Sci-Fi-Visualisierung: ein Mensch vor einem leuchtenden Schutzschild aus Daten und Regelwerken
KI-Compliance & Datenschutz

KI rechtssicher
einsetzen.

Der EU AI Act ist da. Die DSGVO gilt weiter. Und ein erheblicher Teil deiner Mitarbeiter nutzt KI-Tools längst, oft ohne offizielle Freigabe. Die Frage ist nicht, ob KI bei euch im Einsatz ist, sondern: Habt ihr klare Regeln dafür?

Wir helfen dir, KI compliant einzuführen, eine pragmatische Richtlinie aufzusetzen und dein Team für den sicheren Umgang zu schulen. Verständlich, anwendbar und ohne Paragrafenreiterei.

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01 Orientierung

Finde deinen Einstieg

Egal ob du dich gerade in AI Act und DSGVO einarbeitest oder schon Richtlinien aufsetzt: Hier findest du die passende Schulung für rechtssicheren KI-Einsatz.

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Noch unsicher?

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Beantworte beide Fragen, dann erscheinen hier deine passenden Empfehlungen.

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02 Einordnung

Compliance ist kein Kann,
sondern ein Muss.

Künstliche Intelligenz verbreitet sich schneller als die Regeln dafür. Während Unternehmen ChatGPT, Copilot und andere Tools einführen, hat die EU mit dem AI Act das erste umfassende KI-Gesetz verabschiedet. Es betrifft nicht nur Tech-Konzerne, sondern jedes Unternehmen, das KI einsetzt.

Gleichzeitig gilt die DSGVO unverändert. Personenbezogene Daten in KI-Tools einzugeben, ohne Rechtsgrundlage, ohne Auftragsverarbeitungsvertrag und ohne Wissen der Betroffenen, war schon immer heikel. Durch den massenhaften KI-Einsatz wird dieses Risiko jetzt um ein Vielfaches größer.

Das Problem ist selten die Technologie. Das Problem ist, dass die meisten Unternehmen keine klaren Regeln für den KI-Einsatz haben. Keine Richtlinie, keine Schulung, keine Übersicht darüber, wer welche Tools wie nutzt. Das ist nicht nur riskant, es wird zunehmend zum Compliance-Thema.

Die gute Nachricht: KI-Compliance ist kein Mammutprojekt. Mit einer klaren Richtlinie, den richtigen Schulungen und einem pragmatischen Governance-Ansatz nutzt du KI sicher und erfüllst gleichzeitig die Anforderungen. Wir zeigen dir, wie.

Infografik: die vier Risikoklassen des EU AI Act, von unannehmbar über hoch und begrenzt bis minimal
Die vier Risikoklassen des EU AI Act im Überblick. Mehr dazu weiter unten.
35 Mio.
EUR Bußgeld möglich

Maximale Strafe bei Verstößen gegen die Verbote des EU AI Act, alternativ 7% des weltweiten Jahresumsatzes.

Art. 4
KI-Kompetenzpflicht

Der EU AI Act verpflichtet Unternehmen, ausreichende KI-Kompetenz bei Mitarbeitenden sicherzustellen und nachzuweisen.

Parallel
AI Act & DSGVO gelten

Beide Regelwerke gelten gleichzeitig. KI mit personenbezogenen Daten muss beide erfüllen.

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Von Grundlagen über Governance bis KI-Sicherheit. Für alle Rollen und Risikoklassen.

03 Zeitplan

EU AI Act: Die Fristen,
die du kennen musst.

Der EU AI Act tritt stufenweise in Kraft. Jede Stufe bringt neue Pflichten. Hier der Fahrplan und was er konkret für dein Unternehmen bedeutet.

Februar 2025 Bereits aktiv

Verbote gelten

  • Social Scoring durch Behörden und Unternehmen verboten
  • Manipulative KI-Systeme (Dark Patterns) untersagt
  • Biometrische Echtzeit-Fernidentifizierung im öffentlichen Raum verboten
  • Emotionserkennung am Arbeitsplatz und in Bildung unzulässig

Was bedeutet das für dich?
Prüfe, ob deine KI-Systeme unter die Verbotskategorien fallen. Die meisten KMU sind hier nicht betroffen, aber eine dokumentierte Prüfung ist empfehlenswert.

August 2025 Schon in Kraft

Transparenz & KI-Kompetenz

  • KI-generierte Inhalte müssen gekennzeichnet werden
  • Anbieter von General Purpose AI brauchen technische Dokumentation
  • Urheberrechtsrichtlinien für Trainingsdaten erforderlich
  • KI-Kompetenzpflicht nach Artikel 4 greift

Was bedeutet das für dich?
Dein Team muss wissen, wann KI-Inhalte gekennzeichnet werden müssen. Newsletter, Social Media, Kundenanschreiben: überall, wo KI-generierte Inhalte nach außen gehen.

Ab Dezember 2027 In Vorbereitung

Hochrisiko-Regeln

  • Risikomanagementsysteme für Hochrisiko-KI Pflicht
  • Qualitätsmanagement und menschliche Aufsicht nachweisen
  • Automatisierte Entscheidungen dokumentieren und erklären
  • Bußgelder bis 15 Mio. EUR oder 3% des Jahresumsatzes drohen

Was bedeutet das für dich?
Die EU hat die Hochrisiko-Pflichten mit dem Digital-Omnibus auf Ende 2027 verschoben (Stand Juni 2026, finale Verabschiedung läuft). Wenn du KI im Personalwesen, bei der Kreditvergabe, im Bewerbermanagement oder in sicherheitskritischen Bereichen einsetzt, nutz die gewonnene Zeit und bau jetzt dein Compliance-System auf.

Artikel 4 EU AI Act: KI-Kompetenz ist Pflicht.

Unternehmen müssen nachweisen, dass Mitarbeitende ausreichend geschult sind.

Schulung finden
04 Risikobasierter Ansatz

Die vier Risikoklassen
des EU AI Act.

Der EU AI Act stuft KI-Systeme nach ihrem Risikopotenzial ein. Je höher das Risiko, desto strenger die Anforderungen. Die meisten KI-Tools im Büroalltag fallen in „minimal“ oder „begrenzt“. Aber es gibt Ausnahmen, die du kennen musst.

Infografik der EU AI Act Risikoklassen als Pyramide: unannehmbares Risiko, hohes Risiko, begrenztes Risiko, minimales Risiko
Vier Risikoklassen, vier Stufen an Pflichten. Die Details findest du unten.

Unannehmbares Risiko

Verboten

KI-Systeme, die grundlegende Rechte verletzen oder Menschen manipulieren, sind komplett verboten. Seit Februar 2025 aktiv.

Beispiele

  • Social Scoring: Bewertung von Personen anhand ihres Sozialverhaltens
  • Manipulative KI: Systeme, die unbewusst Verhalten beeinflussen
  • Biometrische Echtzeit-Überwachung im öffentlichen Raum
  • Emotionserkennung am Arbeitsplatz und in Bildungseinrichtungen

Was heißt das für dein Unternehmen?

Für die meisten KMU nicht relevant. Vorsicht ist aber geboten: Software, die Mitarbeiterstimmung per Kamera analysiert oder Bewerber automatisch per Gesichtserkennung filtert, kann darunter fallen.

Hohes Risiko

Streng reguliert

KI-Systeme in sensiblen Bereichen unterliegen umfangreichen Dokumentations-, Qualitäts- und Aufsichtspflichten. Die Pflichten greifen nach aktuellem Stand ab Dezember 2027.

Beispiele

  • KI-gestützte Bewerberselektion und Personalentscheidungen
  • Kreditwürdigkeitsprüfung und automatisierte Versicherungseinstufung
  • KI in der kritischen Infrastruktur (Energie, Wasser, Verkehr)
  • Prüfungsbewertung und Zugang zu Bildungseinrichtungen

Was heißt das für dein Unternehmen?

Hier wird es relevant: Wenn du KI im HR-Bereich für Bewerbungsscreenings nutzt oder automatisierte Kreditentscheidungen triffst, brauchst du ein dokumentiertes Risikomanagement mit menschlicher Aufsicht.

Begrenztes Risiko

Transparenzpflicht

KI-Systeme, die mit Menschen interagieren oder Inhalte erzeugen, müssen transparent gekennzeichnet werden. Seit August 2025 Pflicht.

Beispiele

  • Chatbots im Kundenservice: Kunden müssen wissen, dass sie mit einer KI sprechen
  • KI-generierte Texte, Bilder und Videos, die veröffentlicht werden
  • Deepfakes und synthetische Medien jeder Art
  • Automatisierte Antworten, die wie menschlich verfasst wirken

Was heißt das für dein Unternehmen?

Das betrifft fast jedes Unternehmen. Wenn dein Marketing KI-generierte Bilder verwendet, dein Support einen Chatbot einsetzt oder dein Newsletter KI-geschriebene Texte enthält, muss das gekennzeichnet sein.

Minimales Risiko

Kaum reguliert

Die große Mehrheit der KI-Anwendungen im Büroalltag. Hier gelten keine besonderen Pflichten aus dem AI Act, die DSGVO gilt aber trotzdem.

Beispiele

  • ChatGPT, Copilot und Gemini für interne Texterstellung und Recherche
  • KI-gestützte Rechtschreibprüfung und Übersetzung
  • Bilderkennung für Produktkategorisierung im E-Commerce
  • KI-basierte Spam-Filter und E-Mail-Sortierung

Was heißt das für dein Unternehmen?

Auch wenn der AI Act hier wenig verlangt: Die DSGVO gilt uneingeschränkt. Keine personenbezogenen Daten ohne Rechtsgrundlage in KI-Tools eingeben. Und Artikel 4 (KI-Kompetenz) gilt für alle Risikoklassen.

Die Einordnung ist der erste Schritt jeder Governance. Im Risikomanagement-Training klassifizieren wir gemeinsam eure konkreten KI-Anwendungen.

05 Datenschutz

DSGVO und KI: Was erlaubt ist
und was nicht.

Die DSGVO wurde nicht für KI geschrieben, gilt aber uneingeschränkt. Die wichtigste Orientierung im Überblick, sortiert nach dem, was du in der Praxis am häufigsten brauchst.

Infografik: sichere gegenüber unsicherer KI-Nutzung, mit freigegebenen Tools und Verträgen auf der sicheren, privaten Accounts und Kundendaten auf der unsicheren Seite
Die Faustregel auf einen Blick: freigegebene Tools mit Vertrag statt private Accounts mit Kundendaten.

In der Regel erlaubt

  • KI-Tools mit Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) für interne Texte nutzen
  • Anonymisierte oder synthetische Daten in KI-Tools verarbeiten
  • Enterprise-Varianten mit deaktiviertem Training einsetzen
  • KI für allgemeine Recherche ohne personenbezogene Daten
  • Microsoft Copilot in der M365-Umgebung mit bestehender Lizenz

Grauzone, Einzelfallprüfung

  • Kundendaten in KI-Tools mit AVV verarbeiten, Rechtsgrundlage prüfen
  • KI-generierte Texte für verbindliche Kundenkommunikation
  • Mitarbeiterdaten für KI-gestützte Personalplanung nutzen
  • KI-Tools auf eigenen Servern, die dennoch Cloud-APIs nutzen
  • Automatisierte Zusammenfassungen von Meetings mit personenbezogenen Inhalten

Klar unzulässig

  • Personenbezogene Daten in kostenlosen Tools ohne AVV mit aktivem Training
  • Bewerbungsunterlagen ohne Rechtsgrundlage durch KI analysieren lassen
  • Gesundheitsdaten von Mitarbeitern in Cloud-KI-Tools verarbeiten
  • Automatisierte Entscheidungen ohne menschliche Überprüfung (Art. 22 DSGVO)
  • KI-Profile über Mitarbeiter erstellen ohne Betriebsvereinbarung
On-Prem & Open Source

Wenn Daten das Haus nicht verlassen dürfen

In manchen Branchen ist die sicherste Cloud-Lösung trotzdem keine Option. Wenn du dem Berufsgeheimnis unterliegst, mit besonders sensiblen Daten arbeitest oder strenge Vorgaben zur Datensouveränität erfüllen musst, dann zählt vor allem eines: Die Daten dürfen den eigenen Verantwortungsbereich gar nicht erst verlassen.

Hier kommen selbst gehostete Open-Source-Modelle ins Spiel. Frei verfügbare Sprachmodelle wie Llama, Mistral, DeepSeek, Qwen oder Gemma lassen sich auf eigener Hardware oder in einer von dir kontrollierten Umgebung betreiben. Eingaben gehen dann nicht an eine externe API, sondern bleiben auf deinen Systemen. Viele dieser Modelle stehen unter offenen Lizenzen wie Apache 2.0 oder MIT, Werkzeuge zum lokalen Betrieb gibt es inzwischen reichlich.

Damit verschiebt sich die Datenschutzfrage: Statt zu prüfen, ob ein Anbieter deine Daten sicher verarbeitet, prüfst du, ob dein eigener Betrieb sauber aufgesetzt ist. Das ist kein Selbstläufer. Für Wartung, Updates, Sicherheit und die Compliance bist du dann selbst verantwortlich, und der EU AI Act gilt auch für Modelle, die du selbst betreibst. Aber für Fälle, in denen Daten schlicht im Haus bleiben müssen, ist es eine ernst zu nehmende Option neben der Cloud.

Open-Source-LLMs lokal betreiben

Cloud-API gegenüber On-Prem

Cloud-API mit AVV

Schnell startklar, wenig eigener Aufwand. Daten verlassen das Haus, deshalb braucht es Vertrag, Rechtsgrundlage und Vertrauen in den Anbieter.

Open Source, selbst gehostet

Daten bleiben im Haus, volle Kontrolle über die Verarbeitung. Dafür trägst du Betrieb, Sicherheit und Updates selbst, und brauchst die passende IT-Kapazität.

Welcher Weg passt, hängt von Datenschutzanforderung, Risikoprofil und IT-Kapazität ab. Oft ist ein Mix sinnvoll.

„Die größte DSGVO-Gefahr bei KI ist nicht böse Absicht, sondern gutgläubige Nutzung. Wer Kundendaten in ein freies Tool eingibt, um schneller zu arbeiten, verstößt unter Umständen gegen die DSGVO. Nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus Unwissen.“

Aus über 490 KI-Schulungen bei cmt

Die Technik ist selten das Problem.
Den Unterschied macht,
wer klare Regeln hat.

Aus über 490 KI-Schulungen bei cmt

06 Unsichtbare Gefahr

Schatten-KI: Das Risiko,
das du nicht siehst.

Deine Mitarbeiter nutzen KI-Tools. Die Frage ist nicht ob, sondern welche, und ob du davon weißt. Schatten-KI entsteht nicht aus bösem Willen, sondern weil eine offizielle, sichere Alternative fehlt.

Datenlecks durch gutgläubige Nutzung

Ein Vertriebsmitarbeiter gibt Kundenlisten in ein freies KI-Tool ein, um Angebote schneller zu erstellen. Ein HR-Mitarbeiter lässt Bewerbungen zusammenfassen. Beides kann ein DSGVO-Verstoß sein, wenn es ohne Auftragsverarbeitungsvertrag und Rechtsgrundlage passiert.

Haftungsrisiko ohne Governance

Wer haftet, wenn eine KI-gestützte Beratung falsch ist? Wenn ein KI-Text Urheberrechte verletzt? Wenn automatisierte Entscheidungen diskriminieren? Ohne dokumentierte Prozesse und klare Verantwortlichkeiten bleibt die Verantwortung bei der Geschäftsführung.

Verstöße durch Unwissen

Viele Mitarbeiter wissen nicht, dass kostenlose Tools eingegebene Daten zum Training verwenden können. Sie wissen nicht, dass KI-generierte Inhalte gekennzeichnet werden müssen. Sie kennen die Risiken nicht, weil sie nie geschult wurden. Das ist kein Vorsatz, das ist ein Organisationsthema.

Verbot statt Steuerung

Viele Unternehmen reagieren auf Schatten-KI mit pauschalen Verboten. Das Ergebnis: Die Mitarbeiter nutzen KI trotzdem, nur eben heimlich, während Wettbewerber mit klaren Regeln davonziehen. Die Lösung ist nicht das Verbieten, sondern das Befähigen.

Schatten-KI lässt sich nicht durch Technik allein lösen. Die Firewall kann ein Tool sperren, aber nicht die Nutzung auf dem Privatgerät. Die nachhaltige Lösung: klare Regeln, freigegebene Tools und geschulte Mitarbeiter. Genau das üben wir im Schatten-KI-Workshop.

07 Praxis-Leitfaden

KI-Richtlinie erstellen:
In fünf Schritten zur Governance.

Du brauchst kein 100-seitiges Compliance-Dokument. Eine pragmatische KI-Richtlinie auf zwei bis drei Seiten reicht für den Start. Hier ist der Weg dorthin.

Infografik Compliance-Checkliste für KI im Büro: KI-Richtlinie erstellt, Tools freigegeben, Daten-Regeln definiert, Verantwortliche benannt, Team geschult
Die fünf Häkchen einer pragmatischen KI-Governance. Die Schritte dazu im Detail.
01

Bestandsaufnahme: Wer nutzt was?

Woche 1

Bevor du Regeln aufstellst, musst du wissen, was tatsächlich passiert. Führe eine anonyme Umfrage durch: Welche KI-Tools werden genutzt, wofür, und welche Daten fließen hinein? In den meisten Unternehmen fällt das Ergebnis überraschend aus, denn es sind deutlich mehr Tools im Einsatz, als die IT-Abteilung kennt. Das ist keine Anklage, das ist der Ausgangspunkt.

Schatten-KI-Workshop
02

Risikoklassifizierung durchführen

Woche 2

Ordne die identifizierten KI-Anwendungen den vier Risikoklassen des EU AI Act zu. Die meisten Büro-Tools fallen in die Kategorien minimal oder begrenzt. Aber prüfe genau: Nutzt ihr KI im Personalwesen, bei Kreditentscheidungen oder in der Qualitätskontrolle? Diese Bereiche können schnell in die Hochrisiko-Kategorie fallen und brauchen besondere Maßnahmen.

Risikomanagement-Training
03

Erlaubte Tools und Datenregeln definieren

Woche 2-3

Erstelle eine Positivliste freigegebener KI-Tools mit Auftragsverarbeitungsvertrag. Definiere klar, welche Datenkategorien in welche Tools eingegeben werden dürfen. Faustregel: Keine personenbezogenen Daten ohne AVV, keine vertraulichen Geschäftsdaten in kostenlose Tools, keine Kundendaten ohne Rechtsgrundlage. Einfache Regeln, die jeder versteht.

Datenschutz-Workshop
04

Verantwortlichkeiten festlegen

Woche 3

Bestimme eine verantwortliche Person für KI-Governance. Das muss keine Vollzeitstelle sein, aber es braucht jemanden, der die Richtlinie pflegt, Fragen beantwortet und Schulungen koordiniert. Binde den Datenschutzbeauftragten, den Betriebsrat (falls vorhanden) und die IT-Leitung ein. Dokumentiere Entscheidungen und Freigabeprozesse.

KI-Governance-Training
05

Schulen, kommunizieren, iterieren

Laufend

Eine Richtlinie im Intranet, die niemand liest, bringt nichts. Entscheidend ist die Schulung: Jeder Mitarbeiter muss die Grundregeln kennen, verstehen und anwenden können. Plane außerdem regelmäßige Aktualisierungen ein, denn sowohl die Technologie als auch die Rechtslage entwickeln sich laufend weiter. Starte mit einer Pflichtschulung für alle KI-Nutzer und vertiefenden Workshops für Schlüsselpersonen.

Alle Compliance-Kurse

Klare Regeln statt Bauchgefühl?

Wir bringen dein Team auf den Stand, den Artikel 4 verlangt, und helfen bei Richtlinie und Governance. Offen, online oder inhouse.

09 Kursübersicht

Compliance- und Sicherheits-
Schulungen auf einen Blick

Von EU AI Act bis Schatten-KI, von Datenschutz bis KI-Sicherheit. Hier findest du alle relevanten Kurse für den rechtssicheren KI-Einsatz.

10 Häufig gestellt

Fragen zu KI-Recht
und Compliance

Ab wann gilt der EU AI Act für mein Unternehmen?
Der EU AI Act tritt stufenweise in Kraft. Seit Februar 2025 gelten die Verbote für KI-Systeme mit unannehmbarem Risiko. Seit August 2025 greifen die Transparenzpflichten und die KI-Kompetenzpflicht nach Artikel 4. Die Hauptregeln für Hochrisiko-KI-Systeme waren ursprünglich für August 2026 vorgesehen, wurden mit dem Digital-Omnibus aber auf Dezember 2027 verschoben (Stand Juni 2026, die Verabschiedung wird gerade abgeschlossen). Wenn du KI in Bereichen wie Personalwesen, Kreditvergabe oder Sicherheitstechnik einsetzt, solltest du die Zeit nutzen und schon jetzt mit der Vorbereitung beginnen.
Dürfen Mitarbeiter Kundendaten in ChatGPT eingeben?
Grundsätzlich nein, zumindest nicht in der kostenlosen Version. ChatGPT Free verwendet eingegebene Daten potenziell zum Training. Mit ChatGPT Enterprise oder der API (mit Auftragsverarbeitungsvertrag) sieht es anders aus. Entscheidend ist: Du brauchst eine klare Richtlinie, die regelt, welche Daten in welche Tools eingegeben werden dürfen. Mehr dazu im Kurs Datenschutzkonforme KI-Tools.
Was passiert, wenn wir den EU AI Act nicht einhalten?
Die Bußgelder sind gestaffelt: bis zu 35 Millionen Euro oder 7% des weltweiten Jahresumsatzes für Verstöße gegen die Verbote, bis zu 15 Millionen Euro oder 3% für andere Verstöße. Für kleine und mittlere Unternehmen gilt jeweils der niedrigere der beiden Beträge, aber auch der kann empfindlich sein. Wichtiger als die Strafe: Kunden und Geschäftspartner erwarten KI-Compliance zunehmend als Voraussetzung für eine Zusammenarbeit.
Brauchen wir einen KI-Beauftragten?
Der EU AI Act schreibt keinen expliziten KI-Beauftragten vor, aber Artikel 4 verlangt ausreichende KI-Kompetenz im Unternehmen. In der Praxis empfiehlt es sich, eine verantwortliche Person zu benennen, die KI-Richtlinien pflegt, Schulungen koordiniert und als Ansprechpartner für KI-Fragen dient. Das muss keine Vollzeitstelle sein, aber es braucht jemanden mit klarer Zuständigkeit.
Was ist der Unterschied zwischen EU AI Act und DSGVO bei KI?
Die DSGVO regelt den Schutz personenbezogener Daten und gilt unabhängig davon, ob KI im Spiel ist. Der EU AI Act reguliert KI-Systeme selbst, also ihre Entwicklung, ihren Einsatz und ihre Risiken. Beide Regelwerke gelten parallel. Ein KI-System, das personenbezogene Daten verarbeitet, muss sowohl DSGVO-konform als auch AI-Act-konform sein.
Wie erstellen wir eine KI-Richtlinie für unser Unternehmen?
Starte pragmatisch: Definiere erlaubte und verbotene Tools, lege fest, welche Daten eingegeben werden dürfen, bestimme Verantwortlichkeiten und dokumentiere Entscheidungen. Zwei bis drei Seiten reichen für den Anfang. In unseren Governance- und Compliance-Kursen erarbeiten Teilnehmer eine solche Richtlinie direkt im Workshop.
Ist Open-Source-KI sicherer als kommerzielle Anbieter?
Nicht automatisch. Offene Modelle wie Llama, Mistral, DeepSeek, Qwen oder Gemma kannst du selbst hosten, damit bleiben die Daten im eigenen Verantwortungsbereich. Das ist vor allem dann ein Hebel, wenn Daten aus Datenschutz- oder Geheimhaltungsgründen das Haus nicht verlassen dürfen. Aber du bist dann selbst für Sicherheit, Updates und Compliance verantwortlich, und der EU AI Act gilt ebenso. Kommerzielle Cloud-Anbieter bieten dafür Enterprise-Verträge mit klaren Datenschutzgarantien. Die beste Lösung hängt von deinen Anforderungen, deiner IT-Kapazität und deinem Risikoprofil ab. Mehr dazu im Kurs Open-Source-LLMs lokal betreiben.
Wie schulen wir unsere Mitarbeiter in KI-Compliance?
Artikel 4 des EU AI Act verlangt nachweisbare KI-Kompetenz. Empfehlenswert ist ein dreistufiger Ansatz: erstens eine Grundlagenschulung für alle Mitarbeiter, die KI nutzen. Zweitens eine vertiefte Schulung für Führungskräfte und Entscheider. Drittens spezialisierte Trainings für IT, Datenschutz und Compliance-Verantwortliche. Unsere Kurse decken alle drei Stufen ab.

Weitere häufig gestellte Fragen und Antworten findest du in den FAQs .

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