Was ist Continual Improvement?
Continual Improvement bezeichnet in ITIL 4 die fortlaufende Arbeit daran, Services, Praktiken und Arbeitsweisen am tatsächlichen Bedarf auszurichten. Der Begriff steht zugleich für eine Managementpraktik, für eine Aktivität der Service Value Chain und für ein Modell mit sieben Schritten.
Verbesserungsideen aus Retrospektiven, Ausfällen und Beschwerden verschwinden meist in Protokollen, und genau dagegen kennt ITIL 4 ein Register und ein Vorgehen in sieben Schritten.
KI-generiertDieses Bild wurde mit KI erzeugt · Yves Hoppe / KI / cmt
- Taucht auf als
- Praktik, Value-Chain-Aktivität und Modell
- Modell
- Sieben Schritte, beginnend bei der Vision
- Werkzeug
- Continual Improvement Register
- Zuständig
- Alle Beteiligten, nicht eine Stabsstelle
Drei Orte, an denen der Begriff auftaucht
ITIL 4 verankert Verbesserung bewusst mehrfach. Als Praktik hat sie Verantwortliche, Methoden und ein Register. Als Aktivität der Service Value Chain wirkt sie in jeden Wertstrom hinein, von der Planung bis zum Support. Als Modell gibt sie eine Schrittfolge vor, mit der sich eine einzelne Verbesserung von der Idee bis zur Wirkungsmessung führen lässt.
Diese Mehrfachverankerung hat einen Grund: Das Vorgehen soll verhindern, dass Verbesserung zu einem Projekt wird, das irgendwann endet, oder zu einer Abteilung, die andere zu Verbesserungen auffordert, während der Rest weiterarbeitet wie bisher.
Das Continual Improvement Model in sieben Schritten
Das Modell fragt der Reihe nach: Was ist die Vision? Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Wie kommen wir dorthin? Danach folgt das Handeln, anschließend die Prüfung, ob das Ziel erreicht wurde, und zuletzt die Frage, wie sich der Schwung halten lässt.
Übersprungen werden am häufigsten der zweite und der sechste Schritt. Ohne eine ehrliche Bestandsaufnahme misst du später gegen ein Gefühl, und ohne Nachmessung bleibt offen, ob die Änderung überhaupt gewirkt hat.
Das Continual Improvement Register
Verbesserungsideen kommen aus Retrospektiven, aus Störungen, aus Kundenrückmeldungen und aus Audits. Damit sie nicht in Protokollen verschwinden, sieht ITIL 4 ein Continual Improvement Register vor: eine gepflegte Liste von Ideen mit Bewertung, Priorität und Status.
Nützlich wird das Register erst durch die Pflege. Eine feste Sichtung in kurzen Abständen, in der Ideen bewertet, verworfen oder eingeplant werden, wiegt schwerer als die Frage, in welchem Werkzeug die Liste steht.
Warum Verbesserung im Alltag untergeht
Verbesserungsarbeit hat selten einen Termin und fast immer einen Konkurrenten, nämlich die dringende Störung. Wer keinen festen Anteil der Kapazität dafür reserviert und keine benannte Verantwortung vergibt, bekommt Verbesserung nur nach großen Ausfällen, also genau dann, wenn der Druck am höchsten und die Analyse am schlechtesten ist.
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Continual Improvement und was oft damit gleichgesetzt wird
Verbesserung wird oft zu den sieben Leitprinzipien gezählt. Dort steht sie nicht; getragen wird sie vor allem vom Prinzip, iterativ mit Feedback vorzugehen. Als Praktik und als Aktivität der Service Value Chain ist sie dagegen ausdrücklich benannt.
In ITIL v3 war Verbesserung eine eigene Phase des Service-Lebenszyklus mit einem siebenstufigen Prozess. ITIL 4 löst die Phasen auf und verteilt Verbesserung über das gesamte Service-Value-System.
Problem Management beseitigt Ursachen von Störungen. Continual Improvement nimmt zusätzlich das in den Blick, was stabil läuft, aber zu langsam, zu teuer oder am Bedarf vorbei ist.
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Ein gepflegtes Register schlägt zehn gute Vorsätze
Das Continual Improvement Register ist nichts weiter als eine Liste von Verbesserungsideen mit Bewertung, verantwortlicher Person und Status. Der Nutzen liegt darin, dass Ideen aus Retrospektiven, aus der Nachbereitung großer Störungen und aus Beschwerden an einer Stelle zusammenlaufen, statt in Protokollen zu liegen, die niemand wieder öffnet.
Der zweite Schritt des Modells, die ehrliche Bestandsaufnahme, wird am häufigsten übersprungen. Ohne Messung des Ausgangszustands lässt sich hinterher nicht sagen, ob eine Maßnahme gewirkt hat, und die Diskussion endet in Meinungen. Oft reicht eine einzige belastbare Zahl, etwa die Wiederherstellungszeit für die drei wichtigsten Services im letzten Quartal.
Im Alltag geht Verbesserung unter, weil sie mit dringender Arbeit um dieselben Stunden konkurriert. Was hilft, ist Zuschnitt: Eine Verbesserung, die in einer Woche fertig ist, kommt durch, ein Vorhaben über zwei Quartale nicht. Der siebte Schritt fragt deshalb ausdrücklich, wie der Schwung erhalten bleibt, und meint damit sichtbare Ergebnisse in kurzen Abständen.
Continual Improvement lernen
Wie du das Modell auf eine konkrete Verbesserung anwendest und sie im Register nachhältst, übst du in den ITIL-4-Trainings mit Prüfung auf Deutsch .
Welche Zertifizierung auf welcher aufbaut, zeigt der Kursüberblick zu ITIL und PRINCE2 .
Kurse, die Continual Improvement behandeln
Häufige Fragen
Wer ist für Continual Improvement verantwortlich?
Wie viel Kapazität sollte für Verbesserung reserviert sein?
Reicht eine Retrospektive als Verbesserungsverfahren?
Deine Ansprechpartner
Du willst das Thema nicht nur nachschlagen, sondern anwenden können? Wir beraten dich persönlich und kostenlos.
Yves Hoppe
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Norbert Jansen
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Continual Improvement im Kurs statt im Lexikon
Nachschlagen bringt dich bis zum Verstehen. Anwenden lernst du an echten Aufgaben.
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