Schritt 1: Zuständigkeiten auf Papier trennen
Der häufigste Denkfehler ist die Annahme, ein verwalteter Dienst betreibe den Cluster. Er betreibt die Control Plane. Alles darüber und darunter bleibt bei dir, und genau das bestimmt deinen Aufwand.
Wer macht was, im verwalteten Dienst und im Eigenbetrieb
| Aufgabe | Verwalteter Dienst | Eigenbetrieb |
|---|---|---|
| API-Server, Scheduler, Controller | Anbieter, über mehrere Zonen verteilt | Du, inklusive Lastverteilung davor |
| etcd sichern und zurückspielen | Anbieter | Du, mit geprüftem Rückspielen |
| Zertifikate der Control Plane rotieren | Anbieter | Du, jährlich und vor jedem Upgrade |
| Kubernetes-Version anheben | Du löst aus, Anbieter führt aus | Du, Knoten für Knoten |
| Betriebssystem der Worker-Nodes | Du, oder verwaltete Node-Gruppen | Du |
| CNI, CSI, Ingress, Zertifikatsverwaltung | Du | Du |
| Kapazität, Kosten, Namespaces, RBAC | Du | Du |
Aus der Tabelle folgt eine unbequeme Zahl: Der verwaltete Dienst nimmt dir etwa ein Drittel der Betriebsaufgaben ab, nämlich den technisch anspruchsvollsten Teil. Zwei Drittel bleiben in beiden Modellen gleich. Wenn dein Team heute mit Ingress, Speicherklassen und Zertifikaten kämpft, löst ein Wechsel zu EKS oder AKS dieses Problem nicht. Die Frage, ob du überhaupt einen Cluster brauchst, gehört deshalb vor diese Entscheidung, und wir behandeln sie getrennt unter Brauche ich Kubernetes.