Bauen ohne klassischen Code

In Tagen gebaut, über Jahre betrieben

Die Plattform nimmt dir die Technik ab, nicht die Verantwortung. Wem die Anwendung gehört, wer sie pflegt und was sie darf, entscheidet sich außerhalb des Baukastens.

KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
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Worum es geht

Die erste Anwendung entsteht in einer Woche, die zweihundertste ist ein Problem

Der Einstieg ist bewusst niedrig gehalten, und das funktioniert: Jemand aus dem Fachbereich baut eine Erfassungsmaske, hängt eine Genehmigung daran und löst damit ein Problem, das die IT seit zwei Jahren auf der Liste hatte. Das ist der Sinn der Sache, und es ist ein echter Gewinn. Der Ärger beginnt erst danach, und er hat nichts mit dem Werkzeug zu tun.

Er beginnt damit, dass die Anwendung an einem persönlichen Konto hängt. Sie läuft über die Zugangsdaten der Person, die sie gebaut hat, greift auf Daten zu, für die diese Person berechtigt ist, und steht still, sobald das Konto gesperrt wird. Dazu kommt, dass niemand weiß, welche Anwendungen es überhaupt gibt, wer sie benutzt und welche davon inzwischen in einem Ablauf steckt, der zum Monatsabschluss gebraucht wird.

Die dritte Schwierigkeit ist die Grenze der Plattform. Sie zeigt sich selten beim Bauen und fast immer beim Wachsen: Eine Auswertung liefert plötzlich unvollständige Ergebnisse, weil eine Bedingung nicht an die Datenquelle weitergereicht werden kann und nur ein Teil der Datensätze geprüft wird. Wer diese Mechanik nicht kennt, hält das Ergebnis für richtig, und genau daraus entstehen die Fehler, die spät und teuer auffallen.

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Wer entscheidet was

Wer entscheidet, wer setzt um

Die Rolle sitzt zwischen Fachbereich und IT, und genau dort entstehen die Konflikte. Die Tabelle zeigt für die üblichen Themen, wo die Entscheidung liegt und woran es scheitert.

Ob eine Anwendung überhaupt auf der Plattform entsteht

Wer entscheidet
Der Fachbereich gemeinsam mit der IT, anhand vereinbarter Grenzen für Datenmenge, Schutzbedarf und Lebensdauer
Wer setzt um
Die bauende Person, im Rahmen einer freigegebenen Umgebung
Stolperfalle
Es gibt keine Grenzen, also entsteht alles auf der Plattform, auch das, was ein Fachverfahren sein müsste. Die Rechnung kommt, wenn die Anwendung zum kritischen Bestandteil eines Abschlusses geworden ist.

Welche Verbindungen erlaubt sind

Wer entscheidet
Die IT-Sicherheit gemeinsam mit dem Datenschutz
Wer setzt um
Die Plattformadministration über Regeln, die je Umgebung gelten
Stolperfalle
Die Regeln kommen erst, wenn schon hundert Abläufe existieren. Dann bricht das Nachziehen laufende Prozesse, und die Regel wird wieder gelockert.

Lizenzen für erweiterte Bausteine

Wer entscheidet
Die IT-Leitung im Rahmen des Beschaffungsverfahrens
Wer setzt um
Die Administration über Zuweisung an Personen oder Anwendungen
Stolperfalle
Gebaut wird mit einem Baustein, der eine zusätzliche Lizenz verlangt, ohne dass das vorher geklärt ist. Die Anwendung ist fertig und darf nicht in Betrieb gehen.

Betrieb und Pflege nach der Fertigstellung

Wer entscheidet
Der Fachbereich benennt eine fachlich verantwortliche Stelle, die IT eine technische
Wer setzt um
Beide gemeinsam, mit dokumentierter Übergabe
Stolperfalle
Die bauende Person bleibt stillschweigend zuständig. Wechselt sie die Stelle, sucht das Haus jemanden, der eine Anwendung übernimmt, die er nie gesehen hat.

Wann eine Anwendung abgelöst wird

Wer entscheidet
Der Fachbereich, beraten von der IT
Wer setzt um
Je nach Ziel klassische Entwicklung oder ein Standardprodukt
Stolperfalle
Die Ablösung wird verschoben, weil die Anwendung ja läuft. Sie wächst weiter, bis eine Neuentwicklung teurer ist als es eine frühzeitige Entscheidung gewesen wäre.

Sechs Fragen vor der Übergabe an den Betrieb

  1. 01 Läuft die Anwendung über ein persönliches Konto oder über eine eigene Identität?
  2. 02 Gibt es getrennte Umgebungen und ein Paket für den Weg dazwischen?
  3. 03 Werden alle Bedingungen an die Datenquelle weitergereicht?
  4. 04 Was passiert mit einem Vorgang, wenn der Ablauf mittendrin abbricht?
  5. 05 Welche Verbindungen sind hier zusammen überhaupt erlaubt?
  6. 06 Wer pflegt die Anwendung, wenn die bauende Person nicht mehr da ist?
Was du mitnimmst

Was diese Rolle von einer gelungenen Bastelei unterscheidet

Die Unterschiede liegen alle außerhalb der Oberfläche, in der gebaut wird. Wer sie beachtet, liefert etwas, das der Betrieb übernehmen kann, ohne es neu zu bauen.

Umgebungen trennen

Entwickeln, Testen und produktiver Betrieb gehören in getrennte Umgebungen, und der Weg dazwischen läuft über Lösungspakete. Wer direkt in der Standardumgebung baut, hat keinen Weg zurück, wenn eine Änderung schiefgeht.

Verbindungen von Personen lösen

Zugriffe laufen über dafür angelegte technische Identitäten und nicht über das Konto der bauenden Person. Sonst steht die Anwendung an dem Tag still, an dem jemand das Unternehmen verlässt.

Die Grenzen der Datenanbindung kennen

Nicht jede Bedingung wird an die Datenquelle weitergereicht. Was nicht weitergereicht wird, verarbeitet die Anwendung nur auf einem Ausschnitt der Datensätze, und das Ergebnis sieht trotzdem vollständig aus.

Fehlerfälle bewusst behandeln

Ein Ablauf, der bei einem Fehler still abbricht, erzeugt halb bearbeitete Vorgänge. Fehlerpfad, Benachrichtigung und ein Weg zum Wiederaufsetzen gehören zum Bauen dazu und nicht in eine spätere Ausbaustufe.

Regeln für Datenabfluss beachten

Eine Plattform verbindet Dienste, die vorher nichts miteinander zu tun hatten. Welche Verbindungen zusammen erlaubt sind, gehört vorab geklärt, sonst wandern Daten über einen privaten Dienst nach außen.

Übergabe an den Betrieb vorbereiten

Wer die Anwendung fachlich verantwortet, wer sie technisch pflegt und was passiert, wenn beide nicht mehr da sind, gehört dokumentiert. Ohne diese drei Angaben ist eine Anwendung kein Ergebnis, sondern eine offene Rechnung.

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Was die Rolle tut, und warum ohne Code nicht ohne Denken heißt

Der Alltag besteht aus drei Teilen. Der erste ist das Modellieren: Welche Daten gibt es, wie hängen sie zusammen, wo liegen sie, und welche davon dürfen überhaupt in der Anwendung erscheinen. Der zweite ist das Bauen von Oberflächen und Abläufen, also Masken, Genehmigungswege, Benachrichtigungen und Anbindungen an vorhandene Dienste. Der dritte, der am häufigsten fehlt, ist das Fertigstellen: Fehlerbehandlung, Rechte, Paketierung, Dokumentation und Übergabe.

Die verbreitetste falsche Erwartung steckt schon im Namen. Ohne klassische Programmierung heißt nicht ohne Logik. Du schreibst Ausdrücke, du modellierst Daten, du entscheidest über Schleifen, Nebenläufigkeit und Fehlerpfade, und du musst wissen, was die Plattform an die Datenquelle weiterreicht und was sie selbst verarbeitet. Wer aus dem Fachbereich kommt, lernt genau das, und es ist der schwierigste Teil.

Die zweite falsche Erwartung betrifft den Umfang. Die Plattform ist stark bei formularbasierten Abläufen, Genehmigungen, kleinen Erfassungen und Anbindungen zwischen vorhandenen Systemen. Sie ist ungeeignet, wenn Rechenlogik im Mittelpunkt steht, wenn sehr große Datenmengen verarbeitet werden, wenn die Oberfläche frei gestaltet sein muss oder wenn eine Anwendung über zehn Jahre mit wechselnden Teams weiterentwickelt wird. Diese Grenze zu benennen, bevor gebaut wird, gehört zur Rolle.

Die Stelle, an der es in der Praxis am häufigsten kippt

Wenn eine Anwendung mit wachsendem Datenbestand plötzlich falsche Ergebnisse liefert, steckt fast immer dieselbe Mechanik dahinter. Die Plattform versucht, eine Bedingung an die Datenquelle weiterzureichen, damit dort gefiltert wird. Gelingt das nicht, weil die verwendete Funktion oder die Datenquelle es nicht unterstützt, holt sie stattdessen eine begrenzte Anzahl von Datensätzen und wertet nur diese aus. In der Voreinstellung sind das fünfhundert, anheben lässt sich die Grenze auf zweitausend.

Das Tückische daran ist, dass nichts kaputtgeht. Die Anwendung meldet keinen Fehler, sie zeigt ein Ergebnis, das plausibel aussieht und unvollständig ist. Bei zweihundert Datensätzen fällt es nie auf, bei zwanzigtausend liefert dieselbe Suche den gewünschten Datensatz nicht mehr, und ein Durchschnitt wird über einen willkürlichen Ausschnitt gebildet. Die Entwicklungsumgebung weist auf nicht weiterreichbare Stellen hin, und diese Hinweise ernst zu nehmen ist der Unterschied zwischen einer Anwendung, die mitwächst, und einer, die still falsch rechnet.

Die Lösung liegt selten im Anheben der Grenze. Sie liegt darin, die Datenquelle passend zu wählen, Bedingungen so zu formulieren, dass sie weitergereicht werden, und die Datenmenge vor der Verarbeitung zu verkleinern. Wer aus der klassischen Entwicklung kommt, erkennt darin dasselbe Problem wie beim Nachladen aus einer Datenbank, wer aus dem Fachbereich kommt, muss es einmal erklärt bekommen.

Der Weg hinein und was die Nachweise wert sind

Zwei Wege sind üblich. Der erste kommt aus dem Fachbereich: Jemand kennt den Ablauf genau, baut sich eine Erleichterung und wird darüber zum Ansprechpartner für weitere. Der Vorteil ist das fachliche Verständnis, die Lücke liegt bei Datenmodell, Betrieb und Sicherheit. Der zweite kommt aus der klassischen Entwicklung oder aus der Office-Automatisierung, etwa von Makros in Tabellen. Dort ist die technische Grundlage vorhanden, und zu lernen ist der Umgang mit einer Plattform, die vieles vorgibt und einiges verbietet.

Bei den Nachweisen ist die Lage ungewöhnlich klar, weil der Hersteller ein gestuftes Programm anbietet: eine Einstiegsprüfung über die Grundlagen der Plattform, eine auf die fachliche Beratung und Umsetzung zugeschnittene Stufe und eine für die Entwicklung mit erweiterten Möglichkeiten. Diese Zertifikate werden in Ausschreibungen tatsächlich abgefragt, was sie von vielen anderen unterscheidet. Sie belegen allerdings Produktwissen und nicht die Fähigkeit, eine Anwendung so zu bauen, dass sie jemand anderes übernehmen kann.

Im Gespräch trägt deshalb etwas anderes: eine Anwendung, die im Einsatz ist, mit der Angabe, wie viele Leute sie benutzen, wie sie ausgeliefert wurde, was passiert, wenn ein Ablauf abbricht, und wer sie heute pflegt. Wer diese vier Fragen beantworten kann, hebt sich deutlich von einer Sammlung fertiger Bildschirmfotos ab.

Woran zwei Leute sich unterscheiden, und wohin die Rolle führt

Der erste Unterschied liegt in der Frage, ob überhaupt gebaut wird. Die eine Person setzt jeden Wunsch in eine Anwendung um. Die andere fragt zuerst, ob eine Liste mit einer Ansicht genügt, ob ein vorhandenes System die Funktion schon mitbringt und ob der Ablauf in sechs Monaten noch so aussieht. Diese Frage spart über ein Jahr gerechnet mehr Aufwand als jede Verbesserung an der Bauweise.

Der zweite Unterschied ist die Wiederverwendbarkeit. Wer Werte fest einträgt, baut für heute. Wer mit Umgebungsvariablen, benannten Verbindungen und Lösungspaketen arbeitet, kann dieselbe Anwendung in Test und Betrieb bringen, ohne sie anzufassen. Das ist derselbe Unterschied wie zwischen einem Skript und einer ausgelieferten Anwendung, nur mit anderen Werkzeugen.

Weiter geht es in drei Richtungen. Die erste ist die Plattformverantwortung: Umgebungen, Regeln für Datenabfluss, Lizenzen, Überblick über den Bestand und die Betreuung derer, die selbst bauen. Die zweite führt tiefer in die Produktwelt des Herstellers, also zu modellgetriebenen Anwendungen und den darauf aufsetzenden Geschäftsanwendungen. Die dritte führt in die klassische Entwicklung, meist über die Teile, die sich mit der Plattform nicht mehr lösen lassen, und ist der Weg, den viele nach ein paar Jahren gehen.

Was die amtlichen Zahlen abbilden und was nicht

Eine eigene Berufsgattung für Low-Code-Entwicklung gibt es in der amtlichen Systematik nicht. Am nächsten liegt die Softwareentwicklung, hier auf dem Anforderungsniveau Fachkraft, und diese Zuordnung ist eine Näherung. Wichtig dabei: Das Anforderungsniveau beschreibt den Zuschnitt der Stelle und nicht die Berufserfahrung der Person. Es ist ausdrücklich keine Aussage darüber, wie erfahren jemand ist.

Die Zahlen sind Bruttomonatsverdienste Vollzeitbeschäftigter ohne Sonderzahlungen. Weihnachts- und Urlaubsgeld fehlen, der Jahresverdienst liegt also über dem Zwölffachen des Monatswerts. Der Median ist die aussagekräftigere der beiden Größen, weil einzelne Spitzenverdienste den Durchschnitt nach oben ziehen.

Für die Einordnung ist wichtig, dass diese Rolle in der Praxis sehr unterschiedlich zugeschnitten ist. Wer im Fachbereich neben der eigentlichen Aufgabe Anwendungen baut, wird nach der Hauptstelle vergütet und findet sich in dieser Zelle gar nicht wieder. Wer die Plattform samt Umgebungen, Regeln und Bestand verantwortet, füllt eine Stelle aus, die deutlich anspruchsvoller zugeschnitten ist als das hier gezeigte Niveau. Die Zahl taugt deshalb als Ausgangspunkt und nicht als Maßstab.

Dazu passende Kurse

Der Einstieg gelingt am schnellsten an einem eigenen Fall, und dafür gibt es bei cmt Kurse, in denen du eine Anwendung ohne klassische Programmierung zusammenstellst .

Weil an der Grenze der Plattform regelmäßig echter Code gebraucht wird, lohnt daneben ein Blick auf die Kurse zur klassischen Anwendungsentwicklung .

Was verdient man

Die amtlichen Zahlen zu dieser Rolle

Eine eigene Berufsgattung für Low-Code gibt es nicht, deshalb steht hier die Softwareentwicklung auf dem Anforderungsniveau Fachkraft als nächstliegende Näherung. Das Niveau beschreibt den Zuschnitt der Stelle und nicht die Berufserfahrung der Person. Es sind Bruttomonatsverdienste Vollzeitbeschäftigter ohne Sonderzahlungen, der Jahresverdienst liegt also über dem Zwölffachen, und aussagekräftiger ist der Median, weil einzelne Spitzenverdienste den Durchschnitt nach oben ziehen. Wer die Plattform mit Umgebungen, Regeln und Bestand verantwortet, füllt eine deutlich anspruchsvoller zugeschnittene Stelle aus, als dieses Niveau abbildet.

Amtliche Medianverdienste, April 2025

Brutto im Monat

Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung. Vollzeit, ohne Sonderzahlungen. Die Hälfte der Beschäftigten verdient weniger als der Median, die andere Hälfte mehr.

Softwareentwicklung Fachkraft 4.201 €

KldB 43412, Durchschnitt 4.608 €, gerundet rund 50.000 € im Jahr ohne Sonderzahlungen

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  • Vollzeitbeschäftigte, Bruttomonatsverdienst ohne Sonderzahlungen. Weihnachts- und Urlaubsgeld, Prämien und Boni sind nicht enthalten, der Jahresverdienst liegt also über dem Zwölffachen.
  • Das Anforderungsniveau beschreibt den Zuschnitt der Stelle, nicht die Berufserfahrung. Fachkraft, Spezialist und Experte sagen etwas über die Komplexität der Tätigkeit aus, nicht über Dienstjahre.
  • Die Erhebung geht regional nur bis auf die Bundeslandebene. Für einzelne Städte gibt es keine amtlichen Zahlen, weil der Zufallsfehler zu groß wäre.

Quelle: Statistischer Bericht Verdienste , Statistisches Bundesamt (Destatis). Den eigenen Fall prüfst du im Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit . Beachte dort: Entgelte oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze sind der Statistik nicht bekannt, bei gut bezahlten IT-Rollen steht deshalb nur eine Untergrenze.

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Häufige Fragen

Ist Low-Code echte Softwareentwicklung?
In den Aufgaben, die zählen, ja. Du modellierst Daten, entscheidest über Logik und Fehlerfälle, denkst über Rechte nach und lieferst etwas aus, das jemand betreiben muss. Was wegfällt, ist ein Teil der handwerklichen Arbeit: Oberflächen, Anbindung und Ausführungsumgebung sind vorgegeben. Was hinzukommt, sind die Grenzen der Plattform, die du kennen musst, weil du sie nicht umgehen kannst.
Wann ist die Plattform die falsche Wahl?
Wenn Rechenlogik im Mittelpunkt steht, wenn große Datenmengen verarbeitet werden, wenn die Oberfläche frei gestaltbar sein muss, wenn eine Anwendung über viele Jahre mit wechselnden Teams wachsen soll oder wenn der Schutzbedarf der Daten hoch ist und die Plattform dafür nicht freigegeben wurde. Diese Entscheidung gehört an den Anfang, denn eine gewachsene Anwendung später abzulösen kostet ein Vielfaches.
Was passiert, wenn die bauende Person das Unternehmen verlässt?
Ohne Vorbereitung bleibt eine Anwendung stehen, die an ihrem Konto und ihren Verbindungen hängt. Vermeiden lässt sich das durch drei Dinge: Verbindungen über eigene technische Identitäten statt über persönliche Konten, Auslieferung über Lösungspakete statt direktem Bauen in der produktiven Umgebung, und eine benannte fachliche wie technische Zuständigkeit. Wer das von Anfang an so hält, hat später keinen Sonderfall.
Wie unterscheidet sich die Rolle von der Makroentwicklung in Office?
Der Ansatz ist verwandt, die Reichweite nicht. Ein Makro lebt in einer Datei auf einem Arbeitsplatz, eine Anwendung auf der Plattform läuft zentral, hat eigene Rechte, greift auf Unternehmensdaten zu und kann von hundert Leuten benutzt werden. Damit gelten Anforderungen an Betrieb, Sicherheit und Übergabe, die bei einem Makro niemand stellt. Wer aus der Makrowelt kommt, bringt gute Voraussetzungen mit und muss genau diesen Teil dazulernen.

Passt thematisch dazu

Die erste Entscheidung fällt vor dem Bauen, deshalb lohnt der Blick darauf, wann du eine App brauchst und wann ein Ablauf genügt .

Wer die Rolle neu übernimmt, verschafft sich am besten zuerst einen Überblick darüber, wie die Bausteine der Plattform zusammenhängen .

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