Lizenzwege für die Office-Programme

Office 2024 oder Microsoft 365: was der Kaufversion fehlt

Beide Wege liefern dieselben Programmnamen auf den Bildschirm. Der Unterschied liegt in der Laufzeit, in den Funktionen, die nachträglich dazukommen, und in allem, was ohne einen Cloud-Dienst nicht funktioniert.

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Worum es geht

Verglichen wird der Kaufpreis, bezahlt wird an einer ganz anderen Stelle

Die Rechnung, die in jeder Diskussion auftaucht, ist die einfachste: Einmalpreis gegen Jahreskosten, geteilt durch die Zahl der Jahre, in denen das Paket voraussichtlich benutzt wird. Diese Rechnung ist nicht falsch, sie ist nur unvollständig, weil sie den einen Wert nicht enthält, den Microsoft selbst festlegt: das Datum, an dem die gekaufte Version aus der Unterstützung fällt. Erst mit diesem Datum steht fest, über wie viele Jahre der Einmalpreis überhaupt verteilt werden darf.

Die zweite Lücke betrifft die Funktionen. Eine Kaufversion enthält den Stand vom Tag ihres Erscheinens, und dabei bleibt es. Das ist in einem Umfeld, das sich nicht ändern soll, ein Vorteil. In einem Büro, in dem gleichzeitig an Dokumenten gearbeitet wird, in dem Dateien in einer gemeinsamen Ablage liegen und in dem über die Einführung von Assistenzfunktionen gesprochen wird, ist es der Grund, warum die Hälfte der Anleitungen im Haus nicht zu dem passt, was die Leute vor sich sehen.

Der dritte Punkt ist der teuerste und wird am spätesten sichtbar. Wenn eine Kaufversion ausläuft, betrifft das nicht nur die Sicherheitsupdates, sondern auch die Frage, wie lange Microsoft die Verbindung dieser Version zu seinen eigenen Diensten unterstützt. Wer erst dann anfängt zu planen, wenn die Meldungen kommen, plant unter Zeitdruck und mit einer Umstellung, die in großen Häusern Monate dauert. Genau dieser Fall steht gerade für alle an, die auf Office LTSC 2021 sitzen.

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Der direkte Vergleich

Die Kriterien, an denen die Entscheidung tatsächlich hängt

Verglichen werden drei Wege, die alle Office heißen: die Kaufversion aus dem Handel, die Kaufversion über einen Volumenlizenzvertrag und das Abonnement. Die Kriterien sind so gewählt, dass sie sich mit Angaben von Microsoft belegen lassen und nicht mit Eindrücken.

Office 2024

Kaufversion aus dem Handel, von Microsoft in den Editionen Home und Home & Business für Windows und Mac geführt, verfügbar seit dem 1. Oktober 2024

Office LTSC 2024

Kaufversion über einen Volumenlizenzvertrag in den Editionen Standard, Professional Plus und Embedded, laut Microsoft für ein Gerät je Lizenz

Microsoft 365 Apps

Die Desktop-Anwendungen aus einem Microsoft-365-Abonnement, laufend aktualisiert und mit den Cloud-Diensten verbunden

Wie lange bekommt ihr Sicherheitsupdates?

Office 2024

Microsoft führt Office 2024 unter der Modern Lifecycle Policy und nennt den 1. Oktober 2024 als Startdatum sowie den 10. Oktober 2029 als Rückzugsdatum. Das ist ein klar benannter Zeitraum von fünf Jahren, und er ist genau so lang, wie er dasteht. Für eine Anschaffung, die zehn Jahre halten soll, ist das zu kurz.

Office LTSC 2024

Hier gilt die Fixed Lifecycle Policy mit dem 18. September 2024 als Start und dem 10. Oktober 2029 als Ende des Mainstream-Supports. Microsoft schreibt ausdrücklich, dass Office LTSC 2024 einschließlich Project und Visio fünf Jahre Mainstream-Support erhält und dass es danach keinen Extended Support geben wird. Anders als bei früheren Office-Fassungen gibt es also keine Verlängerungsphase.

Microsoft 365 Apps

Es gibt kein Enddatum für das Produkt, sondern nur die Anforderung, auf einer unterstützten Version zu bleiben. Genau das führt Microsoft in seiner Übersicht zur Verbindung mit den Microsoft-365-Diensten auch so auf. Der Preis dafür ist, dass die Aktualisierung eine laufende Aufgabe ist und nicht ein Projekt alle fünf Jahre.

Kommen nach dem Kauf noch Funktionen dazu?

Office 2024

Nein. Microsoft stellt in seiner Übersicht zu den Neuerungen klar, dass ein Microsoft-365-Abonnement sämtliche Funktionen enthält, die in Office 2024 oder Office LTSC 2024 stecken, und darüber hinaus viele weitere, die dort nicht enthalten sind. Was am Erscheinungstag fehlte, fehlt auch in fünf Jahren noch.

Office LTSC 2024

Ebenfalls nein, und hier ist es sogar der ausdrückliche Zweck. Microsoft schreibt, dass Office LTSC 2024 nach dem Erscheinen keine Funktionsupdates erhält und dass diese Fassungen nur die Funktionen enthalten, die zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung im September 2024 verfügbar waren. Für regulierte Geräte ist das genau das gewünschte Verhalten.

Microsoft 365 Apps

Neue Funktionen kommen laut Microsoft so oft wie monatlich, und ihr entscheidet über den Kanal, wie schnell sie ankommen: sobald sie fertig sind, einmal im Monat am zweiten Dienstag oder zweimal im Jahr im Januar und im Juli. Diese Wahl ist der eigentliche Hebel, denn sie entscheidet, wie oft ihr etwas prüfen müsst.

Könnt ihr gleichzeitig an einer Datei arbeiten?

Office 2024

Die cloudgestützten Funktionen fehlen. Microsoft beschreibt das automatische Speichern ausdrücklich als Funktion für Abonnenten von Microsoft 365, die greift, wenn eine Datei in OneDrive, OneDrive for Business oder SharePoint Online liegt. Ohne diese Grundlage bleibt der alte Weg: Wer zuerst öffnet, sperrt die Datei für alle anderen.

Office LTSC 2024

Microsoft formuliert es hier am deutlichsten: Office LTSC 2024 enthält die neuesten cloudgestützten Funktionen nicht, und deshalb haben Anwender keinen Zugriff auf Zusammenarbeit in Echtzeit, auf KI-gestützte Automatisierung und auf die erweiterten Funktionen für Sicherheit und Compliance. Wer im Team an Dokumenten arbeitet, verliert damit den größten Einzelvorteil der letzten Jahre.

Microsoft 365 Apps

Gleichzeitiges Arbeiten, automatisches Speichern und der Versionsverlauf setzen genau die Kombination voraus, die dieses Modell mitbringt: aktuelle Anwendungen und eine Ablage in OneDrive oder SharePoint Online. Damit verschwindet die Klasse von Problemen, die aus Dateinamen mit dem Zusatz final entsteht.

Was passiert, wenn ihr nicht mehr zahlt?

Office 2024

Nichts. Die Kaufversion bleibt nutzbar, auch über das Rückzugsdatum hinaus. Sie bekommt dann zwar keine Sicherheitsupdates mehr, aber sie hört nicht auf zu funktionieren. Für Rechner, die selten laufen, und für Umgebungen mit langen Beschaffungszyklen ist das ein handfester Vorteil.

Office LTSC 2024

Ebenso. Die Lizenz gehört euch, die Aktivierung läuft laut Microsoft weiterhin über KMS oder MAK, und nach dem Herunterladen der Installationsdateien ist für die Installation keine Internetverbindung nötig. Nur die Aktivierung über MAK braucht eine, die über KMS nicht. Für abgeschottete Umgebungen ist das der entscheidende Punkt.

Microsoft 365 Apps

Bei einer Kündigung wechseln die Anwendungen laut Microsoft in einen Modus mit eingeschränktem Funktionsumfang: Vorhandene Dateien lassen sich öffnen und ansehen, die meisten übrigen Funktionen stehen nicht mehr zur Verfügung. Dasselbe passiert, wenn eine Lizenz entzogen wird oder wenn ein Gerät länger als dreißig Tage keine Verbindung hatte.

Welche Programme sind enthalten?

Office 2024

Microsoft führt Office 2024 in den Editionen Home und Home & Business, jeweils für Windows und Mac, und der Umfang unterscheidet sich zwischen beiden. Auf macOS gibt es Access grundsätzlich nicht. Wer Access, Project oder Visio braucht, kommt mit diesen Editionen nicht aus und muss ohnehin einen anderen Weg gehen.

Office LTSC 2024

Office LTSC Professional Plus 2024 enthält laut Microsoft Access, Excel, OneNote, Outlook, PowerPoint und Word, Skype for Business lässt sich bei der Installation optional dazunehmen. Publisher ist nicht mehr enthalten, weil es nach Oktober 2026 ohnehin nicht mehr unterstützt wird, und Teams ist nicht vorinstalliert, sondern als eigener Download verfügbar.

Microsoft 365 Apps

Microsoft nennt für Microsoft 365 Apps Access, Excel, OneDrive, OneNote, Outlook, PowerPoint, Skype for Business, Teams und Word. Publisher steht dort zwar noch, gehört aber nicht mehr auf die Habenseite, weil es nach Oktober 2026 nicht mehr unterstützt wird. Project und Visio sind ausdrücklich nicht dabei, sie kommen aus eigenen Abonnements. Beim Verteilen lassen sich einzelne Anwendungen wie Access gezielt weglassen.

Wie viel Aufwand macht das Verteilen und Aktualisieren?

Office 2024

Für einen einzelnen Rechner ist es der einfachste Weg überhaupt: installieren und fertig, ohne Konto für die Anwendungen und ohne laufende Verwaltung. In einem Haus mit vielen Geräten fehlt dagegen genau das, was die Volumenlizenz mitbringt, nämlich eine zentrale Verteilung und eine gemeinsame Aktivierung.

Office LTSC 2024

Hier liegt die eigentliche Stärke. Microsoft schreibt, dass sich dieselben Verteilwerkzeuge weiterverwenden lassen, dass die Aktivierung über KMS oder MAK unverändert bleibt und dass die Hauptversion weiterhin 16.0 lautet, weshalb bestehende Gruppenrichtlinien weiter funktionieren und Erweiterungen aus Office LTSC 2021 oder Office 2019 mit geringem Prüfaufwand laufen dürften.

Microsoft 365 Apps

Ihr steuert über den Kanal, wie oft Funktionsupdates ankommen, aber jede Änderung will einmal angesehen werden, und das ist eine laufende Aufgabe. Dazu kommen zwei Bedingungen: Copilot setzt laut Microsoft den Monthly Enterprise Channel oder den Current Channel voraus, und die Geräte müssen mindestens alle dreißig Tage eine Verbindung bekommen.

Was passt wann

Wenn ihr Microsoft 365 Apps bereits verteilt und über eine Kaufversion daneben nachdenkt
lasst es. Microsoft schreibt selbst, dass ihr Office LTSC 2024 dann nicht braucht, weil Microsoft 365 Apps sämtliche Funktionen davon enthält und darüber hinaus viele weitere.
Wenn ihr Geräte betreibt, die keine Funktionsupdates annehmen dürfen oder gar nicht ins Internet kommen
nehmt für genau diese Geräte Office LTSC 2024 und tragt euch den 10. Oktober 2029 als Enddatum ein, denn danach gibt es keinen Extended Support.
Wenn ihr heute noch auf Office LTSC 2021 arbeitet
steht die Entscheidung jetzt an, denn der Support für diese Fassung endet am 13. Oktober 2026 und die unterstützte Verbindung zu den Microsoft-365-Diensten am selben Tag.
Wenn in eurem Haus regelmäßig mehrere Personen an denselben Dokumenten arbeiten
führt an einem Abonnement kein Weg vorbei, weil Zusammenarbeit in Echtzeit, automatisches Speichern und Versionsverlauf an den Cloud-Diensten hängen.

Sechs Fragen, und der Lizenzweg steht fest

  1. 01 Bis wann soll das Paket laufen? Für die Kaufversionen nennt Microsoft den 10. Oktober 2029.
  2. 02 Arbeitet jemand gleichzeitig an Dateien? Dann fehlt der Kaufversion die entscheidende Funktion.
  3. 03 Wie viele Geräte je Person? Eines je Lizenz gegen fünf Rechner plus mobile Geräte.
  4. 04 Gibt es Geräte ohne Internet oder ohne Updates? Genau dafür ist Office LTSC gedacht.
  5. 05 Nutzt ihr Exchange Online oder SharePoint Online? Dann zählt ein zweites Enddatum mit.
  6. 06 Läuft Microsoft 365 Apps schon? Dann braucht ihr laut Microsoft keine Kaufversion daneben.
Was du mitnimmst

Was du klärst, bevor du über Lizenzen sprichst

Sechs Fragen entscheiden die Sache, und alle sechs lassen sich ohne Angebot beantworten. Erst danach ist der Preisvergleich eine sinnvolle Rechnung und nicht nur eine Zahl.

Das Enddatum in den Kalender schreiben

Microsoft nennt für Office 2024 den 1. Oktober 2024 als Start und den 10. Oktober 2029 als Rückzugsdatum. Für Office LTSC 2024 gilt der 18. September 2024 als Start und derselbe 10. Oktober 2029 als Ende des Mainstream-Supports, und Microsoft schreibt dazu ausdrücklich, dass es danach keinen Extended Support gibt. Auf diese Jahre wird der Einmalpreis verteilt, auf keine mehr.

Prüfen, ob überhaupt jemand gleichzeitig an Dateien arbeitet

Microsoft schreibt für Office LTSC 2024, dass die neuesten cloudgestützten Funktionen fehlen und Anwender damit keinen Zugriff auf Zusammenarbeit in Echtzeit, auf KI-gestützte Automatisierung und auf die erweiterten Funktionen für Sicherheit und Compliance haben. Wenn bei euch mehrere Personen an denselben Dokumenten arbeiten, ist das keine Randnotiz, sondern der Kern der Entscheidung.

Die Zahl der Geräte je Person ehrlich zählen

Office LTSC 2024 wird laut Microsoft über einen Volumenlizenzvertrag verkauft und gilt für ein Gerät je Lizenz. Mit einer Lizenz für Microsoft 365 Apps lassen sich die Anwendungen dagegen auf bis zu fünf Rechnern installieren, dazu auf bis zu fünf Tablets und fünf Telefonen. Wer Notebook, Standrechner und Telefon zählt, bekommt hier schnell einen anderen Vergleich.

Die Geräte benennen, die keine Funktionsupdates vertragen

Microsoft beschreibt Office LTSC 2024 ausdrücklich für bestimmte Fälle: regulierte Geräte, die keine Funktionsupdates annehmen können, Geräte zur Prozesssteuerung in der Fertigung und Spezialsysteme ohne Internetverbindung. Wenn ihr solche Geräte habt, ist das der Ort für die Kaufversion, und dann geht es nicht mehr um ein Entweder-oder, sondern um eine bewusste Zweiteilung.

Klären, was ihr an Microsoft-365-Diensten schon nutzt

Microsoft benennt in einer eigenen Übersicht, welche Office-Versionen für die Verbindung zu den Microsoft-365-Diensten unterstützt sind, also etwa zu Exchange Online, SharePoint Online und OneDrive. Für Office LTSC 2024 endet diese Unterstützung am 9. Oktober 2029, für Office LTSC 2021 bereits am 13. Oktober 2026. Wer seine Postfächer online betreibt, hat damit ein zweites, früheres Datum im Spiel.

Nicht beides für dieselben Leute kaufen

Microsoft schreibt in seiner eigenen Dokumentation, dass Organisationen, die bereits Microsoft 365 Apps for enterprise oder for business verteilen, Office LTSC 2024 nicht brauchen, weil Microsoft 365 Apps sämtliche Funktionen von Office LTSC 2024 enthält und darüber hinaus viele weitere. Diese Doppelung entsteht trotzdem regelmäßig, meist über Beschaffungen, die an unterschiedlichen Stellen laufen.

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Drei Produkte, die alle Office heißen

Der erste Grund für Missverständnisse ist der Name. Office 2024 ist die Kaufversion aus dem Handel, die Microsoft in den Editionen Home und Home & Business für Windows und Mac führt und die seit dem 1. Oktober 2024 verfügbar ist. Office LTSC 2024 ist die Kaufversion über einen Volumenlizenzvertrag, es gibt sie als Standard, Professional Plus und Embedded, und sie ist seit dem 18. September 2024 verfügbar. Microsoft 365 Apps sind die Desktop-Anwendungen aus einem Abonnement.

Die beiden Kaufversionen unterscheiden sich auch in der Art, wie Microsoft sie unterstützt. Office 2024 läuft unter der Modern Lifecycle Policy, Office LTSC 2024 unter der Fixed Lifecycle Policy. Beide enden am 10. Oktober 2029. Für Office LTSC 2024 schreibt Microsoft ausdrücklich, dass es fünf Jahre Mainstream-Support gibt, einschließlich Project und Visio, und danach keinen Extended Support. Wer aus früheren Office-Fassungen die Verlängerungsphase kennt, sollte damit hier nicht rechnen.

Die dritte Unterscheidung betrifft die Lizenz selbst. Office LTSC 2024 wird laut Microsoft über einen Volumenlizenzvertrag verkauft und gilt für ein Gerät je Lizenz. Microsoft 365 Apps sind dagegen an den Benutzer gebunden: Bis zu fünf Rechner, dazu bis zu fünf Tablets und fünf Telefone lassen sich mit einer Lizenz ausstatten. Für Häuser, in denen viele Leute mit Notebook und Standrechner arbeiten, verschiebt diese eine Zeile die ganze Rechnung.

Was in Office LTSC 2024 nicht mehr enthalten ist

Publisher ist nicht mehr dabei. Microsoft begründet das mit der geplanten Einstellung des Programms, das nach Oktober 2026 nicht mehr unterstützt wird. Wer Publisher-Dateien im Bestand hat, sollte den Umstieg unabhängig von der Lizenzfrage planen, denn dieses Datum gilt für alle. Teams ist ebenfalls nicht vorinstalliert, steht aber als eigener Download zur Verfügung, wenn ihr es braucht.

Zwei weitere Änderungen fallen im Alltag auf. ActiveX-Steuerelemente sind in Office LTSC 2024 standardmäßig deaktiviert und müssen von der Administration bewusst wieder freigegeben werden, wo sie gebraucht werden. Und die Funktion zum Veröffentlichen nach Power BI ist aus Excel entfernt worden, wobei Microsoft auf den Dienst selbst verweist, der Arbeitsmappen aus OneDrive und aus SharePoint-Bibliotheken einlesen kann. Beides sind Punkte, die in gewachsenen Umgebungen konkrete Arbeit erzeugen.

Neu ist dagegen die Unterstützung für das OpenDocument-Format in der Fassung 1.4 in Word, Excel und PowerPoint, und diese Fassung ist beim Speichern die Voreinstellung. Ältere ODF-Dateien lassen sich weiterhin öffnen, werden dann aber im neuen Format gespeichert. Beim Umfang gilt: Office LTSC Professional Plus 2024 enthält laut Microsoft Access, Excel, OneNote, Outlook, PowerPoint und Word, Skype for Business ist bei der Installation optional. Auf macOS gibt es Access nicht.

Die Systeme, auf denen die Kaufversion überhaupt läuft

Bei der Planung geht regelmäßig unter, dass eine Office-Fassung auch Anforderungen an das Betriebssystem stellt. Microsoft nennt für Office LTSC 2024 die folgenden unterstützten Systeme: Windows 11, Windows 11 LTSC 2024, Windows 10 LTSC 2021, Windows 10 LTSC 2019, Windows Server 2025 und Windows Server 2022. Für Geräte mit Arm-Architektur ist Windows 11 die Mindestanforderung. Wer noch Systeme betreibt, die nicht auf dieser Liste stehen, hat vor der Office-Entscheidung eine andere zu treffen.

Dazu kommt die Hardware. Microsoft nennt als Mindestausstattung einen Prozessor mit zwei Kernen und 1,1 GHz, 4 GB Arbeitsspeicher, 4 GB freien Speicherplatz und eine Auflösung von 1280 mal 768 Bildpunkten. Für Auflösungen ab 4K wird die 64-Bit-Fassung vorausgesetzt. Für Geräte mit mindestens 4 GB Arbeitsspeicher empfiehlt Microsoft ohnehin 64 Bit, rät aber, die Verträglichkeit mit vorhandenen Erweiterungen vorher zu prüfen.

Auf dem Mac gibt es für Volumenlizenzkunden Office LTSC Standard for Mac 2024. Für die Kaufversion aus dem Handel führt Microsoft die Editionen Home und Home & Business jeweils für Windows und Mac. Access fehlt auf macOS in jedem Fall, das ist keine Frage der Edition. Wer eine Access-Anwendung im Haus hat und gemischte Geräte betreibt, sollte diesen Punkt früh klären, weil er die Lizenzentscheidung überlagert.

Die Termine, an denen die Entscheidung wirklich hängt

Der wichtigste Termin für die meisten Häuser liegt nicht 2029, sondern deutlich näher. Microsoft nennt für Office LTSC 2021 den 13. Oktober 2026 als Ende des Supports. Am selben Tag endet laut Microsofts Übersicht auch die unterstützte Verbindung dieser Fassung zu den Microsoft-365-Diensten, also zu Exchange Online, SharePoint Online und OneDrive. Wer heute darauf arbeitet, hat keine Grundsatzdiskussion mehr vor sich, sondern eine Terminplanung.

Für die Fassungen davor ist die Sache längst entschieden. Der Support für Office 2019 und Office 2016 endete am 14. Oktober 2025, der für Office 2013 bereits am 11. April 2023. Die unterstützte Verbindung von Office 2019 und Office 2016 zu den Microsoft-365-Diensten war schon vorher zu Ende, nämlich am 10. Oktober 2023. Microsoft weist darauf hin, dass ältere Fassungen technisch weiterhin eine Verbindung herstellen können, dass diese aber nicht unterstützt ist und dass Verbesserungen an den Diensten keine Rücksicht auf sie nehmen.

Für Project und Visio gelten eigene, aber parallele Termine. Die aktuellen Kaufversionen sind Project 2024 und Visio LTSC 2024, beide im September 2024 erschienen und ohne regelmäßige Funktionsupdates. Ihre unterstützte Verbindung zu den Microsoft-365-Diensten reicht laut Microsoft bis Oktober 2029, die der Fassungen von 2021 nur bis Oktober 2026. Wichtig für die Planung: Project und Visio sind in Microsoft 365 Apps nicht enthalten, sie kommen aus eigenen Abonnements.

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Häufige Fragen

Ist Office 2024 dasselbe wie Office LTSC 2024?
Nein. Office 2024 ist die Kaufversion aus dem Handel, die Microsoft in den Editionen Home und Home & Business für Windows und Mac führt. Office LTSC 2024 wird über einen Volumenlizenzvertrag verkauft und gibt es als Standard, Professional Plus und Embedded. Auch die Unterstützung ist unterschiedlich geregelt, einmal über die Modern Lifecycle Policy und einmal über die Fixed Lifecycle Policy, wobei beide am 10. Oktober 2029 enden.
Bekommen wir nach 2029 noch Sicherheitsupdates?
Nein. Microsoft schreibt für Office LTSC 2024 einschließlich Project und Visio ausdrücklich, dass es fünf Jahre Mainstream-Support gibt und danach keinen Extended Support. Für Office 2024 nennt Microsoft den 10. Oktober 2029 als Rückzugsdatum. Nach dem Ende der Unterstützung liefert Microsoft weder technische Unterstützung noch Fehlerbehebungen noch Sicherheitsupdates.
Können wir mit einer Kaufversion auf SharePoint Online und Exchange Online arbeiten?
Für Office LTSC 2024 nennt Microsoft die unterstützte Verbindung zu den Microsoft-365-Diensten bis zum 9. Oktober 2029, für Office LTSC 2021 bis zum 13. Oktober 2026. Für Office 2019 und Office 2016 endete sie bereits am 10. Oktober 2023. Ältere Fassungen können technisch oft weiterhin eine Verbindung aufbauen, sie ist aber nicht unterstützt, und Microsoft prüft Verbesserungen an den Diensten nicht mehr gegen sie.
Brauchen wir Office LTSC 2024, wenn wir schon Microsoft 365 Apps haben?
Laut Microsoft nicht. In der eigenen Dokumentation steht, dass Organisationen, die Microsoft 365 Apps for enterprise oder for business verteilen, Office LTSC 2024 nicht brauchen, weil Microsoft 365 Apps sämtliche Funktionen davon enthält und darüber hinaus viele weitere, die in Office LTSC 2024 fehlen. Eine Doppelbeschaffung ist deshalb meist ein Zeichen dafür, dass zwei Stellen unabhängig voneinander bestellt haben.
Was passiert mit unseren Dateien, wenn wir das Abonnement kündigen?
Die Dateien gehören euch und bleiben bestehen. Die Anwendungen wechseln laut Microsoft in einen Modus mit eingeschränktem Funktionsumfang, in dem sich vorhandene Dateien öffnen und ansehen lassen, die meisten übrigen Funktionen aber nicht mehr zur Verfügung stehen. Dasselbe gilt, wenn eine Lizenz entzogen wird oder wenn ein Gerät länger als dreißig Tage ohne Verbindung war.
Was ist mit Project und Visio?
Beide sind in Microsoft 365 Apps nicht enthalten und kommen aus eigenen Abonnements. Als Kaufversionen gibt es Project 2024 und Visio LTSC 2024, beide im September 2024 erschienen und ohne regelmäßige Funktionsupdates. Microsoft nennt für die Fassungen von 2024 eine unterstützte Verbindung zu den Microsoft-365-Diensten bis Oktober 2029, für die Fassungen von 2021 nur bis Oktober 2026.

Passt thematisch dazu

Wenn die Entscheidung für das Abonnement gefallen ist, geht es als Nächstes um den Plan, und dazu ordnet der Vergleich der Microsoft-365-Pläne E3 und E5 die Unterschiede.

Weil Assistenzfunktionen an bestimmten Kanälen und Lizenzen hängen, gehört die Voraussetzungen für Microsoft 365 Copilot zur selben Planung.

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