Wenn von digitaler Kunst die Rede ist, denken viele zuerst an Photoshop, Illustrator oder spezialisierte Grafiksoftware. Der japanische Künstler Tatsuo Horiuchi zeigt jedoch eindrucksvoll, dass Kreativität nicht vom Werkzeug abhängt. Er nutzt Microsoft Excel, also ein Programm, das eigentlich für Tabellen, Zahlen, Diagramme und Auswertungen entwickelt wurde, als digitale Leinwand.
Aus AutoFormen, Linien, Farbverläufen und sorgfältig gesetzten Ebenen entstehen bei Horiuchi detailreiche Landschaftsbilder, Kirschblüten, Bergpanoramen und Szenen, die an traditionelle japanische Malerei erinnern. Seine Werke sind deshalb so faszinierend, weil sie zwei Welten verbinden: die nüchterne Logik einer Tabellenkalkulation und die feine Bildsprache der Kunst. Genau darin liegt die Inspiration für den Arbeitsalltag: Wer Excel nur als Rechenwerkzeug nutzt, übersieht viele Möglichkeiten zur Visualisierung, Strukturierung und Präsentation von Informationen.
Bei cmt geht es zwar nicht um Excel-Kunst im engeren Sinne, aber um den professionellen Umgang mit Excel im Beruf. Wenn Du Daten verständlich darstellen, Diagramme verbessern oder Arbeitsmappen effizienter aufbauen möchtest, findest Du passende Trainings in unserer Kategorie Excel Schulungen und Visualisierung mit Excel.

Der ungewöhnliche Start
Als Tatsuo Horiuchi in den Ruhestand ging, wollte er seiner Leidenschaft für Kunst nachgehen. Klassische Malutensilien und professionelle Grafikprogramme waren ihm jedoch zu teuer. Stattdessen wählte er ein Programm, das auf vielen Computern ohnehin vorhanden ist: Microsoft Excel.
Der Gedanke wirkt zunächst überraschend. Excel ist in Unternehmen vor allem für Tabellen, Kalkulationen, Controlling, Auswertungen, Listen und Diagramme bekannt. Horiuchi betrachtete das Programm anders. Er erkannte, dass sich AutoFormen, Freihandlinien, Füllfarben, Transparenzen und Farbverläufe wie gestalterische Werkzeuge einsetzen lassen. Aus einer Anwendung für Zahlen wurde ein Medium für Bilder.
Gerade dieser Perspektivwechsel macht seine Geschichte relevant: Viele Funktionen in Office-Programmen werden im beruflichen Alltag nur teilweise genutzt. Wer Werkzeuge genauer versteht, kann sie nicht nur schneller bedienen, sondern auch kreativer und überzeugender einsetzen.
Die Technik hinter der Excel-Kunst
Horiuchis Bilder entstehen nicht durch klassische Bildbearbeitung, sondern durch das Zusammenspiel vieler einzelner Excel-Elemente. Jede Form, jede Linie und jeder Farbverlauf wird bewusst gesetzt. Die Technik erinnert eher an Vektorgrafik als an Malerei mit Pixeln.
- AutoFormen als Grundelemente: Blätter, Berge, Bäume, Blüten oder Wasserflächen werden aus geometrischen Formen zusammengesetzt.
- Farbverläufe und Transparenzen: Durch abgestufte Farben entstehen Tiefe, Lichtstimmung und räumliche Wirkung.
- Ebenen und Anordnung: Viele Formen liegen übereinander und erzeugen dadurch Vordergrund, Hintergrund und feine Details.
- Linien und Kurven: Konturen, Äste, Gräser und Strukturen werden mit präzise platzierten Linien modelliert.
- Geduld statt Spezialsoftware: Das Ergebnis entsteht durch Planung, Wiederholung und ein sehr genaues Verständnis der Zeichenfunktionen.
Für den Berufsalltag steckt darin eine klare Botschaft: Gute Excel-Ergebnisse hängen nicht allein von Formeln ab. Auch Aufbau, Gestaltung, Lesbarkeit und Visualisierung entscheiden darüber, ob Daten verstanden werden. Diagramme, bedingte Formatierungen, Formen, Beschriftungen und Dashboards machen aus Zahlen verwertbare Informationen.

Warum Tatsuo Horiuchi so viele Menschen begeistert
Die Faszination entsteht nicht nur durch das Ergebnis, sondern durch den Weg dorthin. Horiuchi nutzt kein naheliegendes Künstlerwerkzeug, sondern ein Programm, das viele Menschen aus Büro, Verwaltung, Projektarbeit oder Controlling kennen. Genau deshalb wirken seine Arbeiten so überraschend.
Seine Excel-Kunst zeigt, dass bekannte Software oft mehr kann, als im Alltag genutzt wird. Wer Excel beherrscht, kann nicht nur Zahlen berechnen, sondern Ergebnisse strukturieren, Entscheidungen vorbereiten, visuelle Zusammenhänge darstellen und Präsentationen unterstützen. In professionellen Excel Schulungen geht es deshalb nicht nur um einzelne Befehle, sondern um saubere Arbeitsmappen, nachvollziehbare Logik und überzeugende Darstellung.
Für Unternehmen ist dieser Gedanke besonders wichtig. Tabellen, Reports und Auswertungen werden täglich genutzt. Wenn sie unübersichtlich aufgebaut sind, entstehen Rückfragen, Fehler und unnötige Abstimmungen. Wenn sie gut gestaltet sind, sparen sie Zeit und machen Zusammenhänge schneller erfassbar.
Tatsuo Horiuchi über seinen Zugang
„Ich habe Excel nie in der Arbeit genutzt, aber gesehen, wie andere Leute damit schöne Graphen gezeichnet haben. Da dachte ich, dass ich damit wohl malen könnte.“
Das Zitat bringt seinen Ansatz auf den Punkt: Beobachtung, Neugier und Experimentierfreude führen zu einem völlig neuen Einsatz eines vertrauten Programms.
Was sich daraus für Excel im Beruf lernen lässt
Excel-Kunst ist ein Sonderfall, aber sie macht sichtbar, wie vielseitig Microsoft Excel sein kann. Auch im Arbeitsalltag entstehen bessere Ergebnisse, wenn Funktionen nicht isoliert betrachtet werden. Formeln, Tabellen, Diagramme, Formatierungen und Layout greifen zusammen.
- Daten verständlich visualisieren: Diagramme, Farben und Beschriftungen gezielt einsetzen, statt nur Zahlenkolonnen zu präsentieren.
- Arbeitsmappen sauber strukturieren: Eingaben, Berechnungen und Ausgaben trennen, damit Dateien nachvollziehbar bleiben.
- Berichte überzeugend gestalten: Tabellen, Grafiken und Kennzahlen so aufbauen, dass Entscheidungen unterstützt werden.
- Funktionen kreativ kombinieren: Excel nicht nur als Rechenblatt, sondern als Werkzeug für Analyse, Planung und Kommunikation nutzen.
- Fehlerquellen reduzieren: Durch einheitliche Formatierung, klare Benennung und nachvollziehbare Logik professioneller arbeiten.
Wenn Du Deine Excel-Kenntnisse ausbauen möchtest, bietet cmt praxisnahe Trainings von den Grundlagen bis zu fortgeschrittenen Themen wie Formeln, Diagramme, PivotTables, Datenanalyse und Visualisierung. Einen Überblick findest Du in unseren Excel Seminaren für Beruf, Controlling, Assistenz und Projektarbeit.
Fazit
Tatsuo Horiuchi beweist eindrucksvoll, dass Kreativität nicht an Spezialsoftware gebunden ist. Eine Tabellenkalkulation wird bei ihm zur digitalen Leinwand, weil er vorhandene Funktionen konsequent anders interpretiert. Aus Zellen, Formen und Farben entstehen Bilder, die weit über den üblichen Excel-Einsatz hinausgehen.
Für den beruflichen Umgang mit Excel bleibt die wichtigste Erkenntnis: Wer die Möglichkeiten des Programms kennt, arbeitet nicht nur schneller, sondern auch wirkungsvoller. Daten werden verständlicher, Auswertungen belastbarer und Ergebnisse besser präsentierbar. Einen Excel-Kurs speziell zum Malen mit AutoFormen bieten wir leider nicht an. Zum Thema Visualisierung mit Excel wirst Du bei cmt jedoch sicher fündig.