und vmstat bewerten, Dienste wie BIND, Apache, nginx, Samba, NFS, Postfix, Dovecot und OpenVPN konfigurieren und im Fehlerfall wieder geradeziehen. Der Stoffumfang ist deutlich größer, deshalb teilt ihn das Linux Professional Institute auf zwei Prüfungen auf.

Formal gilt: Für das Zertifikat LPIC-2 brauchst du eine aktive LPIC-1 Zertifizierung. Antreten darfst du zwar auch vorher, das Zertifikat wird aber erst ausgestellt, wenn LPIC-1 gültig ist. Die Prüfungen 201 und 202 kannst du in beliebiger Reihenfolge ablegen, jede besteht aus 60 Fragen in 90 Minuten und mischt Multiple Choice mit Fill-in-the-blank Aufgaben, bei denen du Befehle, Optionen oder Konfigurationsdirektiven exakt tippen musst.

Der typische Fehler ist, LPIC-2 wie eine Lesetour durch die Objectives anzugehen. Wer BIND-Zonendateien, Postfix-Maps oder nftables-Regeln nur gelesen und nie selbst gebaut hat, scheitert an genau den Fill-in-Fragen. Der zweite Fehler ist die Reihenfolge: Viele buchen zuerst die Themen, die ihnen liegen, und schieben die 202-Netzdienste so lange, bis die LPIC-1 Gültigkeit knapp wird.

Miniatur-Szene: Prüfungstisch mit versiegeltem Zertifikat, Stempel, Handbüchern und einer Medaille

Der Weg zur LPIC-2 Zertifizierung

  1. 01 LPIC-1 aktiv halten
  2. 02 Exam 201: Kernel, Storage, Netzwerk
  3. 03 Exam 202: DNS, Web, Datei, Mail, Security
  4. 04 Reihenfolge frei wählbar
  5. 05 Beide Prüfungen bestanden
  6. 06 LPIC-2 gültig für fünf Jahre
Was du mitnimmst

Wie du LPIC-2 in zwei sauberen Etappen angehst

Wir haben die Vorbereitung genauso geschnitten, wie das LPI den Stoff aufteilt: eine Kurslinie pro Prüfung, dazu je ein kompakter Workshop für alle, die den Stoff im Alltag schon anwenden und nur noch auf das Prüfungsformat trainieren wollen.

Erst die Voraussetzung klären

Prüfe, ob deine LPIC-1 noch aktiv ist. Sie läuft nach fünf Jahren aus, bleibt aber gültig, wenn du in dieser Zeit LPIC-2 bestehst. Wenn LPIC-1 noch fehlt oder abgelaufen ist, starte mit der Linux Komplettausbildung zur LPIC-1 Zertifizierung oder dem Linux BootCamp zum LPIC-1 Linux-Administrator.

Exam 201: Systemtiefe

In der Linux Komplettausbildung Teil 1 zur LPIC-2 Zertifizierung geht es um Capacity Planning, Kernel-Kompilierung und Kernel-Module, System-Start mit systemd und Bootloader, Dateisysteme und Geräte, RAID und LVM, erweiterte Netzwerkkonfiguration inklusive Routing sowie Backup und Paketbau.

Exam 202: Dienste im Netz

Teil 2 zur LPIC-2 Zertifizierung deckt DNS mit BIND, Webserver und Reverse Proxy mit Apache, nginx und Squid, Fileservices mit Samba und NFS, Client-Management mit DHCP, PAM, LDAP und OpenLDAP, Mail mit Postfix und Dovecot sowie Systemsicherheit mit Paketfilter, SSH-Härtung und OpenVPN ab.

Workshops statt Komplettkurs, wenn du aus der Praxis kommst

Betreibst du solche Dienste ohnehin täglich, sind die Workshops zur Prüfungsvorbereitung 201 und 202 der kürzere Weg. Sie gehen die Objectives strukturiert durch, schließen Lücken gezielt und trainieren das Prüfungsformat, statt Grundlagen neu aufzurollen.

Reihenfolge pragmatisch wählen

Da beide Prüfungen unabhängig voneinander zählen, empfiehlt sich meist der Einstieg über das Thema, das deinem Arbeitsalltag ferner liegt. Dort ist die Vorbereitungszeit am längsten, und du hast den zweiten Termin noch als Puffer.

Hands-on statt Auswendiglernen

Baue die Szenarien in einer VM nach: Kernel-Modul laden und Parameter setzen, LVM-Snapshot anlegen und zurückrollen, eine Zone in BIND signieren, Postfix mit Dovecot und SASL koppeln. Wer den Befehl einmal getippt hat, kennt ihn auch in der Fill-in-Frage.

Standortbestimmung

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Gut zu wissen

Häufige Fragen zu LPIC-2-Prüfung 201 und 202

Noch etwas offen? Wir sind ohne Warteschleife für dich da.

Frag uns direkt
Brauche ich für LPIC-2 zwingend eine LPIC-1 Zertifizierung?
Für das Zertifikat ja. Du kannst die Prüfungen 201 und 202 zwar ablegen, bevor du LPIC-1 hast, das LPIC-2 Zertifikat stellt das Linux Professional Institute aber erst aus, wenn deine LPIC-1 aktiv ist.
Muss ich Prüfung 201 vor Prüfung 202 ablegen?
Nein, die Reihenfolge ist frei. Beide Prüfungen sind eigenständig, und du bekommst das Zertifikat, sobald du beide bestanden hast.
Wie unterscheiden sich die Themen von 201 und 202?
Prüfung 201 dreht sich um das System selbst, also Kapazitätsplanung, Kernel, Systemstart, Dateisysteme, RAID und LVM sowie erweiterte Netzwerkkonfiguration. Prüfung 202 behandelt die Dienste darauf, also DNS, Web- und Proxy-Server, Samba und NFS, DHCP, PAM und LDAP, Mailserver sowie Systemsicherheit inklusive VPN.
Ist LPIC-2 deutlich schwerer als LPIC-1?
Der Sprung ist spürbar, weil LPIC-2 Konfiguration und Fehlersuche in echten Serverumgebungen abfragt statt reiner Bedienung. Wer die Dienste im Alltag betreibt, empfindet vor allem den Umfang als Hürde, nicht die einzelne Frage.
Wie lange ist LPIC-2 gültig?
LPIC-2 ist fünf Jahre gültig. Du verlängerst sie, indem du eine der Prüfungen erneut ablegst oder in dieser Zeit die nächsthöhere Stufe LPIC-3 erreichst.
Komplettausbildung oder Prüfungsworkshop, was passt besser?
Die Komplettausbildung Teil 1 und Teil 2 baut den Stoff systematisch auf und passt, wenn du Bereiche wie Kernel, LVM oder BIND noch nicht selbst betrieben hast. Die Workshops zur Prüfungsvorbereitung 201 und 202 sind kompakter und richten sich an Admins, die den Stoff anwenden und gezielt auf die Prüfung hin trainieren wollen.

Zuletzt geprüft am 26. Juli 2026.

Das sagen Teilnehmer

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Guter Einstieg, der alle wichtigen Vokabeln aus dem Themenbereich erklärt, um "Fachchinesisch" zu verstehen und gleichzeitig Lust auf mehr Linux macht.
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Qualitativ sehr guter Kurs. Ruhiger und wertschätzender Umgang. Keine Informationsüberlastung.
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Wenn du unsicher bist, ob du die Komplettausbildung oder den kompakten Prüfungsworkshop brauchst, schildere uns kurz deinen Hintergrund und die Dienste, die du betreust. Wir ordnen die vier LPIC-2 Kurse für dich ein und nennen dir die nächsten Termine vor Ort und Live-Online.