Zertifizierung planen

Welche DevOps-Zertifizierung passt zu dir?

In den meisten Fällen entscheidet die Cloud, in der ihr produktiv seid: AZ-400 für Azure, die AWS-Schiene für AWS, der Google-Weg für die Google Cloud. Anbieterneutral wird es nur über die LPI-Schiene, und die lohnt sich vor allem in Beratung, Systemhaus und beim Arbeitgeberwechsel. Teuer wird der Weg selten durch die Prüfungsgebühr, sondern durch die Vorprüfung, die viele übersehen.

5 Kapitel mit allen Befehlen
Person bereitet sich mit Laptop und Notizen auf eine Cloud-Zertifizierung vor
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Worum es geht

Warum die Frage schwerer ist, als sie klingt

DevOps ist kein Produkt, deshalb prüft keine dieser Prüfungen DevOps im engeren Sinn. Geprüft wird immer die Werkzeugkette eines Anbieters. AZ-400 dreht sich um Azure DevOps, GitHub und die Azure-Dienste drumherum, die AWS-Schiene um CodePipeline, CodeBuild, CodeDeploy und CloudFormation, der Google-Weg um Cloud Build, Cloud Deploy und das SRE-Denkmodell. Die anbieterneutrale LPI-Schiene fragt stattdessen Git, Container, Ansible, Prometheus und Protokollverarbeitung ab. Wer die falsche Schiene bucht, lernt Werkzeuge, die im eigenen Haus niemand einsetzt.

Der zweite Stolperstein sind die Voraussetzungen. Microsoft vergibt den Titel DevOps Engineer Expert nur, wenn zusätzlich zur bestandenen AZ-400 eine Associate-Zertifizierung vorliegt, in aller Regel Azure Administrator. AWS und Google verlangen formal nichts, setzen inhaltlich aber mehrere Jahre Betriebspraxis voraus, und das merkt man in der Prüfung sofort. Wer ohne diese Grundlage direkt auf die Professional-Stufe zielt, zahlt die Gebühr meist zweimal.

Der dritte Punkt kostet am meisten und steht in keinem Kursprospekt: die Gültigkeit. AWS-Zertifikate laufen nach drei Jahren aus und lassen sich nur durch eine erneute Prüfung auffrischen. Google-Zertifikate gelten zwei Jahre, ebenfalls mit Neuprüfung. Microsoft verlängert rollenbasierte Zertifizierungen jährlich kostenlos über eine unbeaufsichtigte Onlineprüfung, LPI setzt fünf Jahre an. Über einen Zeitraum von sechs Jahren macht das einen erheblichen Unterschied bei Gebühren und Lernzeit.

Miniatur-Szene: Prüfungstisch mit versiegeltem Zertifikat, Stempel und wolkenförmiger Medaille

In sechs Schritten zur passenden Prüfung

  1. 01 Produktive Cloud und Werkzeugkette im Haus feststellen
  2. 02 Vorprüfung klären, bei Microsoft ist sie Pflicht
  3. 03 Ablaufdaten und Nachfolgeprüfungen vorher gegenprüfen
  4. 04 Übungsumgebung mit harter Budgetgrenze aufsetzen
  5. 05 Prüfungsziele abarbeiten, Lücken im Labor schließen
  6. 06 Termin legen und die Verlängerung gleich einplanen
Was du mitnimmst

Die vier Wege und wofür sie stehen

Alle vier führen zu einem anerkannten Abschluss, aber sie zielen auf unterschiedliche Rollen. Ordne sie zuerst deiner produktiven Umgebung zu, danach deinem Berufsziel.

AZ-400 für die Microsoft-Welt

Die Prüfung deckt Quellcodeverwaltung, Pipelines, Artefakte, Testautomatisierung, Sicherheit in der Lieferkette und Betriebsrückmeldung ab, jeweils mit Azure DevOps und GitHub. Sie ist die richtige Wahl, wenn ihr Azure produktiv betreibt. Wichtig: Erst zusammen mit der Zertifizierung Azure Administrator Associate entsteht daraus der Titel DevOps Engineer Expert.

AWS Certified DevOps Engineer, Professional

Die Professional-Stufe ist inhaltlich deutlich breiter, als der Name vermuten lässt. Geprüft werden neben der Bereitstellung auch Überwachung, Vorfallbehandlung, Wiederherstellung und Sicherheitsautomatisierung. Formale Voraussetzungen gibt es keine, ohne eine Associate-Prüfung im Rücken und echte Betriebspraxis wird es aber sehr eng. Die Fragen sind lange Szenarien mit mehreren plausiblen Antworten.

Google Professional Cloud DevOps Engineer

Der Google-Weg ist der einzige, der das SRE-Denkmodell in den Mittelpunkt stellt: Service Level Objectives, Fehlerbudgets, schuldfreie Nachbetrachtung von Störungen. Technisch geht es um Cloud Build, Cloud Deploy, Artifact Registry und die Beobachtbarkeitsdienste. Sinnvoll, wenn ihr auf der Google Cloud produktiv seid oder das SRE-Modell im Haus einführen wollt.

LPI DevOps Tools Engineer, anbieterneutral

Eine einzige Prüfung über Git, Container, Ansible, Vagrant und Packer, Protokollverarbeitung und Metriken, ohne Bindung an einen Anbieter. Das ist die richtige Wahl für Systemhäuser, Beratung und alle, die sich nicht auf eine Cloud festlegen wollen. Der Abschluss lässt sich später zur Komplettausbildung LPIC-OT ausbauen.

Was das Zertifikat tatsächlich bringt

In Ausschreibungen der öffentlichen Hand und in Rahmenverträgen werden Zertifikate als Eignungsnachweis abgefragt, dort zählen sie unmittelbar. Bei Partnerstatus von Microsoft, AWS und Google zählen sie ebenfalls, weil die Anzahl zertifizierter Fachkräfte in die Einstufung eingeht. Im normalen Bewerbungsgespräch ersetzt kein Zertifikat den Nachweis, dass du eine Störung schon einmal selbst beendet hast.

So legst du die Reihenfolge fest

Beginne bei der Cloud, die im Haus produktiv läuft, und prüfe dann die Vorstufe. In der Microsoft-Welt ist das fast immer AZ-104, in der AWS-Welt eine Associate-Prüfung. Erst danach entscheidest du über die Professional- oder Expert-Stufe. Wer parallel zwei Anbieter lernt, verlängert beide Wege und besteht am Ende keinen von beiden im ersten Anlauf.

Tutorial

Von der Wegentscheidung bis zum bestandenen Termin

In den meisten Fällen entscheidet die Cloud, in der ihr produktiv seid, und teuer wird der Weg selten durch die Prüfungsgebühr, sondern durch die Vorprüfung, die viele übersehen. Deshalb stehen Voraussetzungen und Gültigkeit am Anfang. Danach folgen eine Übungsumgebung mit Budgetgrenze, die Pipeline-Aufgaben, die in allen vier Prüfungen vorkommen, der Betriebsteil mit Messung und Rücknahme und zum Schluss ein Lernplan für die Wochen vor dem Termin.

01

Schritt 1: Den Weg an Voraussetzungen und Gültigkeit festmachen

Bevor du einen Kurs buchst, gehören zwei Dinge geklärt: Welche Vorprüfung verlangt der Weg, und wie oft musst du danach nachlegen.

Die vier Wege im Überblick

WegVoraussetzungFormatGültigkeitPasst, wenn
Microsoft DevOps Engineer Expert (AZ-400)Zusätzlich Azure Administrator Associate oder Azure Developer AssociateSzenariofragen und FallstudienEin Jahr, jährlich kostenlos online verlängerbarAzure DevOps oder GitHub sind im Haus gesetzt
AWS Certified DevOps Engineer, ProfessionalFormal keine, empfohlen eine Associate-Prüfung und mehrjährige Praxis75 Fragen in 180 MinutenDrei Jahre, danach nur NeuprüfungAWS ist die produktive Plattform
Google Professional Cloud DevOps EngineerFormal keine, empfohlen mehrjährige PraxisRund 50 bis 60 Fragen in zwei StundenZwei Jahre, danach nur NeuprüfungGoogle Cloud oder SRE-Modell im Haus
LPI DevOps Tools Engineer (701)Keine60 Fragen in 90 MinutenFünf JahreAnbieterneutraler Nachweis ist wichtiger als eine Plattform

Die Zahlenwerte ändern sich gelegentlich, prüf Gebühr und Dauer deshalb kurz vor der Buchung beim Anbieter selbst. Stabil ist die Grundregel: Microsoft ist über die jährliche kostenlose Verlängerung auf lange Sicht am günstigsten, AWS und Google verlangen alle zwei bis drei Jahre eine vollständige Prüfung. Wie die Verlängerung im Detail abläuft, steht auf der Seite zum Verlängern von Cloud-Zertifikaten.

02

Schritt 2: Übungsumgebung aufsetzen, ohne Geld zu verbrennen

Alle vier Prüfungen setzen praktische Erfahrung voraus, und die entsteht nur in einer echten Umgebung. Der teuerste Fehler ist ein vergessener Cluster im Testkonto.

Budgetgrenze und Kostenkontrolle in AWS
cat > budget.json <<'JSON'
{
  "BudgetName": "lernlabor",
  "BudgetLimit": { "Amount": "40", "Unit": "USD" },
  "TimeUnit": "MONTHLY",
  "BudgetType": "COST"
}
JSON

aws budgets create-budget \
  --account-id 123456789012 \
  --budget file://budget.json

# Woechentlich gegenpruefen, welcher Dienst wirklich laeuft
aws ce get-cost-and-usage \
  --time-period Start=2026-07-01,End=2026-08-01 \
  --granularity MONTHLY \
  --metrics UnblendedCost \
  --group-by Type=DIMENSION,Key=SERVICE

Ein Budget meldet, es bremst nicht. Die eigentliche Bremse ist die Gewohnheit, jede Übungseinheit mit dem Abbau der Ressourcen zu beenden. NAT-Gateways, Load Balancer und Elastic IPs laufen sonst wochenlang unbemerkt weiter.

Azure-Labor mit Ablaufdatum und automatischem Abschalten
az group create \
  --name rg-lab-az400 \
  --location westeurope \
  --tags zweck=pruefungsvorbereitung abbau_am=2026-09-30

az vm auto-shutdown \
  --resource-group rg-lab-az400 \
  --name vm-build01 \
  --time 1900 \
  --email lernender@example.org

# Am Ende der Lerneinheit alles in einem Rutsch entfernen
az group delete --name rg-lab-az400 --yes --no-wait

Eine Ressourcengruppe je Übungsthema ist die einfachste Aufräumhilfe: Ein Löschbefehl entfernt alles, was dazugehört. Achte darauf, dass keine gemeinsam genutzten Ressourcen wie ein zentraler Key Vault in derselben Gruppe liegen.

03

Schritt 3: Die Pipeline-Aufgaben üben, die in jeder Prüfung vorkommen

Unabhängig vom Anbieter geht es immer um dieselben vier Bausteine: Artefakt bauen, sicher ablegen, mit Freigabe ausrollen, Ergebnis messen.

azure-pipelines.yml mit Freigabestufe
trigger:
  branches:
    include: [ main ]

stages:
  - stage: build
    jobs:
      - job: image
        pool:
          vmImage: ubuntu-latest
        steps:
          - task: Docker@2
            inputs:
              command: buildAndPush
              containerRegistry: acr-prod
              repository: shop/api
              tags: $(Build.BuildId)

  - stage: prod
    dependsOn: build
    jobs:
      - deployment: rollout
        environment: prod
        strategy:
          runOnce:
            deploy:
              steps:
                - task: KubernetesManifest@1
                  inputs:
                    action: deploy
                    kubernetesServiceConnection: aks-prod
                    namespace: shop-prod
                    manifests: k8s/deployment.yaml

Die Freigabe hängt am Environment, nicht an dieser Datei. Genehmigungen, Zeitfenster und geschützte Zweige werden in Azure DevOps am Environment hinterlegt. Diese Trennung wird in AZ-400 regelmäßig abgefragt.

buildspec.yml für AWS CodeBuild
version: 0.2

phases:
  pre_build:
    commands:
      - aws ecr get-login-password --region eu-central-1 |
        docker login --username AWS --password-stdin $REGISTRY
  build:
    commands:
      - docker build -t $REGISTRY/shop-api:$CODEBUILD_RESOLVED_SOURCE_VERSION .
      - docker push $REGISTRY/shop-api:$CODEBUILD_RESOLVED_SOURCE_VERSION
  post_build:
    commands:
      - printf '[{"name":"api","imageUri":"%s"}]'
        $REGISTRY/shop-api:$CODEBUILD_RESOLVED_SOURCE_VERSION > imagedefinitions.json

artifacts:
  files: imagedefinitions.json

CODEBUILD_RESOLVED_SOURCE_VERSION enthält den Commit-Hash. Ihn als Bildtag zu verwenden, ist der einfachste Weg zu unveränderlichen Artefakten, und genau darauf zielen mehrere Prüfungsfragen.

Google Cloud: bauen und ausrollen
gcloud builds submit \
  --region=europe-west3 \
  --tag europe-west3-docker.pkg.dev/$PROJECT/apps/api:$TAG

gcloud deploy releases create rel-$TAG \
  --delivery-pipeline=shop-pipeline \
  --region=europe-west3 \
  --images=api=europe-west3-docker.pkg.dev/$PROJECT/apps/api:$TAG

gcloud deploy rollouts list \
  --delivery-pipeline=shop-pipeline \
  --release=rel-$TAG \
  --region=europe-west3

Cloud Deploy trennt Freigabe und Ausrollen sauber voneinander, ein Release wird je Zielumgebung als eigener Rollout ausgeführt. Wer den Unterschied zwischen Release und Rollout nicht sicher benennen kann, verliert in der Prüfung Punkte.

In allen drei Welten baut die Pipeline nur das Artefakt und übergibt danach. Wie das Ausrollen selbst passiert, ist eine getrennte Entscheidung, und in Kubernetes-Umgebungen ist sie inzwischen häufig zugunsten von GitOps mit Argo CD oder Flux gefallen. Für die Prüfung musst du beide Modelle erklären können, den Push aus der Pipeline und den Pull durch einen Agenten im Cluster.

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Schritt 4: Betrieb, Messung und Rücknahme

Alle vier Prüfungen legen mehr Gewicht auf den Betrieb nach dem Rollout, als die meisten erwarten. Genau dort fallen die Punkte.

Automatische Rücknahme statt Handarbeit
# AWS CodeDeploy: bei Fehler oder Alarm automatisch zurueck
aws deploy create-deployment \
  --application-name shop \
  --deployment-group-name prod \
  --auto-rollback-configuration \
      enabled=true,events=DEPLOYMENT_FAILURE,DEPLOYMENT_STOP_ON_ALARM

# Kubernetes: Rollout beobachten und notfalls zuruecknehmen
kubectl -n shop-prod rollout status deploy/api --timeout=180s
kubectl -n shop-prod rollout history deploy/api
kubectl -n shop-prod rollout undo deploy/api

Ein Rollout gilt erst als erfolgreich, wenn ein Messwert das bestätigt. rollout status mit gesetztem Zeitlimit im Skript ist die einfachste Fassung davon, weil der Rückgabewert die Pipeline scheitern lässt.

Begriffe, die in mehreren dieser Prüfungen vorkommen

  • Service Level Indicator, Service Level Objective und Fehlerbudget auseinanderhalten
  • Blau-grüne Bereitstellung gegenüber Kanarienrollout abgrenzen, samt Kostenfolge
  • Merkmalsschalter als Weg, Auslieferung und Freischaltung zu trennen
  • Unveränderliche Artefakte und warum ein beweglicher Tag jede Nachvollziehbarkeit zerstört
  • Schuldfreie Nachbetrachtung von Störungen als Prozess, nicht als Haltung
  • Geheimnisse aus der Pipeline heraushalten, über kurzlebige Anmeldungen statt fester Schlüssel
05

Schritt 5: Lernplan und Prüfungstag

Zwischen Kursende und Prüfung liegen bei den meisten vier bis sechs Wochen. Diese Zeit gehört verplant, sonst verfällt der Termin.

Vorbereitung, die den Unterschied macht

  • Die offizielle Zielliste des Anbieters ausdrucken und Punkt für Punkt abhakenDie Zielliste ist der einzige verbindliche Prüfungsumfang. Kursunterlagen und Videokurse decken sie nie vollständig ab, und die Lücken sind genau die Fragen, die dich später kosten.
  • Jedes Thema einmal selbst im Labor bauen, nicht nur lesenDie Szenariofragen beschreiben Fehlersituationen. Wer den Fehler nie gesehen hat, erkennt in vier plausiblen Antworten nicht die richtige.
  • Einen Probelauf unter Zeitdruck absolvierenBei 75 Fragen in 180 Minuten bleiben gut zwei Minuten je Frage. Ohne Zeitgefühl bleiben am Ende zwanzig Fragen unbeantwortet, und das reicht zum Durchfallen.
  • Prüfungssprache bewusst wählenDie englischen Originalfragen sind oft eindeutiger als die Übersetzung. Bei englischer Prüfungssprache lässt sich zudem meist eine Zeitverlängerung für Nichtmuttersprachler beantragen.
  • Den Termin vor dem Kursende buchenEin fester Termin erzeugt den nötigen Druck. Ohne Termin verschiebt sich die Prüfung erfahrungsgemäß so lange, bis der Kursstoff verblasst ist.
  • Verlängerung direkt nach dem Bestehen in den Kalender eintragenMicrosoft öffnet das Verlängerungsfenster sechs Monate vor Ablauf. Wer es verpasst, verliert den Titel und muss die vollständige Prüfung erneut ablegen.

Wenn du nach der DevOps-Schiene weitergehen willst, sind zwei Richtungen üblich. In der Microsoft-Welt folgt der Entwurfspfad über AZ-305 zum Solutions Architect Expert, in der AWS-Welt die Spezialisierungen für Sicherheit oder Netzwerk. Welche AWS-Prüfung in welcher Reihenfolge sinnvoll ist, ordnet die Seite zur AWS-Zertifizierung ein.

Standortbestimmung

Bist du schon prüfungsreif?

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Gut zu wissen

Häufige Fragen zu DevOps-Zertifizierungen

Noch etwas offen? Wir sind ohne Warteschleife für dich da.

Frag uns direkt
Brauche ich für AZ-400 wirklich vorher AZ-104?
Für die Prüfung selbst nicht, für den Titel schon. Du kannst AZ-400 jederzeit ablegen und bestehen. Den Titel Microsoft Certified: DevOps Engineer Expert vergibt Microsoft aber erst, wenn zusätzlich eine der beiden Associate-Zertifizierungen vorliegt, also Azure Administrator oder Azure Developer. Da AZ-204 zum 31. Juli 2026 ausläuft, ist AZ-104 der verlässlichere Weg. Rein inhaltlich ist die Reihenfolge ohnehin sinnvoll, weil AZ-400 Grundwissen zu Netzwerk, Identität und Ressourcenverwaltung in Azure voraussetzt und nicht mehr erklärt.
Lohnt sich die anbieterneutrale LPI-Schiene noch?
Ja, aber für eine bestimmte Zielgruppe. In Systemhäusern, in der Beratung und überall dort, wo Kundenumgebungen wechseln, ist ein anbieterneutraler Nachweis mehr wert als ein Zertifikat für eine Cloud, die der nächste Kunde nicht nutzt. Dazu kommt die Gültigkeit von fünf Jahren, was den Aufwand über die Zeit deutlich senkt. Wer dagegen fest in einer Cloud arbeitet und dort auch bleiben will, holt aus dem Herstellerzertifikat mehr heraus, weil es in Partnerprogrammen und Ausschreibungen direkt zählt.
Was kostet der Weg insgesamt an Zeit?
Rechne für die Vorstufe rund 60 bis 80 Stunden ein, für die Professional- oder Expert-Stufe noch einmal 80 bis 120 Stunden, jeweils inklusive Laborzeit. Ein Kurs deckt davon die Struktur ab und spart Orientierungszeit, ersetzt aber nicht das eigene Üben. Wer parallel Vollzeit arbeitet, sollte zwischen Kurs und Prüfung vier bis sechs Wochen mit festen Lernblöcken einplanen. Kürzere Zeitfenster funktionieren nur, wenn du die geprüften Dienste ohnehin täglich betreibst.
Wie lange bleibt ein DevOps-Zertifikat gültig?
Das hängt am Anbieter und macht über die Jahre den größten Kostenunterschied aus. AWS-Zertifikate gelten drei Jahre und lassen sich nur durch eine vollständige neue Prüfung auffrischen. Google setzt zwei Jahre an, ebenfalls mit Neuprüfung. Microsoft verlängert rollenbasierte Zertifizierungen jährlich kostenlos über eine unbeaufsichtigte Onlineprüfung ohne Zeitdruck, das Fenster öffnet sechs Monate vor Ablauf. LPI setzt fünf Jahre an. Über sechs Jahre gerechnet ist der Microsoft-Weg damit klar am günstigsten.
Kann ich ohne Cloud-Zugang im Unternehmen üben?
Ja, und das ist sogar der günstigere Weg. Pipelines, Repositories und Container-Registries laufen bei Azure DevOps, GitHub und GitLab in den kostenlosen Stufen, das reicht für die gesamte Vorbereitung. Cluster übst du am besten lokal mit kind oder k3s, das kostet nichts und verhält sich für die geprüften Konzepte nahezu gleich. Nur für anbieterspezifische Dienste brauchst du ein eigenes Konto, dann aber immer mit gesetzter Budgetgrenze und einer Ressourcengruppe je Thema, die du nach der Übung wieder löschst.

Zuletzt geprüft am 28. Juli 2026.

Das sagen Teilnehmer

Echte Stimmen aus unseren IT-Kursen

Sehr kompetent, kurzweilig, hat mich nochmals sehr weitergebracht in meinem täglichen doing.
Rückmeldung aus dem Kurs „AZ-400 Training: Designing and Implementing Microsoft DevOps solutions (AZ-400T00-A)“
Sehr intensiver Lehrgang, hat mich für meine Arbeit ein gutes Stück voran gebracht.
Rückmeldung aus dem Kurs „Monitoring mit Prometheus und Grafana - Grundkurs“
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Nächster Schritt

Den passenden Weg mit einem Kurs abkürzen

cmt bildet alle vier Wege ab, von AZ-400 über DevOps Engineering on AWS und den Google-Kurs bis zur anbieterneutralen LPI-Schiene mit Prüfungsvorbereitung. Wenn du unsicher bist, welcher Weg zu deiner Umgebung passt, klär das vor der Buchung mit uns. Alle Kurse laufen wahlweise Live-Online oder in Präsenz.